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Fragen zur Grundwasser-WP

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  •  Biggsi
18.1.2026
5 Antworten | 5 Autoren 5
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Hallo!

Im Zuge einer Sanierung soll die Gasheizung ersetzt werden. Wunsch wäre eine Wasser-Wasser-WP (RGK wurde überlegt, scheidet aber aufgrund des Altbaumbestandes und der noch offenen Planung für die übrige Gartenfläche/Pool, Gewächshaus, etc. vorerst aus).

Grundwasser dürfte auf ca. 3-5 Meter zu finden sein (Auskunft bei der Gemeinde sowie Erkenntnis beim Setzen eines Erdungsspieß), über die Qualität weiss ich noch nichts (angeblich aber eher lehmiger Boden zumindest in den oberen Schichten). Probebohrung und Pumpversuch sind aber demnächst geplant.

Zu meinen Fragen:

1. die Zu- und Ableitung zwischen WP WP [Wärmepumpe] und Brunnen müssen klarerweise frostfrei verlegt werden. Weiss jemand, ob eine Verlegung zwingend im Boden vorgeschrieben ist, oder wäre eine Verlegung an der Hausmauer mit entsprechender Isolierung zulässig (Leitung würde entlang der alten Gasleitung bis in die Garage entsprechend gedämmt und von dort dann nur ein Stück im Boden bis zu den Brunnen geplant werden, das würde uns eine Menge Stemmarbeiten ersparen)

2. Planung und Einreichen der Brunnen macht meist der Installateur, richtig? Gibt es Empfehlungen im Raum Wolkersdorf/Bezirk Mistelbach/Bezirk Gänserndorf? Mit Grundwasser-WP haben's die meisten ja nicht so...

3. Gibt es Empfehlungen bezüglich WP WP [Wärmepumpe]-Firma? Ich habe in einem anderen Haus eine KNV Nibe, nach 6 Jahren allerdings Defekt eines Umschaltventils/Heizung damit nicht mehr funktionsfähig mit Reparaturkosten von 750,- Euro. Bin mir nicht sicher, ob ich dieses Modell wieder nehmen würde, dürfte öfters Probleme mit KNV Nibe geben...

Vielen Dank schon mal vorab für Antworten!!!
LG Birgitt

  •  Lu1994
  •   Silber-Award
18.1.2026 19:30  (#1)
Wie schnell soll das ganze umgesetzt werden? Für die beiden Brunnen brauchst du eine wasserrechtliche Genehmigung, sowas dauert schonmal ein paar Monate je nach BH

Haben Nachbarn Hausbrunnen bei denen du nachschauen kannst zwecks Höhe und Qualität?

Wenn alles hinhaut ist es sicher die effizienteste Art zu heizen, mir wärs den Stress mit der BH absolut nicht wert

Den Garten wirst so oder so zerstören, ich würde mir das mim RGK RGK [Ringgrabenkollektor] nochmal überlegen, da brauchst keine BH, sprich du hast im Vergleich zum Brunnenbau 6 Monate Zeit den Garten fertig zu planen, je nach Grundwasserstand gehst dann hald bis auf diese Tiefe und bist von der Effizienz her schon sehr ähnlich zur Wasser WP WP [Wärmepumpe] und hast zusätzlich den Vorteil, sollte das Grundwasser in X Jahren sinken verlierst du nur Prozentpunkte an Effizienz und musst nicht schnell eine völlig neue Wärmequelle erschließen

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  •  sudo
18.1.2026 20:12  (#2)
Eine Wasser-Wasser WP WP [Wärmepumpe] macht am meisten Sinn wenn du einen Saugheber machst, ansonsten macht dir der Stromverbrauch der Wasserpumpe einen Strich durch die Effizienz.

Das Gutachten dafür macht ein Geologe und nicht der Installateur (zumindest war das bei unseren zwei Anlagen so).

Die Gesamtkosten sind natürlich nicht zu unterschätzen:
 - Gutachten inkl. Einreichung
 - Förderpumpe (zusätzlich zur Solepumpe welche meist in der WP WP [Wärmepumpe] integriert ist)
 - großzügiger Wärmetauscher (Grundwasser|Sole)
 - Saugbrunnen
 - Schluckbrunnen

Vorteil:
 - super Effizienz (hab aktuell noch 13.5°C)
 - Brunnen kann zusätzlich auch anders genutzt werden

Ob es sich die bessere AZ finanziell rechnet bezweifle ich, außer du nutz den Brunnen anders auch intensiv bzw. ist schon vorhanden.
Wir haben zB sowieso einen Brunnen gemacht und bei den Schwiegereltern war der Brunnen auch schon da, somit sieht die Rechnung gleich etwas anders aus.

Frag mal paar Installateure durch mit dem Stichwort Saugheber, falls jemand Erfahrung hat, dann kann der bestimmt auch einen Geologen empfehlen damit du da mal nachfragen kannst was die für ein Gutachten haben wollen (ist bestimmt nicht wenig).

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  •  wuschi
  •   Bronze-Award
18.1.2026 20:14  (#3)
Die Einreichung wird dir kein Installateur machen. Ich habe von manchen nicht einmal ein Angebot bekommen, als ich gesagt habe, dass ich noch keine Genehmigung habe.
Ich habe die Unterlagen erstellen lassen. Einen entsprechenden Kontakt haben mir zwei Bohrfirmen, welche das auch selten selbst anbieten, unabhängig voneinander genannt. 

Das Prozedere mit der BH ist filmreif. Vom monatelangen Warten mal abgesehen, auch die Bauabschlussmeldung...
Es gibt da ein Forumular dazu, das habe ich ausgefüllt und unterschrieben. Hat ihnen nicht gepasst.
Man hat mich aufgefordert eine Bestätigung über die fachgerechte und bescheikonforme Ausführung von den Firmen vorzulegen. Einen formlosen Wisch habe ich dann selbst geschrieben und bei den Firmen erbettelt, dass sie mir das auf ihrem Briefpapier unterschreiben. Das hat mir die BH dann wieder zurück gehaut und meinten, ich solle das auch unterschreiben... Absolut lächerliche Vollkoffertruppe. Nicht unterschätzen!

Auch die Kosten für die Brunnen nicht unterschätzen. Ich habe mich für GW entscheiden, weil RGK RGK [Ringgrabenkollektor] nicht möglich wäre und Tiefenbohrung bei meiner Heizlast viel zu teuer gewesen wäre. Im Neubau würde ich mit den gesammelten Erfahrungen allerdings Tiefenbohrung vorziehen.
Ich musste die Brunnen bohren lassen, wäre mehr Platz gewesen hätte man sicher einige Tausender sparen können, wenn man die Brunnen gräbt.

Die Brunnenpumpe kann außerdem den COP ganz schön drücken, dann ist die gewonnene Effizienz schnell aufgefressen, wenn da 300W gezogen werden, und 300W ist sogar noch recht sparsam. Das Effizienteste ist der "Saugheber". Ich habe das selbst umgesetzt und es funktioniert wunderbar - bei mir ist das GW ca. 3,5m unter GOK.
Ich fördere 2,3 m³/h mit 20W und 4 m³/h mit 90W.
In der vergangenen Kälteperiode habe ich so ein ungedämmmtes Zweifamilienhaus bei höchster Leistung der WP WP [Wärmepumpe] mit etwa Gesamtarbeitszahl 3,8 beheizt mit Heizkörpern und Vorlauf von 41°C.
Wenns nicht mit voller Leistung läuft, sondern mit ~80%, geht's dann svhon Richtung 4,7.
Das geht halt nur, weil die GW-Quelle auch unter Dauervollgas nicht einknickt.
Deshalb habe ich mich auch getraut eine 8kW-WP in ein Haus mit ehemals 2500-3000 L Ölverbrauch zu pflanzen.

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  •  moef
  •   Gold-Award
18.1.2026 21:08  (#4)
Es stimmt dass die GW Pumpe beim geringer Heizlast relativ viel Strom nimmt, aber wenn man den GW PUmpe drehzahlregelt, kann man viel einsparen. KNV empfiehlt für GW WP WP [Wärmepumpe] z.B die SQE. Die hat die Drehzahlregelung im Motor eingebaut und passt über ein 0-10V von der WP WP [Wärmepumpe] die Drehzahl an. Ist eine gute, günstige Variante. 
nibe/KNV sind grundsätzlich gut. Habe auch schon von defekten Umschaltventilen gehört. Reparatur vom Professionisten kostet leider relativ viel. Ersatzteile bekommt mit a bissl googlen recht günstig, aber unsere Lohnkosten sind leider "davongelaufen". 


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  •  Biggsi
18.1.2026 22:31  (#5)
Vielen Dank für die prompten Antworten und Anregungen.

Leider bin ich halt im Endeffekt doch Laie auf diesem Gebiet, ich hab mich zwar so gut wie möglich eingelesen und mit den verschiedenen Systemen beschäftigt, bin aber nicht sicher, ob das ausreicht, um die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Daher vielleicht noch ein paar Details zur momentanen Situation, es gibt hier ja doch einige helle Köpfe, die die Situation vermutlich besser beurteilen können:

Zusammengefasst:
Ziegelmassivhaus, Bj 1975, tw. gedämmt, ca. 176 qm beheizte Fläche, EA vom Vorbesitzer aus 05/2025: Gebäude-Heizlast Abschätzung 13,2 kW, HWB 153,9 kWh/m2a, zwischenzeitilich haben wir die ganz alten Fenster getauscht (ca. 75 %)

Im OG wird weiter mit (erneuerten) Radiatoren geheizt, ausserdem gibt es einen großen Kachelofen.
Im EG wurden die Radiatoren (bis aufs VZ) entfernt und durch FBH FBH [Fußbodenheizung] ersetzt.

Bisher war eine Gasheizung in Betrieb
Plan wäre eine Grundwasser-WP mit Auslegung auf 8-10 kW (einen Brunnen gibt es bereits, ich weiss aber nicht, ob dieser die Kriterien für einen Schluckbrunnen erfüllt, das würde ich noch mit dem Brunnenbauer abklären)
zusätzlich soll ein Festbrennstoffkessel kommen für Spitzenlasten im Winter

Die Heizkörper im OG wurden entsprechend groß ausgelegt um den Spagat mit der Kombination FBH FBH [Fußbodenheizung]/Niederenergiesystem zu schaffen.

Gibt es zu unseren Überlegungen Einwände?
Es gibt halt derzeit auch recht viel Förderungen (zB. 5.000,- für den Brunnen, für WP WP [Wärmepumpe], etc.).

Eine Tiefenbohrung haben wir auch überlegt, aber man hat mir gesagt, dass es sein kann, dass wir da mehrere Tausend Euro in den Sand setzen, wenn die Probebohrung kein passendes Ergebnis bringt. Ich habe mich daher mit dem Thema jetzt nicht weiter beschäftigt, weil das GW bei uns eben auch so hoch ist und sich die WWWP aus meiner Sicht anbietet.

Ja, BH könnte ein Fallstrick werden, werde mich da nochmals genau erkundigen. Im Prinzip haben wir nur insofern Zeitdruck, als wir in den nächsten 2 Wochen entscheiden müssen, wie und mit welchen Leitungen wir wohin müssen. Wir müssen die endgültige Lösung zumindest leitungstechnisch vorbereiten.

Und ja, die Lohn(neben)kosten sind weder unternehmer- noch verbraucherfreundlich

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