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Bitte um Meinungen: Heizen mit Hindernissen NIBE S1155-06

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  •  scarpej
  •   Bronze-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und viele Beiträge geschrieben.
24.1. - 30.1.2023
11 Antworten | 4 Autoren 11
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Hallo liebe Forumsmitglieder, 

ich würde gerne euer Schwarmwissen anzapfen und gerne eure Meinungen zum Thema Heizung einholen. Leider ist das ein MEGA-Post geworden. 
Ich bedanke mich schon im Voraus fürs Durchlesen und die Geduld.

Zur Bauweise von oben nach unten:
 • Decke: ~25 cm Stahlbeton + WDVS 32cm EPS (0,031)
 • EG: EFH Bungalow - Ausführung Wände EG 18cm Stahlbeton + 2x3cm Velox + WDVS 20cm EPS (0,031)
 • Keller: Vollunterkellert - Ausführung Wände 20cm Stahlbeton + WDVS 12cm XPS
 • Bodenplatte: ~25cm Stahlbeton + WDVS 14cm XPS

Heizbetrieb und System
 • NIBE 1155-06: Heizlast ca 7,5KW laut EA EA [Energieausweis].
 • 200qm FBH FBH [Fußbodenheizung], derzeit im Heizbetrieb 17 Kreise, ~6cm Estrich
 • 200qm Deckenkühlung, BKA derzeit im Heizbetrieb 13 Kreise
 • 200qm FBH FBH [Fußbodenheizung] Keller, derzeit abgedreht 14 Kreise
 • Derzeit läuft die Heizkurve 1/5. Mit der HK 2/2 wurde es bei kalten Außentemps zu warm und umgekehrt...

Was bisher geschah:
Begonnen habe ich die Heizperiode ausschließlich mit der FBH FBH [Fußbodenheizung] im Erdgeschoß.
Nach Forumsrecherche habe ich die Decken-BKA als zusätzliche Heizfläche aktiviert, da mehr Heizfläche einen geringeren Vorlauf erlauben soll --> hat geklappt  
Danach habe ich einen laienhaften hydraulischen Abgleich gemacht, gefolgt von einem genauso laienhaften thermischen Abgleich. Aber fürs erste sollte das mal passen.
Derzeit fahre ich die Heizumwälzpumpe (GP1) auf Auto, diese liefert ca 14,6l/min bei rund 55% (ich werde den Filter nochmals checken, das war glaub ich schon höher)
Dieses Setup ist für unsere Ansprüche derzeit sehr gut (RT 22,5 bis 23 Grad) und dient mir immer als "Rückfall", um den WAF für meine Spielereien aufrecht zu erhalten. 🤣

Nun zu den Fragen und Beobachtungen zu denen ich gerne eure Meinungen hätte:

Ich wollte die FBH FBH [Fußbodenheizung] im Keller ebenfalls aktivieren, da ich meinte, mit noch mehr Fläche die VL VL [Vorlauf]-Temp noch etwas drücken zu können, und zusätzlich einen Komfort-Gewinn im derzeit kalten Kellerbereich zu erzielen. 
Also habe ich die Kreise einfach voll aufgedreht. Natürlich hat die eiskalte und gewaltige Speichermasse im Keller (die nur durch den Estrich erwärmt werden kann, leider keine BKA BKA [Betonkernaktivierung]) nun den Rücklauf so sehr nach unten gedrückt, dass die NIBE nahezu 36h zwischen 80 und 118Hz gelaufen ist.

Interessant war, dass die Spreizung zwischen 7-9 Grad war (ohne Keller zwischen 4 und 6 Grad). Da der Rückfluss eiskalt war und ich die Pumpe auf 100% gesetzt habe, konnte die NIBE das VL VL [Vorlauf]-Soll nicht erreichen und die GM gingen ins Minus. Soweit so gut.

Nun wartete ich, bis der eiskalte RL RL [Rücklauf] etwas erwärmt war und stellte die Pumpe wieder auf Auto. Das VL VL [Vorlauf]-Soll konnte so wieder erreicht werden und die GM gingen zurück auf die -250 wo sie normalerweise auch hin sollen. Tatsächlich konnte die NIBE dann auch wieder modulieren und reduzierte den Verdichter. Das hatte aber zur Folge, dass der Rücklauf wieder abkühlte, die Spreizung wieder größer wurde und somit die RT RT [Raumtemperatur] gegen 22,0 Grad zu gehen drohte, so dass ich das Experiment abbrechen musste (WAF) . Die ganze Spielerei dauerte ca 2 Tage.

Nun zu den eigentlichen Fragen:
VL-Soll war während des Experimentes mit Auto-Pumpe durchwegs bei rund 28-30 Grad (aufgrund Heizkurve 1/5), mal mehr, mal weniger
Während des Experimentes (Keller voll aufgedreht) habe ich festgestellt, dass die Pumpleistung (Auto) von der Nibe nach unten korrigiert wurde (von zuerst 58% auf nun 55%). Ich hätte mir das Gegenteil erwartet. Was kann der Grund dafür sein?
Zusätzlich habe ich beobachtet, dass der gemischte RL RL [Rücklauf] über Nacht wieder zu sinken begann und sich die Spreizung bei 6-8 Grad einschlich. --> Abbruch wegen zu niedriger RT RT [Raumtemperatur]
Rollback zu Backup-Szenario heute Mittag.

Ich verstehe nicht ganz, weshalb die Auto-Pumpe nach unten reduziert wird, wenn das VL VL [Vorlauf]-Soll erreicht, jedoch die Spreizung zu hoch ist. 

Grundsätzliches:
Habe ich nicht zu viele Kreise mit viel zu wenig Durchfluss?
Im Backup-Szenario: 15L/min / 30 Kreise = ~ 0,5L/min/Kreis ok.
Im Keller-Szenario: 15L/min / 44 Kreise = ~ 0,34L/min/Kreis --> zu wenig?
Wann regelt die NIBE die Auto-Pumpe nach oben? Sollten da nicht rund 22L/min an Durchfluss erzielt werden, wenn alle Kreise voll offen sind, um pro Kreis auf die 0,5L/min zu erreichen?
Ist die Idee, den Keller mitzuheizen überhaupt sinnvoll, da die Dämmung ja nicht gerade üppig ist (12cm XPS an den Wänden, 14cm unter der Bodenplatte)

Vielleicht habe ich das Experiment einfach zu früh abgebrochen, da der gesamte Keller aus massiven Betonwänden besteht. Das dauert wahrscheinlich 1 Woche bis die auf Temperatur sind.

Sofern es sinnvoll ist den Keller zu heizen:
Wie würdet ihr das machen?
Nachts den eiskalten Keller voll mitheizen? --> RT sinkt, tagsüber wieder abdrehen, damit RT RT [Raumtemperatur] wieder hochkommt? 

Oder den Keller nur ganz wenig aufdrehen und jeden Tag ein bisschen den Durchfluss steigern, so dass der Rücklauf aus dem eiskalten Keller nicht zu stark den gemischten RL RL [Rücklauf] abkühlt? Ich habe sogar schon versucht einige Stunden mit 100% Pumpe und voller Leistung nur den Keller zu heizen. 
Das war dann so, als ob man mit dem Gartenschlauch einen Waldbrand löschen wollte :-D

Wer bisher durchgehalten hat: Vielen, vielen Dank fürs Lesen.
Ich würde mich über Gedanken und Anregungen freuen. 

Danke
LG Daniel

  •  cacer
  •   Gold-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und besonders viele Beiträge geschrieben.
24.1.2023 ( #1)
200qm bungalow... geile bude :D also mit ost und westflügel und so?😃


scarpej schrieb: Oder den Keller nur ganz wenig aufdrehen und jeden Tag ein bisschen den Durchfluss steigern, so dass der Rücklauf aus dem eiskalten Keller nicht zu stark den gemischten RL RL [Rücklauf] abkühlt?

ja, mach keine gewaltakte.
ich würde den nur ganz leicht mitlaufen lassen, um einen wärmepuffer zum erdreich aufzubauen.
und 2 tage ist für so n palast erst der anfang, bis sich was einpendelt.

wegen spreizung und WT-pumpe auto: welche gewünschte spreizung ist denn eingestellt?
FBH? dann wird auf 7K geregelt.
stell die gewüsnschte spreizung bei NAT mal manuell geringer ein. so 4K z.b. als versuch.


  •  gdfde
  •   Gold-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und besonders viele Beiträge geschrieben.
24.1.2023 ( #2)
Ich glaube, du gehst das ganze zu kompliziert an und hast einen Denkfehler
Es funktioniert fürs VL VL [Vorlauf] senken nur, wenn du die Heizfläche erhöhst, aber die Grundfläche gleichlässt.
Wenn du den Keller jetzt dazu nimmst, brauchst du logischerweise auch mehr Heizleistung, da die beheizte Fläche/Volumen ja grösser wird.

Was möchtest du? Willst du den Keller beheizt haben und quasi als Wohnraum nutzen?

Wenn ja, dann mußt du das Setup auch entsprechend ausrichten, d.h. den thermischen und hydr. Abgleich adaptieren.
Wenn du den Keller dazunimmst, mußt du in den Verteilern im EG und auch bei deiner BKA BKA [Betonkernaktivierung] schauen, dass du auf die gleichen Durchflußwerte kommst, die du vorher hattest.
Und dann entsprechend auch den Keller einregeln, dass der auf deine Wunschtemperatur kommt.


schrieb: [ref]:71038#71038[/ref]Sofern es sinnvoll ist den Keller zu heizen:
Wie würdet ihr das machen?
Nachts den eiskalten Keller voll mitheizen? --> RT sinkt, tagsüber wieder abdrehen, damit RT RT [Raumtemperatur] wieder hochkommt? 

Das funktioniert nicht.
Die Heizung in deinem Massivhaus kannst mit einem Marathonlauf vergleichen, da sie sehr träge ist.
Es bringt nix, wenn du die WP WP [Wärmepumpe] wie bei einem 100 Meter Lauf lossprinten lässt und danach wieder pausierst...deine JAZ JAZ [Jahresarbeitszahl] wirds dir danken.

Dein unbeheizter Keller braucht sicher ein paar Tage/wochen, bis er auf Wohlfühltemperatur kommt.
Und das ist jetzt mitten in der Heizsaison nach den "Kälteperioden" mit den rapide sinkenden Soletemperaturen der schlechtest mögliche Zeitpunkt, d.h. es wäre besser, wenn du den Keller schon von Anfang an aktiviert gehabt hättest.

Für jetzt würde ich dir empfehlen (da du ja die WP WP [Wärmepumpe] gut und nicht (über)dimensioniert hast), alle paar Tage einen zusätzlichen Heizkreis im keller zu aktivieren...und dabei schauen, dass die Durchflußmengen in den restlichen Räumen im EG gleich bleiben und die dann entsprechend anzupassen.

Die Auto Einstellung bei der HUP braucht ein paar Tage, bis sie sich einpendelt, d.h. es ist da total kontraproduktiv, wenn du solche Experimente machst, da die Regelung von gleichbleibenden Bedingungen ausgeht.

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  •  cacer
  •   Gold-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und besonders viele Beiträge geschrieben.
24.1.2023 ( #3)
volle zustimmung, nur:


gdfde schrieb: Und das ist jetzt mitten in der Heizsaison nach den "Kälteperioden" mit den rapide sinkenden Soletemperaturen der schlechtest mögliche Zeitpunkt,

die sind vorbei!
der dezember zieht die sole runter, danach zapfst du latent.
wenn man im dezember noch nicht im minus ist, hat man genug reserven.
aber ja: den keller vorab schon auf temp zu bringen ist deutlich sparsamer.
das einzige problem, es jetzt zu tun, ist der WAF 😁



  •  gdfde
  •   Gold-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und besonders viele Beiträge geschrieben.
24.1.2023 ( #4)


scarpej schrieb: Vielleicht habe ich das Experiment einfach zu früh abgebrochen, da der gesamte Keller aus massiven Betonwänden besteht. Das dauert wahrscheinlich 1 Woche bis die auf Temperatur sind.

Genau.
Ich glaube, dein "Fehler" war, dass du dir Durchflußmengen im EG und BKA BKA [Betonkernaktivierung] nicht nachgezogen hast.


cacer schrieb: der dezember zieht die sole runter, danach zapfst du latent.

Da hast du natürlich recht, gerade in diesem Bereich spielt der RGK RGK [Ringgrabenkollektor] seine Stärke aus.
Bin immer etwas von meinem "Mega RGK RGK [Ringgrabenkollektor]" verblendet, der wahrscheinlich nie ins negative gehen wird, trotz der hohen Heizlast.




  •  scarpej
  •   Bronze-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und viele Beiträge geschrieben.
24.1.2023 ( #5)
Hallo ihr beiden. Danke fürs Anworten.


cacer schrieb: ja, mach keine gewaltakte.

ja, das werd ich wohl anders angehen. 👍


cacer schrieb: wegen spreizung und WT-pumpe auto: welche gewünschte spreizung ist denn eingestellt?
FBH? dann wird auf 7K geregelt.
stell die gewüsnschte spreizung bei NAT mal manuell geringer ein. so 4K z.b. als versuch

FBH ist eingestellt. Die tatsächlich genaue Spreizung kann ich heut nicht nachsehen, aber ich vermute die 7 K werden es wohl sein. Stellt sich nur die Frage, weshalb im "Normalbetrieb" tendenziell eher eine Spreizung von rund 4K angefahren wird...🤔 Mal sehen. 


  •  scarpej
  •   Bronze-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und viele Beiträge geschrieben.
24.1.2023 ( #6)


gdfde schrieb: Ich glaube, du gehst das ganze zu kompliziert an und hast einen Denkfehler
Es funktioniert fürs VL VL [Vorlauf] senken nur, wenn du die Heizfläche erhöhst, aber die Grundfläche gleichlässt.
Wenn du den Keller jetzt dazu nimmst, brauchst du logischerweise auch mehr Heizleistung, da die beheizte Fläche/Volumen ja grösser wird.

Ja, den Gedanken hatte ich auch schon. Ich hege jedoch noch die Hoffnung, dass durch das Beheizen des Kellers, die benötigte Energie in der EG-FBH dementsprechend zurückgeht... Dass ich ein wenig mehr Heizleistung haben könnte, ist jetzt so wie du es schreibst aber auch logisch...



gdfde schrieb: Was möchtest du? Willst du den Keller beheizt haben und quasi als Wohnraum nutzen?



Ich denke beim Keller ja nur an temperieren... ca 18 Grad... aber eben inkl. Boden, da dieser derzeit echt kalt ist. Ob sich das in etwa die Waage hält?



gdfde schrieb: Wenn ja, dann mußt du das Setup auch entsprechend ausrichten, d.h. den thermischen und hydr. Abgleich adaptieren.
Wenn du den Keller dazunimmst, mußt du in den Verteilern im EG und auch bei deiner BKA BKA [Betonkernaktivierung] schauen, dass du auf die gleichen Durchflußwerte kommst, die du vorher hattest.
Und dann entsprechend auch den Keller einregeln, dass der auf deine Wunschtemperatur kommt.

Verstanden, ja. Und wenn ich Glück habe, wird die Pumpe dann den Durchfluss auch noch anpassen... (sie ist seit meinem Post wieder um 1% gestiegen, sie regelt/lernt sehr langsam nach?


gdfde schrieb: Für jetzt würde ich dir empfehlen (da du ja die WP WP [Wärmepumpe] gut und nicht (über)dimensioniert hast), alle paar Tage einen zusätzlichen Heizkreis im keller zu aktivieren...und dabei schauen, dass die Durchflußmengen in den restlichen Räumen im EG gleich bleiben und die dann entsprechend anzupassen.

Perfekt, so werd ich es versuchen. 👍Wie gesagt, mit Glück wird die Steuerung tageweise die Durchflussmenge anpassen... die Balance ist dann wieder mein Kaffee...



gdfde schrieb: Genau.
Ich glaube, dein "Fehler" war, dass du dir Durchflußmengen im EG und BKA BKA [Betonkernaktivierung] nicht nachgezogen hast.

Meinst du hier auf die Balance zwischen den Geschossen geachtet? Das hab ich schon gemacht, nur den Gesamtdurchfluss habe ich nicht angepasst, falls du das meinst...

Mit der von dir vorgeschlagenen Methode müsste es doch insgesamt gehen, sofern ich dich richtig verstanden habe.

Einen Heizkreis aufmachen, Balance checken, warten bis Autopumpe lernt, dass nun mehr Durchfluss benötigt wird (wird ca einen Tag benötigen). Wenn ok, nächsten Kreis öffnen, usw...

--> Wartezeit zwischen dem Kreisöffnen parametrisiert somit den WAF 😂

Vielen Dank für die Tips und die Hilfe :)




  •  scarpej
  •   Bronze-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und viele Beiträge geschrieben.
26.1.2023 ( #7)
sooooo.... ich bin jetzt soweit, dass ich das Experiment unter Berücksichtigung eurer Vorschläge doch wieder gestartet habe. 

Da für meinen Bedarf die HK 1/5 zu viel Energie für mein Haus liefert, regle ich die Rücklauftemperatur (sollte 23,2 nicht unterschreiten) über das Dazuschalten der Heizkreise im Keller, so dass die RT RT [Raumtemperatur] nicht nenneswert abfällt. Derzeit hat mein Rücklauf 3 offene Kellerkreise vertragen...

Ich erwarte mir von der Vorgehensweise, dass
 • die RT RT [Raumtemperatur] halbwegs konstant bleibt
 • die Kellerräume soviel Zeit bekommen, wie sie brauchen um warm zu werden
 • die Autopumpe nach 1 - 2 Tagen den Durchfluss automatisch erhöht

Ich muss nur ab und an kontrollieren, dass der hydraulische Ableich noch so halbwegs stimmt, wenn ich mehrere Kreise dazuschalte...

Sobald der Rücklauf inkl. der neuen 3 Kreise wieder gegen 23,8 läuft, schalte ich die nächsten 3 Kreise dazu...

  •  gdfde
  •   Gold-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und besonders viele Beiträge geschrieben.
26.1.2023 ( #8)


scarpej schrieb: Ich muss nur ab und an kontrollieren, dass der hydraulische Ableich noch so halbwegs stimmt, wenn ich mehrere Kreise dazuschalte...

Genau, sobald du einen HK im Keller dazunimmst, würde ich den Durchfluß von allen anderen Kreisen kontrollieren.
Die HUP regelt zwar auch irgendwie nach, hat aber keinen Einfluß auf den Durchfluß der einzelnen HK...die Hydraulik des Gesamtsystems ändert sich ja jedesmal, wennst einen HK dazu oder wegnimmst.


scarpej schrieb: die Autopumpe nach 1 - 2 Tagen den Durchfluss automatisch erhöht

Wie gesagt, das kann man nicht so allgemein sagen.

Wenn ich zb. den Keller komplett abdrehe, regelt die HUP sogar hoch.

Es muß dir generell bewußt sein, dass du dadurch die Effizienz den Verbrauch deiner WP WP [Wärmepumpe] sicher nicht optimierst, da du
1.) viel mehr beheizte Fläche/Volumen hast (nämlich doppelt so viel)
2.) die WP WP [Wärmepumpe] mit höherer Verdichterdrehzahl läuft...je geringer die Verdichterfrequenz, desto besser die Arbeitszahl (spielen natürlich auch ein paar andere Parameter wir Pumpenstrom, VL Temperaturen, WQ Temepraturen usw. mit rein)


scarpej schrieb: Ich denke beim Keller ja nur an temperieren... ca 18 Grad... aber eben inkl. Boden, da dieser derzeit echt kalt ist. Ob sich das in etwa die Waage hält?

Der Boden im Keller wird auch bei 18 Grad unangenehm kalt sein.
Aber probiers aus, 15 Grad sind sicher noch unangenehmer.

Ich meinte eigentlich, wenn du den Keller überhaupt nicht nutzt, würde ich ihn unbeheizt lassen...200 qm zusätzliche Fläche ist schon eine Ansage...damit sparst am meisten


  •  scarpej
  •   Bronze-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und viele Beiträge geschrieben.
26.1.2023 ( #9)


gdfde schrieb: ch meinte eigentlich, wenn du den Keller überhaupt nicht nutzt, würde ich ihn unbeheizt lassen...200 qm zusätzliche Fläche ist schon eine Ansage...damit sparst am meisten

Teile deine Einschätzungen bis zum zitierten Text
Ein Detail kannst du ja noch nicht wissen. 
Die Kellerdecke = EG Boden ist nicht isoliert, der Keller in Summe jedoch schon.
Daher hoffe ich, dass nach erreichen, der gewünschten Kellertemp, der Energie-Bedarf in der FBH FBH [Fußbodenheizung] im Erdgeschoß merklich geringer wird und sich da eine "fast ausgeglichene" Bilanz einstellt. Derzeit strahlt der EG-Boden merklich in den Keller ab... Das hoffe ich auszugleichen.

Bin sehr gespannt, ob ich damit KOMPLETT am Holzweg bin, oder ob nach der Aufheizphase sich ein Gleichgewicht einstellt. Danach werde ich beurteilen, ob es mir den potentiellen Mehrenergiebedarf wert ist oder nicht, den "Luxus-Temperatur"-Keller zu beheizen...

Im Moment schlage ich noch eine 2te Fliegen mit der selben Klappe: Es muss noch Feuchtigkeit aus dem Keller (massive Bauarbeiten abgeschlossen) und durch Temp + KWL + lüften hoffe ich, die Trocknung als Nebeneffekt zu erreichen...




  •  scarpej
  •   Bronze-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und viele Beiträge geschrieben.
30.1.2023 13:10 ( #10)
kurzer Zwischenbericht und Beobachtungen. 

Im Moment habe ich 27,9 VL VL [Vorlauf] bei -3,2 AT AT [Außentemperatur] und 23,3 RL RL [Rücklauf].
Im Keller sind mittlerweile 9 Heizkreise aufgedreht, mit dem Effekt dass
 • es schon sehr merkbar wärmer wird und 
 • die NIBE eigentlich schon mehrere Tage zwischen 80 und 118 HZ auf Vollgas läuft. 


@gdfde: Deine Beobachtung bezüglich der Auto-Pumpe, dass diese bei zusätzlich aufgedrehten Heizkreisen u.U. runterregelt, habe ich kurzzeitig bestätigen können. Sie ist um 1% runter gegangen um dann ca 2 Tage später wieder um 1% raufzugehen. Keine Ahnung wie sich das weiterentwickelt. Was aber unbestritten ist: Sie hat den Durchfluss nicht nennenswert angepasst --> womit du auf jedenfall mal Recht hattest. Bisher habe ich noch nicht manuell eingreifen müssen, da es bisher von der Hydraulik her ganz gut zu passen scheint. 
Die FBH FBH [Fußbodenheizung] im EG und die Deckenkühlung werden jetzt defacto mit weniger DF bespielt, aber bisher (vielleicht wegen der Trägheit?) habe ich noch keinen Rückgang der RT RT [Raumtemperatur] festgestellt... --> Ich werde es weiter beobachten und berichten.

Deine 2.te Aussage: 


gdfde schrieb: Ich meinte eigentlich, wenn du den Keller überhaupt nicht nutzt, würde ich ihn unbeheizt lassen...200 qm zusätzliche Fläche ist schon eine Ansage...damit sparst am meisten

dürfte sich ebenfalls bewahrheiten. Hier ist aber die Beobachtungsphase noch zu kurz. Zwar ist der Keller schon sehr warm( ca 2/3 Fläche temperiert) aber ich denke die Aufheizphase dauert noch an. Jedenfalls ist der Stromverbrauch der Nibe irgendwo zwischen 1,2Kw und 1,7Kw seit das Experiment gestartet wurde. Ich bin gespannt, ob sich eine "Sättigung" einstellt, oder ob das Ganze wirklich in einem nicht unerheblichen Mehrbedarft an Bezugsenergie mündet...


  •  passra
  •   Gold-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und besonders viele Beiträge geschrieben.
30.1.2023 17:33 ( #11)


scarpej schrieb: ber ich vermute die 7 K werden es wohl sein. Stellt sich nur die Frage, weshalb im "Normalbetrieb" tendenziell eher eine Spreizung von rund 4K angefahren wird...

Weil auch hinter der Spreizung eine Regelung steckt, die abhängig von der Außentemperatur ist (Sekunsärheizkurve).
Die eingestellten 7K Speizung werden nur bei NAT angefahren, an der Heizgrenze dagegen nur 2K. Dazwischen wird entsprechend der AT AT [Außentemperatur] interpoliert, deshalb ergibt sich momentan bei um die -5° bis 0°C eine Spreizung von rund 4K.
Geregelt wird diese Spreizung über die Umwälzpumpe und deren Durchfluss. Deshalb verändert sich die Drehzahl der Pumpe nur minimal, solange die Spreizung immer um 4K liegt. Wird die Spreizung größer, wird die Pumpe schneller werden und umgekehrt.
Bei optimalem thermischen Abgleich wird sich aber eine weitestgehend konstante Drehzahl einstellen, da der Wärmebedarf mit sinkender Temperatur linear steigt und dieser erhöhte Leistungseintrag der WP WP [Wärmepumpe] über die steigende Spreizung abgefangen wird.

Es gilt immer : P = c * m * dT

Steigt der Leistungsbedarf, kann das bei konstantem Durchfluss m über eine Steigerung der Spreizung dT abgefangen werden (c ist eine Konstante 1,163).




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