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Unsere Bonität? Möglichkeiten bzw. Konditionen

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  •  Pepinger1234
6.1. - 7.1.2026
4 Antworten | 3 Autoren 4
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Hallo zusammen!

Würde gerne von den Spezialisten hier im Forum gerne eine Meinung bzw. Ratschlag geben lassen:
Folgende Situtation:

Wir sind gerade dabei unser Haus zu verkaufen (wo wir derzeit noch drin wohnen) und sind kurz vor Kaufanbot Unterschrift. 
VK-Preis: 895.000 Euro (davon sind 200k noch finanziert bei der ING Bank dazumals noch).

Wir planen eine Neubau (grund ist vorhanden und bezahlt) (Rohbauangebote bereits am Tisch), Endkosten ungefähr bei 700-800k. In diesem Rohbau wird eine seperate Wohnung mit 60 qm gebaut und seperat parifiziert werden.
Der Käufer unseres Hauses muss 12 Monate warten damit er unser Haus beziehen kann. Somit erlange ich auch erst dann das Geld betreffend meinem Haus oder?. Ich müsste jetzt in dieser Zeit eine Finanzierung starten damit wir anfangen können?

Es gibt noch eine Eigentumswohnung wo 80k noch offen sind. Wert laut Gutachter 280k. Da wohnt meine Mutter drin.

Welche Optionen bzw. Schritte in Bezug auf Finanzierung Bonität und Konditionen würde es geben bei diesem Projekt und bei welcher Bank? Sind in Tirol zu Hause.

Freue mich von Euch zu hören😀
Beste Grüße

  •  LiConsult
  •   Gold-Award
7.1.2026 9:56  (#1)

zitat..
Pepinger1234 schrieb: Der Käufer unseres Hauses muss 12 Monate warten damit er unser Haus beziehen kann. Somit erlange ich auch erst dann das Geld betreffend meinem Haus oder?. Ich müsste jetzt in dieser Zeit eine Finanzierung starten damit wir anfangen können?

da spielen einige Themen mit hinein.

Solche Fälle sind stets auch individuell zu vereinbaren. Für euch ist es natürlich wichtig, dass der potentielle Käufer eurer Immobilie seinen Vertragsbestandteil erfüllen kann (den Kaufpreis inkl. Steuern und Gebühren bezahlen kann). Der Idealfall ist natürlich jener, dass der komplette Kaufpreis auf dem Treuhandkonto liegt, bevor die Übergabe erfolgt. Das wird aber keinem Käufer so wirklich "schmecken". Daher ist es in der Praxis auch nicht unüblich, dass im Kaufvertrag beispielsweise Teilzahlungen auf das Treuhandkonto vereinbart werden. Wenn der Käufer allerdings erst kurz vor Übergabe zahlen möchte, so wäre das klarerweise auch möglich.

Aus Finanzierungssicht ist es für euch freilich wichtig, dass die Errichtungskosten zu Baubeginn gänzlich zur Verfügung stehen und das Projekt somit ausfinanziert ist.

Und da wird es in eurem Fall "spannend". Zu berücksichtigen ist nämlich, dass die Bank regulatorisch maximal 80% des bankseitig ermittelten Verkehrswertes (für maximal 48 Monate) zwischenfinanzieren kann - abzüglich Vorlasten. Sollte der Verkehrswert eurem geplanten Verkaufserlös entsprechen, wären das 716.000 minus 200.000 Vorlast = 516.000. 
Wenn man nun die Wohnung als simultanes Besicherungsobjekt dazurechnet (abzüglich grundbücherlichem Pfandbetrag) kommt man der Sache etwas näher.

Jetzt mal auch unabhängig von DSTI, in Frage kommende Kreditinstitute, Konditionen, etc. ist das ein nicht ganz leichtes Unterfangen, das viel Planung, Steuerung und Abstimmung verlangt.

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  •  PV2023
  •   Bronze-Award
7.1.2026 13:15  (#2)
Gleich vorweg, bin nur Laie aber finanztechnisch sehr interessiert....

Ist es wirklich wesentlich günstiger den benötigten Betrag als Zwischenfinanzierung zu nehmen, anstatt den Gesamten Betrag variabel zu finanzieren und bei Hausverkauf sofort zu tilgen?
Oder ist die Rückzahlung in Eurem Einkommen nicht darstellbar?

Die benötigten 20 % Eigenkapital dürften mit den Grundstücksbesitz (Tirol!) bereits vorhanden sein.

Wäre aus meiner Sicht wesentlich einfacher und stressfreier.

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  •  speeeedcat
  •   Gold-Award
7.1.2026 15:47  (#3)

zitat..
PV2023 schrieb: Ist es wirklich wesentlich günstiger den benötigten Betrag als Zwischenfinanzierung zu nehmen, anstatt den Gesamten Betrag variabel zu finanzieren und bei Hausverkauf sofort zu tilgen?
Oder ist die Rückzahlung in Eurem Einkommen nicht darstellbar?

Naja, grundsätzlich bleibt es sich (fast) wurscht, weil es sich um den gleichen Darlehensbetrag handelt.
Bankseitig wird die ZwiFi über ein Bau-Wohnkonto gespielt. Dieses ist ohnedies variabel verzinst und im besten Fall um 1% zuzüglich 1-Monatseuribor zu haben.
Wenn der Verkauf über die Bühne ist, muss damit das Bau-Wohnkonto abgedeckt werden.
Die Gebühren fallen bankseitig dort wie da an.


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  •  LiConsult
  •   Gold-Award
7.1.2026 16:01  (#4)

zitat..
PV2023 schrieb: Ist es wirklich wesentlich günstiger den benötigten Betrag als Zwischenfinanzierung zu nehmen, anstatt den Gesamten Betrag variabel zu finanzieren und bei Hausverkauf sofort zu tilgen?

Bei der Zwischenfinanzierung sind nur die anfallenden Zinsen zu bezahlen (und "DSTI-wirksam" - außer die Zinsen werden für die Zwischenfinanzierungsperiode gleich zu Beginn vom Kreditbetrag in Abzug gemacht (machen aber nur vereinzelte Banken)) - das entschärft die DSTI-Rechnung deutlich gegenüber einer Pauschalrate inkl. Tilgung.
Hier ist man aber wie beschrieben mit 80% des Verkehrswertes limitiert.

Klar könnte man den kompletten Neubau neu finanzieren. Dann müsste sich im DSTI jedoch die aktuelle Kreditrate und die kalkulatorisch neue Kreditrate (Zinsen+Tilgung) für die komplette Finanzierung der Errichtung im Einkommen (40%) ausgehen (und natürlich auch noch jene der ETW).

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