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Anzahlungen: Gewerke, Küche, Fenster - will jeder 30%?!

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  •  Baubau1
9.9. - 16.9.2021
37 Antworten | 25 Autoren 37
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Hallo,

Wie war eure Erfahrung hier? Ich dachte Anzahlungen sind unüblich bzw. leicht wegzuverhandeln.

Installateur: Nach 2 persönlichen Termin beim Installateur meint dieser auf Nachrage zu den Zahlungskonditionen, dass er 30% Anzahlung will. Dies war nicht wegzuhandeln, außer mit einer Bankgarantie auf ersten Abruf (was es für mich um nix besser macht!).
Installateur Nummer 2: 15% Anzahlung gefordert.

Fenster: 1/3 bei Auftragsereteilung, Rest bei Abholung!
Küche: 35% Anzahlung bei Auftragserteilung.

Ich bin doch etwas verwundert, da meine Bonität ja nicht das Thema sein sollte. Die Finanzierungszusage der Bank ist schon da. Aber Fenster/Küchenfirmen auf 1/2 Jahr im Vorhinein bezahlen kommt mir etwas wenig schlau vor...

Wie habt ihr das so gehandthabt bzw. was würdet ihr tun?
Was sind so übliche Haftungsrücklässe?

Bin schon etwas genervt von einigen Gewerken...

  •  Baubau1
12.9.2021  (#21)
Interessant, doch relativ grosse Unterschiede von 0 bis 30%. Hilft mir jedenfalls in der Verhandlung weiter!

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  •  Bube
  •   Bronze-Award
12.9.2021  (#22)
Wir haben nur bei der Küche eine Anzahlung leisten müssen (Lutz). Bei allen anderen Firmen wurden die Rechnungen nach Leistung ausgestellt. Bei uns wollte  (bis jetzt) keine einzige Firma eine Anzahlung haben. Es war auch nie eine Thema bei Auftragsvergabe.

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  •  lasvegasbill
13.9.2021  (#23)
Bei mir konnte ich fast alle Anzahlung wegverhandeln, oder auf eine Alternative ausweichen.
Mir wäre das viel zu unsicher gewesen.
Auch so wurde ich zu Gunsten grösserer Baustellen (Pönale) öfters nach hinten verschoben.

zb:
-Beim Fensterbauer und Zimmerer habe ich die Anzahlung erst bezahlt, als meine Fenster bzw Dachstuhl auf der Baustelle abgeladen wurden.
-Beim Rohbau, Dachdecker, Installateur gab es mehrere Teilrechungen, nach Bauvortschritt.
-Küche hat mich zwar gewundert wurde aber nicht verlangt.

nur beim Tischler musste ich 1000€ Anzahlen, war aber eher symbolisch.

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  •  thomasdoe
  •   Silber-Award
14.9.2021  (#24)
Bei Fenstern und Küchen îst das leider gelebte Praxis.
Früher konnte man da noch ein wenig höheren Skonto als üblich rausverhandeln, ob das heute auch noch geht weis ich nicht (Gute Auftragslage, bei vollen Büchern ist die Motivation dem Kunden entgegen zu kommen sehr gering).
Die Begründung des Installateurs würd mich interessieren. Fenster und  Küchen sind ja "Maßanfertigungen", der Insti hat da keine Ausrede. 
Würde wenn dann nur mit für dich konstenloser Garantie eine Anzahlung leisten.
Und wenn er am ersten Tag zu spät kommt - ziehen.

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  •  hartbau
  •   Bronze-Award
14.9.2021  (#25)
Alle Posten beim Lagerhaus (Fenster, Baustoffe, Garelagentor): Keine Anzahlung
Baumeister: Teilrechnung nach Arbeitsschritten 

Eingangstür Topic: 500€ (eher symbolisch)

Spengler, Zimmerer: nach Erhalt des Materials 1/3

Kamin: Ofen wurde angezahlt nachdem die Bestellung zum Hersteller erfolgt ist
Heizung: WPWP [Wärmepumpe] nach Lieferung, Rest nach Fertigstellung

2xBadezimmer + Fliesen: 1500€ auch eher symbolisch

Küche (Tischler) hat keine verlangt (Küchenstudios und Möbelhäuser wollten fast durchgängig 50%)

Sogar viele Onlineshops lassen auch bei größeren Beträgen Kauf auf Rechnung zu (Bolia, Skandinavien Design Haus, Lampenwelt, Voltking,...). Da kommen auch einige Beträge zusammen


Quer durch die Bank ist das sehr unterschiedlich. Bei vielen steht es automatisch im Angebot. Mir ist aufgefallen, dass bei einer freundlichen Nachfrage der Punkt geändert werden kann und auf "Anzahlung nach Erhalt" ausgebessert werden kann. 


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  •  MissT
  •   Gold-Award
14.9.2021  (#26)
Eine Anzahlung dient oft auch dem Zweck, dass es sich ein Kunde nicht einfach anders überlegen kann und der Auftragnehmer dann auf den Ausgaben, die für den Auftrag schon getätigt wurden, oder überhaupt der gesamten Bestellung sitzen bleibt - oder ein Platz im Auftragsbuch dann kurzfristig ungenutzt wegfällt. Insofern finde ich eine Anzahlung legitim, sofern die Höhe angemessen ist. 30% wären es für mich nicht mehr, ich würde die Grenze - je nach Betrag - bei 10-15% ziehen. Wenn es ein größerer Betrag ist, dann würde ich auf eine treuhänderische Abwicklung bestehen.

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  •  Baubau1
14.9.2021  (#27)

zitat..
thomasdoe schrieb:

Die Begründung des Installateurs würd mich interessieren. Fenster und  Küchen sind ja "Maßanfertigungen", der Insti hat da keine Ausrede. 
Würde wenn dann nur mit für dich konstenloser Garantie eine Anzahlung leisten.
Und wenn er am ersten Tag zu spät kommt - ziehen.

Installateur meint dass er mich nicht einschätzen kann und daher 30% Anzahlung ein Muss sind. Bei den Banken bekomme ich die Finanzierung zu Topkonditionen. 
Zum Glück gibts noch andere Installateure in NÖ :)

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  •  ildefonso
  •   Gold-Award
14.9.2021  (#28)
Aufgrund des Fertighauses (ca. 4% AZ+BG) fielen bei uns manche Positionen (Dachdecker, Fensterfirma) flach, aber auch beim Rest waren Anzahlungen die absolute Ausnahme.

Auch wenn es ein Fertighaus war, haben wir vor/während/nach der eigentliche Bauphase zig Unternehmer engagiert. Mehrmals auch im 5-stelligen Bereich bei denen die Handwerker tatsächlich viel Vorleistung erbringen mußten.

Lediglich Möbelhäuser wollten Anzahlung (Maßtischler aber nicht), sonst nur der Lieferant von Außen-Edelstahlgeländer.
Mag sein dass es noch 1-2 gab wo mal eine Anzahlung im Raum stand, aber die haben ohne Murren darauf verzichtet.

Der Gartengestalter wollte immer gleich bares sehen bevor er Pflanzen etc. kaufen fuhr, lag aber eher daran dass der absolut blank war emoji

Insgesamt scheint es um die Liquidität der Handwerker nicht schlecht bestellt zu sein. Rechnungen meist erst nach Wochen oder 1-2 Monate. Der Rekord war ca. 1 Jahr bis die Rechnugn kam.

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  •  tomsl
  •   Bronze-Award
15.9.2021  (#29)
Bei unserer Fertighausfirma haben wir 4% nach Auftragsannahme und 4% nach Baugenehmigung vereinbart, was ich fair finde weil da auch schon einiger Planungsaufwand eingeflossen ist. Danach haben wir immer nach Baufortschritt bezahlt.

Die Baufirma die die Bodenplatte gemacht hat, wollte etwa 25%. Danach nach Baufortschritt.

Küche beim roten Stuhl 50%.
Das "Highlight" mit 80% Anzahlung war die Fertiggarage aus dem Ausland. Ich weiß, da sollten normalerweise die Alarmglocken läuten, diese Anzahlung war jedoch nicht verhandelbar. Ich habe dort allerdings einen guten Kontakt, und ich weiß dass die Firma gut im Geschäft ist. Da die Summe jetzt auch nicht existenzgefährdent war, sind wir das Risiko eingegangen, auch weil das Abgebot mit Abstand das günstigste war.

Beim Erdbauer und Elektriker gab es gar keine Anzahlung, dort wurde und wird nach Baufortschritt bezahlt.

Grundsätzlich finde ich eine angemessene Anzahlung fair, heutzutage wird man ohnehin bei großen Auftagsvolumen (>10k€) keine Firma mehr finden, die komplett ohne Anzahlung in Vorleistung geht.

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  •  Baubau1
15.9.2021  (#30)

zitat..
tomsl schrieb:

Grundsätzlich finde ich eine angemessene Anzahlung fair, heutzutage wird man ohnehin bei großen Auftagsvolumen (>10k€) keine Firma mehr finden, die komplett ohne Anzahlung in Vorleistung geht.

Bei dem einen Installateur der 30% will schaut der KSV Auszug halt nicht gut aus. Da gehts um 80k Auftragsvolumen. Ich sag nur...


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  •  tomsl
  •   Bronze-Award
15.9.2021  (#31)

zitat..
Baubau1 schrieb: Bei dem einen Installateur der 30% will schaut der KSV Auszug halt nicht gut aus. Da gehts um 80k Auftragsvolumen

Das ist natürlich eine andere Geschichte, da hätte ich auch Bedenken.

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  •  MikeSeeH
15.9.2021  (#32)
Josko will 50% Anzahlung, gibt aber automatisch eine Bankgarantie.

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  •  logos
16.9.2021  (#33)
Anzahlung gegen Bankgarantie ist in Ordnung aus meiner Sicht.
Die Bankgarantie berechtigt den Kunden den Betrag von der Bank jederzeit
einzuziehen. Die Bank fragt nicht nach den Gründen.
(Verkäufer bester Bonität zahlen ca. 0,5% Gebühren an die Bank)
 

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  •  Gemeinderat
  •   Gold-Award
16.9.2021  (#34)

zitat..
logos schrieb:

Anzahlung gegen Bankgarantie ist in Ordnung aus meiner Sicht.
Die Bankgarantie berechtigt den Kunden den Betrag von der Bank jederzeit
einzuziehen. Die Bank fragt nicht nach den Gründen.
(Verkäufer bester Bonität zahlen ca. 0,5% Gebühren an die Bank)

Kostet halt auch nicht wenig, trotz allem. 
Da würde ich mir lieber andere Wege wünschen, wie das sicherzustellen ist wenn es heißt: Zahlung nach Baufortschritt. Weil überweisen nach "mängelfreier Überprüfung und Abnahme" muss ich es sowieso.


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  •  Solarbuddys
16.9.2021  (#35)

zitat..
Insgesamt scheint es um die Liquidität der Handwerker nicht schlecht bestellt zu sein. Rechnungen meist erst nach Wochen oder 1-2 Monate. Der Rekord war ca. 1 Jahr bis die Rechnugn kam.

Ohne die Pauschalkeule zu schwingen. Viele Handwerker sind leider oft nicht soo kaufmännisch angehaucht. Wenn ich 1-2 Monate (bis zu 1 Jahr brauche) um eine Rechnung nach getaner und zufriedengestellter Arbeit brauche dann hab ich ein strukturelles Problem in der Firma, wenn nicht sofort dann zeitnah. 
Da gehts ja nicht nur um die Liquidität sonder um Arbeitsabläufe auch in Bezug auf Steuerberater/Buchhaltung, UST-Vorauszahlungen/Rückforderungen etc..


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  •  Solarbuddys
16.9.2021  (#36)

zitat..
MissT schrieb:

Eine Anzahlung dient oft auch dem Zweck, dass es sich ein Kunde nicht einfach anders überlegen kann und der Auftragnehmer dann auf den Ausgaben, die für den Auftrag schon getätigt wurden, oder überhaupt der gesamten Bestellung sitzen bleibt - oder ein Platz im Auftragsbuch dann kurzfristig ungenutzt wegfällt. Insofern finde ich eine Anzahlung legitim, sofern die Höhe angemessen ist. 30% wären es für mich nicht mehr, ich würde die Grenze - je nach Betrag - bei 10-15% ziehen. Wenn es ein größerer Betrag ist, dann würde ich auf eine treuhänderische Abwicklung bestehen.

Ist wie vieles alles sehr individuell aber ich muss ja den Auftrag zu 100% vorleisten (Firma) da sehe ich Anzahlungen bis 50% eigentlich auch fair in beide Richtungen. 


Wir machen z.b 40% bei kleineren Projekten, 60% bei größeren - fast gleich in allen Sparten.
Wie du richtig sagst geht es neben der Liquidität natürlich auch um ein gewisses Commitment    
Hatte z.b meine Türen bei Schagerl mit AZ30-35%(weiß nimmer genau) bestellt, liefen dann 3-4 Wochen und dann "wollte" ich noch stornieren weil mir ein anderer Deal reingelaufen wäre(hat ich geglaubt). Ging nicht mehr, bin auch froh weils unfair gegenüber der Firma gewesen wäre, Türen einwandfrei und nach 1en Tag hatte ich den möglichen Deal vergessen. Hätte man keine Anzahlung springt der "freie Wille des Faktors Menschen"  halt dann leider doch oft schon im Dreieck - ist bei mir genauso wie sicher bei vielen anderen auch.
Man versucht immer alles gut einzutakten, vorauszuschauen und zu Planen (100% gibts eh nie) aber wenn sich ständig was ändern würde dann "bezahlt" des nicht nur 1 Kunde sonder viele und deswegen is einfach wichtig VORHER sich alles zu überlegen und nie unter Stress/Druck zu kaufen.

Wir haben auch vor Jahren im Grossprojektbereich angefangen Stornogebühren nach Auftragserhalt einzuführen bzw auch mittlerweile auch im mittleren Projektbereichen , weils fair ist. Man sitzt oft sehr sehr SEHR viele Stunden an Projekten, vorab/mittendrin, der vorab geleistete Service wird gern mal nicht eingerechnet und dann ist es auch nur fair Stornokosten zu verlangen. 
 
 


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  •  Solarbuddys
16.9.2021  (#37)

zitat..
logos schrieb:

Anzahlung gegen Bankgarantie ist in Ordnung aus meiner Sicht.
Die Bankgarantie berechtigt den Kunden den Betrag von der Bank jederzeit
einzuziehen. Die Bank fragt nicht nach den Gründen.
(Verkäufer bester Bonität zahlen ca. 0,5% Gebühren an die Bank)

Finde auch dass ne Bankgrantie ein gangbarer/guter Weg ist wenn man ein ungutes Gefühl hat. Wobei ich meinem persönlichen Credo seit fast 20 Jahren treu bleibe und halt auch immer als eines der wichtigsten Sachen dazugehört , mein Bauchgefühl 😀
Wenn ich vorher schon ein ungutes Gefühl habe dann lass ich im Zweifel eher die Finger davon.


KSV Abfragen etc sind oft nur Momentaufnahmen die leider oft wenig aussagen.


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