Erdwärmekollektor nur mit reinem Wasser? Geht das überhaupt?
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Ich würde sagen wenn das Wasser aufbereitet ist und du ein paar Grad im Plus bleist, müsste es funktionieren. Aber vielleicht gibt es einen Biologischen Frostschutz? |
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Die Auflage ist leider "reines Wasser". Und ich weiß nicht wie es sonst so ist, aber bei uns gibt es auf dem Landratsamt keinen Verhandlungsspielraum. |
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Hier war in letzter Zeit öfter mal von multi-source-wärmepumpen die rede, also Geräte die gleichzeitig erdwärme und luftwärme nutzen können - z.B. von heliotherm. Eventuell wäre das was in dem fall. Man könnte auch den kollektor entsprechend großzügig auslegen. Ich würde dann aber einen zwischenkreis mit wärmetauscher machen, sodass über den tauscher im kältekreis trotzdem frostschutz zirkuliert. Dort wird stellenweise deutlich kälter als der wärmeträger-austritt. |
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Dazu kann ich nur einen Tip geben. Geh zum Planungsbüro Komposch. Er kann dir devinitiv sagen wie und überhaupt. Jede andere Aussage ist nur Mutmaßungen und Annahme. |
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Ich habe meinen 440m DA40 Kollektor auf rund 22kW überdimensioniert liegt Großteils 2 Meter tief und rund um den Keller auch auf 3m aber senkrecht, also im Schnitt auch wieder rund 2 m. Ich heize derzeit recht viel (Baufeuchte) und natürlich das Wetter und bin jetzt bei Sole ein 0,2 Grad. Also ich würde sagen, man müsste deutlich tiefer. Und unbedingt den Querschnitt größer Dimensinieren also DA 50 oder 2-3 mal DA40. Dadurch könnte man auch kleiner Spreizung fahren. Ach ja Boden ist 1,5m schwerer Humus und dann Sand Kalkgemisch diese ist Wasserführend aber extrem langsamer Zufluss. |
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Ja, wenn ich mir die Sole Temperaturen im Nachbar-Thread anschaue sieht das schlecht aus wenn man nur Wasser benutzen muss. Ich informiere mich gerade noch wegen dem Bentonit. Gibt es anscheinend als Matten und als Granulat. Für 4t Bentonitgranulat zahlt man etwa 2500€. Matten finde ich spontan nicht. Ist natürlich auch die Frage ob es sich lohnt ein Gutachten für 1000-2000€ machen zu lassen, wenn man mit 2500€ garantiert den Kollektor bauen kann... Ich versuche Mal noch das Gutachten, welches wir sowieso brauchen im die Erde auf der Erddeponie entsorgen können noch mit einer Suche nach einer Dichtheutsschicht zu verbinden. Vielleicht bekommt man das für ein paar hundert Euro Aufpreis, wenn sie sowieso vorbei kommen müssen. Bisher war der Plan dass der Bagger Fahrer dort zwei Probeschaufeln entnimmt und es in das Labor eingesendet wird. |
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Ich kann zwar leider nichts positives beitragen, aber finds großartig, dass du trotzdem bei Erdwärme bleiben willst 👍 |
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Und wer checkt was bei dir in den Rohren schwimmt?... Abdrücken machst sowieso mit Luft oder Wasser, dann weißt ob alles dicht ist, vielleicht hat @dyarne ja einen Fall wo nach Fertigstellung der Kollektor undicht wurde, ich hätte es im Forum noch nicht gelesen, sprich was soll passieren, fällt für mich in die Kategorie Schildbürgerstreich |
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Sind doch einige Hindernisse, so dass ich doch immer mehr mit der LWWP LWWP [Luft-Wasser-Würmepumpe] liebäugle... Dann noch das KFW40 Haus, welches sowieso relativ wenig Energie verbraucht. Da weiß ich nicht ob sich das alles lohnt. Da es im Wasserschutzgebiet ist, muss der Kollektor "angezeigt" werden, inkl. Planungsunterlagen. Sonst darf man ihn nicht bauen. Dabei wäre es schon auffällig, wenn man schreibt, dass man reines Wasser nimmt, die Sole aber bis -3°C in den Berechnungen geht :D Es ist halt insgesamt schwierig die Gesamtkosten abzuschätzen. Solebohrungsangebote habe ich. Ringgrabenkollektor (inkl. Planung) kann man ja abschätzen. Aber alles drum herum, Bodengutschten, Bentonit etc. kann ich nur raten. Wenn ich nach Bentonitmatten suche, finde ich etwa 10-25€/qm. der Kollektor sollte ja im Bereich von 250qm sein (ich soll momentan mit eienr Heizlast von 7kW rechnen, genauere Berechnung fehlt noch). Macht halt eben 2500€ - 6250€. Das wäre das reine Material. Wenn auch Bentonit als Pellets erlaubt sind, könnte man sicherer bei 2500€ landen. Dann das eventuelle Gutachten (1000€-2000€). Das das Material für den Kollektor an sich und den Baggerfahrer. Da ist man fast schon im Bereich der Bohrung. Aber immer noch 20k€ über der LWWP LWWP [Luft-Wasser-Würmepumpe]. Falls ich mit 1000€ eine vorhandene Dichtschicht begutachtet bekomme, wäre der Kollektor sicher. |
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"nur Wasser" hört sich strikt an. Ziel der Massnahme ist offensichtlich Grundwasserschutz. Ich bin immer skeptisch wenn ich solchen Situationen vom Amt eine spezifische Lösung vorgegeben wird, anstatt die gewünschte Situation "keine Grndwassergefährdung" festzuhalten. Hast du mal wegen Ethanol-Wasser Sole angefragt? Vielleicht ist das ja kicht bekannt.. Am besten mit entsprechendem Sicherheitsdatenblatt und Berechnung von welchem Volumen, inkl Ethanolanteil, auszugehen ist. |
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Seit der Planung zum Hausbau lese ich solche Kommentare öfters, teils zu ganz verschiedenen Themen. Auch wenn sie gut gemeint sind, habe ich noch nie erlebt, dass jemand auf dem Amt "aufgeschlossen diskutieren" wollte. In diesem Falle wurde einfach auf den Leitfaden geltend für BW verwiesen: https://www.lgrb-bw.de/download_pool/Leitfaden_Erdwaermekollektoren.pdf Ich halte die Wahrscheinlichkeit bei sehr nahe 0%, dass etwas anderes erlaubt wird als genannt. |
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Nunja, wäre von begin an klar gewesen, dass diese Auflage in einem Vollzugsrelevanten Dokument steht wäre allen die Einordnung der Aussage besser möglich. Nichts desto trotz: beim Überfliegen habe ich keine Herleitung der Aussage aus Gesetzestexten gefunden. Zumindest wo ich lebe ist es nicht unüblich Dinge genehmigt zu kriegen die so in Vollzugshilfen nicht genannt sind. Die "aufgeschlossene Diskussion" stellt dich dabei oft als formal korrekt eingereichte Einsprachen dar. Ausbahmen von Leitlinien etc müssen zu mindest bei uns i.d.R aktiv aus ddm Busch geklopft werden. Ich verstehe deine Überlegungen betreffend Kosten gut. Daher mein Gedanke, dass ein paar Abende in Formulierung einer Einsprache oder Ähnlich gut investiert sein könnten. Ich würde da die Umwelttoxizitäten von einer Sole mit Ethanol mit den genannten Kältemittel für Direktverdampfer vergleichen. Aber klar, nur du kennst den Verlauf der Diskussionen um dein Projekt und die Rechtslage von deinem Ort. |
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Machst Du dir mit der Bentonit-Schicht (Abdichtung) nicht ein neues Problem auf? Also, dass Dir das Regenwasser und Schmelzwasser schlecht bis gar nicht versickert? Staunässe im Garten ist meist nicht so super. Preise habe ich nur diese Quelle gefunden: https://wlw-1-company-facts-media20191122174836234900000006.s3.eu-central-1.amazonaws.com/13af2bc1-a4c4-4fb6-b636-131db4b3d31b.pdf |
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Um mit der Sole im Plusbereich zu bleiben musst du den Kollektor ordentlich überdimensionieren - das geht nur mit ausreichendem Platz. Bei mir: 3 Kreise á 200m 32er Rohr an Verteiler, von diesem nochmal mit 50m 40er Rohr zur WP WP [Wärmepumpe]. Insg. also 650m Kollektorrohr, komplett ausgerollt/ohne Ringe in eine große Wiese/Acker verlegt mit recht feuchtem Lehmboden der ein 1-2 Wasserquellen enthält. Beheizt wird damit nur ein 140m² Bungalow, der aber schlecht gedämmt. Meine Sole ist nach diesem "Ausnahmewinter" jetzt bei 3/6°C, wobei ich die Spreizung durch hochdrehen der Solepumpe auf 0,5°C verringern könnte... |
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Ich musste als Auflage der Wasserschutzbehörde auch eine Bentonitmatte unter den Kollektor legen. Unnütz, aber die Herrschaften bestanden darauf. Verlegen ging mit Hilfe des Baggers ganz gut. Das Teil ist halt sehr schwer! |
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Weißt du noch was das gekostet hat? Für welche Fläche/ welche Leistung war das? |
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Preis war 5€/m² bei der Firma Frank. Aus welchem Land kommst du? Hast du probiert mit der Wasserbehörde zu verhandeln? Problem in Deutschland, alles was kein reines Wasser ist, ist gleich Wassergefährdungsklasse 1. Da gab es auch eine rein natürliche Soleflüssigkeit, ohne Inhibitoren, wurde auch abgelehnt....... Behörde halt. |
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GTD 3700 -110-220 hieß die, war ok nach Rücksprache mit der Wasserbehörde. Lieferant Frank Kunststoffsysteme. Bezug über Baustoffhändler. Solerohr war auch von denen (Transportkosten) Verteiler auch, würde ich aber nicht mehr nehmen. |
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Also, ich habe ein gutes Geologie-Büro gefunden und mit jemandem telefoniert. Seine Ersteinschätzung war, dass die Wahrscheinlichkeit bei uns Lehm oder Ton zu finden relativ hoch ist. Ich habe vorgeschlagen, das Gutachten zusammen mit dem Verwertungsnachweis (den ich zum Entsorgen der Erde für die Erddeponie sowieso brauche) zu erstellen. Hierfür muss bei dem baggern/schürfen nur jemand vom Ingenieurs-Büro dabei sein und Proben nehmen. Der Geologe erkennt dann in dem etwa 3m tiefen Loch relativ schnell, ob er mir eine Dichtschicht bestätigen würde oder nicht. Eventuell würde er noch etwas tiefer graben lassen, wenn es nicht direkt ersichtlich ist. Das komplette Gutachten kostet ohne Bagger 1700€. Die reine Decklarationsanalyse, bei der der Tiefbauer das Einschicken der Proben übernimmt liegt bei etwa 1000€. Der Aufpreis um herauszufinden (und bestätigen) ob eine bindige Dichtschicht vorhanden ist liegt also bei 700€. Er war sehr interessiert und hat auch gefragt ob ich alternativ auch eine Bohrung machen würde. Ich habe ihm gesagt, dass ich mehrere Angebote habe, wobei das günstigste 2x95m Bohren ist und immer noch bei 26000€ liegt (inkl. allem drum herum wie Kernbohrung durch das Haus). Da hier ebenfalls nur reines Wasser genutzt werden darf, hat der Anbieter anstatt 60W/m nur 30W/m angenommen. Hier hat der Geologe gemeint, dass er den Bohrungshersteller kennt, er seine Quellen immer ordentlich und mit Puffer auslegt, er aber hier tatsächlich eher 1x 130m-150m empfehlen würde, da es bei uns "unter 80m richtig abgeht" und eine Halbierung der Entzugsleistung nicht nötig ist. Dann hat er angeboten ob er nicht anrufen soll und mit ihm reden soll, damit er einfach eine einzelne DN40 Bohrung durchführt. Das fand ich sehr amüsant. War wirklich ein gutes Gespräch. Jetzt habe ich vermutlich alle Daten die ich brauche und muss nur noch warten bis der Energieberater die Heizlast berechnet hat. Dann frage ich noch nach einem Angebot nur für die Bohrung einer entsprechenden Sonde (bisher Hüftwert Energieberater 7kW) und stelle die Kosten für den RGK RGK [Ringgrabenkollektor] (Planung, Materialkosten, Gutachtenkosten, Baggerkosten) gegeneinander. |
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Klingt für mich eher so, als ob der Geologe und der Bohrer sich Recht gut kennen und einander gegen Finderlohn vermitteln, aber ein Schelm wer böses denkt... |
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