Ich überlege schon länger was ich mit meinem Fassadensockel mache und zumindest im Bereich der Terrasse muss ich nun eine "schnelle" Lösung finden da diese in den nächsten 2-3 Monaten mit FSZ auf Stelzlagern belegt wird.
Aber von Anfang an:
Im Bereich der Terrasse wurde von uns (Eigenleistung) XPS mit KMB aufgeklebt bevor die Terrasse anbetoniert wurde (statisch nicht mit dem Haus verbunden, Beton direkt an XPS Platte):
Fassadenfirma (Einzelvergabe, hat mit Rohbau nichts zu tun), hat an meine rosa XPS Platten "angearbeitet". Meiner Meinung hätten diese knapp über der Betonplatte abgeschnitten gehört, ich denke ich hab ihn damals genau deswegen auch nochmal gefragt aber naja:
WDVS inkl. Putz (20cm EPS-F mit Silconharzputz und "Sto Flexy Abdichtung" im Sockelbereich unterhalb Putz) wurde 05/2018 fertiggestellt:
Im Bereich der Terrasse hat sich relativ bald (1,5Jahre) ein Riss (bzw. mehrere feine im Bereich der Plattenstöße) gebildet welcher von der Fassadenfirma saniert wurde ("zugeschmiert" und der Sockel neu gestrichen wie man an den unterschiedlichen Sockelfarbtönen erkennen kann), hat aber nicht lange gehalten und ist seit dem optisch nicht wirklich ansprechend (aktuelles Foto). Uns wars mehr oder weniger egal, die Diskussion mit der Fassadenfirma war mir auch zu mühsam da diese sich ja auf meine geklebten XPS Platten rausreden konnte:
Bei den Plattenstößen haben sich ebenfalls Risse gebildet welche aber relativ kurz sind und auch nicht weiter wachsen dürften (Laserstrahl = fertige OK Feinsteinzeug)
Ganz allgemein scheint der Putz Wasser zu ziehen. Hier ein Foto von 2019 und 2025. Der Putz ist aber nicht "hohl" und blättert auch nicht ab:
2019-04
2025-12
Hierzu hatte ich schon vor Jahren die Fassadenfirma inkl. Sto da, die sahen keinen akuten Handlungsbedarf und wir einigten uns auf "abwarten". Im Grunde behielten sie Recht, die Flecken verschwinden wieder und zu Hohlstellen durch gefrierendes Wasser bzw. Abplatzungen ist es auch noch nicht gekommen (oder ich habe sie noch nicht gefunden).
Und nun meine Fragen:
Soll ich jetzt, nach fast 8Jahren, noch eine Dichtschlämme aufbringen (Schnitt mit Flex/Multitool unterhalb OK Traufe, Silikon rein, Dichtschlämme bis 5cm über OK Traufe aufbringen)? Macht das überhaupt Sinn? Weil eigentlich scheint die Ausführung der Fassadenfirma zu funktionieren...und kalte Winter hatten wir nun auch schon...
Was mache ich im Bereich der Terrasse? Hier würde ich schon gerne die rosa XPS Platten von der Betonplatte entkoppeln um weitere Risse bzw. eine mögliche Rissverlängerung zu vermeiden. Meint ihr würde es Sinn machen knapp über OK Betonplatte aber unter OK FSZ (Laser) zu schneiden (möglichst tief ins XPS) und den Schnitt dann mit einer Dichtmass zu füllen?
Zunächst ist die Ursache zu klären. Wenn die Fassadenfirma richtig gearbeitet hat, dann liegt die Ursache nicht in der Sockelabdichtung. Wie wurde hinter den XPS Platten abgedichtet?
Die sich abzeichnende Feuchtigkeit wird den Putz auf Dauer abplatzen lassen. Das ist nur eine Frage der Zeit. Sollte die Ursache nicht in Mängeln bei der Andichtung des Gebäudes liegen, so könnte man den Putz nachträglich abdichten. Dazu muss der Putz am Übergang zur Terrasse entfernt werden. Wird die Dichtschlämme nur drüber gestrichen, wandert die die Feuchtigkeit hinter der DS im Putz nach oben. Einen Kapillarschnitt würde ich nicht machen. Mir ist bekannt, dass man das in Ö so macht, ich halte aber persönlich nichts davon. Wenn der Putz im erdberührten Bereich von DS umgeben ist, steigt keine Feuchtigkeit mehr auf. Somit ist ein Kapillarschnitt überflüssig.
.. Panorama schrieb: Sollte die Ursache nicht in Mängeln bei der Andichtung des Gebäudes liegen
Das verstehe ich nicht ganz, wieso sollte Feuchtigkeit vom Gebäude durch das Styropor/Styrodur bis zum Putz kommen?
.. Panorama schrieb: Wenn der Putz im erdberührten Bereich von DS umgeben ist, steigt keine Feuchtigkeit mehr auf.
Klar, wenn man es von Anfang an macht bevor man den Traufenschotter "einfüllt". Den Putz bis runter zur Styrodurkante bzw. Bodenplatte abzudichten würde heißen ich müsste den kompletten Traufenschotter entfernen. Deshalb würde ich schon einen Kapillarschnitt bevorzugen 😀
die Senkrechten Risse dürften nicht von der Bodenplatte kommen, sondern auf einen Mangel dahinter hindeuten (nicht stark genug genetzt). Bei uns wurde "Panzergewebeglassgitter" im Sockelbereich verwendet... Eventuell bewegen und schrumpfen auch die XPS Platten dahinter... XPS sollte ja im Fassadenbereich eigentlich nicht verwenet werden.
Wäre es die Bodenplatte würdest du eher horizontale Risse bekommen (habe selbige Ausgangssituation, und bei uns bekommt die Dichtschlämme eben fast nur horizontalte Risse (Übergang Sockel auf Bodenplatte)). Dort wo die Sonne stark hinkommt, ist der Effekt stärker ausgeprägt.. Längenänderungen))....
Panorama schrieb: Sollte die Ursache nicht in Mängeln bei der Andichtung des Gebäudes liegen ───────────────
Das verstehe ich nicht ganz, wieso sollte Feuchtigkeit vom Gebäude durch das Styropor/Styrodur bis zum Putz kommen?
Wenn die Gebäudeabdichtung nicht richtig ausgeführt wurde, kann dort auftretende Feuchtigkeit auch Auswirkungen auf den Putz haben.
Du schreibst in deinem Eingangspost, dass die Fassadenfirma die XPS Platten hätte kürzen sollen. Wie hätten die das im geklebten Zustand bewerkstelligen sollen? Besser wäre gewesen, die Platten entsprechend des späteren Geländeverlaufs anzubringen.
Das mit dem Ausgraben kann ich nachvollziehen. Da macht ein ordentlicher Schnitt unterhalb GOK durchaus Sinn.