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Tausch Ölheizung in altem EFH - Alternativen? - Seite 2 teilen

26.4. -9.9.2026    44 Antworten    16 Autoren 44 2026-09-09T12:50:44+02:00
Zusammenfassung
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  •  auttaker
26.04.2026
44
Hallo,

nachdem ich im Finanzierungsforum schon viel Information und Hilfe bekommen habe, versuche ich es hier nach erfolgreichem Hauskauf auch. Ich habe mich schon mal ein wenig eingelesen (und einiges dabei gelernt), kenne mich aber noch zu wenig aus und würde mich sehr über Feedback, Vorschläge und Infos freuen.

Ich lese mich gerne ein, wenn jemand Links hat, bitte hier posten, damit ihr nicht alles extra schreiben müsst nochmal.

Meine Frau und ich werden in ca. 1 Monat einziehen und anfangen, das Haus zu sanieren. Die Ölheizung wollen wir austauschen, ich dachte an eine Wärmepumpe (+ PV Anlage und Speicher).

Falls wir das Geld haben, würden wir gerne in der Wohnküche eine Fußbodenheizung machen, sonst nirgends (überall Parkett), es gibt derzeit alte Radiatoren (20-30+ Jahre), die vermutlich getauscht werden müssen. Ich habe eine Beratung mit "Hauskunft" und ein Gespräch mit Heizma in den nächsten Wochen, aber bezüglich den aktuellen PV/Raus aus Öl Förderungen drängt ein wenig die Zeit.

Folgende Informationen:
EFH gebaut 1934, aufgestockt und generalsaniert 1972 in Wien, 160m2 (Erdgeschoss + 1. Stock) + Keller 45m² (unbeheizt). Garten 400m², inklusive Grundwasserbrunnen (blauer Kreis). 
Grundstück ca. 34m * 17m

2026/2026042654963.png

Energieausweis (wenn ihr mehr daraus braucht, bitte sagen):

2026/20260426262137.png
2026/20260426672886.png
Derzeit Ölheizung Viessmann (Brenner ist 4 Jahre alt, fragt nicht wieso..) mit ca 2000l pro Jahr, Strom 4008 kwH letzte Rechnung (365 Tage).

Es gibt eine Fassadendämmung (EPS-Platten 12cm), vor ~4 Jahren, aber ältere Kunststofffenster, keine Dämmung im Dachboden und Keller, d.h. nicht sehr gut gedämmt insgesamt.

Mir schwebte aufgrund des vorhandenen Grundwasserbrunnens und der guten Südlage des Daches eine  Wasser/wasser Wärmepumpe mit PV + Speicher vor. Allerdings habe ich hier im Forum dann von Sole-WP gelesen, und den Ringgrabenkollektoren, die sehr interessant klingen. Mein Schwiegervater und Schwager haben mit Lambda LWP LWP [Luftwärmepumpe] + PV super Erfahrungen gemacht, das wäre evtl. auch billiger. Wenn man heizen und kühlen könnte, wäre das natürlich sehr cool.

Meine Fragen wären:
1. Welche Heizsysteme sind am empfehlenswertesten, statt der Ölheizung?
2. Was für Begleitmaßnahmen machen dafür Sinn (zB PV-Anlage, neue Radiatoren...)
3. Könnt ihr Empfehlungen für konkrete Produkte/Firmen dafür geben, und Richtwerte für die Kosten?
-> Es gibt hier Bundes- und Landesförderungen für 7500/8000€ bei Wärmepumpen und nochmals 5000/4000€ für Tiefenbohrung (Sole bzw Wasser-WMP) - was hier reinspielen könnte im Vergleich.

Sorry für den Wall of Text, und vielen Dank schon im Voraus :)

  •  auttaker
29.4.2026  (#21)
@wuschi : Das wäre ziemlich blöd ja, aber die Partei die den Kanzler stellt, hat erstaunlich blöde Entscheidungen für sehr lange getroffen.. Ein Freund ist recht weit oben bei der NEOS, und die sagen, die Förderungen werden sehr radikal gekürzt - mit dem heutigen Budgetentwurf glaub ich das auch. Aber egal, wissen kann mans nicht.
Wegen dem TUF: die 200€ an sich sind natürlich nicht das Problem, aber man muss ja auch nicht unnötig Sachen kaufen. Werds mir anschauen :) 

@ds50 : Ja, meinte mit der Steinwolle/Teklatan im speziellen, die Dämmung an sich ist unbestritten. Weiß nicht ob andere Materialien da evtl. sinnvoller sind. Zellulose klingt spannend, muss ich mal recherchieren, was es da gibt. Ok danke, PV Anlage ist "in Planung", siehe auch PV Forum.

@­pezip : Wie kann ich mir die Dämmung im Keller vorstellen, kann man da dann nicht nachträglich durchbohren o.ä.? Macht das Sinn, hier schon Leitungen vorzusehen, wenn ich noch nciht weiß, was ich genau mit Wärmepumpe etc. machen werde?

@Gast-Karl : Guter Punkt, hatte ich meiner Frau vorgeschlagen, aber die will das (noch) nicht. Wäre aber sicher noch eine Option.

Wegen RGK RGK [Ringgrabenkollektor]: Den Zugang vom Bagger hatte ich tatsächlich so nicht am schirm. Da ist ein Eibe (Aber Thujen gibts auch wuschi :) ), die wir sowieso wegreißen (Giftig), eventuell würde es sich dann ausgehen. Aber meine Frau ist nicht begeistert vom Garten umgraben, und wir haben Sickerschächte, Bäume und vieles, was das Graben erschwert. Also vielleicht nicht ideal, und eher eine Tiefenbohrung? Wäre die im südlichen Vorgarten machbar? Da kommt man mit dem Gerät hin. 
Wie schlecht würdet ihr denn eine LWP LWP [Luftwärmepumpe] finden? Besser als Öl, aber wenns irgendwie geht nicht nehmen?

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Hallo auttaker,
hier gibt es dazu Erfahrungen und Preise: Tausch Ölheizung in altem EFH - Alternativen?

  •  christoph1703
29.4.2026  (#22)

zitat..
auttaker schrieb: Tiefenbohrung? Wäre die im südlichen Vorgarten machbar? Da kommt man mit dem Gerät hin.

Ich würde sagen, potenziell ja. Die Leitungen müssen dann halt noch ins Haus reinkommen.


zitat..
auttaker schrieb: Wie schlecht würdet ihr denn eine LWP LWP [Luftwärmepumpe] finden? Besser als Öl, aber wenns irgendwie geht nicht nehmen?

Nach dem vergangenen Winter würde ich mir keine Dimensionierung einer LWP LWP [Luftwärmepumpe] mehr zutrauen. Abtauzyklen sind quasi nicht vorhersehbar, ohne mit einem konkreten Modell viel Erfahrung zu haben. Überdimensionierung ist immer noch schlecht.
Dagegen hat Erdwärme deutlich weniger Parameter. Obere und untere Modulationsgrenze müssen zum Haus passen, die Quelle (TB oder RGK RGK [Ringgrabenkollektor]) ist einfach berechenbar und wetterunabhängig.


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  •  wuschi
  •   Bronze-Award
29.4.2026  (#23)

zitat..
auttaker schrieb: ...[ref]auttaker:85323_2#926253[/ref]die Förderungen werden sehr radikal gekürzt - mit dem heutigen Budgetentwurf glaub ich das auch.

Ich meinte nicht zwingend diese Regierung sondern eventuell auch die nächste. Mittelfristig wird es schon förderungen geben, denke ich. Deine heizung hat ja noch locker 20 jahre vor sich, auch wenn ich den drang aus öl rauszukommen sehr gut nachvollziehen kann.


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  •  wuschi
  •   Bronze-Award
29.4.2026  (#24)

zitat..
christoph1703 schrieb: Nach dem vergangenen Winter würde ich mir keine Dimensionierung einer LWP LWP [Luftwärmepumpe] mehr zutrauen. Abtauzyklen sind quasi nicht vorhersehbar, ohne mit einem konkreten Modell viel Erfahrung zu haben. Überdimensionierung ist immer noch schlecht.
Dagegen hat Erdwärme deutlich weniger Parameter. Obere und untere Modulationsgrenze müssen zum Haus passen, die Quelle (TB oder RGK RGK [Ringgrabenkollektor]) ist einfach berechenbar und wetterunabhängig.

Sehe ich auch so. Wenn du die Förderungen unbedingt noch nutzen willst, würde ich TB forcieren und eben auch den Bohrbonus mitnehmen. 
Das bekommt man mit den Daten schon dimensioniert. LWP ist eher glücksspiel mit den jetztigen daten (2000 L und sonst eigentlich keine weiteren Angaben). Dann aber schnell in die Wege leiten, die bohrer sind nicht morgen da.


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  •  Lu1994
  •   Silber-Award
29.4.2026  (#25)
Also aus wirtschaftlicher Sicht macht es aktuell keinen Sinn eine so junge Ölheizung zu tauschen
Da investier ich das Geld lieber in neue Fenster
Dachboden bringt P/L am meisten Einsparung und hilft dir gleichzeitig im Sommer, gerade wenn ihr derweil oben leben wollt würde ich schnellstens Zellulose einblasen, sonst wird der nächste Sommer grausam 

Eine Ölheizung rein aus Ökogedanken tauschen, gerade wenn man begrenzte Mittel hat hätte für mich zu hohe Opportunitätskosten, bis die Heizung end of Life ist gibt's sicher irgendeine Förderung, die Stadt Wien fördert ja zb aktuell auch Rollläden da hol ich lieber diese Förderung ab, die Leute vergessen einfach, dass nicht der Winter die böse Jahreszeit ist, sondern mittlerweile der Sommer

PV Speicher bei begrenzten Mitteln würde ich auch sein lassen, ohne Leistungsmessung verlängert sich die Amortisation, mach mal das Dach voll, Speicher werden wohl noch länger gefördert bzw degressieren weiter im Preis

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  •  christoph1703
29.4.2026  (#26)

zitat..
Lu1994 schrieb: die Leute vergessen einfach, dass nicht der Winter die böse Jahreszeit ist, sondern mittlerweile der Sommer

Eine WP WP [Wärmepumpe] kann im Gegensatz zur Ölheizung auch kühlen. Sehr eingeschränkt auch mit Heizkörpern (groß dimensioniert und idealerweise mit Lüftern dran).

Allerdings bin ich bei dir, rein wirtschaftlich betrachtet macht es Sinn, zuerst die Außenhülle auf Stand zu bringen.
Ich persönlich würde trotzdem die Ölheizung spätestens bis zum Winter rausschmeißen, sowas will ich einfach nicht im Haus haben. Wenn sich bis dahin die Außenhülle nicht machen lässt, genau planen und eine WP WP [Wärmepumpe] wählen, die vorher und nachher passt (8er Stiebel zb, die passt für so ziemlich jedes Haus).

Übrigens sprechen die Heizkörper auch für Erdwärme, weil die SWWP im Regelfall durchlaufen kann (bis auf WW WW [Warmwasser]) und nicht im tiefsten Winter zum Abtauen unterbrechen muss.


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  •  Akani
29.4.2026  (#27)
Blöd gefragt, geht Bohren für die Förderung auch ohne dann die WP WP [Wärmepumpe] gleich mit zu machen?
Dann die Bohrung etwas größer auslegen und die WP WP [Wärmepumpe] erst nach thermischen Sanierungen umsetzen

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  •  wuschi
  •   Bronze-Award
29.4.2026  (#28)

zitat..
Akani schrieb: Blöd gefragt, geht Bohren für die Förderung auch ohne dann die WP WP [Wärmepumpe] gleich mit zu machen?

Nein und man muss eine entsorgungsbestätigung für die tanks haben. 


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  •  pezip
29.4.2026  (#29)
Also ich verstehe nicht ganz die Ablehnung einer LWWP LWWP [Luft-Wasser-Würmepumpe]. Bei uns hat sich den Winter der Heizstab 4 Mal eingeschalten und Abtauen dauert nicht so lang. Wir haben übers Jahr gesehen einen SCOP von 3,8. 
Ich würde mir den Aufwand nicht antun mit einer Erdwärmepumpe. Wenn man ein gutes System mit Modulation hat funkt das einwandfrei, auch bei nicht optimaler Dimensionierung. 

Dennoch ich würde die Ölheizung noch ein Jahr lassen damit du einmal richtig deinen Verbrauch einschätzen kannst. Das A und O sind definitiv die Deckendämmung und wenn notwendig Fenster und Fassadedämmung 

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  •  ds50
  •   Gold-Award
29.4.2026  (#30)

zitat..
pezip schrieb: Also ich verstehe nicht ganz die Ablehnung einer LWWP LWWP [Luft-Wasser-Würmepumpe]. Bei uns hat sich den Winter der Heizstab 4 Mal eingeschalten und Abtauen dauert nicht so lang. Wir haben übers Jahr gesehen einen SCOP von 3,8.

Angenommen 20000kWh HWB:

Bei JAZ JAZ [Jahresarbeitszahl] 4 = 5000 kWh elektr.
Bei JAZ JAZ [Jahresarbeitszahl] 5 = 4000 kWh elektr.

Sind in 30 Jahren 30000 kWh Strom an Ersparnis. Bei 30 ct/kWh wären das knapp 10000€.

Außerdem tauscht man in der Regel in diesen 30 Jahren die Sole-WP einmal, die LWP LWP [Luftwärmepumpe] zweimal...


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  •  lewurm
  •   Bronze-Award
29.4.2026  (#31)

zitat..
auttaker schrieb: Ein Freund ist recht weit oben bei der NEOS, und die sagen, die Förderungen werden sehr radikal gekürzt - mit dem heutigen Budgetentwurf glaub ich das auch. Aber egal, wissen kann mans nicht.

Ich würde mich von einer Förderung nicht stressen lassen.  Förderungen sind nicht nur positiv zu bewerten, sie haben auch den Seiteneffekt dass von Betrieben ein Teil der Förderung draufgeschlagen wird.  Außerdem wären ohne Förderungen die guten Betriebe vielleicht etwas leichter an die Hand zu bekommen weil weniger Auslastung 😅 

Ich kann mich den Vorrednern nur anschliessen.  Zuerst die Aussenhülle, dann den Verbrauch ermitteln und dann erst eine WP WP [Wärmepumpe] planen.  Gute Planung ist viel mehr wert als eine schnelle Umsetzung; bei letzterem ist die Gefahr höher dass du dir einen Planungsfehler einbauen lässt, der langfristig mehr Kosten verursachen kann.


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  •  taliesin
  •   Gold-Award
4.5.2026  (#32)
Ich habe bei mir eine Pelletsheizung in ein saniertes 1970er Haus mit ca. 12MWh Verbrauch im Jahr (inkl. WW) gestellt. Aktuell denke ich über eine Klimaanlage nach, die Kombination kann den Pelletsverbrauch auf ca. 1t/a senken und die Klimaanlagenheizung den Rest der Zeit aus der PV versorgen, naja fast.
Bei mir war RGK RGK [Ringgrabenkollektor] auch nicht wirklich eine Option, weil 'eingewachsener' Garten.
Besser als Öl ist das allemal. Und ja, die Reihenfolge ist dämmen, dann dämmen und dann noch dämmen, erst dann die Heizung tauschen.

Wenn die Klimaanlage sowieso kommen soll, dann ist das nicht die schlechteste Kombination. Bei mir war ein Verteilkreisumbau auch nicht wirklich sinnvoll, zum einen wegen Parkett, zum anderen weil wir hier schon gelebt haben (und kein Geld hatten emoji ).

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  •  auttaker
7.5.2026  (#33)
Danke für die vielen Rückmeldungen und Erfahrungswerte. 
Ich suche gerade nach Angeboten für die Dämmung im DAchboden und Keller (die Fassade sollte eigentlich schon mit 12cm EPS PLatten gedämmt sein) und bin weiterhin am Überlegen was ich mit der Heizung mache. 

Eine weitere Idee war, einen Soll-Energieausweis inkl. Dämmung zu machen, und dann eine Wärmepumpe darauf zu dimensionieren. Sinnvoll? Kann der Verbrauch wirklich so drastisch abweichen, dass das hier relevant wäre?

Ich habe übrigens auch nach Wochen (hatte ich schon vergessen), ein Angebot für Wärmepumpe (alles inklusive außer Fundament) bekommen - allerdings nur Luft-Wärmepumpe. Kommt mir sehr teuer vor, dürfte aber grob in Rahmen liegen für 2026 oder?

2026/20260507814692.png


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  •  Balu88
  •   Bronze-Award
7.5.2026  (#34)

zitat..
auttaker schrieb:

... Luft-Wärmepumpe. Kommt mir sehr teuer vor, dürfte aber grob in Rahmen liegen für 2026 oder?

Versuche mal technisch zum Beispiel mit einer WH WH [Wandheizung]-WXG12ME8 von Panasonic zu vergleichen. Die kostet exakt 1/3tel deiner Vitocal. Oder vielleicht reicht dir auch die L Serie, die geht aber nur bis 9kW.

Fundament sind bei mir 4 unterirdische Betonschalsteine 30cm breit zu je 2,79EUR, das schafft man locker selbst. Wichtig ist, dass das Wasser schön abgeleitet wird und versickern kann, aber so ein ~160kg Brocken niedergedübelt steht flott im Garten.


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  •  pezip
7.5.2026  (#35)
Ich könnte auch die LG Therma V R290 empfehlen. Fundament selber machen den Rest machen lassen hat uns 14.000€ gekostet. 

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  •  Akani
8.5.2026  (#36)
Für welchen Hersteller ma sich entscheidetsollte ma nicht immer nur vom Endpreis entscheiden.
Mir wäre das wichtigste wenn was ist kommt jemand der helfen kann, Ersatzteilversorgung.
Weil warm machen se alle

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  •  auttaker
7.9.2026  (#37)
Ich grabe den Thread nochmal aus - die Haussanierung ist voll im Gange, das Erdgeschoss ist fast wieder ein Rohbau, die klassischen Überraschungen im Altbau sind leider auch an mir nicht vorübergegangen. Allerdings wird es jetzt sehr konkret, nach der Hitzewelle wollen wir jetzt Luftwärmepumpe + Klimaanlage einbauen lassen, PV kommt dann später.

Eckpunkte: RGK ist leider nicht möglich (mit Frau Komposch abgeklärt), Erdwärmebohrung sind absurd teuer, daher bleibt leider nur Luftwärmepumpe. Aufgrund des Rekordsommers werden wir auch noch eine Klimaanlage einbauen lassen, da südseitig und im 1. Stock über 30 grad trotz Außenjalusie..

Geplant:
  • Dachboden günstig dämmen mit https://www.hornbach.at/p/climowool-klemmfilz-kf1-037-5600x1200x120-pal24rol6-72m2/10533285/ - doppelt verlegen mit 240mm, werde einen schmalen Gehweg mit Holz bauen darüber
  • Keller ist eine Katastrophe (ein Teil Schlupfkeller, extrem niedrig ~75cm, verwinkelt, schwierig zu dämmen, anderer Teil normal begehbar, aber max. 2,2m, schwierig Decke zu dämmen und hohe Feuchtigkeit.
  • 3 Räume im Erdgeschoss werden komplett neu gemacht inkl. Boden, da war alter Bauschutt und sonstige Vorkriegsspielchen, hier wird ein paar cm Dämmung reinkommen, da derzeit eben gar nichts ist zum Keller hin.
  • Ölbrenner -> LWP (inklusive Ablöse E-Boiler und selbstgebautem Rohrgewirr vom Vorbesitzer, keine Fußbodenheizung - nur Radiatoren)
  • Klimaanlage neu

LWP:
Mir haben Hauskunft, Energieberater, Installateur etc. alle gesagt ~ 12kW für die Wärmepumpe, je nach Dämmung weniger. Dachboden wurde mit 10-15% Einsparung geschätzt, Keller wenig - ich habe aber keine belastbaren Zahlen weil noch nicht selber geheizt wurde, nur Energieausweis und Verbrauch Öl von Vorbesitzern.

Ich habe viele Angebote eingeholt, die mMn besten sind wie folgt.

#1A 21.500 € netto Wärmepumpe inkl. Wasser Installation usw.:
Panasonic Aquarea Gen M Aussengerät
12 kW mit int. Speicher 185L und 9 kW Heizstab + Volume-Erweiterung / Hydraulische Trennung 100 L + Ausdehnungsgefaß für Heizung 35L 

Das Paket beinhaltet die Panasonic-Komponenten WH WH [Wandheizung]-ADC0316M9E8AN2 und WH WH [Wandheizung]-WXG12ME8 sowie einen Außentemperaturfühler und eine Gehäuseheizung. Dieses System ist in der GET-Datenbank unter der Nummer
30046 gelistet.

1B: Klimaanlage + Installation usw. 11.500€
Panasonic Multisplit Außengerät 5,0 kW CU-2Z50TBE + 5,2 kW CU-3Z52TBE
1x ETHEREA Z Innengerät 3,5 kW CS-Z35ZKEW + 4x 2,5 kW CS-Z25ZKEW

#2A WÄrmepumpe inkl. alles  25.000 € netto
WP iDM AERO ALM 4-12 + IS Hochl.-WP-Speicher mit Magnesiumanode 300 Liter + Pufferspeicher 300 Liter

2B: Klimaanlage inkl. alles 9.900 € netto
Hisense Außeneinheit 5AMW105 + 3x HC20 2,5 kW + 2x HC30 3,5 kW Innengerät

Option: Daikin 5MXM90A9 + 3x Comfora 2,5 kW + 2x Comfora 3,5 kW Innengerät 
Aufpreis 1500 € netto 

#3: Alternativ nur Klimaanlage Daiking 5MXM90N9 + 3x Comfora 2,5 kW + 2x Comfora 3,5 kW Innengerät 9.500 € netto
Meine Fragen/Bitten:
  • Wie schätzt ihr die Angebote ein? Was würdet ihr nehmen?
  • Ich habe gefühlt 20 Meinungen von Installateuren, Foren usw. zu Pufferspeicher und Warmwasserspeicher bekommen, Pufferspeicher bei Radiatoren sind anscheinend zwingend notwendig, zur Größe sagt jeder was anderes (verhindert Takten, aber nicht so gute Effizienz, 20-50L pro m² und und..) - kann jemand da was dazu sagen, wie ihr das machen würdet? FBH ist leider keine Option
Vielen Dank!

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  •  Akani
  •   Gold-Award
8.9.2026  (#38)
Zuerst solltest dir die Kenlinien der angebotenen WPs raussuchen und den Bivalenzpunkt ermitteln welche WP WP [Wärmepumpe] am besten passt, Thema Modulation und Minleistung. 
Welches Heizsystem wir verwendet?
Hier ist wichtig, keinen Puffer für die Heizung im System zu haben. 
Wichtig ist auch welchem Heizungsbauer du am meisten vertraust und dieser auf Forderungen zwecks Hydraulik eingeht.
Es ist halt schwierig welches Angebot das beste ist, da die WP WP [Wärmepumpe] z.b. Panasonic oder die Alm schon in unterschiedlichen Preisligen spielen

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  •  ds50
  •   Gold-Award
8.9.2026  (#39)

zitat..
auttaker schrieb: Mir haben Hauskunft, Energieberater, Installateur etc. alle gesagt ~ 12kW für die Wärmepumpe, je nach Dämmung weniger.

Also ich find das supa, wenn Energieberater ohne irgendeinen EAWEAW [Energieausweis] in Händen so eine Schnapszahl in den Raum werfen. Erinnert mich an "a 13er geht immer". 🤦‍♂️

zitat..
auttaker schrieb: Pufferspeicher bei Radiatoren sind anscheinend zwingend notwendig

Nein.

Einzige Ausnahme:
Wenn nur Heizkörper verwendet werden, dann kann es sein, dass das Volumen im Heizkreis zu gering für die Abtauung der LWP LWP [Luftwärmepumpe] ist. Dann, und nur (!) dann, kann man seriell einen kleinen Pufferspeicher in den Rücklauf geben. Dieser dient rein der Volumserweiterung und tut dort nicht weh.

Einen zur WP WP [Wärmepumpe] und Heizkreis parallelen Pufferspeicher hingegen braucht kein Mensch. Den verwenden nur Installateure und Heizungshersteller, welche zu faul zum Planen sind. Denn dieser ist für sie störungsfrei, kostet aber doppelt (Invest und laufender Betrieb) und dreifach (Takten wird gefördert statt vermieden).

Wenn du den Heizkreis direkt anfährst, dann muss ein Mindestvolumenstrom gegeben sein. Das heißt: Keine Einzelraumregler, hydraulisch korrekt abgeglichene Heizkörper, korrekte Heizkurve. Dazu muss natürlich auch die WP WP [Wärmepumpe] passend dimensioniert sein.
Wie gesagt, so ein Setup erfordert etwas Planung. Du wirst dafür aber mit geringeren Investitionskosten und höherer Effizienz belohnt.

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  •  Markus98
8.9.2026  (#40)
Mit der Klimaanlage hast du bereits ein Backup, statt dem Heizstab. Wenn es für dich ok ist, wenn du auf niedriger Lüfterstufe mitlaufen.

Bei 2000 Liter Heizöl bist du bei etwa 7-8kW, die kommen auch mit weniger Volumenstrom aus.

Wie sehen die Angebote für eine Bohrung aus? Wenn du Glück hast profitierst du dabei vom Grundwasser. Mehr Entzug möglich pro Bohrmeter.

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  •  auttaker
8.9.2026  (#41)
@Akani 
Wir haben nur alte Radiatoren, keine Fußbodenheizung, ich vertraue dem IDM Installateur grundsätzlich am meisten, 
der ist ehrlich und korrekt, aber ich habe von ~ 8 Angeboten bis jetzt noch keine überzeugende Berechnung / Aufstellung gesehen, bis jetzt hatten alle Pufferspeicher in verschiedenen Größen. 

Ich gehe von 55 Grad Vorlauf aus für die Radiatoren, das kam aber auch nur von den Installateuren, ich habe keine belastbaren Daten dafür.

Laut EAWEAW [Energieausweis] H ~ 28375/3629*24 ​=0,326 kW/K Wärmeverlust
Norm-Außentemperatur von −12,8 °C
Innentemperatur: 22−(−12,8)=34,8K
Damit ist Heizlast​ ~ 0,326*34,8=11,34 kW

Kennlinie:
Außentemperatur geschätzter Wärmebedarf
+15 °C 2,28 kW
+12 °C 3,26 kW
+10 °C 3,91 kW
+7 °C 4,89 kW
+5 °C 5,54 kW
+2 °C 6,52 kW
0 °C 7,17 kW
−5 °C 8,80 kW
−7 °C 9,45 kW
−10 °C 10,43 kW
−12,8 °C 11,34 kW
−15 °C 12,05 kW
Panasonic gibt für die T-CAP-M-Serie an, dass sie bei 55 °C bis −15 °C ihre Heizleistung halten kann, also 12 kW
Das sollte also 12/0,326= 36,8K sein
Bei 22 °C innen: 22−36,8 ca. −14,8°C
Panasonic: theoretischer Bivalenzpunkt ≈ −15 °C, meine NAT liegt bei −12,8 Grad, also schaut das OK aus, oder?

Für iDM:
Außentemperatur iDM max. Heizleistung mein Haus
+7 °C 11,68 kW 4,89 kW

+2 °C 10,74 kW 6,52 kW

−7 °C 9,85 kW 9,45 kW

−10 °C 9,58 kW 10,43 kW

−15 °C 8,67 kW 12,05 kW

−20 °C 7,99 kW 13,68 kW

Bivalenzpunkt ist ~ -8 °C bei 55 Grad Vorlauf
Bei NAT −12,8 °C ist die Lücke : 11,34−9,07 ~ 2,3kW

Modulation:

2026/20260908567290.png
Bei mir sollte dann bei ca 10 Grad schluss sein mit iDM bzw dann taktet sie.
 
  • bei +10 °C ≈ 3,9 kW
  • bei +7 °C ≈ 4,9 kW
  • bei +2 °C ≈ 6,5 kW

@ds50 Der Energieberater hatte schon einen Energieausweis, von Februar 2026. Allerdings sind da mögliche Dämmung von Keller und Decke nicht inkludiert (aber explizit erwähnt als sinnvolle Maßnahmen):  

2026/20260908648835.png
Er hatte auch aufgrund meiner Angaben mit Ölverbrauch usw. den Energiebedarf berechnet, er hat da den worst Case von 2500 Liter (höchstes Verbrauchsjahr) genommen und ist in die Nähe vom Energieausweis gekommen, und meinte 11 kW für die Wärmepumpe ohne Dämmaßnahmen.

Eigene "Heizlastberechnung" kommt auch auf ca 12,12 kW, Hottinger kW = 22768 * (22 - -12,8) / (3629 * 18), Formel nach Weiersmüller auf 9,4 kW (mit 2500l Öl)

@ds50 Dumme Frage: Ich habe die schon gefragt und bilde mir ein, dass kein paralleler Speicher eingebaut wird, nur ein Serieller (weil ich eben hier oft gelesen hat, dass davon abzuraten ist). Wo kann ich schauen, was eingebaut wird? 
Bzw. wer könnte mir das denn seriös planen? Ich würde dafür auch zahlen, wenn das passt, ich kanns jedenfalls nicht. Hast du da Tipps?

@Markus98: Da der Verbrauch in den 4 Jahren von 1700 - 2500 Liter schwankte, wurden da die 2500 Liter wohl genommen, die 2000 L war so der durchschnitt. 

Mein bestes Angebot war 24.000 netto für die Tiefenbohrung und 4.500 für Leitungen, Schacht etc. Also teuerer als die komplette LWP LWP [Luftwärmepumpe] + Rohrsanierung usw. Und dann kommt erst die Wärmepumpe dazu, würde sich in dem Leben nicht mehr rechnen leider..

Ich hab gefühlt schon 1000 Sachen berechnet, recherchiert, gefragt, aber irgendwie scheint es extrem schwer zu sein, da jemanden zu finden, der das - laut Forenmeinung - richtig macht. Die Empfehlungen haben alle abgesagt, bzw. war nicht möglich (RGK), frustrierend irgendwie :(




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