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KWL mit Unterdruck sinnvoll?

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  •  manuon
10.1. - 16.1.2026
4 Antworten | 4 Autoren 4
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Hallo,

wir wohnen nun den ersten Winter im Haus, innen sind wir fertig, Außenputz kommt im Frühjahr. Der Blower Door Wert ist mit 0,67 ganz gut geworden, dennoch haben wir an unserer Fassade zwei Stellen entdeckt wo offensichtlich Luft aus dem Innenraum nach außen strömt und Tauwasser ausfällt. 
Die KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] Zehnder Q450 ist auf Balance gestellt, sprich Zu- Abluftmenge identisch. 

Warme Luft drückt aber nach oben und so entsteht natürlich dennoch ein Überdruck im OG.

Nun passiert den Steinen wohl eher wenig, aber sollte so ein Löchlein an einer andern blöden Stelle sein könnte da über Jahre durchaus ein Problem erwachsen.

Radon und Energieeffizienz mal außen vor, würde es nicht Sinn machen, im Winter die KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] auf 5 oder 10% Unterdruck laufen zu lassen um langfristig die Gefahr zu reduzieren dass irgendwo Innenraumluft in die Konstruktion drückt? 

  •  Elohtihs
10.1.2026  (#1)
Ist das nicht der gleiche (nur umgekehrte) Effekt? Kalte Luft zieht herein und kondensiert am schmalsten Stück des Flaschenhalses d. h. Wasser rinnt im schlimmsten Fall irgendwo rein. 

Zur problembehandlung würde ich die *undichten* stellen eruieren und überarbeiten. Wenn die Fassade erst noch kommt ist es ja noch besser.

Grüße

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  •  manuon
11.1.2026  (#2)
Die Luft von außen ist zwar kälter aber auch trockener, erwärmt sich auf dem Weg nach innen und nimmt so Feuchtigkeit auf. Zumindest in den Wintermonaten müsste das so sein.

https://www.baulinks.de/webplugin/2005/1156.php4

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  •  leitwolf
  •   Gold-Award
16.1.2026  (#3)
Wir haben immer wieder diese Frage zu diesen "Schutzdrucklösungen", die bauphysikalische Mängel kaschieren sollen.
Prinzipiell gibt es zwei Möglichkeiten:
1) die Raumluftfeuchte so weit senken, dass die bauschädliche Kondensation keinen Schaden anrichten kann (aus meiner Erfahrung etwa 30% r. F. und weniger)
2.) kontrollierter Unterdruck durch Disbalance, damit auch am höchsten Punkt des Gebäudes bei Windstille bis Windstärke 2 keine nennenswerte Durchströmung von innen nach außen stattfinden kann (hängt von der Höhe des Gebäudes und der Ausrichtung der vermuteten Leckage zur Hauptwindrichtung ab)

Bei Variante 1 bewegt man sich an der Grenze des Behaglichkeitsbereiches.

Variante 2 schmälert die Effizienz der Wärme- und Feuchterückgewinnung. Bei schwül-heißer Witterung und einem gekühlten Haus müsste man dann aber auch auf Überdruckbetrieb umschalten.

Ganz interessant wird es dann, wenn noch das Thema Radon am Standort dazu kommt.

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  •  MalcolmX
  •   Gold-Award
16.1.2026  (#4)
Bissl OT OT [Off Topic], aber 0,67 würde ich eigentlich nicht als "ganz gutes" Blowerdoor-Testergebnis einstufen. Für heutige Verhältnisse eher so lala. Da kannst bei einem wirklich dichten Haus eine komplette Dichtung von einer Terrassentüre odgl wegnehmen und dann landest ca. in dem Bereich.
Oder wenn man sämtliche Leitungen nach draußen nicht abdichtet...

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