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Tausch Ölheizung in altem EFH - Alternativen? - Seite 2

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  •  auttaker
26.4. - 29.4.2026
31 Antworten | 13 Autoren 31
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Hallo,

nachdem ich im Finanzierungsforum schon viel Information und Hilfe bekommen habe, versuche ich es hier nach erfolgreichem Hauskauf auch. Ich habe mich schon mal ein wenig eingelesen (und einiges dabei gelernt), kenne mich aber noch zu wenig aus und würde mich sehr über Feedback, Vorschläge und Infos freuen.

Ich lese mich gerne ein, wenn jemand Links hat, bitte hier posten, damit ihr nicht alles extra schreiben müsst nochmal.

Meine Frau und ich werden in ca. 1 Monat einziehen und anfangen, das Haus zu sanieren. Die Ölheizung wollen wir austauschen, ich dachte an eine Wärmepumpe (+ PV Anlage und Speicher).

Falls wir das Geld haben, würden wir gerne in der Wohnküche eine Fußbodenheizung machen, sonst nirgends (überall Parkett), es gibt derzeit alte Radiatoren (20-30+ Jahre), die vermutlich getauscht werden müssen. Ich habe eine Beratung mit "Hauskunft" und ein Gespräch mit Heizma in den nächsten Wochen, aber bezüglich den aktuellen PV/Raus aus Öl Förderungen drängt ein wenig die Zeit.

Folgende Informationen:
EFH gebaut 1934, aufgestockt und generalsaniert 1972 in Wien, 160m2 (Erdgeschoss + 1. Stock) + Keller 45m² (unbeheizt). Garten 400m², inklusive Grundwasserbrunnen (blauer Kreis). 
Grundstück ca. 34m * 17m

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Energieausweis (wenn ihr mehr daraus braucht, bitte sagen):

_aktuell/20260426262137.png

_aktuell/20260426672886.png

Derzeit Ölheizung Viessmann (Brenner ist 4 Jahre alt, fragt nicht wieso..) mit ca 2000l pro Jahr, Strom 4008 kwH letzte Rechnung (365 Tage).

Es gibt eine Fassadendämmung (EPS-Platten 12cm), vor ~4 Jahren, aber ältere Kunststofffenster, keine Dämmung im Dachboden und Keller, d.h. nicht sehr gut gedämmt insgesamt.

Mir schwebte aufgrund des vorhandenen Grundwasserbrunnens und der guten Südlage des Daches eine  Wasser/wasser Wärmepumpe mit PV + Speicher vor. Allerdings habe ich hier im Forum dann von Sole-WP gelesen, und den Ringgrabenkollektoren, die sehr interessant klingen. Mein Schwiegervater und Schwager haben mit Lambda LWP LWP [Luftwärmepumpe] + PV super Erfahrungen gemacht, das wäre evtl. auch billiger. Wenn man heizen und kühlen könnte, wäre das natürlich sehr cool.

Meine Fragen wären:
1. Welche Heizsysteme sind am empfehlenswertesten, statt der Ölheizung?
2. Was für Begleitmaßnahmen machen dafür Sinn (zB PV-Anlage, neue Radiatoren...)
3. Könnt ihr Empfehlungen für konkrete Produkte/Firmen dafür geben, und Richtwerte für die Kosten?
-> Es gibt hier Bundes- und Landesförderungen für 7500/8000€ bei Wärmepumpen und nochmals 5000/4000€ für Tiefenbohrung (Sole bzw Wasser-WMP) - was hier reinspielen könnte im Vergleich.

Sorry für den Wall of Text, und vielen Dank schon im Voraus :)

  •  auttaker
29.4.2026 0:58  (#21)
@wuschi : Das wäre ziemlich blöd ja, aber die Partei die den Kanzler stellt, hat erstaunlich blöde Entscheidungen für sehr lange getroffen.. Ein Freund ist recht weit oben bei der NEOS, und die sagen, die Förderungen werden sehr radikal gekürzt - mit dem heutigen Budgetentwurf glaub ich das auch. Aber egal, wissen kann mans nicht.
Wegen dem TUF: die 200€ an sich sind natürlich nicht das Problem, aber man muss ja auch nicht unnötig Sachen kaufen. Werds mir anschauen :) 

@ds50 : Ja, meinte mit der Steinwolle/Teklatan im speziellen, die Dämmung an sich ist unbestritten. Weiß nicht ob andere Materialien da evtl. sinnvoller sind. Zellulose klingt spannend, muss ich mal recherchieren, was es da gibt. Ok danke, PV Anlage ist "in Planung", siehe auch PV Forum.

@­pezip : Wie kann ich mir die Dämmung im Keller vorstellen, kann man da dann nicht nachträglich durchbohren o.ä.? Macht das Sinn, hier schon Leitungen vorzusehen, wenn ich noch nciht weiß, was ich genau mit Wärmepumpe etc. machen werde?

@Gast-Karl : Guter Punkt, hatte ich meiner Frau vorgeschlagen, aber die will das (noch) nicht. Wäre aber sicher noch eine Option.

Wegen RGK RGK [Ringgrabenkollektor]: Den Zugang vom Bagger hatte ich tatsächlich so nicht am schirm. Da ist ein Eibe (Aber Thujen gibts auch wuschi :) ), die wir sowieso wegreißen (Giftig), eventuell würde es sich dann ausgehen. Aber meine Frau ist nicht begeistert vom Garten umgraben, und wir haben Sickerschächte, Bäume und vieles, was das Graben erschwert. Also vielleicht nicht ideal, und eher eine Tiefenbohrung? Wäre die im südlichen Vorgarten machbar? Da kommt man mit dem Gerät hin. 
Wie schlecht würdet ihr denn eine LWP LWP [Luftwärmepumpe] finden? Besser als Öl, aber wenns irgendwie geht nicht nehmen?

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Hallo auttaker,
hier gibt es dazu Erfahrungen und Preise: Tausch Ölheizung in altem EFH - Alternativen?

  •  christoph1703
29.4.2026 6:48  (#22)

zitat..
auttaker schrieb: Tiefenbohrung? Wäre die im südlichen Vorgarten machbar? Da kommt man mit dem Gerät hin.

Ich würde sagen, potenziell ja. Die Leitungen müssen dann halt noch ins Haus reinkommen.


zitat..
auttaker schrieb: Wie schlecht würdet ihr denn eine LWP LWP [Luftwärmepumpe] finden? Besser als Öl, aber wenns irgendwie geht nicht nehmen?

Nach dem vergangenen Winter würde ich mir keine Dimensionierung einer LWP LWP [Luftwärmepumpe] mehr zutrauen. Abtauzyklen sind quasi nicht vorhersehbar, ohne mit einem konkreten Modell viel Erfahrung zu haben. Überdimensionierung ist immer noch schlecht.
Dagegen hat Erdwärme deutlich weniger Parameter. Obere und untere Modulationsgrenze müssen zum Haus passen, die Quelle (TB oder RGK RGK [Ringgrabenkollektor]) ist einfach berechenbar und wetterunabhängig.


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  •  wuschi
  •   Bronze-Award
29.4.2026 7:14  (#23)

zitat..
auttaker schrieb: ...[ref]auttaker:85323_2#926253[/ref]die Förderungen werden sehr radikal gekürzt - mit dem heutigen Budgetentwurf glaub ich das auch.

Ich meinte nicht zwingend diese Regierung sondern eventuell auch die nächste. Mittelfristig wird es schon förderungen geben, denke ich. Deine heizung hat ja noch locker 20 jahre vor sich, auch wenn ich den drang aus öl rauszukommen sehr gut nachvollziehen kann.


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  •  wuschi
  •   Bronze-Award
29.4.2026 7:21  (#24)

zitat..
christoph1703 schrieb: Nach dem vergangenen Winter würde ich mir keine Dimensionierung einer LWP LWP [Luftwärmepumpe] mehr zutrauen. Abtauzyklen sind quasi nicht vorhersehbar, ohne mit einem konkreten Modell viel Erfahrung zu haben. Überdimensionierung ist immer noch schlecht.
Dagegen hat Erdwärme deutlich weniger Parameter. Obere und untere Modulationsgrenze müssen zum Haus passen, die Quelle (TB oder RGK RGK [Ringgrabenkollektor]) ist einfach berechenbar und wetterunabhängig.

Sehe ich auch so. Wenn du die Förderungen unbedingt noch nutzen willst, würde ich TB forcieren und eben auch den Bohrbonus mitnehmen. 
Das bekommt man mit den Daten schon dimensioniert. LWP ist eher glücksspiel mit den jetztigen daten (2000 L und sonst eigentlich keine weiteren Angaben). Dann aber schnell in die Wege leiten, die bohrer sind nicht morgen da.


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  •  Lu1994
  •   Silber-Award
29.4.2026 8:35  (#25)
Also aus wirtschaftlicher Sicht macht es aktuell keinen Sinn eine so junge Ölheizung zu tauschen
Da investier ich das Geld lieber in neue Fenster
Dachboden bringt P/L am meisten Einsparung und hilft dir gleichzeitig im Sommer, gerade wenn ihr derweil oben leben wollt würde ich schnellstens Zellulose einblasen, sonst wird der nächste Sommer grausam 

Eine Ölheizung rein aus Ökogedanken tauschen, gerade wenn man begrenzte Mittel hat hätte für mich zu hohe Opportunitätskosten, bis die Heizung end of Life ist gibt's sicher irgendeine Förderung, die Stadt Wien fördert ja zb aktuell auch Rollläden da hol ich lieber diese Förderung ab, die Leute vergessen einfach, dass nicht der Winter die böse Jahreszeit ist, sondern mittlerweile der Sommer

PV Speicher bei begrenzten Mitteln würde ich auch sein lassen, ohne Leistungsmessung verlängert sich die Amortisation, mach mal das Dach voll, Speicher werden wohl noch länger gefördert bzw degressieren weiter im Preis

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  •  christoph1703
29.4.2026 8:47  (#26)

zitat..
Lu1994 schrieb: die Leute vergessen einfach, dass nicht der Winter die böse Jahreszeit ist, sondern mittlerweile der Sommer

Eine WP WP [Wärmepumpe] kann im Gegensatz zur Ölheizung auch kühlen. Sehr eingeschränkt auch mit Heizkörpern (groß dimensioniert und idealerweise mit Lüftern dran).

Allerdings bin ich bei dir, rein wirtschaftlich betrachtet macht es Sinn, zuerst die Außenhülle auf Stand zu bringen.
Ich persönlich würde trotzdem die Ölheizung spätestens bis zum Winter rausschmeißen, sowas will ich einfach nicht im Haus haben. Wenn sich bis dahin die Außenhülle nicht machen lässt, genau planen und eine WP WP [Wärmepumpe] wählen, die vorher und nachher passt (8er Stiebel zb, die passt für so ziemlich jedes Haus).

Übrigens sprechen die Heizkörper auch für Erdwärme, weil die SWWP im Regelfall durchlaufen kann (bis auf WW WW [Warmwasser]) und nicht im tiefsten Winter zum Abtauen unterbrechen muss.


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  •  Akani
29.4.2026 9:15  (#27)
Blöd gefragt, geht Bohren für die Förderung auch ohne dann die WP WP [Wärmepumpe] gleich mit zu machen?
Dann die Bohrung etwas größer auslegen und die WP WP [Wärmepumpe] erst nach thermischen Sanierungen umsetzen

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  •  wuschi
  •   Bronze-Award
29.4.2026 9:28  (#28)

zitat..
Akani schrieb: Blöd gefragt, geht Bohren für die Förderung auch ohne dann die WP WP [Wärmepumpe] gleich mit zu machen?

Nein und man muss eine entsorgungsbestätigung für die tanks haben. 


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  •  pezip
29.4.2026 9:36  (#29)
Also ich verstehe nicht ganz die Ablehnung einer LWWP LWWP [Luft-Wasser-Würmepumpe]. Bei uns hat sich den Winter der Heizstab 4 Mal eingeschalten und Abtauen dauert nicht so lang. Wir haben übers Jahr gesehen einen SCOP von 3,8. 
Ich würde mir den Aufwand nicht antun mit einer Erdwärmepumpe. Wenn man ein gutes System mit Modulation hat funkt das einwandfrei, auch bei nicht optimaler Dimensionierung. 

Dennoch ich würde die Ölheizung noch ein Jahr lassen damit du einmal richtig deinen Verbrauch einschätzen kannst. Das A und O sind definitiv die Deckendämmung und wenn notwendig Fenster und Fassadedämmung 

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  •  ds50
  •   Gold-Award
29.4.2026 17:23  (#30)

zitat..
pezip schrieb: Also ich verstehe nicht ganz die Ablehnung einer LWWP LWWP [Luft-Wasser-Würmepumpe]. Bei uns hat sich den Winter der Heizstab 4 Mal eingeschalten und Abtauen dauert nicht so lang. Wir haben übers Jahr gesehen einen SCOP von 3,8.

Angenommen 20000kWh HWB:

Bei JAZ JAZ [Jahresarbeitszahl] 4 = 5000 kWh elektr.
Bei JAZ JAZ [Jahresarbeitszahl] 5 = 4000 kWh elektr.

Sind in 30 Jahren 30000 kWh Strom an Ersparnis. Bei 30 ct/kWh wären das knapp 10000€.

Außerdem tauscht man in der Regel in diesen 30 Jahren die Sole-WP einmal, die LWP LWP [Luftwärmepumpe] zweimal...


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  •  lewurm
  •   Bronze-Award
29.4.2026 17:28  (#31)

zitat..
auttaker schrieb: Ein Freund ist recht weit oben bei der NEOS, und die sagen, die Förderungen werden sehr radikal gekürzt - mit dem heutigen Budgetentwurf glaub ich das auch. Aber egal, wissen kann mans nicht.

Ich würde mich von einer Förderung nicht stressen lassen.  Förderungen sind nicht nur positiv zu bewerten, sie haben auch den Seiteneffekt dass von Betrieben ein Teil der Förderung draufgeschlagen wird.  Außerdem wären ohne Förderungen die guten Betriebe vielleicht etwas leichter an die Hand zu bekommen weil weniger Auslastung 😅 

Ich kann mich den Vorrednern nur anschliessen.  Zuerst die Aussenhülle, dann den Verbrauch ermitteln und dann erst eine WP WP [Wärmepumpe] planen.  Gute Planung ist viel mehr wert als eine schnelle Umsetzung; bei letzterem ist die Gefahr höher dass du dir einen Planungsfehler einbauen lässt, der langfristig mehr Kosten verursachen kann.


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