Diffusion
Unter Diffusion versteht man einen
sehr langsamen Vorgang, bei dem Gase
andere Gase oder sogar Festkörper
durchdringen. Die Diffusion ist ein
Vorgang, bei dem Moleküle wandern. Je
kleiner die Moleküle des Gases, desto
leichter werden Festkörper durchwandert.
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| Treibende Kraft für
diesen Prozess ist ein Unterschied in der
Konzentration. So kommt es beispielsweise
im Winter zu einer Wasserdampfdiffusion
durch eine Außenwand von innen nach
außen, weil der Dampfdruck im Winter
normalerweise innen höher ist als
außen. Der Widerstand, den ein
Baustoff der Diffusion entgegensetzt,
wird durch den Diffusionswiderstandswert
(m-Wert,
sprich "mü-Wert") angegeben.
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Der Diffusionsvorgang darf aber nicht
mit einer Undichtheit des Bauteils verwechselt
werden, die z.B. durch Fugen entsteht. Solche
Undichtheiten ermöglichen einen makroskopischen
Stofftransport durch die Gebäudehülle mit allen
damit verbundenen Nachteilen. Von der
Größenordnung her kann z.B. bei einem Bauteil
ein Feuchteeintrag von täglich 1 Gramm Wasser
pro m² Bauteilfläche durchaus vorkommen. Im
Vergleich dazu liegt der Feuchteeintrag durch
eine Fuge oder eine Undichtheit vielleicht bei
täglich 300 Gramm Wasser pro Meter Fuge. An
diesem Beispiel wird deutlich, dass der Dichtheit
des Gebäudes große Aufmerksamkeit gewidmet
werden muss. Diffusionsoffenes Bauen ist
bauphysikalisch in Ordnung und wird auch von
Bauökologen empfohlen. Undichtes Bauen führt
aber zu Bauschäden. Luftdichtes Bauen schließt
diffusionsoffenes Bauen nicht aus.
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