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Lokale kalte Stellen an Dampfbremse–fehlende Holzfaser-Einblasdämmung

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  •  massivholzfan
3.1. - 4.1.2026
5 Antworten | 3 Autoren 5
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Hallo zusammen,
ich würde gerne eure Einschätzung zu folgendem Dachaufbau bzw. Befund hören, da ich aktuell unsicher bin, wo genau die Ursache liegt.
Rahmenbedingungen:
  • Steildach, ca. 45° Dachneigung
  • Zwischensparrendämmung: eingeblasene Holzfaser
  • Innenseitig: feuchtevariable Dampfbremse (Majrex 200)
  • Blower-Door-Test wurde durchgeführt → unauffällig, keine auffälligen Leckagen
Messungen / Beobachtungen:
  • Raumklima zum Messzeitpunkt: 20,5 °C / 64 % rF
    → Taupunkt ca. 13,4 °C
  • Oberflächentemperatur an der Dampfbremse (mit IR-Thermometer, Emissionsgrad 0,95)
  • Großteils ca. 21 °C
  • Lokal begrenzt Stellen mit 15–16 °C
  • Die kalten Bereiche sind punktuell, nicht flächig über das ganze Sparrenfeld verteilt
  • Teilweise fühlt sich die Fläche dort „hohler“ an (Klopftest)
Fragestellung / Hypothesen:
  • Kann es sein, dass in diesen Bereichen keine bzw. zu wenig Einblasdämmung eingebracht wurde oder sich lokal ein Hohlraum gebildet hat?
  • Reicht die gemessene Oberflächentemperatur bei den genannten Innenklimawerten überhaupt aus, um raumseitig Tauwasser auf der Dampfbremse zu verursachen?
  • Oder handelt es sich um Feuchteeintrag durch Undichtigkeiten an der Dampfbremse?
  • Feuchteeintrag von außen erscheint bisher nicht eindeutig, ist aber nicht vollständig ausgeschlossen.
  • Wie würdet ihr das Problem lösen? Einblasdämmung wurde vom ausführenden Bauunternehmen an ein Subunternehmen übergeben. 

    DANKE FÜR EURE HILFE!


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  •  Akani
3.1.2026  (#1)
Du misst Mist.
Ir Thermometer und lauter unterschiedliche Messpunkte, Farben und Winkel.
Schwarze Tapepunkte und gleiche Abstände und Winkel.
Zudem wie kann das sein bei Ausblasdämmung punktuelle Messdifferenzen von 4-5 k.

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  •  massivholzfan
3.1.2026  (#2)


zitat..
Akani schrieb:

Du misst Mist.
Ir Thermometer und lauter unterschiedliche Messpunkte, Farben und Winkel.
Schwarze Tapepunkte und gleiche Abstände und Winkel.
Zudem wie kann das sein bei Ausblasdämmung punktuelle Messdifferenzen von 4-5 k.

Danke Akani für die Rückmeldung.  Hier nochmals 4 Messwerte mit grauem Gaffa (ε ≈ 0,95). Alle mit Abstand 36 cm (lt. Herstellerempfehlung) und orthogonal auf den Messpunkt. Messpunkt 2 und 4 dienen als Referenzpunkt (keine dunkler Fleck darunter). Die Messdifferenzen sind trotzdem mind. 3 K. Zu wenig Dämmmaterial dahinter?

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  •  Akani
3.1.2026  (#3)
Ich denke da es ja Zwischenfällen aufgeblasen wurde. Können die Messstellen teils Balkenlage sie die das Gefache bilden. Nur so ein Gedanke.
Ansonsten, mit Kreislochbohrer zwei Probebohrungen machen und Prüfen, sollte ja kein Problem sein diese Löcher zu verschließen.
Also Probeloch bei dem hohen und einen bei der niedrigen Temperatur.

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  •  MalcolmX
  •   Gold-Award
3.1.2026  (#4)
Denke dort sind einfach die Sparren.

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  •  massivholzfan
4.1.2026  (#5)

zitat..
MalcolmX schrieb:

Denke dort sind einfach die Sparren.

Ich hab die Konstruktion nochmals erfühlt, um das Problem irgendwie rausfinden zu können. Ich glaube dass es an dem überstehenden Hilfssparren liegt, der unter den kehlbalken einen "Dämmschatten" bildet. Ich nehme an, dass man den Hilfssparren (Ich weiß nicht ob das der richtige Begriff ist) links vom Kehlbalken bündig abschneiden hätte können. Außerdem hätte man das beim Einblasen vermutlich auch noch leicht abfangen können wenn man diese Stellen gesondert mit der Lanze berücksichtigt hätte. 

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