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Grundstück zu klein für Grabenkollektor?

37 Beiträge |
letzte Antwort 30.7.2017 |
erstellt 30.6.2017
Liebe Forumsgemeinde!

Ich plane einen Neubau (Holzmassiv/KLH, 150qm Wohnfläche, kein Keller, vorerst Zweitwohnsitz, dh. hauptsächlich genutzt während Sommermonate, zukünftig evtl. auch ganzjährig) und brauche Hilfe bezüglich Heizung. Derzeitiger Stand ist, dass vermutlich eine LWP für meine Bedürfnisse die passende Lösung ist, beim Durchstöbern dieses Forums bin ich allerdings wieder auf die Möglichkeit einer EWP mit Grabenkollektor gestossen und wollte jetzt eruieren, ob dieses System nicht doch möglich wäre auf meinem kleinen Grundstück. Grundstücksplan mit geplantem Hausgrundriss füge ich an. Dazu ist noch zu sagen, dass das Haus einen direkten Seezugang hat (Baggersee) und von der Terrasse noch etwa 5 m nach vorne (Richtung See) an Fläche zur Verfügung stehen, dann beginnt der Steg. Diese 5 m sind abfallend und weisen einen Niveauunterschied von geschätzten 1-1,5 m zum Hausniveau auf. Zur Strasse hätte ich dann noch 3 m Breite, zur linken Grundstücksgrenze +/- 2m und zum rechten Nachbarn 3 m, wobei ich hier auf einer Länge von 5 m zwei Autoabstellplätze errichten muss (in Zukunft kommt hier zusätzlich evtl. ein Carport).
Ich hoffe, das ist jetzt halbwegs verständlich und es finden sich einige Experten, die mir sagen können, ob hier ein Grabenkollektor überhaupt möglich wäre und wenn ja, wie ich geeignete Ansprechpartner für die Ausführung finde. Falls noch weitere Daten für eine genaue Einschätzung gebraucht werden, ergänze ich diese natürlich gerne (Energieausweis liegt bereits vor).

Vielen Dank schon mal für Eure Zeit!

http://www.energiesparhaus.at/bilderupload_aktuell/20170630585317.jpg
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30.6.2017 9:59
Bitte den Lageplan nochmal in besserer Auflösung hochladen...
Da kann man nix lesen.

Zitat

30.6.2017 10:16
besser?

http://www.energiesparhaus.at/bilderupload_aktuell/20170630130245.png

Zitat

30.6.2017 10:18
Wird jedenfalls sehr knapp, könntest nur 30 m in slinkies verlegen, den rest gerade links und rechts vom haus, eventuell ginge sich auch rechts ein 1.4m graben mit slinkies aus. Oder du machst 2+ meter stichgräben und die slinkies aufrecht.

Hast du angefragt ob du eine wasser wasser wp machen könntest?

Zitat

30.6.2017 10:36
Hab ich, würde aber um 10.000 mehr kosten, da man trotz Grundwassersee auf 14 m runter graben muss, und diese Mehrkosten rechnen sich bei geplanter Nutzung aus meiner Sicht nicht.

Zitat

30.6.2017 10:47
Welche Heizleistung würde dein Haus benötigen?
Welche Bodenart wirst du vorfinden?

Zitat

30.6.2017 11:14
Gebäudeheizlast Abschätzung laut Energieausweis 6,0 kW (hoffe, das ist der richtige Wert)
Was den Boden betrifft: kann ich (noch) nicht genau sagen, nehme an, es wird ein hoher Schotteranteil sein, weil der See ja vormals eine Schottergrube war. Für die Ahnungslosen, wie ich eine bin: graben und nachschauen? Oder gibt es da seriösere Methoden?

Zitat

30.6.2017 11:36


Biggsi schrieb: Oder gibt es da seriösere Methoden?


Die Nachbarn fragen

Zitat

30.6.2017 13:21
Boden laut Nachbarn: Schotter, dürfte teilweise allerdings auch Bauschuttmaterial mit Nägeln und Ähnlichem dabei sein....vermutlich nicht so eine gute Ausgangslage

Zitat

3.7.2017 6:35
naja wird schon knapp...
Am besten du klopfst dein Grundstück mal in den Trenchplanner und dann schauen wir weiter....

Zitat

7.7.2017 7:48
Danke, werd ich mal machen. Aber ich denke, unter diesen ungünstigen Voraussetzungen wird's in meinem Fall dann doch die LWP werden. Danke aber für die Einschätzungen, hat mir schon mal geholfen.

Zitat

7.7.2017 9:09
Wie schon gesagt klopf den Plan in den Trenchplaner rein und dann werden wir sehen was möglich ist. Abschreiben würde ich den Grabenkolli noch nicht.

Zitat

7.7.2017 23:25
Alles klar, werde mich hoffentlich in den nächsten Tagen mit dem Programm auseinandersetzen können, und mal sehen, was raus kommt. Habe ausserdem demnächst Termine mit Firmen, die mir im Vorfeld bereits LWP angeboten haben (auch hierzu habe ich gefühlte tausend Fragen, aber dazu mehr in einem anderen, folgenden Thread...), werde die auch mal auf den Grabenkollektor ansprechen, befürchte aber, dass die weniger Ahnung haben, als einige Leute hier im Forum...

Zitat

8.7.2017 20:17


Biggsi schrieb: und mal sehen, was raus kommt...

das grundstück und dein haus reinklopfen ist sehr einfach. dann wirst du konkretere antworten bekommen ...


Biggsi schrieb: auch hierzu habe ich gefühlte tausend Fragen, aber dazu mehr in einem anderen, folgenden Thread...

hab dort was geschrieben...


Biggsi schrieb: werde die auch mal auf den Grabenkollektor ansprechen...

bitte halte uns über die antworten auf dem laufenden, ist immer wieder spannend was man zu hören bekommt ...

Zitat

9.7.2017 11:28
hallo Biggsi
Die Grundwasservariante würde ich nochmals von anderen Spezialisten prüfen lassen, da es mit wesentlich günstigeren Kosten geht. Für den kostengünstigen RGK wirds bei dir auf Grund der Grundstücksfläche zu eng werden. Als Solealternative gäbe es noch in den 3m Grundstücksrandstreifen die Spiralsonden oder im Gartenbereich Erdwärmekörbe. Luftwärmepumpen werden wegen geringer Abstände zu den Nachbarhäusern sicher problematisch werden. Bei Luftwäremepumpenangeboten sollten daher auch die Schallpegelberechnungen mit realen Abständen zu den Nachbarliegenschaften dazu verlangt werden.

Zitat

11.7.2017 23:56
So, also ich habe mein Bestes gegeben und hoffe, ich ernte nicht zu viele Lacher, wegen gröberer Fehler, die mir passiert sind. Mit der Vorgabe "trockener Sand" komme ich auf eine Heizleistung von 3422 W, das könnte man ja noch durch Einbringen von anderem Material verbessern, wenn ich das richtig verstanden habe. Allerdings bin ich vermutlich viel zu nah am Haus sowie an den Grundgrenzen dran und weiss auch nicht, ob man den vertikalen Kollektor so legen könnte. Abgesehen davon warte ich noch auf Rückmeldung von der Wasserrechtsbehörde, ob die das prinzipiell überhaupt genehmigen würden.
Meine Euphorie muss ich wohl wieder etwas zurückschrauben und mich wieder zur LWP orientieren oder wie seht ihr das?

@ Dyarne: meine Frage an den Installateur bezüglich Grabenkollektoren: ein eher wirres "na ja, eh, aber das muss man sich gut überlegen, weil da muss man soviel baggern, da kommt man dann schon auf die Kosten einer Wasser-Wasser-WP (zur Erinnerung: wurde mit ca. 10.000 mehr Invest-Kosten veranschlagt)
Und ich bringe jetzt auch noch Licht ins Dunkel, was das Thema Hoval Belaria angeht (es gab ja kurzfristig keine Einigkeit im anderen Thread), meine Frage: diese Hoval WP ist ja ein Monobloc-Gerät, oder? Antwort: na...ähm, na ja, eine Luftwärmepumpe ist das halt..." AAAHHH...danke!!! Jetzt ist alles klar! Und ich dachte, ich wäre ahnungslos...und laut Installateur kann man die ÜBERALL hinstellen, am Gartenzaun, auf die Terrasse, halt keine 15 m weit weg vom Technikraum, aber sonst ist alles möglich
@ Klima2020: hab mir jetzt die Erdwärmekörbe und Spiralsonden noch nicht angesehen, mal sehen wie die Grabenkollektor-Diskussion ausgeht, aber danke für den Input

http://www.energiesparhaus.at/bilderupload_aktuell/20170711637304.png

Zitat

12.7.2017 9:10
Kannst du den Link zur Planung bitte posten?

Zitat

12.7.2017 10:43
http://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplannerD

Was noch zu ergänzen wäre: ich weiss noch nicht, wie weit ich an die Grundstücksgrenze graben darf, die Gemeinde weiss es nicht und hat mich auch bezüglich dieser Fragestellung an die Wasserrechts-Abteilung verwiesen (hier warte ich ja noch auf Antwort), es gelten auf dieser Anlage nämlich ganz eigene Gesetze...

Ich hätte auch noch die Möglichkeit, die vorderen 3 x 5 m der Einfahrt mit Rasengittersteinen zu verlegen, dann wäre der Untergrund Regen-durchlässig und man könnte dort auch ja noch in Slinkys verlegen, wenn das von der kurzen Länge überhaupt Sinn macht (ich muss lt. Gemeinde 2 Autoabstellplätze mit je 5 x 3 m errichten, Rasengittersteine als Untergrund wären aber zulässig, über den hinteren, Garten/See-seitigen Anteil würde auf jeden Fall ein Carport kommen und darunter betoniert).

Ich möchte mich auch in diesem Thread für die Hilfe vielmals bedanken, ich weiss, dass das alles Zeit kostet und nicht selbstverständlich ist, dass man sich ohne Gegenleistung um die Anliegen anderer bemüht. DANKE!

Zitat

12.7.2017 12:21
http://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplannerl
ein wenig Feinanpassung. Keine Ahnung, ob das jetzt für deine Heizlast reicht.
Bin gespannt was die Profis sagen.
Grundsätzlich auch drüber nachdenken, die Dämmung zu verbessern. Das sieht man auch am besten gleich beim Energieausweis. Setzt dich doch einfach mit dem zusammen, der den gerechnet hat, der sollte doch sowieso die Lüftung richtig reinrechnen.
Dann mal vor allem bei der Bodenplatte tunen. Fenster sind schon top. Was hast du denn für einen Wandaufbau geplant. Oft reicht bei gleicher Wandstärke einfach ein besseres Material.

Zitat

12.7.2017 22:39
Wow! Ich kann mich nur wiederholen, ich bin so dankbar über die Hilfe!!! Sieht ja jetzt schon richtig gut aus, laut Dyarne sollte ich ja mit einer KWL (ist wieder im Rennen) auf +/- 4kw kommen, und da käme Deine Version ja hin
Dämmung ist bis dato 16 cm Steinwolle geplant und Wandaufbau wäre KLH 94-95 mm, dreilagig, Fichte, war der Meinung, das wäre schon ganz gut.

Bezüglich Bodenplatte kann ich ja noch mit dem Baumeister reden.

EA-Ersteller ist derzeit auf Urlaub, werde aber Montag gleich wieder versuchen, ihn zu erreichen.

Bin auch schon gespannt, was die Profis sagen...

Zitat

13.7.2017 8:12
sonst wären erdwärmekörbe auch noch eine alternative.
Wenn der Boden es her gibt kommst mit 2 körben aus, oder 4 kleinere. 2 vor das haus und 2 neben das haus. hätte den vorteil das du im eigentlichen Garten hinterm Haus keine Leitungen hättest.
War bei mir selbst erst unzufrieden weil sich der RGK vom Aufwand her nicht ausging, hab dann jetzt 6 grosse körbe versengt und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Zitat

13.7.2017 9:36
Die Erdwärmekörbe wurden ja schon von Klima2020 angesprochen, hatte nur noch keine Gelegenheit, mich näher damit zu beschäftigen. Aber was ich so beim Überfliegen gelesen habe, dass die Investitionskosten nur ein wenig unter der Tiefenbohrung liegen, und ich bin nicht sicher, ob ich hier nicht auch ein Platzproblem vorhanden ist: laut einer Internetseite brauche ich 1,5 - 2 m Abstand zum Haus und wenn die Körbe einen Durchmesser von 2,4 m haben, geht sich das an keiner Stelle aus...aber ich hab mich hier einfach noch zu wenig informiert, werde ich aber sobald wie möglich machen. Danke mal für den Tipp!

Zitat

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