Kondensat bei Eingangstüre
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Im Schreiben vom Hersteller finde ich jetzt keinen Fehler. Technisch ist es genau so, wie der Hersteller es beschriebt. Der Bimetalleffekt betrifft Kunststoff als auch Alu. Entgegenwirken kann man nur mit entsprechender Versteifung der Profile bzw. bei Alu durch Gleiten der beiden Schalen. Wir haben außen momentan -16,6°C und innen 21,2°C bei rel. LF 41%. Der Profilzylinder ist trocken und auch die Fenster haben kein Kondensat. Das auf der Fläche des Kunststoffprofils soviel Kondensat ist deutet eher auf erhöhte rel. LF hin. Miss das Raumklima nochmals in Türnähe . |
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Die Oberflächentemperatur von Tür und Zylinder wäre auch interessant (Malerklebeband aufpicken und mit IR-Thermometer messen), falls möglich. Wenns bei der Dichtung rausrinnt, ist die möglicherweise nicht dicht und warme, feuchte Luft strömt hinaus. Ist da im Falz vermehrt Kondensat oder ist der trocken? |
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Ein Foto des Zylinders von außen wäre noch interessant. Gibt es ein Vordach? Generell tritt das Problem bei "billigeren" Haustüren eher auf (schlechter UD Wert). Bei einer Bay...d Tür eines Verwandten kann bei ähnlichen Verhältnissen sogar innen eine Wasserlacke am Boden stehen, so stark tropft der Schlüssel... Unsere Tür mit UD ~0,5 kennt das Problem nicht (trotz RF >50%). Eventuell hilft auch ein Beschlag mit einem extra Schutz außen vor dem Zylinder (mit einem Luftspalt zwischen Abdeckung und Zylinder). Bsp.: |
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Hallo, technisch finde ich es auch verständlich und korrekt erklärt. Aber aus Sicht eines Herstellers der Versucht einem ein Kondensatproblem als keinen Mangel zu erklären, hapert etwas meine Einsicht ehrlicherweise.... Ich will und brauche mir auch nicht überlegen wie ich das Problem beheben muss meiner Ansicht nach, die Türe hat zu funktionieren... punkt... Bei den Fenstern habe ich absolut keine Kondensat, die sind auch super Dicht.. ich vermute dass die Türdichtung und auch beim Zylinder eine Undichtheit ist bzw. Wärmebrücke, so wie es der Hersteller selbst ja auch zugibt.. Im Winter ist doch die rF ja eh immer zu trocken als zu feucht... ich habe beim Eingang Innen eine Lufttemperatur von 21,6°C und ca. 47%rF |
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Was ist dann deine Frage? Wenn die Tür einen Mangel hat, kannst du den Weg der Gewährleistung nehmen. Wenn die Tür selbst in Ordnung, aber für das Haus oder Standortklima nicht geeignet ist, musst du dich an den wenden, der sie fälschlicherweise für geeignet befunden hat (GU oder Planer?). |
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Mich hätte interessiert wie ihr mit der Stellungsnahme des Herstellers umgehen würdet und ob es nun ein Mangel ist oder nicht. Er spricht ja von einer "Wärmebrücke die keinen Reklamationsgrund darstellt." Hier ein älteres Foto von der Innenansicht, damit man die Türe von Innen sieht (das Haus ist jetzt Innen bereits fertiggestellt) Habe jetzt ein Foto mit der IR Kamera gemacht. Aussentemperatur derzeit: -4°C |
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Vermehrt Kondensat ist im Falz nicht.... der ist eigentlich trocken Hier noch technische Daten die ich vom Hersteller bekommen habe: |
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Der Wärmedurchgangskoeffizient ist relevant. Der ist in dem Fall nicht so berauschend. Nicht katastrophal, aber auch nicht großartig. Das Wärmebild deutet aber meiner Meinung nach eher auf ein gröberes Problem mit der Dichtung oder dem Einbau hin. Nochmal auf deinen ersten Beitrag geschaut, vorletztes Bild - ist das die Dichtung, die da komplett zerfetzt aus dem Spalt schaut? Wegen dem Schließzylinder - den kann man bestenfalls tauschen. Das ist halt einfach ein Stück Metall von ganz außen nach ganz innen. Wenns draußen kalt ist, wirds drinnen auch kalt. Alternativ kannst du überlegen, auf ein Motorschloss umzusteigen und den Zylinder auf einer Seite durch Dämmung zu ersetzen (und luftdicht zu verschließen). Oder du bastelst dir ein Stück Dämmung zurecht, das du an kalten Tagen von außen irgendwie davorklemmst. |
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Da gebe ich Dir bedingt recht. Aber wenn Du das Thermografiebild betrachtest, hast eh die Erklärung vom Hersteller. Die Tür weist im Bereich der mittleren Verriegelung eine niedrigere Oberflächentemperatur auf. Das ist der vom Hersteller erkläre Bimetalleffekt (im Winter Krümmung nach außen, im Sommer nach innen). Die im Flügel und Rahmen eingebauten Dichtungen haben einen bestimmten Arbeitsweg, welcher den Bimetalleffekt üblicherweise gut ausgleichen können. Den Anpressdruck der Dichtung kannst Du aber auch selbst überprüfen. Nimm ein Blattpaier, lege zwischen der Flügeldichtung und dem Rahmen, versperr die Tür vollständig und versuche dann das Blatt herauszuziehen. Geht es sehr leicht, kannst Du am Beschlag den Anpressdruck nachjustieren (Bei einer MV die Schließstücke samt Fallenschliesstück) so dass dieser passt. Die Frage ist auch, ob die Tür eine Mehrfachverriegelung hat oder nicht. Wenn eine MV vorhanden ist, ist erst bei einer vollständigen Verriegelung ein ordnungsgemäßer Anpressdruck des Flügels an den Rahmen gegeben. Liegt die Türe nur in der Falle (tagsüber gängig), kommt der Bimetalleffekt stärker zum Tragen. In deinem Fall ist das im Winter kein Nachteil, da der Flügel oben und unten stärker an den Rahmen anpresst, im Sommer aber nach innen gewölbt ist (ist dann bei schlagartigen Wetterumschwüngen mit Schlagregen oft problematisch, da die Dichtheit der Tür beeinträchtigt ist). Eine regelmäßige Wartung der Beschläge (Überprüfung Anpressdruck, ggf Einstellen der Beschläge) bleibt die aber nicht erspart. So wie dem Foto zu entnehmen ist, hast du zum Zeitpunkt der Aufnahme eine Oberflächentemperatur von ca. 11°C. Da sollte es bei deinen Angaben zum Raumklima rechnerisch gerade noch kein Kondensat an der Profiloberfläche geben. Da aber Kondensat vorhanden ist, dürfte ers im Raum einen Tick zu feucht sein. Das allerdings ist Bauphysik und da kann der Hersteller auch nichts dafür. Für das passende Raumklima bist Du als Nutzer verantwortlich (siehe auch Energieausweis). Gast-Karl hat das Problem übrigens auch gut beschrieben. |
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