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Einsatzgrenzen KNV1155-06, Heizlast

3 Beiträge |
letzte Antwort 28.8.2017 |
erstellt 28.8.2017
Hallo,

unser Einfamilienhaus wird voraussichtlich mit einer KNV 1155-06 ausgestattet werden. Auslegung wird natürlich durch den Installateur meines Vertrauens durchgeführt.
Um mir aber über die Einsatzgrenzen klar zu werden, habe ich versucht mit einem Programm die Heizlast entsprechend der DIN 12831 zu ermitteln.

Werte lt. Energieausweis: "Gebäude-Heizlast Abschätzung" - 6,8 kW
"Unter Berücksichtung der kontrollierten Wohnraumlüftung ergibt die Abschätzung eine Gebäude-Heizlast von 5,7kW"

Mit dem Programm TGA-tools bin ich jetzt auf eine Heizlast von 6,655 kW gekommen. Dafür habe ich die Außentemperatur mit -14°C, Innentemperatur Bad 24°C, Technikraum 15°C und Rest auf 20°C eingegeben, KWL nicht berücksichtigt. Ist so ein geringer Unterschied möglich oder eher unwahrscheinlich (bin Laie)?

Wenn man jetzt unterstellen würde, dass die Wärmepumpe strikt nur 6kW leisten kann, würde das bedeuten, dass bei der Außentemperatur von -14°C nach einigen Tagen das Haus um ein paar Grad kälter wird – ist diese Annahme so korrekt?

Ich habe dann etwas mit den Außen- und Innentemperaturen gespielt und die in der Grafik dargestellten Ergebnisse bekommen.
Zustand 1 ist dabei Bad 24°C, Technikraum 15°C und Rest auf 20°C
Zustand 2 ist dabei Bad 26°C, Technikraum 15°C und Rest auf 22°C
Dabei macht mich stutzig, dass man für die Temperatursteigerung um 2°C nur ca. 6% Energie mehr brauchen soll. Kann das sein?
Lt. KNV wird die KNV 1155-06 ja bis zu einer Heizlast von 7kW empfohlen. Dementsprechend müßte sie ja recht gut passen. Mein Installateur hat mir für die Tiefenbohrung zwei Varianten angeboten – 2x 80m Bohrung oder 1x 125m. Ich würde eher zu der 125m Variante tendieren. Was wäre Eure Meinung dazu?

Besten Dank im Voraus für Eure Meinungen.

mfg Markus


28.8.2017 21:31
hallo markus,
deine heizlastabschätzungen klingen sehr plausibel, allerdings vereinfacht die normberechnung indem sie bsplw keine inneren und solaren gewinne berücksichtigt. diese machen aber bei einem neubau typisch 20-50% aus.

miike hier aus dem forum hat bsplw eine normheizlast von 6,5kw und eine nach phpp von 3,25kw.
die praxis hat die phpp voll bestätigt, seine 4,7kw-wp fadisiert sich...

die 1155-6 wird offiziell bis 8kw normheizlast empfohlen, leistet lt datenblatt 7,5kw und in der praxis gemessene über 8kw bei soletemperaturen knapp über 0...

für dein bauvorhaben wäre sie üppig ausreichend, ich setze sie in einem sanierten altbau aus den 70-ern ein mit 2 wohneinheiten und 350 m2.

ich habe sie im letzten rekordwinter auf 70hz gedrosselt gehabt.
120hz wären möglich...

Zitat

28.8.2017 21:43
Hallo dyarne
danke für die Info. D.h. meiner Frau wird es nicht kalt werden

Was hältst du von der Länge der Tiefenbohrung - lieber 125m auf einmal oder 2mal 80m nehmen?

Zitat

28.8.2017 22:12
bitte gerne...

ich würde wie du zu der einen bohrung tendieren, außer du hast eine mächtige grundwasserschicht in geringer tiefe die du zweimal anzapfen könntest.
gefällt mir sehr wie dein bohrer 1bohrung auf 2 bohrungen umrechnet.
findet man viel zu selten...

Zitat


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