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Stiebel Eltron WEP-i 04 zu knapp ausgelegt?

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  •  jakobneuh
4.2.2026
8 Antworten | 5 Autoren 8
8
Hallo,
Wir sind gerade im Endspurt des Hausbaus, und haben seit Mitte Jänner unsere wärmepumpe stehen, die seitdem auch brav ihren Dienst verrichtet. 
Die letzten Tage habe ich mir aber die Daten und den Verbrauch etwas genauer angesehen, und ein paar Dinge sind mir jetzt unklar, bzw machen mich fast etwas nervös.
Vorneweg ein paar Daten:
Baubeginn April 2025, Massivholz (CLT) Bauweise mit 10cm tragenden Wänden und 20cm Holzfaserdämmung.
Das Haus ist soweit fertig, und wie im Energieausweis errichtet, einzig die Erde rund um den Sockelbereich wurde noch nciht angeschüttet, so dass das Glaseck, die Terrassentüren und die Haustüre noch nicht fertig überdämmt sind (Purenit + Feuchteschutz direkt an der aussenluft)
Laut Energieausweis soll das Haus mit Wohnraumlüftung eine Heizlast von um die 4kW haben, bei einem Energieverbrauch von 4900kWh pro Jahr.
Wir haben einen RGK RGK [Ringgrabenkollektor], ausgelegt auf etwas über 6kW, gerechnet mit schlechterem Boden als vorhanden.
Am 12ten Dezember 2025 haben wir den Estrich (Fließestrich der Firma Röfix) bekommen, ich wollte zwar lieber Zementestrich, das war aber zeitlich (wir haben durch einen Wasserschaden über drei Monate verloren) nicht möglich.
Der Estrich durfte dann über Weihnachten trocknen, und am 14ten Jänner wurde die Wärmepumpe, eine Stiebel Eltron WEP-i 04 HKW in Betrieb genommen.
Da lief alles sofort wie am Schnürchen, die Maschine ist leise, läuft suber dahin und macht das wozu sie gebaut wurde, heizen.
Beim Aufheizen mussten wir leider den Heizstab dazunehmen, da wir die Vorlauftemperatur (Auslegungstemperatur laut Installateuer 37°C, wir haben uns auf 40°C maximal geeinigt) sonst nicht erreich hätten. Ich weiß schon dass man da so tief wie möglich gehen soll, wahrscheinlich hätten 35°C auch ausgereicht. Aufgrund der Aussentemperatur (ständig um die -12°C) wäre es sonst wahrscheinlich gar nicht möglich gewesen so hoch raufzukommen.
-Kann einer von euch Abschätzen wie viel mehr Energie man durch das verdunsten des Wassers im Estrich benötigt? Wir werden am Freitag die CM- Messung machen, ich denke aber dass das meiste Wasser schon verdunstet sein sollte.
Wir lüften derzeit noch etwa viermal pro Tag, dazwischen kommen wir auf 40% Luftfeuchtigkeit, die dann beim Lüften Richtung 20% geht. Es dürfte also schon noch Wasser im Estrich sein.?
Gestern habe ich gesehen dass die Wärmepumpe nach dem sie genügend Kelviminuten (Einstellung: -110) aufgebaut hat losläuft, recht schnell auf 69Hz raufmoduliert (Obergrenze) und dort dann bleibt, bis sie dann wieder ausschaltet. Dadurch taktet sie anstatt zu modulieren.
Ich denke dass da irgendwas falsch eingestellt ist, weil meinem Verständnis nach sollte sie ja versuchen so wenige Starts wie möglich zu machen, oder? Oder liegt das eventuell am Aufheizprogramm und sie moduliert hier einfach nicht? 
Derzeit sieht es so aus dass sie zirka 75% des Tages mit maximaler Leistung dahinfährt, und den Rest pausiert. Dadurch mache ich mir jetzt allerdings Gedanken wie das ist wenn das Aufheiozprogramm beendet ist. So kalt ist es ja nun auch wieder nicht mehr dass sie 75% ihrer maximalen Leistung (immerhin 3kW) benötigt um das Haus zu temperieren. Auch sind die Raumtemperaturen nicht mehr so hoch wie noch letzte Woche.
Kann das sein dass durch das mehrmalige Rauslüften der Feuchtigkeit und die Restfeuchte im Estrich so viel mehr Energie benötigt wird? Viel Spazi habe ich da ja nicht mehr zu den 4kW, und wir sind so wie gestern nur um die -1°C.


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Aufzeichnung Leistung wärmepumpe



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Vielleicht hat jemand eine Idee dazu, oder kann ich eh erst sinnvolle Werte ablesen wenn das Aufheizen vorbei ist, auch wenn wir jetzt schon bei moderaten 22°C Raumtemperatur sind?
 
LG 

  •  Ulairi
  •   Bronze-Award
4.2.2026 11:26  (#1)
Wenn es bei der Stiebel so ist wie bei der Nibe, dann moduliert die im Ausheizprogramm nicht.

Da fährt die WP WP [Wärmepumpe] konstant die VL VL [Vorlauf] Temperatur, die du im Ausheizprogramm eingestellt ist. Erreicht sie die nicht, dann nimmt sie den Heizstab dazu.

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  •  jakobneuh
4.2.2026 11:59  (#2)
Okay, das erklärt das natürlich.
Ich hab mir schon sowas in die Richtung gedacht. richtig einstellen kann ich sie also wirklich erst wenn sie dann auf das "normale" Heizptogramm umschaltet; nachdem wir schon auf knapp 28°C Vorlauf herunten sind dürfte das ja bald vorbei sein.
 
Weiß einer von euch was zur Restfeuchte im Estrich? Kann die, auch wenn sie schon sehr stark gesunken ist für so viel Mehrverbrauch bzw Leistung verantwortlich sein?
Mir kommt das wie gesagt eher viel vor dass die Wärmepumpe derzeit 75% der Zeit mit voller Leistung läuft.


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  •  ds50
  •   Gold-Award
4.2.2026 12:11  (#3)
Die Heizkreise sind alle voll aufgedreht?

zitat..
jakobneuh schrieb: Kann das sein dass durch das mehrmalige Rauslüften der Feuchtigkeit und die Restfeuchte im Estrich so viel mehr Energie benötigt wird?

Du stresst die WP WP [Wärmepumpe] damit so sehr wie nie mehr danach in ihrem Leben. Und du hast anscheinend in 2 Wochen fast 70% der Energie aus der Erde gezuzzelt wie du sonst in einer Saison verbrauchst...

Warum die WP WP [Wärmepumpe] allerdings immer wieder stoppt ist für mich auch nicht nachvollziehbar. Das Aufheizprogramm kann hier in der Tat eigene Stückerl spielen.

Fürs Temperieren würde ich in den Normalbetrieb der WP WP [Wärmepumpe] wechseln, halt mit einer ordentlichen Parallelverschiebung nach unten als im Wohnszenario.


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  •  Ulairi
  •   Bronze-Award
4.2.2026 12:19  (#4)

zitat..
jakobneuh schrieb: Weiß einer von euch was zur Restfeuchte im Estrich? Kann die, auch wenn sie schon sehr stark gesunken ist für so viel Mehrverbrauch bzw Leistung verantwortlich sein?
Mir kommt das wie gesagt eher viel vor dass die Wärmepumpe derzeit 75% der Zeit mit voller Leistung läuft.

Die läuft ja so wies im Ausheizprogramm eingestellt ist.

Wie sind die Sole Temperaturen des RGK RGK [Ringgrabenkollektor]? Wahrscheinlich sehr im Minus?

Du darfst ausheizen nicht mit dem normalen Betrieb vergleichen. Ausheizen ist eine super Belastung für den RGK RGK [Ringgrabenkollektor].

Zur Feuchtigkeit kann ich dir sagen, wir mussten sogar zweimal Ausheizen, weil der Estrich immer noch zu feucht war.


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  •  ds50
  •   Gold-Award
4.2.2026 12:20  (#5)

zitat..
Ulairi schrieb: Wie sind die Sole Temperaturen des RGK RGK [Ringgrabenkollektor]? Wahrscheinlich sehr im Minus?

0 / -2,8 lt. Bilder. Also perfekt im Auslegungsbereich. emoji


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  •  jakobneuh
4.2.2026 13:07  (#6)
Danke für die Rückmeldunge, das beruhigt mich schon mal.
Die Anzeige ist hier bei Stiebel etwas seltsam, bei Heizen nimmt er die Energie des Heizstabs dazu; nur aus dem Kollektor hat er bis dato 1950kWh gezogen, also etwa 40% des gesamten Jahresverbrauchs, und das in drei Wochen oder 462h. Die ersten 400h Stunden sogar nur mit einer kurzen Unterbrechung damit ich die Solerohre dämmen konnte.
Dabei blieb der vorlauf immer bis maximal 0,3°C im plus, jetzt schwankt er auch zwischen 0,0 und 0,3°C da brauche ich mir denke ich weniger Sorgen machen dass der in die Knie geht.
So ein Winter wie heuer ist zwar super um die Feuchte rauszubekommen, aber der Energieverbrauch und die Belastung für die Quelle ist natürlich schon enorm.


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Man hat Anfangs richtig gemerkt wie im gesamten Haus Nebel stand nachdem die Fenster geöffnet wurden.


Ich werde also abwarten, bzw das Programm jetzt auf "Heizen" stellen. Einmal aufheizen genügt ja meines Wissens nach, oder? Ich habe im gesamten Haus nur an einer Stelle einen Riss bekommen, was mich etwas stutzig gemacht hat, aber wird schon so passen.

Was mir noch aufgefallen ist, und mir aber bei der ganzen Planung um luftdichtes Bauen im Vorhinein nicht ganz klar war: Nach dem Lüften steigt der Druck im Haus an, so dass es in den Siphons im Technikraum zu Gluckern anfängt und das Wasser rausdrückt. Auch die (noch) offnenen 50er Schläuche nach draußen beginnen zu pfeifen und die Haustüre kann nur mehr unter voller Kraftanstrengung geöffnet werden.
Ist das dann im Betrieb auch so, oder beeinflusst das zb die KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung]? Oder tritt das nachher eh nicht mehr auf da ich ja mit KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] im Kernwinter eher nicht mehr komplett stoßlüften werde?
Wie sind da eure Erfahrungen dazu?
 
 


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  •  christoph1703
4.2.2026 13:17  (#7)

zitat..
jakobneuh schrieb: Nach dem Lüften steigt der Druck im Haus an, so dass es in den Siphons im Technikraum zu Gluckern anfängt und das Wasser rausdrückt. Auch die (noch) offnenen 50er Schläuche nach draußen beginnen zu pfeifen und die Haustüre kann nur mehr unter voller Kraftanstrengung geöffnet werden.

Gratuliere, wenn du wirklich so ein dichtes Haus hast 😃 Dass das mit offenen Schläuchen trotzdem so extrem ist, kommt mir allerdings seltsam vor. Wobei, wenn du wirklich die ganze Luft auf 0°C abkühlst und dann wieder aufwärmst... Müsste man mal nachrechnen


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  •  Akani
4.2.2026 13:21  (#8)
Was mir noch auffällt.
Deine Bivalenzpunkte, stell die si tief wie geht, bei heizen und auch WW WW [Warmwasser]

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