Außenfassade - Seite 2
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Welchen Sinn macht auf einem 50er Ziegel ein Wärmedämmputz? |
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Wärmedämmputz bezüglich Wärmedämmung, ist vernachlässigbar. Aber hochporosierter Ziegel sind weicher als die nicht hochporosierten Ziegel, und da der Putz nicht härter sein sollte (bezüglich Rissbildung) nimmt man leichtere Grundputze bzw. mit Leichtzuschläge. Wichtig vielleicht noch zur Unterscheidung. Der Grundputz leicht hat nicht soviel Leichtzuschläge wie ein Thermoputz, aber als Grundputz sind sie beide bei hochporosierter Ziegel geeignet. |
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Das mit der Rissbildung ist mir bewusst. Um das zu vermeiden, ist kein Wärmedämmputz erforderlich. Ein Leichtputz erfüllt die geforderten Eigenschaften. Die wirklich schwierige Frage ist ja die, wie ich eine Veralgung der Putzoberfläche reduziere. Fungzide/Algizide im Putz sind keine (dauerhafte) Lösung, da diese sich über die Jahre auswaschen. Weiter oben wurden ja die verschiedene Ansätze, eine Veralgung zu vermeiden, beschrieben. Darauf sollte man die Hersteller oder deren Außendienst ansprechen und sich deren Lösungsansätze vorstellen lassen. Nochmal kurz zurück zum Dämmputz: Ich gehe davon aus, dass eine wärmedämmende Eigenschaft im Zusammenhang mit einer Algenvermeidung, eher kontraproduktiv ist. Insofern würde ich von einem Wärmedämmputz eher abraten. |
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EPS ist mir egal, das hab ich ja selbst in die Überlager geklebt, der Sockel wird ebenfalls mit XPS gedämmt Wir haben den 50er weil's chillig und sicherer damit zu bauen ist, auf einem 25er Ziegel will ich nicht so rumlaufen wie ich es bei mir gemacht hab 😂, außerdem war quasi kein Aufpreis, da der BM sehr fair kalkuliert hat und er nur mit 50er baut, andere waren um Welten teurer bei dünnerem Ziegel Spachtel hab ich jetzt den weißen von Röfix verwendet, ich hab da ehrlicherweise nicht geschaut was da drin ist, mein Gedanke war Klebespachtel ist Klebespachtel bzw für die letzten Fenster hab ich vom Baumarkt den Baumit open geholt, weil der mit Preisgarantie am billigsten war und ich nicht ewig weit fahren wollte 😅 Mal schauen was der Vertriebler sagt, es werden wohl noch andere folgen dann kann ich abwägen |
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Das ist korrekt, ich habe nur alle aufgezählt welche ich ohne EPS Zuschlag gefunden habe, auch um zu sagen EPS ist fast überall drinnen. Kann natürlich sein das der Thermoputz paar Nachteile diesbezüglich hat, was aber auch wieder stimmt ist das der Röfix sehr viel Kalk hat dies konnte wieder ein Vorteil sein. Ja auch hier die meisten Hersteller haben nur mehr mit Fugizid/Algizid, es hängt natürlich auch von Standort und Mikroklima ab. Weiters helfen folgende Dinge gegen Algen/Fungi möglichst hohen PH wert, möglich wenig organischen Anteil (z.b. EPS), eine höhere Speichermasse und möglichst schlechte Dämmung. Gut eine schlechte Dämmung will keiner. Aber wenn man jetzt auch noch EPS drunter hat fehlt auch noch die Speichermasse und dann gehts nicht ohne Fugizid/Algizid. |
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Habe mich mit der Veralgungsthematik sehr intensiv beschäftigt. Dabei habe ich mir viele Gebäude angeschaut, bei denen ich das Baujahr des WDVS WDVS [Wärmedämmverbundsystem] kenne. Anfänglich bin ich davon ausgegangen, dass Veralgung in 90 Prozent der Fälle auftritt. Die 10 Prozent, die davon nicht betroffen sind, haben eine Südausrichtung oder einen sehr üppigen Dachüberstand oder andere Faktoren wirken der Veralgung entgegen, die nicht unmittelbar mit dem Putz selbst zusammenhängen. Bei meinen Beobachtungen habe ich jedoch festgestellt, dass 50 - 60 Prozent aller WDVS WDVS [Wärmedämmverbundsystem] nicht veralgen. Die Frage ist jetzt, weshalb nicht? Das mit den Algiziden/Fungiziden kann nicht die Erklärung sein. Und zwar aus zwei Gründen: 1. Diese Mittel verlieren aufgrund von Auswaschung ihre Wirkung. 2. Wenn diese Mittel die Lösung des Problems wären, würden einfach alle Hersteller diese Mittel beimischen und das Problem wäre gelöst. M.E. ist eine nicht vorhandene Veralgung auf ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren zurückzuführen: - Putz nimmt Feuchtigkeit auf und gibt diese im Tagesverlauf wieder ab (dies im Gegensatz zu einem hydrophoben Putz) - höhere Putzstärke und damit bessere Wärmespeicherfähigkeit - Zusammensetzung des Putz: Hoher Anteil mineralischer Bestandteile und Kalk wodurch der Putz stark alkalisch ist Wir haben massiv gebaut und eine relativ starke Veralgung an der Nordseite. Ein Nachbar hat die Nordseite nachträglich dämmen lassen. Dort keinerlei Veralgung trotz zusätzlicher Verschattung durch Bäume und Gebäude. |
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Über welchen Zeitraum sprechen wir hier? Aber eines kann man sagen, früher hat man das hinzugemischt, derzeit haben die Hersteller fast überall drinnen. Baumit, Profi, Sto, Röfix, etc. haben nur welche mit Algizid/Fungizid. Welche zumindest ohne anbieten sind Capatect (werde ich den Silikatputz nehmen) und Keim (sehr sehr teuer). |
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Meine Beobachtungen erstrecken sich über einen Zeitraum von rund zwanzig Jahren. Ich habe damals Silikonharzputz genommen und keinen Egalisierungsanstrich machen lassen. D.h. der Putz war werkseitig eingefärbt und wurde im Anschluss nicht gestrichen. Silikonharzputz galt damals (2006) als besonders hochwertig da hydrophop. Davon ist man inzwischen ja weitestgehend abgekommen. Der Putz sollte so aufgebaut sein, dass er während der Nacht Tau aufnimmt und von der Oberfläche ableitet um die Feuchtigkeit im Tagesverlauf kontrolliert abzugeben. Damit soll dem Algenwachstum die notwendige Feuchtigkeit entzogen werden. Silikatputz ist ein mineralischer Putz und damit zumindest theoretisch als "Antialgenputz" geeignet. Evtl. könntest du noch nach den von mir beschriebenen Putzen recherchieren, die in der Lage sind, Feuchtigkeit von der Oberfläche abzuführen. Das Haus des Nachbarn hat übrigens an der Südseite ebenfalls ein WDVS WDVS [Wärmedämmverbundsystem] erhalten. Allerdings ca. 10 Jahre früher als auf der Nordseite und von einer anderen Firma. Diese Seite ist komplett veralgt. Bei mir hingegen auf der Südseite keinerlei Veralgung. Was mir gerade noch einfällt: Die Hersteller von Holzfaserdämmplatten (z.B. Gutex) werben damit, dass diese Dämmung der Veralgung ebenfalls entgegen wirkt. Begründung: Von allen Dämmstoffen hat Holzfaserdämmung die höchste Wärmespeicherkapazität (bei vergleichbarer WLG bzw. WLS). Nachteil der Holzfaserdämmung: Man muss etwas dicker dämmen um den gleichen Dämmwert zu erzielen. Edit: Wurde zwar schon angesprochen. Die Farbe der Fassade hat Einfluss auf die Veralgungsneigung. - auf einer dunklen veralgungsähnlichen Farbe fällt die Veralgung nicht so auf - eine dunkle Farbe heizt sich stärker auf und lässt die Fassade schneller abtrocknen |
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Dieser "Kratzputz" wird in Österreich als Edelputz (Kalkzement Feinputz) bezeichnet, war vor über 30? Jahren üblich, wurde üblicherweise gestrichen, bei dem verlinkten Produkt gibt es dies auch mit Farbe. Die Putzer mit welchen ich gesprochen habe sagten " vergiss den Edelputz der ist aus dem letztes Jahrhundert." "ist teuer und nicht so langlebig" wobei ich auch mit einem Sachverständigen gesprochen habe und der meinte der Edelputz ist viel langlebiger wie die neuen Putzsysteme aber auch deutlich teurer. Aber ja Algizid hat der keines. |
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Hier wird das Prinzip mineralisch/Pufferung der Feuchtigkeit gut erklärt. Ob es funktioniert??? https://knauf.com/de-DE/knauf-gips/produkte-systeme/highlights/knauf-mineralaktiv |
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