Zuluftvorwärmung
mit Erdwärmetauscher
Der Erdwärmetauscher dient dazu, dass
die Temperatur des Erdreichs im Winter
zur Vorwärmung der Zuluft und im Sommer
zur Kühlung genutzt wird. Da im Winter
das Erdreich wärmer ist als die
Außenluft kann mit dieser Maßnahme
Energie eingespart werden. Im Sommer kann
der Erdwärmetauscher zur Kühlung der
Zuluft verwendet werden, dabei ist jedoch
der mögliche Kondenswasseranfall zu
beachten.
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| Die Planung des Erdwärmetauschers
sollte bereits vor Ausführung der
Kellerschalung abgeschlossen sein, da die
Durchführung ins Haus berücksichtigt
werden sollte. Gefahr der
Vereisung des Lüftungsanlagen-Wärmetauschers
im Winter
Bei hocheffizienter
Wärmerückgewinnung im Lüftungsgerät
wird der Abluft sehr viel Wärme
entzogen, um die Raumuluft zu erwärmen.
Wenn die Zuluft zu kalt ist wird die
Abluft so weit heruntergekühlt, dass im
Wärmetauscher Eis gebildet wird. Dies
kann einerseits den Wärmetauscher
beschädigen, andererseits verschlechtert
eine Vereisung den Wirkungsgrad des
Wärmetauschers ganz wesentlich. Aus
diesen Gründen ist es wichtig, dass die
Zuluft nicht zu weit unter den
Gefrierpunkt fällt (je nach Wirkungsgrad
des Wärmetauschers), in der Praxis
sollte die Zuluft nicht unter etwa -2°C
fallen. Diese Zuluftvorwärmung kann mit
unterschiedlichen Systemen erfolgen:
- Luft-Erdwärmetauscher,
"Luftwärmetauscher"
(gebräuchlichstes System)
- Sole-Erdwärmetauscher
(empfehlenswert!)
- Luftbrunnen (keine praktische
Bedeutung) oder
- elektrische Vorwärmung (billig,
aus energetischen Gründen aber
nicht empfehlenswert)
Luft-Erdwärmetauscher
("Luftwärmetauscher")
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| Der Luft-Erdwärmetauscher
besteht aus Rohren, die nahezu horizontal
im frostfreien Erdreich verlegt werden.
Dies kann rund um die Baugrube oder auch
frei unter offenen Flächen (z.B. Garten)
erfolgen. Der Durchmesser der Rohre
beträgt 150mm-200mm, größere
Durchmesser erhöhen den Preis für das
Rohrmaterial überproportional. Filter an
der Ansaugöffnung sind notwendig, ein
Insektenschutzgitter ist zu wenig.
Weiters muss das verwendete Rohrmaterial
absolut dicht gegen Regen- oder
Grundwasser sein. Alles zum Thema
"Planung von
Luftwärmetauschern" finden Sie
unter Planungshinweise. |

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Sole-Erdwärmetauscher (soledurchströmter
Erdwärmetauscher)
Als Variante zu diesen Luftwärmetauschern
sind auch Erdwärmetauscher erhältlich, bei
denen eine Solelösung als Wärmeträger
verwendet wird. Beim Sole-Erdwärmetauscher wird
durch die Erde ein 25-32 mm starke PE-Leitung
verlegt, wie man sie vom
Trinkwasser-Hausanschluss kennt. Durch diese
Leitung wird ein Wasser-Frostschutzmittel-Gemisch
gepumpt. Sie benötigt kein Gefälle und kann bei
Häusern mit Keller z.B. zweimal um das Fundament
herum oder in anderen vorhandene Baugräben, z.B.
parallel zum Abwasser verlegt werden (in etwa 1,5
bis 2,5m Tiefe). Zur Vorwärmung von 200m³ Luft
pro Stunde sollten etwa 100m Soleleitung verlegt
werden. In die Frischluftleitung der
Lüftungsanlage wird ein Sole-Luft-Wärmetauscher
eingebaut, bei dem im Winterbetrieb die Luft von
der Sole vorgewärmt (bzw. im Sommer vorgekühlt)
wird.
Vorteile und Nachteile
Sole-Erdwärmetauscher:
Hohe Robustheit der Erdleitung
Viel bessere und stufenlosen
Regelbarkeit und damit bessere Ausnutzung der
Erdwärme bzw. Abschaltung bei ausreichend hohen
Außentemperaturen (Grenztemperatur kann genau
definiert werden)
Wegfall aller hygienischen Probleme
bzw. Risiken einer Luft-Erdleitung (problemlose
Stillstandszeiten im Sommer oder in der
Übergangszeit)
Geringere Kosten beim Aushub, da
Sole-Erdwärmetauscher im Unterschied zu
Erdluftkanälen kein sorgfältig nivelliertes
Gefälle benötigen.
Insgesamt etwas aufwändigerer
Aufbau
Zusätzlicher (aber reIativ geringer)
Energieverbrauch für die Soleumwälzpumpe (etwa
50kWh für Pumpe und Regelung pro Jahr)
Luftbrunnen
Der Luftbrunnen besteht grundsätzlich aus
einem porösen Massespeicher (z.B. Kies- oder
Steinschüttung), der von der zu erwärmenden
Luft durchströmt wird.
Vorteile und Nachteile Luftbrunnen:
"Automatische" Be- und
Entfeuchtungswirkung durch die Feuchte des
Massespeichers
Feuchte und reIativ
warme Luft können Bakterienwachstum begünstigen
(Hygienefrage)
Bei Durchmischung des Massespeichers
mit reaktionsfähigen Materialien,
Oberflächenwasser, Erde oder Biomasse sind die
hygienischen Auswirkungen nicht abschätzbar
(Atemluft wird durch unbekanntes Material
geleitet)
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