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Mischform fix - variabel

9 Beiträge | letzte Antwort 21.3.2017 | erstellt 18.3.2017
Mischform fix - variabel
Liebe Forummitglieder!

Was hält ihr prinzipiell von einer Mischform variabler und fixer Zinssatz?
Der große Nachteil ist, dass man für bei beiden Kredite Kontoführungsgebühren bezahlen muss oder? Welche Vor- und Nachteile gibt es noch?

Bzw. welches Mischverhältnis würdet ihr uns raten ?
50-50
60fix-40vairabel
oder
70fix-30variabel...
Was meint ihr?

Kreditsumme: 120 000€
monatliche Rückzahlung- ca. max. 550 € bei uns möglich

Wir haben ein Angebot bekommen:
fix - ohne Sondertilgung
variabel - mit Sondertilgung

VARIABLER ZINSSATZ
Variante 50/50
60 000 € variabel
Laufzeit 30 Jahre
montalich von 220 bis 361 € (bei angenommen 6 %)
Sollzinssatz EURO 3Monatssatz 1,95%
effektiver Jahreszins 2,3

einmalige Kosten:
Betreitstellungsentgeld - 1 200€
Gestitonierungsentgelt 220€
GB Eingabegebühr 42€
1,2 % Eintragugnsgebühr (vom Betrag abhängig) ca. 2 000€
Grundbuchauszug 24€
Grundbuchsgesuch 35€

laufende Kosten:
im Quartal 21€

FIXER ZINSSATZ
Bauspardarlehnen
20 Jahre - 60 000€
Zinssatz 2,5%
monatlich 318€

Braucht ihr noch weitere Angaben vom Angebot? Ich hoffe, ich habe das verständlich aufschreiben können.

Außerdem habe ich noch eine wichtige Frage:
Soll man (so wie uns geraten wurde) wirklich wenn man 120 000€ aufnimmt mit (mehr) sprich 130 000€ ins Grundbuch gehen? (also als "Puffer")

18.3.2017 23:15
Seid ihr so schlecht aufgestellt, dass ihr den miesen variablen Zins bekommt?
Ich würde das mit einer Bank abwickeln, nicht mit Bank UND Bausparkasse.
Oder die LZ strecken und damit flexibler bleiben.

Zitat

19.3.2017 11:34
Das ist alles von einer Bank angeboten worden.
Was wäre denn ein guter variabler Zins (derzeit)? Das ändert sich ja immer wieder oder?

Zitat

19.3.2017 11:35
Der Fixzinssatz mit 20 Jahren ist nicht schlecht oder?

Welche Mischvariante wäre zu empfehlen?

Zitat

19.3.2017 17:01

Zitat:
littlegrisu schrieb: Der Fixzinssatz mit 20 Jahren ist nicht schlecht oder?


ja

Zitat:
littlegrisu schrieb: Das ist alles von einer Bank angeboten worden.


Bank mach Hypo-Darlehen, Bausparkasse den Rest. Also 2 Unternehmen involviert, 2x volle Kosten.

Zitat:
littlegrisu schrieb: Welche Mischvariante wäre zu empfehlen?


Diese Entscheidung müsst Ihr selber treffen, das kann euch keiner abnehmen.

Zitat

19.3.2017 23:02
Hallo Grisu,
die Frage ist, wie viel Risiko seid ihr bereit zu nehmen?

Ihr könnt euch bei 550 Euro 30 Jahre lang die 120.000 zu etwas mehr als 3,5% leisten. (gerundet). Da der fixe Teil nur auf 20 Jahre ausgelegt ist, ist auch die Rate für diesen Teil verhältnismäßig "hoch". Ihr könntet mit 550 Euro monatlich 103.000 Euro Kreditsumme in 20 Jahren zurückzahlen. Da stellt sich die Frage, ob man nicht gleich alles in einen Kredit gibt mit 20 Jahren Fixzinsperiode und danach halt noch ein paar variable Jahre dranhängt... (würde euch Bearbeitungskosten sparen und ihr könntet durch Sondertilgungen steuern, wie hoch euer variabler Anteil sein wird).

Ich hab mich mal mit der Annuitätenformel gespielt, die Ergebnisse sind aber nicht aussagekräftig, weil ich von Anfang an einen viel zu hohen variablen Zinssatz drinnen hab.
Wenn ich 20 Jahre 2,5% Fixzins annehme, und 30 Jahre lang 3,5% variabel - welche Aufteilung wäre das bei 550 Euro Rate? Da kommt raus, dass der Großteil in den Fixzins gehen müsste (112.000).
Gehe ich von nur 2 Jahren variablen Zinssatz zu 2% (der auch noch hoch wäre!) aus und die restlichen 28 Jahre von 3,5% kann ich brauche ich nur mehr 106.000 in den fixen Teil geben. usw

Wie speeedcat richtig sagt, die Entscheidung kann euch keiner abnehmen, die Frage ist, ob für euch vielleicht die zeitliche Aufsplittung (20 Jahre lang fix, dann variabel, siehe erster Absatz) nicht schon reichen würde?

Zitat

20.3.2017 10:19
wie schon öfters gesagt...

ich halte von der mischform abslut gar nix.
wieso ned ALLES voll absichern mit fixzins
wieso nicht für ALLES den günstigeren variablen zinssaz ausnützen und sondertilgen?

is ned fisch und ned fleisch, wenn gemisct wird

Zitat

21.3.2017 18:26
Eure Kommentare kann ich schon gut verstehen - dennoch kann ich mir nicht vorstellen, dass der aktuelle Zinssatz wirklich so bestehen bleiben kann...

Mit welchen Banken habt ihr gute Erfahrungen?

Stimmt es, dass man bei einem 120 000 € Kredit mit einer höheren Summe ins Grundbuch gehen soll??????

lg

Zitat

21.3.2017 18:35
Was heisst soll....das hat was mit der Kondition zu tun. Also:

Manche Banken lassen sich auf 100% der Kreditsumme, manche sogar leicht darunter, hinhandeln. Die sogenannte nebengebührensicherstellung (das ist der Rest auf die 120 oder 130%) wird in so einem Fall mittels hinterlegter Pfandurkunde NICHT eingetragen. Der Kunde erspart sich also die 1,2% Eintragungsgebühr von eben diesem hinterlegten Teil.
Für manche Banken ist es aber so, dass wenn sie nur einen Teileintrag machen (also 100% oder weniger) eine schlechtere Besicherung beim Kreditscoring rauskommt.
Das heißt wiederum für den Kunden, dass der Aufschlag um ein achtel oder ein viertel Prozentpunkt schlechter ist.

Alles klar?

Zitat

21.3.2017 23:37

Zitat:
littlegrisu schrieb: dennoch kann ich mir nicht vorstellen, dass der aktuelle Zinssatz wirklich so bestehen bleiben kann...



In dem Fall - ich kann mich nur wiederholen - wäre es wahrscheinlich günstiger und einfacher, alles in einen Kredit zu geben, der 20 Jahre fix läuft und wo ihr danach - mit der zu diesem Zeitpunkt deutlich niedrigeren noch ausstehenden Summe - variabel unterwegs seid, oder ihr schuldet wenns soweit ist um auf einen neuen Fixkredit, falls sich das auszahlen sollte.

Was spricht denn aus deiner Sicht für eine Splittung? Ich glaube, dass eventuelle Kostenvorteile aus den niedrigeren variablen Zinsen erstens durch zusätzliche Gebühren geschmälert werden würden und kriege langsam den Eindruck, dass ihr zweitens bei steigenden Zinsen schlechter schlafen würdet, auch wenn sie nur moderat ansteigen würden. (kann mich aber täuschen)

Zitat

      

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