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Aufblasdämmung oberste Geschloßdecke

11 Beiträge | 25.11. - 9.12.2019
Ich stehe gerade vor der Frage, mit welchem Dämmstoff wir unsere oberste Geschoßdecke dämmen. Diverse Threads hier im Forum habe ich schon durchstöbert, und dabei bin ich überhaupt erst auf das Aufblasen gekommen (statt 36 cm EPS-W20 wie im Einreichplan eingezeichnet).

Es geht um ein EFH mit Dachstuhl (Schräge 18°) und kein Platz, um aufrecht zu stehen. Ich habe nicht vor, im Dachboden irgendetwas zu lagern. Es wäre nur ein kurzer Zugang von der Dachbodenstiege zum Kamin + ev. Technikschacht notwendig. 

Es steht folgendes im Raum:
   •  EPS: wird mir immer unsympathischer (nicht fugenlos, nicht billig, viel Arbeit, da ich das selbst verlegen würde )
   •  Zellulose: habe ein Angebot, das in Summe etwas billiger ist als die gleiche Menge EPS, aber halt fertig eingeblasen, nicht nur Material (gerechnet 42kg/m³, lt. Verkäufer ca. 8% Setzung bei Rütteltest)
   •  Holzfaser/Mineralwolle: hatte gerade ein Gespräch mit einer Firma, der Verkäufer sagt, Zellulose ist nicht optimal, da es sich bis zu 20% setzt, besser wäre Holzfaser bzw. Mineralwolle, Angebote stehen noch aus. Außerdem würde sich bei Zellulose der brandhemmende Zusatzstoff (weiß nicht mehr was das war  ) ebenfalls setzen, "und irgendwann hast oben nur noch Zeitungsfuzerl ohne Zusatzstoff"

Derzeit schaut es nach Einblasdämmung aus, es bleibt mir halt die Arbeit, eine Holzkonstruktion zu den Bereichen zu machen, die begehbar sein müssen. Aber die Tatsache, dass es 1. fugenlos ist, 2. mir die gebückte Styropor-Schneid-Arbeit erspart bleibt, 3. es ökologischer ist und 4. zumindest mit derzeitigem Stand nicht teurer ist finde ich Gründe genug dafür.

Die Vor-/Nachteile der einzelnen Einblas-Materialien (also Zellulose, Holzfaser, Mineralwolle) sind mir noch nicht ganz klar, hat da wer Erfahrung?
Wie schauts mit Ungeziefer aus?

Der Mineralwolle-Verkäufer meinte außerdem, bei EPS sei eine Folie drunter notwendig, als Dampfbremse meinte er vermutlich? Davon hätte ich hier noch nix gehört... Ich dachte die Beteondecke wäre schon genug Bremse?

 
25.11.2019 21:18
Kommt stark drauf an wie alt die Betondecke ist. Sicherer ist es jedenfalls mit Folie.
Bei mir mit 50 Jahre alter Betondecke hatte ich von Isocell die Rückmeldung das die Folie hinfällig ist. Beton trocknet aber über viele Jahre noch nach....
Und wie soll sich das Material bei Zellulose absetzen? Zellulose ist bei der OG-Decke die Parade-Dämmung. Viel schlimmer finde ich bei Mineralwolle das jucken, die feinen Fasern (auch wenn sie scheinbar nicht mehr so lungengängig sind wie früher) etc.
Bei Zellulose gibt es natürlich auch Gegner die sagen die Druckerschwärze etc. ist krebserregend aber da nimmt man glaube ich mit 1x in der Woche Zeitung lesen mehr auf :).
26.11.2019 8:20


helyx schrieb: Kommt stark drauf an wie alt die Betondecke ist. Sicherer ist es jedenfalls mit Folie.

 Ist ein Neubau... Also wahrscheinlich dann eher schon relevant..



helyx schrieb:
Und wie soll sich das Material bei Zellulose absetzen? Zellulose ist bei der OG-Decke die Parade-Dämmung. Viel schlimmer finde ich bei Mineralwolle das jucken, die feinen Fasern (auch wenn sie scheinbar nicht mehr so lungengängig sind wie früher) etc.
Bei Zellulose gibt es natürlich auch Gegner die sagen die Druckerschwärze etc. ist krebserregend aber da nimmt man glaube ich mit 1x in der Woche Zeitung lesen mehr auf :).

Frage ich mich auch, vor allem wenn das schon eingerechnet ist denk ich mir: irgendwann wird ja Schluss sein mit dem Absetzen.

Offen aufgeblasen wäre Holzfaser noch eine Alternative, warte aber noch auf das Angebot. Bin auf den Preis gespannt (angeblich etwas teurer als Zellulose).
Was Druckerschwärze betrifft: Ist mir eigentlich wurscht, das ganze liegt auf dem Dachboden getrennt vom Wohnraum mit 20cm Beton, es wird maximal der Rauchfangkehrer 2x im Jahr oben sein, und ich vielleicht für Wartungsarbeiten.
1.12.2019 19:58
So, einige Anbieter hab ich verglichen, so schauts aus:
Aufblasdämmung oberste Geschloßdecke


1.12.2019 20:14
Ist Dämmung die letzten Jahre so viel teurer geworden?
Tip: Frag mal Preise in Deutschland an, für ein und das selbe haben wir dort fast nur die Hälfte bezahlt.
1.12.2019 21:43


rocco81 schrieb: Ist Dämmung die letzten Jahre so viel teurer geworden?
Tip: Frag mal Preise in Deutschland an, für ein und das selbe haben wir dort fast nur die Hälfte bezahlt.

 
Also beim EPS kann ich mir das vorstellen, einfach online bestellt und Spedition ist halt zum zahlen. Redest du davon oder hast du eine Firma aus Deutschland bei Dir Dämmung einblasen lassen? Bin in 4300 St. Valentin daheim, da ists schon 1,5 Std. Fahrt bis zur Grenze..
2.12.2019 8:27
EPS war damals drüben nur geringfügig billiger, Zellulose einblasen auch etwas günstiger.
Mineralwolle war dann die Überraschung.
Beim Großhändler bestellt, vor die Haustür geliefert.
2.12.2019 8:49
Zellulose hat den Vorteil, dass es konvektive Wärmeverluste verhindert, da es durch die Faserstruktur selbst diese Konvektion sehr gut vermindert (Winddichtheit).
Bei EPS sind die Fugen das Proble (konvektive Abkühlung) . Es müsste flächig auf der Decke verklebt werden.
Mineralwolle ist durch die glatte Faserstruktur ebenfalls sehr luftdurchlässig, also ist nur mit luftdichter Schicht auf der Oberseite ausreichender konvektiver Schutz gegeben.
3.12.2019 7:18


leitwolf schrieb: Zellulose hat den Vorteil, dass es konvektive Wärmeverluste verhindert, da es durch die Faserstruktur selbst diese Konvektion sehr gut vermindert (Winddichtheit).
Bei EPS sind die Fugen das Proble (konvektive Abkühlung) . Es müsste flächig auf der Decke verklebt werden.
Mineralwolle ist durch die glatte Faserstruktur ebenfalls sehr luftdurchlässig, also ist nur mit luftdichter Schicht auf der Oberseite ausreichender konvektiver Schutz gegeben.

Danke, Zellulose war derweil eh der Favorit, und wirds auch höchstwahrscheinlich werden, ist noch dazu das Günstigste.


rocco81 schrieb: EPS war damals drüben nur geringfügig billiger, Zellulose einblasen auch etwas günstiger.
Mineralwolle war dann die Überraschung.
Beim Großhändler bestellt, vor die Haustür geliefert.

 Es geht bei mir um eingeblasene Mineralwolle, also vor der Haustür nützt mir der Haufen nix 
3.12.2019 14:11


christianb1 schrieb: Es geht um ein EFH mit Dachstuhl (Schräge 18°) und kein Platz, um aufrecht zu stehen. Ich habe nicht vor, im Dachboden irgendetwas zu lagern. Es wäre nur ein kurzer Zugang von der Dachbodenstiege zum Kamin + ev. Technikschacht notwendig.

Ich habe die Matten einfach auf dem Rohbeton ausgerollt. Doppellagig, überlappt und dicht gestopft.
Zugang kannst mit Platten oder Pfosten einfach und günstig herstellen.
Kaminkehrer würde ich sowieso von aussen kehren lassen, dann latscht der nicht immer durchs Haus.

Warum unbedingt einblasen? Auch Zellulose kann man lose aufblasen.
4.12.2019 19:11


rocco81 schrieb:
__________________

Warum unbedingt einblasen? Auch Zellulose kann man lose aufblasen.

 Sorry ich meinte immer aufblasen ;)


9.12.2019 14:25


christianb1 schrieb: So, einige Anbieter hab ich verglichen, so schauts aus:

Hi.
Darf man nach den Firmen fragen? Gern PN.

Noch eine Frage allgemein:

Ich habe ein Nebendach,  wo man später nicht mehr rein kann. Es muss im Zuge der Zimmererarbeiten gedämmt werden.
Ist dies in der "Rohbauphase" problematisch?

Lg



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