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Erdreich + Wassersituation kompatibel mit Kellerangebot?

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  •  TobiK
  •   Silber-Award
2.1. - 3.1.2026
9 Antworten | 5 Autoren 9
9
Liebes Forum,

wir sind gerade in der finalen

Phase der Planung und Angebotsprüfung und im Februar soll es losgehen. Unsere geologische und hydrologische Situation beschäftigt uns leider weiterhin. Nachdem die Baumeister entweder sagen "haben wir immer so gemacht und es hat immer gepasst" oder es sehr viele unterschiedliche Meinungen gibt, würde ich gerne euer Schwarmwissen noch einmal anzapfen:

Wir hatten Grundwasser letztes Jahr Ende März auf ca. 3,80m unter GOK:

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S1

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S2

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Das Haus ist im Bereich von S1 und S2 geplant. Es handelt sich um eine leichte Hanglage (10%) und die Baugrube für das Untergeschoss wird bis auf ca. 3,30m unter GOK im Bereich von S1 sowie bis auf ca. 2,70m unter GOK im Bereich S2 ausgehoben.

Folgendes ist nun geplant:
  • Gründung auf duktilen Rammpfählen aufgrund der unterschiedlichen Bodenbeschaffenheit
  • Rollierungsschicht, Stärke noch nicht festgelegt
  • Sauberkeitsschicht (optional?)
  • XPS 20cm
  • Fundamentplatte 30cm in Betongüte C25/30 GK32 B2
  • ca. 2000kg Zusatzbewehrung für Rissbreitenbeschränkung der Fundamentplatte (optional?)
  • Fugendichtband
  • Wände 30cm in Betongüte C25/30 GK32 B2
  • Horizontale Abdichtung Fundamentplatte EKV-5 1-lagig
  • Abdichtung der Kellerwände mit Spachtelmasse 2K, 2-schichtig
  • Drainage umlaufend bestehend aus Kieskoffer, Vlies und Drainagerohr DN100 mit Spülschächten

Hier noch ein paar Auszüge aus der EP für ein besseres Verständnis:


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Ich bin da leider inzwischen recht verunsichert, da unser Geologe da nicht viel zu sagt, außer "muss der Baumeister wissen", ein zweiter Geologe will zumindest mal nach DIN die Wassereinwirkungsklasse bestimmen und die Baumeister sagen zu ihrer jeweils angebotenen Lösung, dass sie nie Probleme damit hatten 😀 Was definitiv rausfällt ist die schwarze Wanne, die lässt sich technisch mit den duktilen Rammpfählen nicht umsetzen. Alternativ bleibt laut Pfahlanbieter eigentlich nur eine braune Wanne, die vermutlich deutlich teurer wird und mit der sich kaum ein Baumeister auskennt (... und dann noch in Verbindung mit Rammpfählen).

Wie ist eure Meinung zu dem Maßnahmenkatalog? Machen wir zu viel, zu wenig oder passt das so?

Danke & LG,
Tobi

  •  Elohtihs
2.1.2026  (#1)
So wie du oben festgelegt hast mit den genannten Punkten kannst/wirst nix mehr falsch machen können. 

Wichtig wäre in deinem Fall eine gut durchdachte Drainage mit nicht mehr als 30* Bögen. Spülschächte hast du ja erwähnt. Wenns wirklich feinsandig ist eventuell das Drainage Rohr in gewaschenen 16/32 Betten und ein geotex drüberschlagen.

Wichtig ist es das beim Betonieren nichts passiert was die Dichte beeinflussen könnte. Also Fugenband und deren Längsstöße sowie bei vertikalbändern unbedingt aufpassen. Die Schalung (falls BoPla nicht 100% gerade) unten ausschäumen mit PU Perimeter kleber. Das verhindert die Entstehung von Nestern bzw Aussanden von Beton 

Was meint der Baumeister mit: mach ma immer so? 

Viel Erfolg bei deinem Projekt 


1
  •  TobiK
  •   Silber-Award
2.1.2026  (#2)
Danke für dein Feedback!
Wir hatten bei mehreren Baumeistern angefragt. Fast alle meinten, dass sie man eine weiße/braune/schwarze Wanne nicht bräuchte und gespachtelte Das Maximum sind, was man bräuchte, höchstens noch das Fugenblech. Ich hatte den Eindruck, dass Geologen insgesamt eher belächelt werden.

Wie stehst du zum Thema Rissweitenbeschränkung und Sauberkeitsschicht? Der Baumeister hat XPS ohne angeboten, ich frage ist, ob es trotzdem sinnvoll ist oder wir darauf verzichten können.

1
  •  Elohtihs
2.1.2026  (#3)
Also "Weise Wanne" muss sein meines Erachtens bei Wasser von der Hangseite

Fugenblech oder Fugenband bewährt sind eigentlich der Standart im Tiefbau, nein eigentlich dass "muss"

Zusatzbewährung bei Türauslässen/fenster Aussparungen (rissbreitenbesch.) habe ich persönlich einfach 8er,10, oder übrige U-bügel eingebunden. Schadet meines Erachtens nicht, kost nicht die Welt.

Bei meinem Keller habe ich eine Sauberkeit betoniert (knappe 7-9cm) ist der billigste Beton gewesen.
Wenn du eine gedämmte BoPla machst ist es natürlich einfacher so die dämmung zu verlegen. Sonst wäre bei mir eine feinrollierung notwendig gewesen. Mann muss dazusagen mein Untergrund ist eher grobsteinig.
WICHTIG: den Fundament/banderder nicht vergessen. Ist bei gedämmte BoPla noch wichtiger. Da unter der Sauberkeit eine Masche 10x10m max sein sollte und in der eigentlichen BoPla auch die 10x10m eingehalten werden sollte. Und untereinander verbunden.

Zum Geologen kann ich dir nicht viel sagen. Hab nur einmal einen kontaktiert....gleich Jackpot gehabt mit Schiefer/phyllit in horizontaler Lage und wasser 👏

1


  •  Panorama
  •   Silber-Award
2.1.2026  (#4)

zitat..
Elohtihs schrieb 

Zusatzbewährung bei Türauslässen/fenster Aussparungen (rissbreitenbesch.) habe ich persönlich einfach 8er,10, oder übrige U-bügel eingebunden. Schadet meines Erachtens nicht, kost nicht die Welt.

Hat das ein Statiker gerechnet oder hast du das selber entwickelt?

zitat..
TobiK schrieb

höchstens noch das Fugenblech. Ich hatte den Eindruck, dass Geologen insgesamt eher belächelt werden.

Eine solche Aussage wäre für mich ein Ausschlusskriterium.


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  •  Elohtihs
2.1.2026  (#5)
@panorama

Ja, wurde vom Statiker berechnet. Glaube es waren 8er Stangen min 80cm Länge. 
Muss nochmals nachschauen. 

Die 12er bügel sind schon mit "angsteisenzuschlag" 😁

1
  •  TobiK
  •   Silber-Award
2.1.2026  (#6)

zitat..
Panorama schrieb:
──────..
TobiK schrieb

höchstens noch das Fugenblech. Ich hatte den Eindruck, dass Geologen insgesamt eher belächelt werden.
───────────────

Eine solche Aussage wäre für mich ein Ausschlusskriterium.

War es letztlich auch, insbesondere wegen der Meinung, dass die Pfahlgründung nicht nötig sei und den Hinweis darauf, dass die Nachbarn das ja auch nicht haben werden. Ich hatte eher den Eindruck, dass da recht wenig Gesamtverständnis zu vorherrscht. Es konnte sich niemand vorstellen, dass der Bodenaufbau 50m weiter schon ganz anders sein kann...


zitat..
Elohtihs schrieb: Also "Weise Wanne" muss sein meines Erachtens bei Wasser von der Hangseite

Das wird es ja letztlich eben nicht, sondern eine Art Hybridform, also Fundamentplatte mit Rissbreitenbeschränkung à la weiße Wanne und Schwarzabdichtung der Wände à la schwarze Wanne. Bin gespannt, was da letztlich an Eisen nötig wird, die Rammpfähle müssen statisch wohl auch noch berücksichtigt werden, wobei ich da unterschiedliche Dinge "gehört" habe:
a) Bodenplatte muss bestimmt 50cm stark werden, damit die Pfähle nicht "durchschlagen"
b) Bodenplatte kann dünner ausgeführt werden, wenn die Innenwände betoniert werden und als lastabtragende Scheibe ausgelegt werden.

Schon interessant, sobald es minimal speziell wird, trennt sich die Spreu vom Weizen...

LG
Tobi


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  •  christoph1703
2.1.2026  (#7)

zitat..
TobiK schrieb: b) Bodenplatte kann dünner ausgeführt werden, wenn die Innenwände betoniert werden und als lastabtragende Scheibe ausgelegt werden.

Das habe ich gerade so ähnlich bei einem Projekt in der Verwandtschaft gesehen. Die Pfähle sind unter den tragenden Wänden mit einer Art Streifenfundament verbunden. In der freien Fläche sind nur ein paar einzelne Pfähle. Also die Pfähle da hinsetzen, wo es auch was zu tragen gibt, klingt zumindest nach einem plausiblen Ansatz.

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  •  Akani
3.1.2026  (#8)

zitat..
TobiK schrieb: War es letztlich auch, insbesondere wegen der Meinung, dass die Pfahlgründung nicht nötig sei und den Hinweis darauf, dass die Nachbarn das ja auch nicht haben werden. Ich hatte eher den Eindruck, dass da recht wenig Gesamtverständnis zu vorherrscht.

Ich denke dazu dass die Baumeister nur Schema F ausführen weil so am einfachsten ist. So brauchts keine Absprachen die Zeit kosten.
Las dich nicht beirren, dein Haus soll gut gegründet und Dicht werden


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  •  Panorama
  •   Silber-Award
3.1.2026  (#9)

zitat..
Akani schrieb:

──────..
TobiK schrieb: War es letztlich auch, insbesondere wegen der Meinung, dass die Pfahlgründung nicht nötig sei und den Hinweis darauf, dass die Nachbarn das ja auch nicht haben werden. Ich hatte eher den Eindruck, dass da recht wenig Gesamtverständnis zu vorherrscht.
───────────────

Ich denke dazu dass die Baumeister nur Schema F ausführen weil so am einfachsten ist. So brauchts keine Absprachen die Zeit kosten.
Las dich nicht beirren, dein Haus soll gut gegründet und Dicht sein.

Sehe ich genauso. Besser den Baubeginn noch ein wenig aufschieben, aber dafür mit einer guten Mannschaft starten. Mir hat das Projekt Hausbau damals viel Spaß gemacht und das hatte viel damit zu tun, dass ich mit den am Bau beteiligten sehr viel Glück hatte. Ich habe aber auch sehr viel Zeit für die Suche aufgewendet.


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