Fragen zur Grundwasser-WP
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Wie schnell soll das ganze umgesetzt werden? Für die beiden Brunnen brauchst du eine wasserrechtliche Genehmigung, sowas dauert schonmal ein paar Monate je nach BH Haben Nachbarn Hausbrunnen bei denen du nachschauen kannst zwecks Höhe und Qualität? Wenn alles hinhaut ist es sicher die effizienteste Art zu heizen, mir wärs den Stress mit der BH absolut nicht wert Den Garten wirst so oder so zerstören, ich würde mir das mim RGK RGK [Ringgrabenkollektor] nochmal überlegen, da brauchst keine BH, sprich du hast im Vergleich zum Brunnenbau 6 Monate Zeit den Garten fertig zu planen, je nach Grundwasserstand gehst dann hald bis auf diese Tiefe und bist von der Effizienz her schon sehr ähnlich zur Wasser WP WP [Wärmepumpe] und hast zusätzlich den Vorteil, sollte das Grundwasser in X Jahren sinken verlierst du nur Prozentpunkte an Effizienz und musst nicht schnell eine völlig neue Wärmequelle erschließen |
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Eine Wasser-Wasser WP WP [Wärmepumpe] macht am meisten Sinn wenn du einen Saugheber machst, ansonsten macht dir der Stromverbrauch der Wasserpumpe einen Strich durch die Effizienz. Das Gutachten dafür macht ein Geologe und nicht der Installateur (zumindest war das bei unseren zwei Anlagen so). Die Gesamtkosten sind natürlich nicht zu unterschätzen: - Gutachten inkl. Einreichung - Förderpumpe (zusätzlich zur Solepumpe welche meist in der WP WP [Wärmepumpe] integriert ist) - großzügiger Wärmetauscher (Grundwasser|Sole) - Saugbrunnen - Schluckbrunnen Vorteil: - super Effizienz (hab aktuell noch 13.5°C) - Brunnen kann zusätzlich auch anders genutzt werden Ob es sich die bessere AZ finanziell rechnet bezweifle ich, außer du nutz den Brunnen anders auch intensiv bzw. ist schon vorhanden. Wir haben zB sowieso einen Brunnen gemacht und bei den Schwiegereltern war der Brunnen auch schon da, somit sieht die Rechnung gleich etwas anders aus. Frag mal paar Installateure durch mit dem Stichwort Saugheber, falls jemand Erfahrung hat, dann kann der bestimmt auch einen Geologen empfehlen damit du da mal nachfragen kannst was die für ein Gutachten haben wollen (ist bestimmt nicht wenig). |
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Die Einreichung wird dir kein Installateur machen. Ich habe von manchen nicht einmal ein Angebot bekommen, als ich gesagt habe, dass ich noch keine Genehmigung habe. Ich habe die Unterlagen erstellen lassen. Einen entsprechenden Kontakt haben mir zwei Bohrfirmen, welche das auch selten selbst anbieten, unabhängig voneinander genannt. Das Prozedere mit der BH ist filmreif. Vom monatelangen Warten mal abgesehen, auch die Bauabschlussmeldung... Es gibt da ein Forumular dazu, das habe ich ausgefüllt und unterschrieben. Hat ihnen nicht gepasst. Man hat mich aufgefordert eine Bestätigung über die fachgerechte und bescheikonforme Ausführung von den Firmen vorzulegen. Einen formlosen Wisch habe ich dann selbst geschrieben und bei den Firmen erbettelt, dass sie mir das auf ihrem Briefpapier unterschreiben. Das hat mir die BH dann wieder zurück gehaut und meinten, ich solle das auch unterschreiben... Absolut lächerliche Vollkoffertruppe. Nicht unterschätzen! Auch die Kosten für die Brunnen nicht unterschätzen. Ich habe mich für GW entscheiden, weil RGK RGK [Ringgrabenkollektor] nicht möglich wäre und Tiefenbohrung bei meiner Heizlast viel zu teuer gewesen wäre. Im Neubau würde ich mit den gesammelten Erfahrungen allerdings Tiefenbohrung vorziehen. Ich musste die Brunnen bohren lassen, wäre mehr Platz gewesen hätte man sicher einige Tausender sparen können, wenn man die Brunnen gräbt. Die Brunnenpumpe kann außerdem den COP ganz schön drücken, dann ist die gewonnene Effizienz schnell aufgefressen, wenn da 300W gezogen werden, und 300W ist sogar noch recht sparsam. Das Effizienteste ist der "Saugheber". Ich habe das selbst umgesetzt und es funktioniert wunderbar - bei mir ist das GW ca. 3,5m unter GOK. Ich fördere 2,3 m³/h mit 20W und 4 m³/h mit 90W. In der vergangenen Kälteperiode habe ich so ein ungedämmmtes Zweifamilienhaus bei höchster Leistung der WP WP [Wärmepumpe] mit etwa Gesamtarbeitszahl 3,8 beheizt mit Heizkörpern und Vorlauf von 41°C. Wenns nicht mit voller Leistung läuft, sondern mit ~80%, geht's dann svhon Richtung 4,7. Das geht halt nur, weil die GW-Quelle auch unter Dauervollgas nicht einknickt. Deshalb habe ich mich auch getraut eine 8kW-WP in ein Haus mit ehemals 2500-3000 L Ölverbrauch zu pflanzen. |
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Es stimmt dass die GW Pumpe beim geringer Heizlast relativ viel Strom nimmt, aber wenn man den GW PUmpe drehzahlregelt, kann man viel einsparen. KNV empfiehlt für GW WP WP [Wärmepumpe] z.B die SQE. Die hat die Drehzahlregelung im Motor eingebaut und passt über ein 0-10V von der WP WP [Wärmepumpe] die Drehzahl an. Ist eine gute, günstige Variante. nibe/KNV sind grundsätzlich gut. Habe auch schon von defekten Umschaltventilen gehört. Reparatur vom Professionisten kostet leider relativ viel. Ersatzteile bekommt mit a bissl googlen recht günstig, aber unsere Lohnkosten sind leider "davongelaufen". |
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Vielen Dank für die prompten Antworten und Anregungen. Leider bin ich halt im Endeffekt doch Laie auf diesem Gebiet, ich hab mich zwar so gut wie möglich eingelesen und mit den verschiedenen Systemen beschäftigt, bin aber nicht sicher, ob das ausreicht, um die richtigen Entscheidungen zu treffen. Daher vielleicht noch ein paar Details zur momentanen Situation, es gibt hier ja doch einige helle Köpfe, die die Situation vermutlich besser beurteilen können: Zusammengefasst: Ziegelmassivhaus, Bj 1975, tw. gedämmt, ca. 176 qm beheizte Fläche, EA vom Vorbesitzer aus 05/2025: Gebäude-Heizlast Abschätzung 13,2 kW, HWB 153,9 kWh/m2a, zwischenzeitilich haben wir die ganz alten Fenster getauscht (ca. 75 %) Im OG wird weiter mit (erneuerten) Radiatoren geheizt, ausserdem gibt es einen großen Kachelofen. Im EG wurden die Radiatoren (bis aufs VZ) entfernt und durch FBH FBH [Fußbodenheizung] ersetzt. Bisher war eine Gasheizung in Betrieb Plan wäre eine Grundwasser-WP mit Auslegung auf 8-10 kW (einen Brunnen gibt es bereits, ich weiss aber nicht, ob dieser die Kriterien für einen Schluckbrunnen erfüllt, das würde ich noch mit dem Brunnenbauer abklären) zusätzlich soll ein Festbrennstoffkessel kommen für Spitzenlasten im Winter Die Heizkörper im OG wurden entsprechend groß ausgelegt um den Spagat mit der Kombination FBH FBH [Fußbodenheizung]/Niederenergiesystem zu schaffen. Gibt es zu unseren Überlegungen Einwände? Es gibt halt derzeit auch recht viel Förderungen (zB. 5.000,- für den Brunnen, für WP WP [Wärmepumpe], etc.). Eine Tiefenbohrung haben wir auch überlegt, aber man hat mir gesagt, dass es sein kann, dass wir da mehrere Tausend Euro in den Sand setzen, wenn die Probebohrung kein passendes Ergebnis bringt. Ich habe mich daher mit dem Thema jetzt nicht weiter beschäftigt, weil das GW bei uns eben auch so hoch ist und sich die WWWP aus meiner Sicht anbietet. Ja, BH könnte ein Fallstrick werden, werde mich da nochmals genau erkundigen. Im Prinzip haben wir nur insofern Zeitdruck, als wir in den nächsten 2 Wochen entscheiden müssen, wie und mit welchen Leitungen wir wohin müssen. Wir müssen die endgültige Lösung zumindest leitungstechnisch vorbereiten. Und ja, die Lohn(neben)kosten sind weder unternehmer- noch verbraucherfreundlich |
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Hast du Verbauchsdaten der Vorjahre, die sind bei so alten Häusern oft belastbarer als der EAWEAW [Energieausweis]. Heizlastabschätzung liegt bei meinem EAWEAW [Energieausweis] bei etwa 20kW. Wie gesagt arbeitet bei mit jetzt eine 8kW-WP. Das hat bisher gepasst (Anmk.: erster Winter mit WP WP [Wärmepumpe]), ist aber doch etwas knapper als leiwand. Allerdings wird noch abgeklärt, ob sie überhaupt 8kW liefert, denn die interne Schätzung über die abgegebene Leistung lässt ca. 15% vermissen. Das gilt aber für die Brunnen genauso. Ich hatte absolut sauberen Flußschotter erwartet mit Ergiebigkeit ohne Ende. Der Wasserstand war bekannt, weil Messstelle in Sichtweite und Hausbrunnen. Tja, die Wasserführende Schicht ist etwa 2m und kein sauberer Schotter, sondern ganz schön schluffig. Nach wenigen Metern kam absolut harter, dichter Schluffstein. Ich habe erstmal geschluckt, habe Beruflich mit Grundwassernessstellen zu tun und das schlimmste befürchtet. Durch vorbildliche Brunnenentwicklung (Entsanden und Klarpumpen) wurde mir aber dann eine Funktionsfähigkeit bis ca 4,5 m³/h bei minimaler Absenkung bescheinigt. Auch der Schluckbrunnen ist anfangs sofort übergelaufen. Auch der verrichtet nach etwas Zuneigung problemlos den Dienst. Ich kenne jemanden, der ein paar Meter neben der Traisen gebohrt hat - GW spritzt das fast schon raus, wenns einen Löwenzahn ausstichst... 18m Schlufflinse erwischt und kein Wassernin Sicht. Nach 18m kams dann reichlich, aber da muss man auch erst mal die Nerven haben das Weiterbohren abzunicken. Der Bohrmeter kostet schon ein bissl was und wenn im Angebot die Bohrtiefe einstellig angenommen wurde... Da würde ich Tiefenbohrung sogar noch als "sicherer" einschätzen. |
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Brennstoffkessel und Wärmepumpe ist der technische Supergau Wennst eh einen Ofen hast kannst ja mit dem zu heizen Ein Brunnen bringt dir Genehmigungstechnisch hald nichts, weil du 2 brauchst, sprich das ganze Prozedere sowieso anfällt Wennst eh keinen Stress hast und die Heizung noch gut in Schuss ist dämme lieber das Haus außen und am Dach, dann kannst eine noch kleinere WP WP [Wärmepumpe] nehmen Wie gesagt, schnell und wasserrechtliche Genehmigung kannst vergessen Leg doch einfach mal zwei KG Rohr in den Garten, egal welche Leitungen ins Haus kommen, die kannst dann einfach einfädeln |
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Also von mir ein klares JA zur Wasser-Wasser-WP. Hab selbst 2020 eine in Betrieb genommen. Bezüglich Einreichunterlagen für die wasserrechtliche Bewilligung kann man sich ganz gut einlesen, das habe ich auch gemacht und mir die Unterlagen vollkommen selbst erstellt (BH Melk). Sämtliche Pläne, Beschreibungen, Skizzen, Pumpversuch und Sickerversuch, alles selbstständig erstellt. Gemeinsam mit dem Bohrprotokoll der Brunnenbohrfirma dann alles eingereicht. Nach einigen Monaten und einer unangemeldeten Begehung (!!!!!) auf meinem Grundstück zur Besichtigung von Entnahme- und Schluckbrunnen bekam ich dann einen positiven Bescheid für die Wassernutzung. Dazu noch ein Laborgutachten von der Wasserqualität erstellen lassen für die Materialauswahl des Plattenärmetauschers für den Installateur. Alles in allem ist es zwar aufwändig aber machbar. Das Ergebnis ist eine extrem effiziente Heizung - ich heize allerdings gut 200m² mit ca. 2500-3000kWh auf 23°C inkl. Warmwasser (Jahreverbrauch) / 3 Personen Haushalt. |
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Was heißt das genau? Falls eine Einfahrt befestigt wird und daher jetzt die Leitungen dort durch müssen: auf jeden Fall mehr verlegen als ihr zu brauchen glaubt. Ich habe zu jedem Brunnen verlegt:
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Zu deinen Fragen.... 1. Leitungen würde ich über die gesamte Länge in frostfreier Tiefe vergraben >80cm. Wie von dir beschrieben Aufputz verlegen und Dämmen wird zu wenig sein, da hast du Frostschäden..... oder eine Begleitheizung an den Leitungen anbringen, kostet aber zusätzlich Energie. 2. Einreichunterlagen wurde mir von der Brunnenbohrfirma angeboten, die können das machen, damals 2020 um einige hundert Euro. Bohrfirma: Tiefbohrtechnik Rigler GmbH Soweit ich weiß, fahren die auch immer wieder in eure Gegend, frag mal an. 3. Bezüglich WP WP [Wärmepumpe] Marke kann ich in meinem Fall nur von der KNV sprechen. Meine WP WP [Wärmepumpe] läuft seit 2020 problemlos, es war am ganzen System noch nichts kaputt. Ich hab mich damals zwischen KNV oder Ochsner entschieden. Bekannte von uns haben eine Ochsner Grundwasser-WP, diese hatten schon ein paar Themen nach ca. 10 Jahren. |
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Wenn es sich um die BH GF handelt, kann ich nur Positives berichten. Wir haben im August zwei 90m Tiefenbohrungen machen lassen. Die Genehmigungen im Vorfeld sind zwar ein gewisser Aufwand, aber die zuständige Dame auf der BH GF war extrem freundlich, kompetent und hilfsbereit. Die Genehmigung hat ca. 9 Wochen gedauert. |
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