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Tausch Ölheizung in altem EFH - Alternativen?

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  •  auttaker
26.4.2026
3 Antworten | 3 Autoren 3
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Hallo,

nachdem ich im Finanzierungsforum schon viel Information und Hilfe bekommen habe, versuche ich es hier nach erfolgreichem Hauskauf auch. Ich habe mich schon mal ein wenig eingelesen (und einiges dabei gelernt), kenne mich aber noch zu wenig aus und würde mich sehr über Feedback, Vorschläge und Infos freuen.

Ich lese mich gerne ein, wenn jemand Links hat, bitte hier posten, damit ihr nicht alles extra schreiben müsst nochmal.

Meine Frau und ich werden in ca. 1 Monat einziehen und anfangen, das Haus zu sanieren. Die Ölheizung wollen wir austauschen, ich dachte an eine Wärmepumpe (+ PV Anlage und Speicher).

Falls wir das Geld haben, würden wir gerne in der Wohnküche eine Fußbodenheizung machen, sonst nirgends (überall Parkett), es gibt derzeit alte Radiatoren (20-30+ Jahre), die vermutlich getauscht werden müssen. Ich habe eine Beratung mit "Hauskunft" und ein Gespräch mit Heizma in den nächsten Wochen, aber bezüglich den aktuellen PV/Raus aus Öl Förderungen drängt ein wenig die Zeit.

Folgende Informationen:
EFH gebaut 1934, aufgestockt und generalsaniert 1972 in Wien, 160m2 (Erdgeschoss + 1. Stock) + Keller 45m² (unbeheizt). Garten 400m², inklusive Grundwasserbrunnen (blauer Kreis). 
Grundstück ca. 34m * 17m

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Energieausweis (wenn ihr mehr daraus braucht, bitte sagen):

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Derzeit Ölheizung Viessmann (Brenner ist 4 Jahre alt, fragt nicht wieso..) mit ca 2000l pro Jahr, Strom 4008 kwH letzte Rechnung (365 Tage).

Es gibt eine Fassadendämmung (EPS-Platten 12cm), vor ~4 Jahren, aber ältere Kunststofffenster, keine Dämmung im Dachboden und Keller, d.h. nicht sehr gut gedämmt insgesamt.

Mir schwebte aufgrund des vorhandenen Grundwasserbrunnens und der guten Südlage des Daches eine  Wasser/wasser Wärmepumpe mit PV + Speicher vor. Allerdings habe ich hier im Forum dann von Sole-WP gelesen, und den Ringgrabenkollektoren, die sehr interessant klingen. Mein Schwiegervater und Schwager haben mit Lambda LWP LWP [Luftwärmepumpe] + PV super Erfahrungen gemacht, das wäre evtl. auch billiger. Wenn man heizen und kühlen könnte, wäre das natürlich sehr cool.

Meine Fragen wären:
1. Welche Heizsysteme sind am empfehlenswertesten, statt der Ölheizung?
2. Was für Begleitmaßnahmen machen dafür Sinn (zB PV-Anlage, neue Radiatoren...)
3. Könnt ihr Empfehlungen für konkrete Produkte/Firmen dafür geben, und Richtwerte für die Kosten?
-> Es gibt hier Bundes- und Landesförderungen für 7500/8000€ bei Wärmepumpen und nochmals 5000/4000€ für Tiefenbohrung (Sole bzw Wasser-WMP) - was hier reinspielen könnte im Vergleich.

Sorry für den Wall of Text, und vielen Dank schon im Voraus :)

  •  Akani
26.4.2026 10:20  (#1)
Eher noch wie gediegene Frage. In 1 monat wollte schon einziehen?
Was wird im Haus noch saniert neu gemacht?
Könnte man statt bei HK zu bleiben auf Fläche Wand oder Decke umbauen?
Grundwasser für die WP WP [Wärmepumpe] ist nicht verkehrt , Genehmigungen und du musst prüfen ob das Wasser geeignet ist und der Brunnen auch genügend Wasser fördert.
RGK oder Bohrung, geht auch in Kombination. Wie gelangt ihr in den Garten mit schwerem Gerät?
2000ltr Heizöl ist nicht die Welt, würde sicher gut ausgehen mit einer WP WP [Wärmepumpe].
Jetzige Systemtemperaturen wären interessant ob auch dei e Jetzigen Heizflächen dafür ausreichen.

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  •  svenpaush
26.4.2026 10:24  (#2)
Hallo, Sole Wasser. Darf bei dir gebohrt werden?
Wasser Wasser... Reicht dein Brunnen überhaupt dafür aus? 
Unser Haus ist von 1960. wir haben vor 12 Jahren die Außenwände mit 10cm gedämmt. Das 2 schalige Mauerwerk ausblasen lassen und die gestern gegen 3Fach verglaste Fenster getauscht. Wir hatten dann noch ca. 1700 Liter Öl Verbrauch. Wir haben nur Heizkörper.
Letzten sommer dann eine eine nibe S2125 -12 eingebaut. 
Sind gut über den Winter gekommen.
Eine Heizlast Berechnung habe ich vorher online bei heiz.report gemacht.
Dabei ist herausgekommen das es sinnvoll ist 2 Heizkörper zu tauschen. 
Grundsätzlich sind große Heizkörper immer von Vorteil.
Fußbodenheizung ist natürlich noch besser wenn es denn geht.

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  •  wuschi
  •   Bronze-Award
26.4.2026 10:58  (#3)
Ich würde bei einer fast neuen Ölheizung jetzt nicht um jeden Preis versuchen noch die Förderung zu kassieren.
Ich würde die bestehende Heizung optimieren und monitoren (Wärmemengenzähler + Aufzeichnung der Außentemperatur und  ein ein paar maßgebenden Innenräumen).
Dann mal 2-3 Jahre beobachten wo ihr mit EUREM Nutzverhalten (Komforttemperatur, Opimierung des Systems) bezüglich Ölverbrauch bzw. Wärmemenge landet.
Wenn du gezielt die Vorlauftemperatur/Heizkurve und thermischen Abgleich optimierts, kannst du in Zukunft die Wärmepumpe und den Heizkörpertausch optimal planen und in einem Aufwaschen erledigen.
Du merkst dann genau welche Heizkörper zu klein sind und kannst dann nur die zu kleinen Heizkörper tasuchen oder ,noch besser, alle vergrößern und die zu kleinen eben verhältnismäßig stärker vergrößern.
Es ist bestimmt verlockend das jetzt noch alles mit der aktuellen Förderung zu machen, aber es wird auch in Zukunft wieder Förderungen geben und in Anbetracht der Budgetsituation vielleicht sogar wieder bessere in ein paar Jahren.
Eine durch Datensammeln optimal und knapp ausgelegte WP WP [Wärmepumpe] ist schnell mal 2-4 k€ billiger als eine achtlos zu groß gewählte. Das relativiert also auch eine gegebenenfalls schlechtere Förderung in Zufunft.
Ist der Energieausweis vom Verkäufer? Dann ist die qualitative Aussagekraft desselben erstmal mit viel Vorsicht zu genießen.
Auch der bisherige Ölverbrauch sagt auch erstmal garnix aus, denn der kann für 25°C Innentemperatur und sparsam lüften genauso gelten wie für 20°C und fließig lüften.
Hier gilt es m.m.N. mal das eigene Nutzverhalten zu beobachten und in Richtung WP WP [Wärmepumpe] zu optimieren.
Wie du das am besten angehst, dazu wirst du hier im Forum reichlich Unterstützung erfahren. Am Besten einen entsprechenen Thread eröffnen und bis zur nächsten Heizperiode alles bereit haben. Wärmemengenzähler gibt es auch mit Ultraschall-Durchflussmessung, da brauchst du nicht mal einen Installateur zum Einbau. Ich selbst habe zum Monitoring einer Öl-Heizung einen ralativ umfangreichen Thread gestartet.

Abschließend ist noch zu sagen, dass ich Wärmepumpen als alternativlos ansehe. Wenn wir als Gesellschaft schon Zeug verheizen, dann sollte das wenigstens in großen, komplett durchoptimierten Kraftwerken passieren. Angesichts deiner fast neuen Heizung und der dünnen Informationslage zu EUREM echten Verbauch, würde ich erstmal abwarten. Vielleicht bist du ja nach dem Hauskauf sogar froh, wenn du nicht gleich wieder 20000€ ausgeben musst 🙃
Wenn euch das Umgraben egal ist, könnte ihr ja schon mal einen üppigen RGK RGK [Ringgrabenkollektor] versenken. Falls sich dann rausstellt, dass es nicht reicht eventuell mit einer kleinen Bohrung ergänzen, was aber bei ~2000 L Ölverbrauch, der dann ja unter Umständen auch viel geringer ausfallen könnte, wahrscheinlich nicht nötig ist.
Zur Bewilligung einer GW-WP ist viel Zeit einzuplanen (min. 6 Monate). So viel noch zu "schnell noch die Förderung mitnehmen".
bei Luftwärmepumpe wirst sowieso vorne und hinten abgezockt (schnell schnell gemacht, dann wahrscheinlich noch überdimensioniert)... billiger ist das nicht unbedingt, auch nicht mit Förderung.

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