Selber machen:
Heizkörper entlüften
Eine ganz einfache Tätigkeit, die
wirklich von jedem leicht durchzuführen
ist, ist das Entlüften der Heizkörper.
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Wann sollten
Heizkörper entlüftet werden?
Wenn einzelne Heizkörper kalt bleiben,
wenn es im Heizkörper "gluckert" oder
wenn der Heizkörper getauscht wurde, sollten Sie
den Heizkörper entlüften. Wenn beim Hochfahren
der Heizung ein Heizkörper im oberen Bereich
kalt bleibt, kann auch dies ein Zeichen für Luft
im Heizkörper sein. Auch wenn keine Luft im
Heizkörper war, stellt die Entlüftung eine
völlig unschädliche und ungefährliche Prüfung
dar.
Benötigtes Werkzeug:
Sie benötigen ein dünnwandiges Gefäß,
mit dem auslaufendes Heizwasser
aufgefangen werden kann
(Kunststoffmessbecher, größere Tassen,
Joghurtbecher, Gipsbecher o.ä. sind
geeignet, Eimer sind eher nicht
geeignet). Je nach baulicher Situation
(z.B. Heizkörpernischen) sollte sich
aber in jedem Haushalt ein passendes
Gefäß finden lassen. Weiters ist es
sinnvoll, ein Tuch oder einen Lappen
griffbereit zu haben, falls irgendwo
etwas Heizwasser danebentropft. |
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| Als einziges richtiges
"Werkzeug" wird ein
Heizkörper-Entlüftungsschlüssel
benötigt. So ein Schlüssel kostet
praktisch nichts und ist in vielen
Haushalten ohnehin verfügbar. Wenn Sie
selbst keinen solchen
Entlüftungsschlüssel besitzen, fragen
Sie Ihren Nachbarn oder kaufen Sie einen
im nächstbesten Baumarkt. Die
Anschaffung von im Fachhandel angebotenen
speziellen Entlüftungsbehältern mit
eingebautem Schlüssel ist nicht
notwendig. |
 
Beispiele für
Entlüftungsschlüssel |
Die Arbeitsschritte:
Zuerst "drehen Sie den
Heizkörper ganz auf", also z.B. das
Thermostatventil auf die größte Stufe
stellen. Das Entlüftungsventil findet
sich immer oben am Heizkörper, je nach
Einbausituation rechts oder links.
Drehen Sie das Ventil entgegen dem
Uhrzeigersinn langsam auf. Halten Sie von
Anfang an das Gefäß unter. Irgendwann
kommen Sie an einem Punkt, an dem die
Luft aus dem Heizkörper entweicht.
Drehen Sie dann nicht mehr weiter auf.
Nach einiger Zeit kommt statt der Luft
ein konstanter Wasserstrahl aus dem
Heizkörper. Schließen Sie dann das
Ventil wieder (nicht gewaltsam
festdrehen).
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Hinweise:
Wenn anstatt der Luft
gleich Heizwasser austritt, so war keine
Luft im Heizkörper. Etwaige Probleme
haben dann andere Ursachen.
Je nach Heizsystem
(insbesondere bei Mehrfamilienhäusern)
kann es sein, dass das Heizwasser nicht
tropft, sondern sofort in einem feinen
Strahl austritt. Achten Sie darauf, dass
Sie das Gefäß gut vor das Ventil
halten.
Nicht erschrecken, der
Wasserstrahl kann durchaus recht kräftig
sein und es kann hörbar zischen.
Wenn keine Luft
entweicht, kein Wasser ausfließt und der
Heizkörper kalt bleibt, kann die Ursache
im Thermostat- oder Mischventil liegen.
Es kommt vor, dass sich der Ventilstift
über den Sommer etwas
"festfrisst". In diesem Fall
können Sie das Thermstatventil erst ganz
öffnen und dann komplett abnehmen (je
nach Bauart mit Gewinde- oder
Bajonettverschluss). Diese Arbeit
erfordert allerdings bereits etwas mehr
handwerkliche Geschicklichkeit als das
Entlüften. Danach können Sie den
Ventilstift vorsichtig (!) mit der Hand
etwas bewegen. Wenn das nicht hilft
können sie leicht (!) mit dem Griffteil
eines Schraubenziehers o.ä. auf den
Ventilstift klopfen (nicht mit dem Hammer
oder der Rohrzange!). Wir raten, auf die
Verwendung einer Zange zu verzichten, da
(im schlimmsten Fall) bei Beschädigung
des Ventilstifts das Heizwasser austreten
kann.
Wenn Sie Heizkörper haben, bei denen
sich die Ventilstifte leicht festfressen
(kann in Altbauten durchaus vorkommen),
raten wir, auch im Sommer monatlich das
Thermsotatventil oder das Mischventil
einmal ganz zu- bzw. aufzuschrauben.
Durch diese monatliche Betätigung kann
dem Festfressen entgegengewirkt werden.
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