« Heizung, Lüftung, Klima  |

Tausch Ölheizung in altem EFH - Alternativen?

Teilen: facebook    whatsapp    email
Zusammenfassung anzeigen
 1  2 
  •  auttaker
26.4. - 8.5.2026
36 Antworten | 15 Autoren 36
36
Hallo,

nachdem ich im Finanzierungsforum schon viel Information und Hilfe bekommen habe, versuche ich es hier nach erfolgreichem Hauskauf auch. Ich habe mich schon mal ein wenig eingelesen (und einiges dabei gelernt), kenne mich aber noch zu wenig aus und würde mich sehr über Feedback, Vorschläge und Infos freuen.

Ich lese mich gerne ein, wenn jemand Links hat, bitte hier posten, damit ihr nicht alles extra schreiben müsst nochmal.

Meine Frau und ich werden in ca. 1 Monat einziehen und anfangen, das Haus zu sanieren. Die Ölheizung wollen wir austauschen, ich dachte an eine Wärmepumpe (+ PV Anlage und Speicher).

Falls wir das Geld haben, würden wir gerne in der Wohnküche eine Fußbodenheizung machen, sonst nirgends (überall Parkett), es gibt derzeit alte Radiatoren (20-30+ Jahre), die vermutlich getauscht werden müssen. Ich habe eine Beratung mit "Hauskunft" und ein Gespräch mit Heizma in den nächsten Wochen, aber bezüglich den aktuellen PV/Raus aus Öl Förderungen drängt ein wenig die Zeit.

Folgende Informationen:
EFH gebaut 1934, aufgestockt und generalsaniert 1972 in Wien, 160m2 (Erdgeschoss + 1. Stock) + Keller 45m² (unbeheizt). Garten 400m², inklusive Grundwasserbrunnen (blauer Kreis). 
Grundstück ca. 34m * 17m

_aktuell/2026042654963.png

Energieausweis (wenn ihr mehr daraus braucht, bitte sagen):

_aktuell/20260426262137.png
_aktuell/20260426672886.png
Derzeit Ölheizung Viessmann (Brenner ist 4 Jahre alt, fragt nicht wieso..) mit ca 2000l pro Jahr, Strom 4008 kwH letzte Rechnung (365 Tage).

Es gibt eine Fassadendämmung (EPS-Platten 12cm), vor ~4 Jahren, aber ältere Kunststofffenster, keine Dämmung im Dachboden und Keller, d.h. nicht sehr gut gedämmt insgesamt.

Mir schwebte aufgrund des vorhandenen Grundwasserbrunnens und der guten Südlage des Daches eine  Wasser/wasser Wärmepumpe mit PV + Speicher vor. Allerdings habe ich hier im Forum dann von Sole-WP gelesen, und den Ringgrabenkollektoren, die sehr interessant klingen. Mein Schwiegervater und Schwager haben mit Lambda LWP LWP [Luftwärmepumpe] + PV super Erfahrungen gemacht, das wäre evtl. auch billiger. Wenn man heizen und kühlen könnte, wäre das natürlich sehr cool.

Meine Fragen wären:
1. Welche Heizsysteme sind am empfehlenswertesten, statt der Ölheizung?
2. Was für Begleitmaßnahmen machen dafür Sinn (zB PV-Anlage, neue Radiatoren...)
3. Könnt ihr Empfehlungen für konkrete Produkte/Firmen dafür geben, und Richtwerte für die Kosten?
-> Es gibt hier Bundes- und Landesförderungen für 7500/8000€ bei Wärmepumpen und nochmals 5000/4000€ für Tiefenbohrung (Sole bzw Wasser-WMP) - was hier reinspielen könnte im Vergleich.

Sorry für den Wall of Text, und vielen Dank schon im Voraus :)

  •  Akani
26.4.2026  (#1)
Eher noch wie gediegene Frage. In 1 monat wollte schon einziehen?
Was wird im Haus noch saniert neu gemacht?
Könnte man statt bei HK zu bleiben auf Fläche Wand oder Decke umbauen?
Grundwasser für die WP WP [Wärmepumpe] ist nicht verkehrt , Genehmigungen und du musst prüfen ob das Wasser geeignet ist und der Brunnen auch genügend Wasser fördert.
RGK oder Bohrung, geht auch in Kombination. Wie gelangt ihr in den Garten mit schwerem Gerät?
2000ltr Heizöl ist nicht die Welt, würde sicher gut ausgehen mit einer WP WP [Wärmepumpe].
Jetzige Systemtemperaturen wären interessant ob auch dei e Jetzigen Heizflächen dafür ausreichen.

1
  •  svenpaush
26.4.2026  (#2)
Hallo, Sole Wasser. Darf bei dir gebohrt werden?
Wasser Wasser... Reicht dein Brunnen überhaupt dafür aus? 
Unser Haus ist von 1960. wir haben vor 12 Jahren die Außenwände mit 10cm gedämmt. Das 2 schalige Mauerwerk ausblasen lassen und die gestern gegen 3Fach verglaste Fenster getauscht. Wir hatten dann noch ca. 1700 Liter Öl Verbrauch. Wir haben nur Heizkörper.
Letzten sommer dann eine eine nibe S2125 -12 eingebaut. 
Sind gut über den Winter gekommen.
Eine Heizlast Berechnung habe ich vorher online bei heiz.report gemacht.
Dabei ist herausgekommen das es sinnvoll ist 2 Heizkörper zu tauschen. 
Grundsätzlich sind große Heizkörper immer von Vorteil.
Fußbodenheizung ist natürlich noch besser wenn es denn geht.

1
  •  wuschi
  •   Bronze-Award
26.4.2026  (#3)
Ich würde bei einer fast neuen Ölheizung jetzt nicht um jeden Preis versuchen noch die Förderung zu kassieren.
Ich würde die bestehende Heizung optimieren und monitoren (Wärmemengenzähler + Aufzeichnung der Außentemperatur und  ein ein paar maßgebenden Innenräumen).
Dann mal 2-3 Jahre beobachten wo ihr mit EUREM Nutzverhalten (Komforttemperatur, Opimierung des Systems) bezüglich Ölverbrauch bzw. Wärmemenge landet.
Wenn du gezielt die Vorlauftemperatur/Heizkurve und thermischen Abgleich optimierts, kannst du in Zukunft die Wärmepumpe und den Heizkörpertausch optimal planen und in einem Aufwaschen erledigen.
Du merkst dann genau welche Heizkörper zu klein sind und kannst dann nur die zu kleinen Heizkörper tasuchen oder ,noch besser, alle vergrößern und die zu kleinen eben verhältnismäßig stärker vergrößern.
Es ist bestimmt verlockend das jetzt noch alles mit der aktuellen Förderung zu machen, aber es wird auch in Zukunft wieder Förderungen geben und in Anbetracht der Budgetsituation vielleicht sogar wieder bessere in ein paar Jahren.
Eine durch Datensammeln optimal und knapp ausgelegte WP WP [Wärmepumpe] ist schnell mal 2-4 k€ billiger als eine achtlos zu groß gewählte. Das relativiert also auch eine gegebenenfalls schlechtere Förderung in Zufunft.
Ist der Energieausweis vom Verkäufer? Dann ist die qualitative Aussagekraft desselben erstmal mit viel Vorsicht zu genießen.
Auch der bisherige Ölverbrauch sagt auch erstmal garnix aus, denn der kann für 25°C Innentemperatur und sparsam lüften genauso gelten wie für 20°C und fließig lüften.
Hier gilt es m.m.N. mal das eigene Nutzverhalten zu beobachten und in Richtung WP WP [Wärmepumpe] zu optimieren.
Wie du das am besten angehst, dazu wirst du hier im Forum reichlich Unterstützung erfahren. Am Besten einen entsprechenen Thread eröffnen und bis zur nächsten Heizperiode alles bereit haben. Wärmemengenzähler gibt es auch mit Ultraschall-Durchflussmessung, da brauchst du nicht mal einen Installateur zum Einbau. Ich selbst habe zum Monitoring einer Öl-Heizung einen ralativ umfangreichen Thread gestartet.

Abschließend ist noch zu sagen, dass ich Wärmepumpen als alternativlos ansehe. Wenn wir als Gesellschaft schon Zeug verheizen, dann sollte das wenigstens in großen, komplett durchoptimierten Kraftwerken passieren. Angesichts deiner fast neuen Heizung und der dünnen Informationslage zu EUREM echten Verbauch, würde ich erstmal abwarten. Vielleicht bist du ja nach dem Hauskauf sogar froh, wenn du nicht gleich wieder 20000€ ausgeben musst 🙃
Wenn euch das Umgraben egal ist, könnte ihr ja schon mal einen üppigen RGK RGK [Ringgrabenkollektor] versenken. Falls sich dann rausstellt, dass es nicht reicht eventuell mit einer kleinen Bohrung ergänzen, was aber bei ~2000 L Ölverbrauch, der dann ja unter Umständen auch viel geringer ausfallen könnte, wahrscheinlich nicht nötig ist.
Zur Bewilligung einer GW-WP ist viel Zeit einzuplanen (min. 6 Monate). So viel noch zu "schnell noch die Förderung mitnehmen".
bei Luftwärmepumpe wirst sowieso vorne und hinten abgezockt (schnell schnell gemacht, dann wahrscheinlich noch überdimensioniert)... billiger ist das nicht unbedingt, auch nicht mit Förderung.

1


  •  Diabolo123
26.4.2026  (#4)
Keller und Dachboden dämmen, Heizung drin lassen, Verbrauch messen und in 3 oder 4 Jahren über eine neue Heizung nachdenken

1
  •  kraweuschuasta
  •   Gold-Award
26.4.2026  (#5)
Nabend

zitat..
Diabolo123 schrieb: Keller und Dachboden dämmen, Heizung drin lassen, Verbrauch messen und in 3 oder 4 Jahren über eine neue Heizung nachdenken

+1
LG


1
  •  auttaker
26.4.2026  (#6)

zitat..
Akani schrieb:

Eher noch wie gediegene Frage. In 1 monat wollte schon einziehen?
Was wird im Haus noch saniert neu gemacht?
Könnte man statt bei HK zu bleiben auf Fläche Wand oder Decke umbauen?
Grundwasser für die WP WP [Wärmepumpe] ist nicht verkehrt , Genehmigungen und du musst prüfen ob das Wasser geeignet ist und der Brunnen auch genügend Wasser fördert.
RGK oder Bohrung, geht auch in Kombination. Wie gelangt ihr in den Garten mit schwerem Gerät?
2000ltr Heizöl ist nicht die Welt, würde sicher gut ausgehen mit einer WP WP [Wärmepumpe].
Jetzige Systemtemperaturen wären interessant ob auch dei e Jetzigen Heizflächen dafür ausreichen.

Ja, die Vorbesitzer leben da noch, grundsätzlich kann man sofort einziehen und dort leben. Es ist halt alles etwas älter, aber wir können im 1. Stock leben und im Erdgeschoss sanieren, es ist quasi 2x der gleiche Stock ist inkl. Küche (vorher haben Kinde + Eltern drin gewohnt). 

Der Elektriker kommt vorbei, Umfang ist noch nicht klar (hoffentlich nur FI, teilweise Steckdosen, Kasten, und nicht alle Leitungen), kleinere Arbeiten im Bad, neue Küche + Boden, kleinere Arbeiten (Überdachung Kellerabgang, Sanierung Treppe Keller, Fensterbänke, Tapete weg und Wände streichen). Keller und Dachboden dämmen ist grundsätzlich geplant, da weiß ich aber noch nicht, was wir da genau machen, war schon im Energieausweis aber empfohlen.

Was heißt HK in dem Zusammenhang? 
Ja, Genehmigung ist noch eine Frage mit Wasserförderung, schweres Gerät wird tatsächlich schwierig, da kommen wir auf der Seite nicht wirklich durch - guter Punkt. Ich dachte, dass es Sinn macht zuerst Alternativen zu prüfen und wenn alles für Wasser-WP spricht, das genauer zu prüfen. Danke für den Input!

zitat..
svenpaush schrieb:

Hallo, Sole Wasser. Darf bei dir gebohrt werden?
Wasser Wasser... Reicht dein Brunnen überhaupt dafür aus? 
Unser Haus ist von 1960. wir haben vor 12 Jahren die Außenwände mit 10cm gedämmt. Das 2 schalige Mauerwerk ausblasen lassen und die gestern gegen 3Fach verglaste Fenster getauscht. Wir hatten dann noch ca. 1700 Liter Öl Verbrauch. Wir haben nur Heizkörper.
Letzten sommer dann eine eine nibe S2125 -12 eingebaut. 
Sind gut über den Winter gekommen.
Eine Heizlast Berechnung habe ich vorher online bei heiz.report gemacht.
Dabei ist herausgekommen das es sinnvoll ist 2 Heizkörper zu tauschen. 
Grundsätzlich sind große Heizkörper immer von Vorteil.
Fußbodenheizung ist natürlich noch besser wenn es denn geht.

Heizlastberechnung werden wir sicher machen, danke für den Link - werden wir prüfen. Heizkörper habe ich auch gesagt bekommen, dass mit höheren auch geringe VL VL [Vorlauf]-Temperatur gehen würde, und ggfs. dann auch mit Wärmepumpe o.ä. funktioniert. Bohren müsste gehen, Fördermenge Wasser etc. weiß ich nicht, ich bin davon ausgegangen dass wir sowieso einen zweiten Zugang bohren müssen dafür.

@wuschi @Diabolo123 @kraweuschuasta 
Hm, danke für das Feedback - das erstaunt mich jetzt doch ein wenig. Ich bin tatsächlich sehr skeptisch, dass Förderungen in 2-3 Jahren so gut sind wie jetzt, und es wären ja doch bis zu 12500€. Förderung zählt auch für Umsetzung bis in 9 Monaten, das sollte jetzt nicht das Problem sein. Allerdings ist das mit dem RGK RGK [Ringgrabenkollektor] wohl doch nicht so leicht, weil der Zugang zum Garten sehr eng ist (und dort Sickerschächte, eine Gartenhütte, Bäume usw. stehen) - ob man da mit dem Bagger gut hinkommt, weiß ich nicht. 
Keller und Dachboden dämmen ist auf jeden Fall sinnvoll und eine gute Empfehlung. 

Ich dachte nur, dass die Förderungen aufgrund der Budgetsituation nur schlechter werden können, und ich will mittelfristig keine Ölheizung haben (hat sich zB 60% verteuert die letzten Monate, und ist halt Öl..) - lohnt es sich da nicht, das doch schon dieses Jahr zu machen? Mit einer Heizlastberechnung und Unterstützung durch einen Profi, sollte es doch machbar sein eine sinnvolle Alternative zu finden, denkt ihr nicht?

@wuschi, kannst du mir ein Modell/Link o.ä. für den Ultraschall-Wärmemengenzähler geben? 

Jedenfalls gute Rückfragen, danke.

1
  •  wuschi
  •   Bronze-Award
26.4.2026  (#7)


zitat..
auttaker schrieb: Förderung zählt auch für Umsetzung bis in 9 Monaten, das sollte jetzt nicht das Problem sein.


Also für grundwasser ist das ambitioniert. Termin vom bohrunternehmen wirst erst kriegen, wenn du angebot annimmst. Angebot annehmen wirst erst, wennst bewilligung hast. Bewilligung dauerte bei mir ca. 6 monate (NÖ).
Dann musst einen installateur in den startlöchern haben, der dann auch aufkreuzt, wenns ausgemacht ist... ??‍??
Es gibt ein paar installateure die selber bohren, bei denen bekommt man vielleicht alles aus einer hand und damit schneller. Aber die bewilligung muss man sich meistens selbst besorgen. Fa. Greibich in amstetten hat z.b. neben haustechnik auch ein bohrgewerbe. Hatte ich angefragt für die brunnen, bewilligung wäre aber selbst zu besorgen gewesen. 
In der nähe von wien kenn ich noch fa. Löschl, bei denen weiß ich nicht wie die das handhaben. Hab ich nicht angefragt. 


zitat..
auttaker schrieb: kannst du mir ein Modell/Link o.ä. für den Ultraschall-Wärmemengenzähler geben? 


TUF-2000B hießt der. Habe den von willhaben. Neu wäre der über ebay, alibaba etc. aus china zu besorgen.

zitat..
auttaker schrieb: Heizlastberechnung werden wir sicher machen, danke für den Link - werden wir prüfen. Heizkörper habe ich auch gesagt bekommen, dass mit höheren auch geringe VL VL [Vorlauf]-Temperatur gehen würde, und ggfs. dann auch mit Wärmepumpe o.ä. funktioniert.


Sowohl Energieausweis als auch heizlastberechnung sehe ich im Bestand eher kritisch, weil oft viele Annahmen getroffen werden müssen. Mein tatsächlicher verbauch mit der Ölheizung war etwa die Hälfte vom EAWEAW [Energieausweis]. Ohne belastbare verbrauchswerte kann man halt dann auch die Plausibilität schwer einschätzen.
Wärmepumpe und heizkörper funktioniert wunderbar bis 50°C VL VL [Vorlauf]. Ich hab im Jänner bei dauerminus mit 8kW und max. ~43°C geheizt bei einer spreizung von ca. 5K.
Jetzt wüsste ich genau welche heizkörper getauscht werden müssten. Dann würde ich wahrscheinlich richtung max. 38°C VL VL [Vorlauf] kommen mit allen ventilen ganz offen. Jetzt sind wegen 2 HK viele andere gedrosselt. Werde ich aber nicht mehr angehen, da eine Sanierung ansteht, bei der entweder dann alle HK entsprechend vergrößert werden oder FBH FBH [Fußbodenheizung] kommt.

zitat..
auttaker schrieb: Was heißt HK in dem Zusammenhang? 


Heizkörper 


-Preis und Infos zum genannten Produkt: TUF-2000B DurchflussmesserAnzeige
1
  •  wuschi
  •   Bronze-Award
26.4.2026  (#8)

zitat..
Diabolo123 schrieb: Keller und Dachboden dämmen

Das. Spart ca. 20%. Wenn die 2000L such EUER verbauch wäre, bist da schon in einem HWB-bereich wo Tiefenbohrung interessant wird. Grundwasser würd ich mir bei ~15000 kWh/a da dann nicht mehr antun 


1
  •  Akani
27.4.2026  (#9)
Muss da meinen Vorrednern zustimmen. Zuerst mach diesen Sommer noch alles was du thermisch an der Gebäudehülle machen möchtest.
Dämmung Dachboden, Kellerdecke, evtl Fenster.
Dann kannst du dir deine Wärmeenergie übernehmen Winter sauber ermitteln und dir eine gute Kurve als Heizkennlinie  vorab ersuchen.
Dann kannst du dir deine WP WP [Wärmepumpe] sauberer auslegen und deine Quelle vernünftig auslegen.
Nur als Abschätzung, würde dir jetzt schon maximal eine 8er empfehlen, Tendenz evtl darunter nach den Maßnahmen

1
  •  auttaker
28.4.2026  (#10)
Nun, ich bin nicht 100% überzeugt, weil ich mir praktisch sicher bin, dass die Förderungen wegfallen, aber inhaltlich hab ich keine Ahnung im Gegensatz zu euch, also werde ich den Rat wohl befolgen und dämmen und abwarten.  
Folgendes stand im Energieausweis:

zitat..
Der Austausch der alten Fenster durch Wärmeschutzfenster mit einem Uw-Wert von mind. 0,87 W/m²K, ist empfehlenswert.
2. Dämmung der Decke gg Dachraum (bzw. der Ausbau des Dachbodens) mit mind. 20 cm Mineralwolle (Steinwolle - Lambda-
Wert 0,040 W/m²k), ist empfehlenswert.
3. Die Dämmung der Kellerdecke mit 5-10 cm Tektalan A2 E-21 (Steinwolle - Lambda-Wert 0,042 W/m²k) ist empfehlenswert.

Was sagt ihr zur Dämmung, macht das Sinn mit der Wolle? Die Fenster werde ich aufgrund der Kosten glaube ich erst (viel) später machen, die sind ja brutal teuer.

Zur Heizkurve: Der Wärmemengenmesser + Sensoren + Raspberry Pi etc. sind ja jetzt nicht superbillig, ist das alles so notwendig? Oder könnte ich das punktuell manuell aufzeichnen und insgesamt den Verbrauch dann tracken? 

Eine PV-Anlage (ich weiß, falsches Forum) könnte ich aber unabhängig davon machen, oder?




1
  •  wuschi
  •   Bronze-Award
28.4.2026  (#11)

zitat..
auttaker schrieb: Nun, ich bin nicht 100% überzeugt, weil ich mir praktisch sicher bin, dass die Förderungen wegfallen

Ich kanns mir nicht vorstellen, dass es gar keine förderung geben wird. Österreich schafft die klimaziele nicht und die pönalen sind empfindlich. Das war ja auch der Hintergedanke der (zugegeben absurd hohen) 75% quote unter schwarz-grün.


zitat..
auttaker schrieb: Wärmemengenmesser + Sensoren + Raspberry Pi etc. sind ja jetzt nicht superbillig, ist das alles so notwendig?

Den wärmemengenzähler gibt es auch in einer billigeren Ausführung 'TUF-2000M', aber dazu kann ich nicht sagen. Ich glaube der kann kein modbus und so zeug. Ich habe die Aufzeichnung selbst nicht benutzt, sondern (fast) täglich morgens und abends notiert und gelegentlich ins excel geklopft. Dafür wäre der 2000M also völlig ausreichend. 
Rasberry pi brauchst du nicht. Ich verwende bluetooth thermometer (switchbot outdoor meter und meter+). Davon hab ich 4 stück im haus verteilt und während dem monitoring hatte ich auch noch einen außen, da wo man den außenfühler der WP WP [Wärmepumpe] platzieren würde. 
Die 200-300€ sind sicher gut angelegt und du kannst dann ja auch alles mit der WP WP [Wärmepumpe] weiterverwenden.
Die thermometer zum messen der Raumtemperatur ist auf jeden fall sinnvoll, weil du solltest bei der heizung einen thermischen Abgleich machen, bzw. diesen überprüfen und gemeinsam mit der heizkurve auf die gewünschten Raumtemperaturen einstellen. 
Ölverbauch und regelmäßiges notieren (am besten zum ritual machen gleich nach dem aufstehen und vorm schlafen gehen) der Betriebsstunden sind auch schon sehr gute anhaltspunkte zum dimensionieren einer WP WP [Wärmepumpe], wenn dir die 200€ für den wärmemengenzähler wirklich zu viel sind 😆




1
  •  ds50
  •   Gold-Award
28.4.2026  (#12)

zitat..
auttaker schrieb: Was sagt ihr zur Dämmung, macht das Sinn mit der Wolle?

Natürlich macht die Dämmung Sinn. Es gibt allerdings verschiedene Dämmstoffe, da muss man sich mal aufschlauen und sehen, was einem am meisten liegt (P/L, Ökologie, physikalische Eigenschaften).
Ich persönlich bin z.B. großer Fan von Zellulose am Dachboden, da aufgrund der hohen Dichte ein besserer Überhitzungsschutz im Sommer gegeben ist und sie auch relativ Feuchte unempfindlich ist, und am Ende der Lebenszeit im Gegensatz zur Steinwolle kein Sondermüll ist.

Aber es hängt halt auch immer von den örtlichen Gegebenheiten ab.

PV Anlage macht ganz unabhängig von der Heizung quasi immer Sinn.

1
  •  pezip
28.4.2026  (#13)
Also ich würde definitiv vorab den Dachboden dämmen. Über den Keller kann man reden. Da kommt's drauf an ob das gleich sinnvoll ist, wenn du dann wieder zig Rohre und Leitungen irgendwie um die Dämmung bauen musst. 

Das spart schon einmal bei 30cm Dämmung sicher 20%-30%. Dann Heizkörper tauschen, wenn keine 33 oder zumindest 22 er verbaut sind und schauen, dass die größtmöglich sind. Dann ersparst dir die FBH FBH [Fußbodenheizung] oder Wandheizung. Ich find diese Trockenbausysteme nicht gerade super. 
LWP funktioniert definitv sehr gut. Wenn man einen Kamin hat kann man bei sehr kalten Temperaturen zuheizen, dann ersparst dir den schlechten COP. 
Bei Ringgrabenkollektoren muss dir bewusst sein, dass du auf den Flächen dann nichts tief wurzeldes Pflanzen darfst, aber wenn die Fläche vorhanden ist und du den Garten sowieso umbauen möchtest, wäre es eine Option. 

Zusammengefasst, find ich LWP LWP [Luftwärmepumpe] am einfachsten, muss nur richtig geplant sein aber dann ist die Kosten/Nutzen mit dem Aufwand sicher am geringsten. 

1
  •  Gast-Karl
  •   Gold-Award
28.4.2026  (#14)
In Wien werdet ihr früher oder später ohnehin eine Klimaanlage benötigen. Nach der Dachdämmung würde ich das heuer als erstes machen (z.B. am Gang, eine mit <20 dB). Die entfeuchtet auch und kann im Winter zuheizen, wodurch auch eine kleinere WP WP [Wärmepumpe] genommen werden kann, und auch die HKs evtl. bleiben können (evtl. PC-Lüfter nachrüsten).

1
  •  ds50
  •   Gold-Award
28.4.2026  (#15)

zitat..
pezip schrieb: Bei Ringgrabenkollektoren muss dir bewusst sein, dass du auf den Flächen dann nichts tief wurzeldes Pflanzen darfst

Das stimmt so nicht ganz.

Auch wenn Tiefwurzler just über den RGK RGK [Ringgrabenkollektor] vielleicht nicht unbedingt empfohlen werden, so ist es auch mitnichten verboten.
Ich darf schließlich auch eine Eiche auf die Ortswasserleitung setzen, welche durch meinen Garten geht. Das PE Rohr - vor allem das RC Rohr vom RGK RGK [Ringgrabenkollektor] - geht dadurch nicht kaputt.

Was der RGK RGK [Ringgrabenkollektor] nicht mag sind UV-Strahlen (> 2 Jahre) und Bagger. Außerdem soll die Fläche oberhalb nicht versiegelt sein.

1
  •  christoph1703
28.4.2026  (#16)

zitat..
ds50 schrieb: Was der RGK RGK [Ringgrabenkollektor] nicht mag sind UV-Strahlen (> 2 Jahre) und Bagger. Außerdem soll die Fläche oberhalb nicht versiegelt sein.

So gesehen sind Bäume über dem RGK RGK [Ringgrabenkollektor] eigentlich ideal. Halten Bagger fern und werden selten einbetoniert 🙂

Bei dem Grundstück wirds aber vermutlich daran scheitern, dass der Bagger irgendwie in den Garten kommen muss. Auch ein Bohrgerät für eine TB wird man da schwer reinbringen. So gesehen bleibt fast nur die LWP LWP [Luftwärmepumpe]...


1
  •  wuschi
  •   Bronze-Award
28.4.2026  (#17)

zitat..
christoph1703 schrieb: Auch ein Bohrgerät für eine TB wird man da schwer reinbringen.

Östlich könnte sich schon ausgehen mit kompaktgerät, das kann man anhand des verzerrten luftbildes nicht sinnvoll bewerten. Eventuell müssten die thujen weg (falls es welche sind, kann man auch nicht erkennen). Größerer bagger wird schwierig. Die nachbarn fragen und den zaun aufmachen geht vielleicht auch.

1
  •  Markus98
28.4.2026  (#18)

zitat..
christoph1703 schrieb:

──────..
ds50 schrieb: Was der RGK RGK [Ringgrabenkollektor] nicht mag sind UV-Strahlen (> 2 Jahre) und Bagger. Außerdem soll die Fläche oberhalb nicht versiegelt sein.
───────────────

So gesehen sind Bäume über dem RGK RGK [Ringgrabenkollektor] eigentlich ideal. Halten Bagger fern und werden selten einbetoniert 🙂

Bei dem Grundstück wirds aber vermutlich daran scheitern, dass der Bagger irgendwie in den Garten kommen muss. Auch ein Bohrgerät für eine TB wird man da schwer reinbringen. So gesehen bleibt fast nur die LWP LWP [Luftwärmepumpe]...

Wie willst du die LWP LWP [Luftwärmepumpe] dann einbringen? Und Fundament und Fernwärmerohr graben ohne Bagger?


1
  •  ds50
  •   Gold-Award
28.4.2026  (#19)
Zur Not kann man das Fundament für die LWP LWP [Luftwärmepumpe] mit der Hand graben (oder mit Minibagger) - einen RGK RGK [Ringgrabenkollektor] eher nicht. 🤡

1
  •  christoph1703
28.4.2026  (#20)

zitat..
ds50 schrieb: Zur Not kann man das Fundament für die LWP LWP [Luftwärmepumpe] mit der Hand graben (oder mit Minibagger) - einen RGK RGK [Ringgrabenkollektor] eher nicht. 🤡

Trust me, I tried 😂


1
  •  auttaker
29.4.2026  (#21)
@wuschi : Das wäre ziemlich blöd ja, aber die Partei die den Kanzler stellt, hat erstaunlich blöde Entscheidungen für sehr lange getroffen.. Ein Freund ist recht weit oben bei der NEOS, und die sagen, die Förderungen werden sehr radikal gekürzt - mit dem heutigen Budgetentwurf glaub ich das auch. Aber egal, wissen kann mans nicht.
Wegen dem TUF: die 200€ an sich sind natürlich nicht das Problem, aber man muss ja auch nicht unnötig Sachen kaufen. Werds mir anschauen :) 

@ds50 : Ja, meinte mit der Steinwolle/Teklatan im speziellen, die Dämmung an sich ist unbestritten. Weiß nicht ob andere Materialien da evtl. sinnvoller sind. Zellulose klingt spannend, muss ich mal recherchieren, was es da gibt. Ok danke, PV Anlage ist "in Planung", siehe auch PV Forum.

@­pezip : Wie kann ich mir die Dämmung im Keller vorstellen, kann man da dann nicht nachträglich durchbohren o.ä.? Macht das Sinn, hier schon Leitungen vorzusehen, wenn ich noch nciht weiß, was ich genau mit Wärmepumpe etc. machen werde?

@Gast-Karl : Guter Punkt, hatte ich meiner Frau vorgeschlagen, aber die will das (noch) nicht. Wäre aber sicher noch eine Option.

Wegen RGK RGK [Ringgrabenkollektor]: Den Zugang vom Bagger hatte ich tatsächlich so nicht am schirm. Da ist ein Eibe (Aber Thujen gibts auch wuschi :) ), die wir sowieso wegreißen (Giftig), eventuell würde es sich dann ausgehen. Aber meine Frau ist nicht begeistert vom Garten umgraben, und wir haben Sickerschächte, Bäume und vieles, was das Graben erschwert. Also vielleicht nicht ideal, und eher eine Tiefenbohrung? Wäre die im südlichen Vorgarten machbar? Da kommt man mit dem Gerät hin. 
Wie schlecht würdet ihr denn eine LWP LWP [Luftwärmepumpe] finden? Besser als Öl, aber wenns irgendwie geht nicht nehmen?

1
  • ▾ Anzeige
    Energiesparhaus.at ist Teilnehmer des Amazon-Partnerprogramms, das zur Bereitstellung eines Mediums für Webseiten konzipiert wurde, mittels dessen durch die Platzierung von Partner-Links zu Amazon.de Entgelte verdient werden können.
Hallo auttaker,
hier gibt es dazu Erfahrungen und Preise: Tausch Ölheizung in altem EFH - Alternativen?

 1  2 


Beitrag schreiben / Werbung ausblenden?
Einloggen

 Kostenlos registrieren [Mehr Infos]