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Hattet ihr einen Reallohnverlust? - Seite 6

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  •  Hausbau24
  •   Silber-Award
6.5. - 12.5.2026
119 Antworten | 36 Autoren 119
119
Irgendwie wird man privat immer wieder damit konfrontiert, dass die Leute sagen alles sei teurer geworden und man könne sich immer weniger leisten. 
Das bezieht sich zumeist auf kurzfristige Ereignisse, z. B. Anstieg der Kraftstoffpreise (2026), Lebensmittelpreise (2022-2024), Baumaterialien & Energie (2021/22) und fühlt sich daher besonders hart an. Mit Blick auf die Inflation der letzten 10 Jahre in Österreich ergibt sich aber folgendes, neutraleres Bild:

_aktuell/20260506691240.png
Die o. a. Tabelle bedeutet schlichtweg, dass wir in den letzten 10 Jahren eine Schnittpreissteigerung (Inflation) über rund 40% hatten. 

Mich würden nun interessieren, ob euer Lohn in diesem Zeitraum in diesem Verhältnis mitgestiegen ist oder ob tatsächlich ein Reallohnverlust eingetreten ist. 

Die Nominale ist dabei eigentlich egal, mich würde nur interessieren, ob die Stammtischplauderei der Realität entspricht. 

Antwort "Ja": Mein Lohnzuwachs von 2015 bis 2025 lag unter 40%. 
Antwort: "Nein": Mein Lohnzuwachs von 2015 bis 2025 lag bei oder über 40%. 


[Hinweis: Umfrageergebnisse sind nur für eingeloggte Mitglieder sichtbar]

  •  derLandmann
  •   Gold-Award
11.5.2026 13:44  (#101)
Abgestimmt mit: Nein
"Hattet ihr einen Reallohnverlust?"

Nein.

1
  •  Miike
  •   Gold-Award
11.5.2026 14:19  (#102)

zitat..
brabsi schrieb: Essen eure Kinder echt immer das gleiche Frühstück?

Mo-Fr, ja. Wobei leicht weichen meine Variationen dann schon ab, aber halt etweder was mit Ei als Basis (Omlett/Eierspeise/Spiegelei) oder Joghurt/Skyr als Basis. Aber die Teller sind immer bunt, frisch, hochwertig und den Kindern schmeckt es. 

Ich schau mittlerweile nur noch bedingt auf den Preis. Mit ist es lieber jeder greift zu einer Packung Beeren als Chips. Mangos, Kiwis, Granatäpfel, Tomaten, Paprika usw... das geht bei uns Kiloweise... auch ins Geld. Wenn es sich einrichten lässt, gibt es 1x pro Woche rotes Fleisch (zB Steak) sowie Fisch. Aber auch hier gilt, nicht lange überlegen ob das finanziell gescheit ist, sondern reflexartig in den Einkaufswagen legen. Für 5P leg ich da nur für die Grundzutaten schon bald mehr ab, als andere bei einem McD Besuch😳. Bei uns geht es schon mit so Basics los, wie die Wahl es Öles. Das günstigste Fett in unserem Haushalt kostet wohl um die 10€/kg/L - die billigen Samenöle sucht man bei uns zB vergebens usw...

Insgesamt ist es aufgrund der sehr unterschiedlichen Einkaufswarenkörbe kaum sinnvoll, die Preisentwicklung pauschal zu ermitteln. Viel hängt davon ab, was tatsächlich konsumiert wird. Es ist stark individuell – aber unterm Strich wird alles teurer.

Ich bin ein Kind der 80er und 90er Jahre und bin noch mit dem Schilling aufgewachsen. Ich gehe oft her und rechne mit dem Faktor 7 um. Ist wenig akademisch, aber oft komm ich da im Vergleich gut hin und stelle fest, so ungefähr ist in den letzten 20-25 Jahren schon vieles in etwa in Relation geblieben. Beispiel: 3.000€ netto waren vor 25y vielleicht 21k Schilling. Damals kostete 1kg Brot beim Bäcker 35 Schilling - heute 5 Euro... usw

1
  •  sir0x
  •   Bronze-Award
11.5.2026 15:06  (#103)
Warum rechnest du Faktor 7?

Sonst bin ich bei dir, hochwertiges/gesundes Essen ist teuer.

1
  •  Benji
  •   Gold-Award
11.5.2026 15:23  (#104)

zitat..
sir0x schrieb: Warum rechnest du Faktor 7?

Faktor 7 kenne ich auch noch als D-Mark => Schilling


1
  •  Miike
  •   Gold-Award
11.5.2026 15:40  (#105)
Bitte wie gesagt "nicht akademisch"

zitat..
sir0x schrieb: Warum rechnest du Faktor 7?

Würde ungefähr einer Verdopplung der Preise seit Euroeinführung bedeuten.
Schilling vs. Euro war ja damals Faktor 14.

Wie gesagt, bei den meisten Dingen des Alltags kommt man aktuell mit x7 gut hin.

Gutverdiener: 4k netto heute - damals knapp 30.000 Schilling
Krügerl im Lokal 5€ heut - damals 35 Schilling 😅
Mittelklasseauto heute 40.000€ - damals knapp 300.000 Schilling 
BigMac 5€ - damals 35 Schilling
Einkaufswagen einigermaßen voll machen heute 150€ - damals 1.000 Schilling
usw usf

Ich will damit nur zum Ausdruck bringen, dass ich eher geneigt bin zu sagen, dass die Kaufkraft meiner nicht akademischen Beobachtung nach tendenziell eher nicht gelitten hat - jedenfalls über einen längeren Durchrechnungszeitraum betrachtet. 

1
  •  brabsi
  •   Bronze-Award
11.5.2026 16:54  (#106)
Echt jetzt? Schillingumrechner?
Ich bin ja auch groß geworden mit der Währung, aber umrechnen tu ich garnicht mehr 🤨

Meine Kinder essen leider nicht wahnsinnig gesund.....weil ihre Eltern leider auch nicht wahnsinnig gesund essen.

So - morgen gibts Spinat 💪😉

Bei uns gibts sicher mindestens 4x/Woche Fleisch 🤷‍♂️

1
  •  bautech
  •   Gold-Award
11.5.2026 17:26  (#107)
Zurückkommend auf die Ausgangsfrage...

"Hattet ihr einen Reallohnverlust?"

In unserer (ESH-)Bubble kann man den Reallohnverlust nahezu ausschließen, da hier mMn die wenigsten beruflich heute noch das machen was sie vor bald 12 Jahren gemacht haben... ich nehm mich hier plakativ als Beispiel 😀

2014: ich als Techniker viel im operativen Baustellenbetrieb, Einkommen damals 100% (ohne Summen zu nennen)

2016: Sparpaket vom Arbeitgeber, Tätigkeit s.o. - Einkommen weiterhin 99-101%

2018: neue Funktion, Gehaltserhöhung, Einkommen 115%

2022: Tätigkeitsfeld erweitert (ab in die Administration), Gehaltserhöhung, Einkommen 140%
2026: Noch mehr zu tun (daher noch weniger Zeit für die Family), Einkommen zu damals 200%
Ob das auch der Handwerker im gleichen Arbeitsumfeld über 12 Jahre geschafft hat sei dahingestellt. Aber die breite Masse dürfte bei der Lohnverlustdebatte nicht unbedingt gut ausgestiegen sein... zumindest empfinde ich es im direkten Umfeld so.

1
  •  brabsi
  •   Bronze-Award
11.5.2026 18:03  (#108)

zitat..
bautech schrieb:

In unserer (ESH-)Bubble kann man den Reallohnverlust nahezu ausschließen, da hier mMn die wenigsten beruflich heute noch das machen was sie vor bald 12 Jahren gemacht haben... ich nehm mich hier plakativ als Beispiel 😀

Ich mach seit 20 Jahren das gleiche. Einmal glücklich und zufrieden, immer glücklich und zufrieden.


1
  •  Lu1994
  •   Silber-Award
11.5.2026 18:29  (#109)

zitat..
thez schrieb:

Fairerweise muss ich sagen, dass bei uns in den 1000-1200€ auch auswärts essen sowie Haushaltsthemen dabei sind (Putzmittel, Shampo, Zahnpasta, Windeln etc.). Also quasi unser Geld mit dem wir den "Lebenserhalt" bestreiten. Ich tracke die Ausgaben auch nicht im Detail aber wenn ich dafür 1200€ am Gemeinschaftskonto budgetiere und am Ende des Monats ausgeht auf 0 bis das nächste Geld rübergeschupft wird dann muss es sich ca. ausgehen

Wie man mit 80€ eine Woche durchkommt ist mir schleierhaft. Wir kaufen gefühlt alle 2 Tage um 60€ ein und das sind nur die Dinge die man halt dauernd verbraucht: Brot, Frischkäse, Schinken, Käse, Fleisch, Obst,  Gemüse, Joghurt, Milch...
So Standard Dinge wie Nudeln, Reis, Couscous, Mehl etc. haben wir sowieso immer daheim.

Die Mehrkosten kommen sicherlich nicht durch das Kind sondern durch die generelle Teuerung. Wir sind keine Menschen die auf Rabattmakerl und Spar Joker Schlacht gehen. Wir kaufen einfach was uns taugt und essen sicherlich im Schnitt 1-2 mal pro Woche auswärts. Sei es Take-Away Chinesisch, Pizza bestellen oder mal zu Mittag irgendwo im Shopping Center. Außertürliche Dinge wie am Abend fancy Essen gehen, Date Nights, Geburtstage, Jahrestage wo man auch mal 200€ liegen lässt sind da noch gar nicht eingerechnet.

Für mich ists auch kein Hebel zu sparen, da muss man einfach durch. Würde ich jeden Euro umdrehen MÜSSEN würde ich da sicher mehr drauf aufpassen. 

Am teuersten sind sicher die vielen Heidelbeeren, Erdbeeren und Himbeeren die der kleine so als Snack verdrückt Das Flascherl ist jetzt mit 2 Jahren zum Glück aufs Minimum reduziert aber PRE Pulver ist gerade am Anfang auch nicht billig. Haben locker 1-2 Packungen zu je 15€ pro Woche verbraucht in der heißen Phase bevor der kleine bei uns mitgegessen hat. Macht alleine 120-150€ pro Monat für Milchpulver. Pampers Windeln kosten auch je nach Größe/Angebot 0,25€ pro Windel. 5-6 braucht man fairerweise pro Tag. Sind auch 50€ pro Monat. Also damit ist die Familienbeihilfe von 205€ schonmal weg. Business-Modell sind Kinder definitiv keine

Ich hab die alte Tabelle meiner Fixausgaben aus 2015 auch noch rumliegen, wenn ich die so vergleiche dann sind wirklich nur die Lebensmittel spürbar teurer geworden.

Autos immer relativ gleich teuer (Finanzierung damals 500€ p.M, Leasing heute 400€ p.M) tendenziell gesamt inkl. Versicherung sogar billiger da Elektro. Bitte jetzt keine Grundssatz Diskussion Kaufen vs. Finanzieren. Mir geht es um die monatliche Belastung und die ist zwischen damals und heute ähnlich.
Strom in der Wohnung mit 80m² 2015 80€, jetzt halt 150€ aber dafür deckt es Strom, Heizen und Mobilität ab
Versicherungen immer ähnlich teuer bzw. Dinge die ich damals auch noch nicht gehabt hab (Gesundheitsversicherung z.B.)
Miete 700€ damals vs. Kredit 2000€ heute ist nicht wirklich vergleichbar
ORF Beitrag minimal teurer
Handy zahl ich gefühlt seit 10 Jahren 10€ im Monat
Internet damals 40€ heute 55€
usw.

Ja gut wennst so oft Essen gehst komm ich auch nicht aus und Babyfutter gab's bei uns eigentlich nie, bzw nur als Notvorrat, haben immer Babygerichte selbst gekocht, da gehen 5-10 Portion aus einmal kochen, machst 3 verschiedene Sachen kommst gut durch

Windeln haben wir quasi keine Kosten, da Stoffwindeln, war Einmalinvest und der wurde gefördert 

Ich schau schon auf Aktionen, wenn der Käse 2+2 ist Kauf ich so viel, dass wir ihn verbrauchen bevor er abläuft, Rabattmarkerl sammle ich auch und hab oft Glück, dass ich sie doppelt bekomm, via App und physisch etc

Jetzt im Sommer geht der Eisverbrauch in die Höhe, wobei der Slushi Maker da gerade auf der Baustelle gut gegensteuert 😂

Getrunken wird Leitungswasser, oder Apfelsaft wenn der Egger wieder too good to go hat 

Wie gesagt Wocheneinkauf ist für mich rein Lebensmittel und alle paar Wochen Klopapier, Drogerie kaufen wir separat


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  •  sir0x
  •   Bronze-Award
11.5.2026 18:37  (#110)

zitat..
Lu1994 schrieb: Wie gesagt Wocheneinkauf ist für mich rein Lebensmittel und alle paar Wochen Klopapier, Drogerie kaufen wir separat

Und alleine hier beginnen ja schon die Unterschiede in den Aussagen, der eine zählt nur Lebensmittel, der andere alles was neben den Fixkosten lebensnotwendig ist.


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  •  thez
11.5.2026 19:21  (#111)
Siehst du, und genau da unterscheiden sich unsere Lebensrealitäten stark – ganz ohne Wertung.
  • Für den einen sind 2x auswärts essen bei 21 wöchentlichen Mahlzeiten schon viel, für den anderen wenig.
  • Der eine holt für jeden Schmarrn einen Handwerker, der andere kauft Werkzeug und macht’s selbst.
  • Der eine kauft Pampers, der andere wäscht Stoffwindeln aus.
  • Der eine kocht und püriert Babynahrung selbst, der andere nimmt fertige Gläschen.
  • Der eine kauft 4 Packungen Käse auf Vorrat, der andere lieber alle paar Tage frisch.
  • Der eine lebt eher „YOLO“, der andere „Geiz ist geil“ emoji

Ich verurteile weder das eine noch das andere – am Ende muss jeder den Weg finden, der ihn glücklich macht und im Alltag funktioniert. Ich persönlich versuche eher den pragmatischen Weg zu gehen. Gerade mit Kind ist man oft ohnehin am Limit, da hätte ich z.B. weder die Zeit noch die Energie, täglich Stoffwindeln zu waschen oder alle zwei Tage 10 Gläschen selbst abzufüllen.

Deshalb muss man bei solchen Diskussionen halt Äpfel mit Äpfeln vergleichen und nicht entsetzt fragen, wie man bitte 1.000 € für den täglichen Bedarf ausgeben kann. Ehrlich gesagt fühle ich mich damit eher im normalen Bereich als außerhalb der Norm – auch wenn manche Kommentare das anders darstellen. Wenn man sich Statistiken anschaut, bist du mit deinen Lebensmittelkosten vermutlich eher der Ausreißer als ich.

Am Ende frag ich solche Leute immer: Und was machst du mit dem gesparten Geld? Ich hoffe an anderer Stelle verpulvern emoji Wenn ich so leben würde wäre ich reich.


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  •  brabsi
  •   Bronze-Award
11.5.2026 20:24  (#112)

zitat..
thez schrieb:

Siehst du, und genau da unterscheiden sich unsere Lebensrealitäten stark – ganz ohne Wertung.

Für den einen sind 2x auswärts essen bei 21 wöchentlichen Mahlzeiten schon viel, für den anderen wenig.
Der eine holt für jeden Schmarrn einen Handwerker, der andere kauft Werkzeug und macht’s selbst.
Der eine kauft Pampers, der andere wäscht Stoffwindeln aus.
Der eine kocht und püriert Babynahrung selbst, der andere nimmt fertige Gläschen.
Der eine kauft 4 Packungen Käse auf Vorrat, der andere lieber alle paar Tage frisch.
Der eine lebt eher „YOLO“, der andere „Geiz ist geil“

Ich muss sagen, dass ich/wir weder YOLO noch geiz ist geil sind.
Gehaltsmäßig sehr gut aufgestellt, gehen wir trotzdem nur seeeehr selten auswärts essen.
Ich koche sehr gern und es schmeckt allen, was ich so koche, deswegen wird fast ausschließlich frisch gekocht. Vielleicht 2x/Monat gehen wir irgendwo essen.
Hat hier also nix mit geiz zu tun.

Da ich 2 linke Hände habe, sind bei sehr vielen Geschichten zu Hause Handwerker am Programm -> ich kanns nicht UND ich will nicht. Außerdem würd ich bei vielen Sachen sowieso danach erst recht einen Handwerker brauchen, wenn ichs selber machen würde 🤪

Wie ist das bei euch eigentlich mit Lebensmitteleinkauf?
1x/Woche für die ganze Woche einkaufen oder jeden Tag?
Wir bringen es absolut nicht hin, für die ganze Woche zu denken, deswegen wird fast jeden Tag eingekauft 


1
  •  Lu1994
  •   Silber-Award
11.5.2026 20:51  (#113)

zitat..
thez schrieb:

Siehst du, und genau da unterscheiden sich unsere Lebensrealitäten stark – ganz ohne Wertung.

Für den einen sind 2x auswärts essen bei 21 wöchentlichen Mahlzeiten schon viel, für den anderen wenig.
Der eine holt für jeden Schmarrn einen Handwerker, der andere kauft Werkzeug und macht’s selbst.
Der eine kauft Pampers, der andere wäscht Stoffwindeln aus.
Der eine kocht und püriert Babynahrung selbst, der andere nimmt fertige Gläschen.
Der eine kauft 4 Packungen Käse auf Vorrat, der andere lieber alle paar Tage frisch.
Der eine lebt eher „YOLO“, der andere „Geiz ist geil“

Ich verurteile weder das eine noch das andere – am Ende muss jeder den Weg finden, der ihn glücklich macht und im Alltag funktioniert. Ich persönlich versuche eher den pragmatischen Weg zu gehen. Gerade mit Kind ist man oft ohnehin am Limit, da hätte ich z.B. weder die Zeit noch die Energie, täglich Stoffwindeln zu waschen oder alle zwei Tage 10 Gläschen selbst abzufüllen.

Deshalb muss man bei solchen Diskussionen halt Äpfel mit Äpfeln vergleichen und nicht entsetzt fragen, wie man bitte 1.000 € für den täglichen Bedarf ausgeben kann. Ehrlich gesagt fühle ich mich damit eher im normalen Bereich als außerhalb der Norm – auch wenn manche Kommentare das anders darstellen. Wenn man sich Statistiken anschaut, bist du mit deinen Lebensmittelkosten vermutlich eher der Ausreißer als ich.

Am Ende frag ich solche Leute immer: Und was machst du mit dem gesparten Geld? Ich hoffe an anderer Stelle verpulvern Wenn ich so leben würde wäre ich reich.

Aktuell fließt das Geld in die Baustelle, ansonsten in Sparformen, vor dem Hausbau waren wir paar Mal im Jahr auf Urlaub


zitat..
brabsi schrieb:

──────..
thez schrieb:

Siehst du, und genau da unterscheiden sich unsere Lebensrealitäten stark – ganz ohne Wertung.

Für den einen sind 2x auswärts essen bei 21 wöchentlichen Mahlzeiten schon viel, für den anderen wenig.
Der eine holt für jeden Schmarrn einen Handwerker, der andere kauft Werkzeug und macht’s selbst.
Der eine kauft Pampers, der andere wäscht Stoffwindeln aus.
Der eine kocht und püriert Babynahrung selbst, der andere nimmt fertige Gläschen.
Der eine kauft 4 Packungen Käse auf Vorrat, der andere lieber alle paar Tage frisch.
Der eine lebt eher „YOLO“, der andere „Geiz ist geil“

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Ich muss sagen, dass ich/wir weder YOLO noch geiz ist geil sind.
Gehaltsmäßig sehr gut aufgestellt, gehen wir trotzdem nur seeeehr selten auswärts essen.
Ich koche sehr gern und es schmeckt allen, was ich so koche, deswegen wird fast ausschließlich frisch gekocht. Vielleicht 2x/Monat gehen wir irgendwo essen.
Hat hier also nix mit geiz zu tun.

Da ich 2 linke Hände habe, sind bei sehr vielen Geschichten zu Hause Handwerker am Programm -> ich kanns nicht UND ich will nicht. Außerdem würd ich bei vielen Sachen sowieso danach erst recht einen Handwerker brauchen, wenn ichs selber machen würde 🤪

Wie ist das bei euch eigentlich mit Lebensmitteleinkauf?
1x/Woche für die ganze Woche einkaufen oder jeden Tag?
Wir bringen es absolut nicht hin, für die ganze Woche zu denken, deswegen wird fast jeden Tag eingekauft

Ich fahr überwiegend einmal die Woche, es kommt aber drauf an, Eier holen wir im vorbeifahren bzw wenn man mehr braucht für Anlässe, Brot und Bananen sind aktuell Mangelware, meine Frau holt sie meistens in der Mittagspause, aber ja mit Kindern eher schwierig




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  •  thez
11.5.2026 22:01  (#114)

zitat..
brabsi schrieb:

Ich muss sagen, dass ich/wir weder YOLO noch geiz ist geil sind.
Gehaltsmäßig sehr gut aufgestellt, gehen wir trotzdem nur seeeehr selten auswärts essen.
Ich koche sehr gern und es schmeckt allen, was ich so koche, deswegen wird fast ausschließlich frisch gekocht. Vielleicht 2x/Monat gehen wir irgendwo essen.
Hat hier also nix mit geiz zu tun.

Da ich 2 linke Hände habe, sind bei sehr vielen Geschichten zu Hause Handwerker am Programm -> ich kanns nicht UND ich will nicht. Außerdem würd ich bei vielen Sachen sowieso danach erst recht einen Handwerker brauchen, wenn ichs selber machen würde 🤪

Wie ist das bei euch eigentlich mit Lebensmitteleinkauf?
1x/Woche für die ganze Woche einkaufen oder jeden Tag?
Wir bringen es absolut nicht hin, für die ganze Woche zu denken, deswegen wird fast jeden Tag eingekauft

Das waren beide extreme von mir dargestellt. Normalerweise reiht man sich irgendwo in der Mitte der Extremen ein. Es war kein Vorwurf gegen irgendjemanden hier aber @Lu1994 hat gefragt wie man soviel Geld ausgeben kann und jetzt haben wirs ausführlich diskutiert emoji

Wir haben es zig mal probiert mit 1x Großer Einkauf für die Woche aber irgendwie ist unser Horizont maximal auf 2-3 Tage limitiert. Viel zu oft kommt etwas spontanes dazwischen: Doch am Sonntag eingeladen zum Mittagessen bei den Eltern/Schwiegereltern, spontan Buschenschank, spontan unterwegs essen oder schlichtweg dann keine Lust auf das was noch zu Hause ist. So haben wir irgendwie angefangen relativ viel wegzuschmeißen weils einfach schlecht geworden ist. Unser Leben ist anscheinend zu wenig planbar, sodass wir es nicht schaffen unter der Woche z.B. 5 Tage das Mittag und Abendessen zu planen. Hängt irgendwie auch stark davon ab was man so treibt: Wie oft sind wir im Büro oder Home Office, trifft man sich nach der Arbeit mal spontan und das Abendessen fällt irgendwie unter den Tisch, wie lange ist man im Büro usw.

Sind jetzt wieder bei fast täglich bzw. alle 2 Tage ein mittlerer Einkauf gelandet.


1
  •  tomsl
  •   Bronze-Award
12.5.2026 5:57  (#115)

zitat..
thez schrieb: Sind jetzt wieder bei fast täglich bzw. alle 2 Tage ein mittlerer Einkauf gelandet.

Das ist bei uns auch in etwa so. Fast täglich irgendwas, woran man nicht gedacht hat und so alle 3 Tage ein größerer Einkauf. Und das, obwohl wir eine Einkaufsliste führen.
Das ich dabei nicht auf den Preis schauen muss, ist für mich tatsächlich der größte Luxus.


1
  •  Sparfratz
  •   Silber-Award
12.5.2026 6:43  (#116)
Im Endeffekt ist es ja egal für was jemand Geld ausgibt. Irgendwo rennts immer hin.

Stoffwindeln hätten wir uns zb nie angetan.  Dafür sehr viel beim Hausbau selbst gemacht. 

 


1
  •  Lu1994
  •   Silber-Award
12.5.2026 6:58  (#117)

zitat..
Sparfratz schrieb:

Im Endeffekt ist es ja egal für was jemand Geld ausgibt. Irgendwo rennts immer hin.

Stoffwindeln hätten wir uns zb nie angetan.  Dafür sehr viel beim Hausbau selbst gemacht.

Wieso Leute immer meinen Eigenleistung sei ein Substitut für Stoffwindeln, neben dem Kommerz sind sie besser für die Haut und die Kinder werden schneller rein

Was daran aufwendig ist werd ich auch nie verstehen, alle 2 Tage ein paar Minuten Wäsche aufhängen, wow...

Die Leute hier leben tlw auf sehr großem Fuß und weisen zT eine gewisse Scheinheiligkeit auf, man baut mit 50er Ziegel, damit man kein böses Plastik braucht, dafür nehmen wir nur Plastikwindeln die nichtmal irgendwie recycelt werden können

Die Stichprobe dieser Umfrage ist wie schon gesagt wohl alles andere als repräsentativ 


1
  •  Thuata
  •   Bronze-Award
12.5.2026 8:43  (#118)
Und damit wir jetzt komplett abdriften: 
- ja ich kauf einmal wöchentlich groß (und sollte doch irgendwas fehlen bleiben wir einfach am Heimweg kurz beim Supermarkt stehen)

Stoffwindeln sind richtig oder falsch genauso wie Eigenleistung, frisches Essen oder nicht, Lieferdienste, Amazon und keine Ahnung was. Wir alle sind super toll in dem was wir tun in unserem Leben und machen nie etwas falsch und wenn ich mir fest einbilde, dass es keinen Tellerrand gibt muss ich auch nicht drüber schauen. 

1
  •  tempo85
  •   Gold-Award
12.5.2026 9:18  (#119)
Um beim Thema zu bleiben!

zitat..
Hattet ihr einen Reallohnverlust?


Nein Absolut nicht!

zitat..
Werdet ihr einen Reallohnverlust haben?

Ja extrem, denn zweimal öffentlich Bedienstete + Kind + zweites im anmarsch (Karenz etc.)  
Selbst die 3,3 % die wir heuer verspätet bekommen, zählen dann auch nicht fürs Wochengeld.
Die nächsten Jahre mit 1% und dann noch 0% beim Karenzgeld, Familienleistungen, etc. ja die werden wir in der jetzigen Phase extrem merken.

Mit Phase ist gemeint, dass die Außenanlagen dran sind und dadurch sich jede Verspätung bei höher Inflation zusätzlich kostet.

Normalerweise natürlich jammern auf hohem Niveau, aber es ist derzeit wirklich nicht lustig Hauszubauen. Was aber nicht nur mit dem Reallohnverlust zu tun hat, sondern auch mit den Energiepreisen (Ziegel, Beton, Putz, etc.), Dünngerpreisen (Kompost), Zinsen und irgendwie sind trotzdem alle bis obenhin Ausgebucht.

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