Bei einem modernen Niedrigenergiehaus
reicht ein Kachelofen mit Heizeinsatz
oder Wärmetauscher als einzige
Wärmequelle völlig aus! So einen
Kachelofen kann man zur komfortablen
halbautomatischen Wärmegewinnung
einsetzen.
Ganz nach Wunsch kann die Optik
dieses Ofens einem Kachelofen oder einem
offenen Kamin mit Sichtfenster
entsprechen. Das Einheizen per Hand ist bei 2 bis
5 m³ Holz pro Jahr - natürlich nur in
Niedrigenergiehäusern - keine große Belastung
mehr. In der Praxis wird dieser Ofen oft mit Sonnenkollektoren
und einem Pufferspeicher
kombiniert. Eingeheizt wird dann nur mehr ein-
bis zweimal wöchentlich, wenn die Sonne gar
nicht scheinen will. Dank einer Absperrautomatik
entfällt auch das händische Schließen der
Zuluftöffnung. Der Abbrand des Brenngutes muss
also nicht mehr abgewartet werden, wie das bei
herkömmlichen Kachelöfen der Fall ist. Bei
geschickter Planung läßt sich der Heizeinsatz
des gemauerten Ofens vom Vorraum aus beheizen.
Sie müssen dann auch kein Holz mehr ins
Wohnzimmer tragen und ersparen sich oft sogar den
Heizkeller.
Kachelöfen der neuen Generation sind
High-Tech-Geräte. Sie haben mit
ihrem guten, alten Vorgänger nur mehr
die gemütliche Ausstrahlung gemeinsam.
Moderne Kachelöfen arbeiten bereits mit
ähnlich niedrigen Emissionswerten wie
Holzvergaserkessel. Ermöglicht wurden
diese Entwicklungen vor allem durch neue
Brennraumkonstruktionen, getrennte
Primär- und Sekundärluftführungen
sowie elektronische
Regelungseinrichtungen
(Lambdasondenregelung). Diese Regelung
überwacht die gesamte Abbrandperiode der
Scheitholzfüllung und stoppt danach
automatisch die Luftzufuhr. Das sorgt
für optimalen Ausbrand, hohes
Speichervermögen und exzellente
Wirkungsgrade. Kachelöfen von heute sind
auch mit vollautomatischer
Brennstoffzündung austattbar.
Kein zweites
Heizsystem erforderlich! Das Bauen nach dem heutigen
Niedrigenergie-Standard bedeutet einen
Heizenergiebedarf von nur noch 20 bis 50
kWh je m² Wohnfläche und Jahr. Ein
Kachelofen als Ganzhaus-Heizung
ermöglicht den kompletten Verzicht auf
jede weitere Heizanlage. Es entstehen
für den Bauherren keine Kosten für ein
zusätzliches Heizsystem. Außerdem kann
man bei einem Kachelofen mit einer
Lebensdauer von bis zu 60 Jahren rechnen.
Welches andere Heizgerät kann solche
Werte vorweisen?
Die
Heizeinsatz-Technik:
Absorberprofile,
eingemauert im Grundofen Durch den Einbau von
Wärmetauscherplatten in den Grundofen wird mit
dem Heizen des Kachelofens gleichzeitig auch der
Warmwasser- Speicher betrieben. Zu diesem Zweck
sind Kollektor-Elemente in den Kachelofen
eingemauert. Sie geben die Wärme wie die
Sonnenkollektoren auf dem Dach oder in der
Fassade an einen Pufferspeicher ab.
Luftwärmetauscher
im Kachel- oder Grundofen Ein eingebauter Luft-Wasser
Wärmetauscher holt Energie für Heizung und
Warmwasser aus dem Ofen. Dieser Einsatz erlaubt
es, die Wärmemengen zu regeln: Sie bestimmen
wieviel Strahlungswärme an den Raum abgegeben
wird, und wieviel in den Pufferspeicher gelangt.