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RGK-Projekt im Gebirge mit Schotterboden

8 Beiträge |
letzte Antwort 10.9.2017 |
erstellt 7.9.2017
Hallo, bei mir wurde ein Ringgrabenkollektor umgesetzt:

Heizlast: 7kW
Erdreich: Schotter
Erhöhter Warmwasserbedarf im Winter (Ferienwohnung)

Um die Kollektorleistung zu erhöhen wurde er von ursprünglich 85 auf über 100 m verlängert. Dazu kam eine Schicht Lehm/Erde direkt auf den verlegten Kollektor.

Jetzt steht noch eine Entwässerung von Dach und Carport mit Drainagerohren mit 1 cm dicken Löchern über dem Kollektor im Raum. Die Baufirma hat Bedenken, dass die Drainagerohre verstopfen, weil das Regenwasser im Schotterboden sofort versickert und die Drainagerohre kaum richtig durchgespült werden und dann irgendwann "zuwachsen". Die Kollektorplanungsfirma will möglichst lange Drainagerohre über dem Kollektor.

Was meint ihr dazu ?
7.9.2017 13:24
wer ist denn die


Kollektorplanungsfirma

?

wie sieht denn der plan aus?

was ist denn das


Drainagerohren mit 1 cm dicken Löchern

für ein rohr?

Zitat

7.9.2017 15:18
hier ein regelquerschnitt wie die versickerung aussehen kann.

http://www.energiesparhaus.at/bilderupload_aktuell/20170907247354.jpg


der schotterkoffer dient als speichervolumen um das regenwasser aufzunehmen. von dort versitzt es dann im boden.

damit das drainrohr nicht zuschlammt wird es in ein geovlies gepackt, dieses dient als filter.

ich kenne allerdings kein drainrohr mit 1cm löchern?

hast du bilder zum boden?

hier ein beispiel wo auch ein sickerkoffer über dem kollektor eingebaut wurde...
http://www.energiesparhaus.at/denkwerkstatt/allgemein_a.asp?Thread=44908

Zitat

7.9.2017 15:48
http://www.energiesparhaus.at/bilderupload_aktuell/2017090712667.jpg

Zitat

7.9.2017 15:55
Generell ist mir der Sinn der Versickerung vom Regenwasser über dem Kollektor noch nicht klar. Soll mit dem Wasser die Regeneration des Bodens verbessert werden ? Oder soll dort immer möglichst viel Wasser versickern ? Im Winter, wenn alles gefroren ist, dann kommt da zumindest einige Zeit kein Regen- oder Schmelzwasser.

Zitat

7.9.2017 17:50


Infos schrieb: Soll mit dem Wasser die Regeneration des Bodens verbessert werden


Ja. Wasser ist ein Wärmeenergieträger. Im Schotterboden versickert das Wasser schneller als im lehmigen Boden, der das Wasser besser hält. Das Wasser kann also den Schotterboden weniger gut erwärmen. Wenn du jetzt zusätzlich Wasser über dem Kollektor versickern lässt, kannst du das zum Teil ausgleichen.


Infos schrieb: Im Winter, wenn alles gefroren ist, dann kommt da zumindest einige Zeit kein Regen- oder Schmelzwasser.


Das ist egal, weil sich der Kollektor vom Frühling bis in den Herbst hinein regeniert. Die höchsten Temp. werden in der Tiefe wo der Kollektor liegt im Okt-Nov erreicht (irgendwo hier im Forum gibt es ein Diagramm, wo man das schön sieht).

Zitat

8.9.2017 8:49
wie chrismo schreibt verbessert der feuchteeintrag die leitfähigkeit des bodens. dadurch wird ein größer entzugsradius erschlossen, das wirkt wie eine bessere bodenklasse.

die versickerung bzw anbindung eines sickerschachts mit drainagerohren zum zusätzlichen wassereintrag über dem kollektor ist eine option wenn sowieso oberflächenwässer auf dem grundstück abgeleitet werden müssen. mit wenig aufwand wird hier ein bonus für den kollektor erreicht.

übrigens zeigt das bild einen wesentlich besseren boden als reinen schotter (kies trocken)...

Zitat

8.9.2017 11:15
Hallo Arne,
was sagst du denn zum Schotterboden von bali?

Zitat

10.9.2017 19:15
servus alpenzell,
dasselbe wie du ...

schichtenwechsel beim verfüllen,
siebschaufel,
lehmbett,
wären so die tools...

Zitat



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