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·gelöst· FI verzögert oder nicht

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  •  klaus3000
  •   Bronze-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und viele Beiträge geschrieben.
17.7. - 20.11.2021
31 Antworten | 5 Autoren 31
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Was ich jetzt gelesen habe, darf man in Österreich einen 40A FI Typ A nur mit Vorzählersicherung 25A absichern. Mit Verzögerung, also Typ G, darf man mit 40A absichern. Habe ich das richtig verstanden?

Einerseits denke ich mir "nimm Typ G", dann kann ich mehr Strom ziehen. Andererseits, gibt es durch die Verzögerung einen Nachteil im Fehlerfall? Also wenn eine Person in den Stromkreis kommt, dann wäre die bei einem verzögert auslösenden FI ja länger im Stromkreis. Was wird da üblicherweise genommen?

von klaus3000

  •  Ziegelrot
  •   Gold-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und besonders viele Beiträge geschrieben.
8.11.2021 ( #21)




Kleinermuk schrieb: Verzögerungszeit bei kurzzeitverzögerten FI Schaltern +10mS.  

Unser Elektriker verwendet im Standardfall den kurzzeitverzögerten Fi.
laut. Angebot: F204A-40/0,03TG

Macht es überhaupt Sinn einen unverzögerten Fi zu verwenden? Wie wäre die Bezeichnung ohne Verzögerung?

Auf wikipedia habe ich folgendes gefunden:
de.wikipedia.org/wiki/Fehlerstrom-Schutzschalter#Bezeichnungen,_Begriffsklärung

"Die Verwendung des Typs AC ist nicht generell untersagt. In den meisten Fällen (drohender Schaden bei Stromausfall) muss ein FI-Schalter der Bauart G zum Einsatz kommen, die kurzzeitverzögert und stromstoßfest ist. Eine Vorsicherung mit dem Nennstrom des FI-Schalters ist nur zulässig, wenn dies der Hersteller explizit angibt, ansonsten ist ein 40-A-FI-Schalter beispielsweise mit maximal 25 A abzusichern. Aufgrund dieser Besonderheiten vertreiben mehrere Hersteller österreichspezifische (und deutlich teurere) Varianten ihrer Produkte, die beispielsweise als kurzzeitverzögertBauart Gvorsicherungsfest oder mit Nennstrom vorsicherbar bezeichnet werden."

  •  uzi10
  •   Gold-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und besonders viele Beiträge geschrieben.
8.11.2021 ( #22)
ohne Verzögerung heisst er dann ohne G
https://new.abb.com/products/de/2CSF204719R1400/f204-a-40-0-03-t
Man setzt im ganz normal Gebrauch unverzögerte FIs ein! Bei sensibeln Anlagen wie Haustechnische Geräte und Computer ist der verzögerte aber vom Vorteil. Ohne G kann er halt schneller fallen, da er keine Verzögerung hat.
Sie müssen halt im Neubau jetzt A FIs sein. Im Altbau kann man noch mit AC erweitern. Wird aber nicht empfohlen, da heutzutage jedes Gerät, Ladegerät oder Netzteil ein Schaltnetzteil ist und Gleichfehlerströme produzieren kann und das der AC FI nicht erfasst.
Induktionsherde, Wärmepumpen usw schreiben den A sogar dezidiert vor und grosse Geräte mit 3ph FUs Fis des Types B.

https://www.ove.at/fileadmin/user_upload/OVE_Standardization/pdf/Fachinfo_Installationsgeraete_Schaltgeraete/Fachinfo_IS02_Anwendung_RCD_Stand_2021-07.pdf

  •  klaus3000
  •   Bronze-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und viele Beiträge geschrieben.
19.11.2021 ( #23)


uzi10 schrieb: Man setzt im ganz normal Gebrauch unverzögerte FIs ein! Bei sensibeln Anlagen wie Haustechnische Geräte und Computer ist der verzögerte aber vom Vorteil.

Was ist "ganz normaler" Gebrauch? Computer, Staubsauger, Waschmaschine, LED-Lampen, und Kühlschrank würde ich in einem Haushalt als "normal" betrachten. Da ich überall im Haus einen Computer/Notebook anstecken möchte, heißt das dann, dass ich im Haus alle FIs verzögert machen soll? Das hätte ich jetzt vor.


  •  uzi10
  •   Gold-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und besonders viele Beiträge geschrieben.
19.11.2021 ( #24)
Ich setze darum auch hauptsächlich die XGA Typen ein. Maximal bei Licht nicht.

  •  Ziegelrot
  •   Gold-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und besonders viele Beiträge geschrieben.
19.11.2021 ( #25)


uzi10 schrieb: Ich setze darum auch hauptsächlich die XGA Typen ein.

steht das "G" hier für kurzzeitverzögert? 
bzw. das "A" für Typ A ?


uzi10 schrieb: Man setzt im ganz normal Gebrauch unverzögerte FIs ein!

Wie sind die beiden Aussagen zu verstehen?



  •  uzi10
  •   Gold-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und besonders viele Beiträge geschrieben.
19.11.2021 ( #26)


Ziegelrot schrieb: bzw. das "A" für Typ A ?

jap weil A Fi musst du bei Neubauten verpflichtend einsetzen und es wär auch gut im Altbau,
Du hast sicher überall Schaltnetzteile und Ladegeräte im Haus.


Ziegelrot schrieb: steht das "G" hier für kurzzeitverzögert? 

Genau.


Ziegelrot schrieb: Wie sind die beiden Aussagen zu verstehen?

wenn was nicht wichtig ist und ruhig fallen kann.
Aber ich nehme die maximal als Licht FI. Aber auch da wärs besser, wenn er nicht gleich fallt.
Die paar Euro mehr machts Kraut nicht fett


  •  Ziegelrot
  •   Gold-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und besonders viele Beiträge geschrieben.
19.11.2021 ( #27)


uzi10 schrieb: Man setzt im ganz normal Gebrauch unverzögerte FIs ein!

Dieser Satz hat mich verwirrt.

Für dich als E-Techniker ist damit ein kurzzeitverzögerter Fi "eigentlich" ein unverzögerter Fi.

Unser Elektriker verwendet im EFH die "G" Variante.

In einem Thread wurde einmal eine Verzögerung von 10ms bei der G Variante genannt.

Die Frage ist, ob im EFH die unverzögerte, 10ms schneller auslösende Variante, die bessere Wahl darstellt.


  •  uzi10
  •   Gold-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und besonders viele Beiträge geschrieben.
19.11.2021 ( #28)


Ziegelrot schrieb:

──────
uzi10 schrieb: Man setzt im ganz normal Gebrauch unverzögerte FIs ein!
──────

Dieser Satz hat mich verwirrt.

Für dich als E-Techniker ist damit ein kurzzeitverzögerter Fi "eigentlich" ein unverzögerter Fi.

Unser Elektriker verwendet im EFH die "G" Variante.

In einem Thread wurde einmal eine Verzögerung von 10ms bei der G Variante genannt.

Die Frage ist, ob im EFH die unverzögerte, 10ms schneller auslösende Variante, die bessere Wahl darstellt.

Irgendie kenn ich mich jetzt gar nicht aus.
Ich verwende auch hauptsächlich die verzögerte G Variante.
Warum sollte der unverzögerte besser sein? Meinst du der ist sicherer für Menschen?

  •  Ziegelrot
  •   Gold-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und besonders viele Beiträge geschrieben.
20.11.2021 ( #29)


Kleinermuk schrieb: Ich bin kein Mediziner, aber es ist ganz klar, je schneller der Strom abgeschaltet wird, umso höher sind die Überlebenschancen. 



Kleinermuk schrieb: Wenn man den Angaben von ABB glauben darf und ich diese richtig interpretiere, dann ist die
Verzögerungszeit bei kurzzeitverzögerten FI Schaltern +10mS.  
Rechnet man diese Zeit zu der Auslösezeit von 30mS dazu, dann liegt die Auslösezeit bei einem
kuzzeitverögerten FI auch bei 40mS.


Wird in Ö die unverzögerte Variante überhaupt eingesetzt oder ist G, kurzzeitverzögert, der Standard?

  •  uzi10
  •   Gold-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und besonders viele Beiträge geschrieben.
20.11.2021 ( #30)
Nein wird eh eingesetzt.
Denke das die meisten kleinen Elektriker den einbauen und dafür den 3fachen Preis verlangen :). 
Ist ja nicht verkehrt der Fi.
Wenn man keine Anforderung hat, dann passt er ja

  •  Kleinermuk
  •   Gold-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und besonders viele Beiträge geschrieben.
20.11.2021 ( #31)


Ziegelrot schrieb: Die Frage ist, ob im EFH die unverzögerte, 10ms schneller auslösende Variante, die bessere Wahl darstellt.

Es gibt zwei Gesichtpunkte.
1)  Sicherheit für den Menschen:
     Die Überlebenschancen steigen für den Menschen,  je geringer der Körperstrom ist, und je
     kürzer diese Ereignis ist. 
     --->  FI-Schalter Typ A   mit Auslösestrom 10mA

2) FI Schalter Typ G   sind verbindlich vorgeschrieben für Stromkreise, wo  ein 
    Personen- oder Sachschaden im Falle von Fehlauslösungen auftreten können
    (ÖVE/ÖNORM E 8001-1 § 12.1.6).  
  
 3) In der Praxis werden sehr oft Typ G verbaut - nach dem Motto "na sicher ist sicher"

4) Fehlauslösungen sind bei dem Typ A  auch sehr, sehr, sehr selten.  Und wenn, ist es in
    einem EFH auch keine Katastrophe!
5) Für mich persönlich steht der Schutz der Menschen und Tiere an höchster Stelle.
    Meine Ausführung in Bezug Fehlerstrom  (technisch möglich)  ist daher:
    -   Übergeordneter FI-Schalter  4-pol  Typ-A mit Auslösestrom 30mA.
    -   für  Bereiche  mit noch höherer Sicherheit (Kinderzimmer, Bad, u.s.w) , ein FI-LS  2-pol
         Typ-A   mit 10mA Auslösestrom,  10A Nennstrom mit LS-Kennlinie B.  Kostenpunkt von 
          ca. 75€  je Stück (z.B. Eaton FI LS Schalter 170976 Typ FRBMM-B10/1N/001-A). 
    
6) Thema Vorsicherung 25A bei FI-40A.
     Ist eine österreichische "Spezialität" und ganz ehrlich gesagt, "das juckt mich nicht".
     Und als Alternative kann man ja einen FI-63A nehmen. 
7) Und den Körperstrom bestimmt nicht der FI-Schalter, sondern die Netzspannung und der Körperwiderstand mit den Übergangswiderständen. 

 Ansprechbereich  FI-Schalter:


Und mit  all diesen Informationen, könnt ihr den, für Euch richtigen,  FI-Schalter aussuchen😀.

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