Hilfe Hausbau - viele Fragen, viele Unsicherheiten - wie schaffen?
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Ich treibe mich nur im Heizbereich herum. Da noch alle Möglichkeiten offen sind, wird die freudlose Luft-Wärmepumpe glücklicherweise ja keine Rolle spielen. Und deswegen würde ich bei der Grundstücksauswahl schon vorab prüfen, wie sich die örtlichen Behörden zu Auflagen mit Tiefenbohrungen oder RGK RGK [Ringgrabenkollektor] verhalten. Gebäudelage bzw. Grundstücksgröße sind dann bei RKG auch ein Thema. Und Richtig, ob im Heizungs- oder Gesamtgewerk, man muß am Ball bleiben und den Handwerkern und Planern auf die Finger schauen, ggf. intervenieren. Zu spät ist meißt zu spät. |
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Wie sieht das Budget aus? 180m2, wenig Eigenleistung und Bezirk Baden fühlt sich ja schon fast nach 800k++ an |
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Noch ergänzende Tipps zur Grundstückssuche: da können aus meiner Sicht recht viele "unheilbare" Probleme auftreten, gerade in den Wiener Speckgürtel-Bezirken, da alles "Gute" schon weg ist. Ich würde erst einmal den Grund suchen und mir dann weiter Gedanken über das Haus machen. Erst das Haus planen und dann einen passenden Grund suchen wird sich im Bereich Wien wohl nicht spielen. Auch wenn Nussbaum umstritten ist, ist sein Buch "Kein Pfusch am Bau" es durchaus wert, mal reinzuschauen. Beim Grund folgendes mindestens beachten:
Alles "technische" kann man ja in der Regel durch richtige Entscheidungen im Bauprozess lösen, wenn du den Grund erst einmal hast, hast du ihn. Wir haben da z.b. eine Überraschung mit der Regenwasserversickerung erlebt: die Gemeinde schreibt es vor, Geologe "empfiehlt es nicht", also gibts dafür keine Bewilligung. Dann musst du dir überlegen, wohin damit und jemanden finden, der das entsprechend plant und unterzeichnet. LG Tobi |
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Ihr seid aktuell auf Grundstückssuche. Es folgen also noch: Grundstückskauf, Planung, Baugenehmigung, Vergabe und Bau. Ich will dich nicht demotivieren, aber selbst mit einem FTH FTH [Fertigteilhaus] Anbieter ist es meiner Meinung unrealistisch, vor Schulbeginn 2027 umzuziehen. Zur Orientierung unser Zeitplan damals. Wir haben die Gewerke selber vergeben und 2022 war sicher eines der schlimmsten Jahre für den Haubau, viel schneller sind die meisten Projekte in meinem Umfeld allerdings auch nicht gewesen. Februar 22: Baugenehmigung erhalten. Dann sofort Kredit beantragt und Angebote eingholt und Firmen beauftragt. Mai : Baubeginn (RGK) Juni: Bodenplatte Juli - September: Holzhaus aufstellen, Fenster, Dach, Spengler und Fassade Oktober - Dezember: Elektrik, Installateur, Trockenbau. Februar 23: Fußbodenaufbau März: FBH und Estrich Mai-Juli: Spachteln, ausmalen, Bodenbeläge, KWL und undendlich viel Kleinkram. August: Einzug. Ein paar Häuser weiter wurd mit einem FTH FTH [Fertigteilhaus] Anbieter gebaut. Keller selbst vergeben. Da war Bauzeit unter einem Jahr. ~ Oktober 22 - September 23. Mit Grundstück fix über der Millionengrenze. |
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Baden glaub ich auch, da wirst beim grund schon bei 300-500k sein |
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Unmögliche ist nichts, aber der Hausbau ist eine herausfordernde Zeit, da will ich dir nichts vormachen. Man muss aber auch sagen, dass man sicherlich mit der Aufgabe wächst bzw. in sie hineinwächst - also keine Scheue 😌 So würde ich, wenn ich heute nochmal bauen würde an die Sache herangehen: Schritt 1: Budget Fragt euch welche Kreditrate für euch im Monat stemmbar wäre (fair und nicht komplett ausgereizt, Familienzuwachs und Gehaltseingang einrechnen). Mit diesem Wert kannst du sodann dein Fremdkapitalbudget errechnen (3,75% Zinsen bei 20 Jahre Bindung sind aktuell zu erwarten). Fremdkapital + Eigenkapital = Budget Evtl. auch über Fördermöglichkeiten im jeweiligen Bundesland informieren (Kredit, PV, Speicher etc.) Schritt 2: Grundstück und Haus Für das von dir angegebene Haus würde man pauschal aktuell ca. 600 TEUR einrechnen, dies entspricht einem qm²-Preis von rund 3.500€. Mit Eigenleistung und sparsam geht drunter. Budget - Hauspreis = Grundstückpreis Schritt 3: Grundstück erwerben Lage und Co müsst ihr selber abschätzen, auch die Dauer und Suche. Da kann euch keiner helfen. Den errechneten Grundstückspreis nicht überschreiten, auch nicht wenn es das Traumgrundstück wäre. Schritt 4: Hausplan Wenn das Grundstück erworben wurde und der Notar ansteht würde ich mit der Hausplanung beginnen, da die Zeit bei euch ja eilt. An deiner Stelle und bei wenig Erfahrung würde ich mit 2-3 Generalunternehmer (eher die Bekannteren) sprechen, die euer Wunschhaus belagsfertig herstellen sollen. Die meisten haben selber Architekten, diese reichen bei euch sicher aus. Gut planen, clever planen. Dinge, die im Nachhinein nicht mehr erreicht werden können zumindest vorbereiten (PV, Klima, KWL etc.). Wenn das Budget nicht reicht derartige Dinge vorerst weglassen. Ihr werdet nicht alles realisieren können. Nach Möglichkeit könnt ihr bei diesen ja im Rohbau mithelfen und dabei noch ordentlich Geld sparen (jeder der meint man spart da nichts, hat keine Ahnung). Hier bekommt ihr im besten Fall auch einen Fixpreis an welchem ihr euch orientieren könnt (und ja, mann kann auch mit GU verhandeln und Preise drücken. Gebt ihm das Zeichen, dass ihr auch mit anderen verhandelt). Schritt 5: Hausbau - Rohbau Wenn ihr mit einem Generalunternehmer einig geworden seid, dann Beginn vereinbaren und loslegen - nichts auf die lange Bank schieben. Die Einigung sollte auch nach Gefühl gehen. Habt ihr kein gutes Bauchgefühl beim Bestanbieter, dann ist er nicht der Bestanbieter. Die Herstellung eines belagsfertigten Ziegelfertighauses bspw. bis zur belagsfertigen Einheit dauert mindestens 7-9 Monate (diese Zeit sollte man dem Haus auch geben). Im besten Fall, im Frühherbst starten, über den Winter ziehen lassen (ab Dach) und im Frühjahr sobald die Temperaturen besser werden Innenputz und Estrich setzen und diesen genug Zeit geben. Die Kosten bis zum Belag lagen bei uns bei rund 45% (hochwertige Einrichtung). Schritt 6: Hausbau - Innenausbau In meinem Beispiel könnt ihr euch in den freien Wintermonaten mit dem Innenausbau beschäftigen. Fliesen, Böden, Küche, Türen, Treppen können nun ausgesucht werden. Das braucht es keinesfalls direkt bei der Hausplanung. Bei der Hausplanung sollte man sich rein mit Ideen beschäftigen (Bsp. Will ich bei einer Küche einen versteckten Raum - ja, muss dieser vorbereitet werden). Die Details ändern sich sowieso noch dreimal. Mithelfen was nur geht, vergleichen was nur geht und immer das Budget im Blick. Am besten alle Angebote einholen, dann habt ihr einen festen Kostenüberblick. Wenn ihr es schafft für den Garten inkl. Putz 20-25% vom Budget übrig zu lassen - perfekt (das reicht zwar nicht, aber es muss ja nicht alles komplett fertig sein). Schritt 7: Innenausbau vornehmen Durchführung der Arbeiten. Bei den Handwerkern ruhig lästig sein sonst bleibt ihr ggf. auf der Strecke. Schritt 8: Einzug / Umzug Ist der Innenausbau fertig könnt ihr einziehen. Realistisch sind hier ab Beginn des Hausstartes wenn alles gut organisiert ist 12-15 Monate. Schritt 9: Ausruhen & Planen Wenn man im Frühherbst gebaut hat kommt nun der Winter. In diesem könnt ihr etwas abschalten und in Ruhe Garten und Fassade planen. Schritt 10: Garten & Außenputz Je nachdem was das Budget noch zulässt und was euch am wichtigsten ist könnt ihr nun mit dem Garten und Außenputz starten. Stresst euch nicht, es muss nicht der Garten im Jahr 2 komplett fertig sein. Auch der Außenputz reicht im Jahr 3 noch. Tipps die ich immer wieder sage: - Behaltet das Budget im Auge - Der beste Handwerker ist nicht immer der billigste - hört auf euer Bachgefühl - Es muss nicht jede Kleinigkeit die im Forum oder auf Messen thematisiert wird eingebaut werden Viel Glück euch! |
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Was ist denn das verfügbare Budget, also anders gefragt: Was dürfen Grund und Haus denn max. kosten? Daraus ergibt sich m.M.n. nämlich vieles anderes wie z.B. die Hausgröße. Das sind Dinge, welch in Schritt 5 zu klären sind, ihr seid bei Schritt 1 ;) |
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