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Infrarotheizung im „Nebenhaus“

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  •  domi95
23.11. - 25.11.2025
12 Antworten | 6 Autoren 12
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Hallo zusammen,
wir haben unser Haus aus den 60ern saniert. Es ist in zwei Hälften geteilt:
 
  • Linke Haushälfte: Dort wohnen wir, normal beheizt mit Gas
  • Rechte Haushälfte: Ca. 50 m², wurde von uns ebenfalls hergerichtet (neues Dach, neue Fenster, neues Bad), soll aber nur als Gemeinschafts-/Partyhaus genutzt werden, also nicht dauerhaft bewohnt.
Aufteilung der rechten Hälfte:
  • ca. 35 m² Raum (Aufenthaltsraum)
  • ca. 12 m² weiterer Raum
  • neues Badezimmer
  • In beiden Räumen kommt eine Infrarot-Deckenheizung mit Thermostat rein, im größeren Raum zusätzlich eine Klimaanlage (Splitgerät), die auch heizen kann.
Diese Haushälfte war früher ein reines Abstellhaus und wurde noch nie beheizt. Es gab aber nie Probleme mit Schimmel, auch nicht vor dem Umbau.
 
Jetzt meine Fragen an euch:
  • Kann man die Räume einfach nur dann aufheizen, wenn man drinnen ist (z. B. am Wochenende für eine Feier), oder sollte man trotzdem eine gewisse Grundtemperatur halten?
  • Besteht Schimmelgefahr, wenn die Räume die meiste Zeit kalt bleiben und nur punktuell mit Infrarot und Klimaanlage aufgeheizt werden?
  • Würdet ihr zusätzlich etwas empfehlen, z. B. regelmäßiges Stoßlüften, Luftentfeuchter oder eine minimale Temperatur am Thermostat?
  • Mir geht es vor allem darum, Energie zu sparen, aber trotzdem keine Probleme mit Feuchtigkeit/Schimmel zu bekommen.
    Freue mich über eure Einschätzungen und Erfahrungen!

    •  robfox
    23.11.2025  (#1)
    Aus meiner Erfahrung in einem gemauerten Bauernhaus aus Vollziegel: wenn es ein trockenes modernes Haus ist (wenn aus den 60ern gut möglich, Betonfundament, Sperrbahn), und du nie heizt, bautechnisch eher kein Problem. Wenn du nur ein/zwei Mal pro Kältesaison einheizt vermutlich auch noch nicht. Regelmäßig, zB. jedes Wochenende, ist es problematisch, die Wände und alles ist sehr kalt, und zB. in oder hinter Kästen hast du jedes Mal Kondensat, was längerfristig zu Schimmel führt. Küchenkästchen waren bei mir problematisch.
    Kalte Wände machen einen Raum unbehaglich, auch wenn die Luft schon warm ist, zB. glüht der Kopf und die Zehen unter dem Tisch sind kalt. Nakt im Bad mit eiskalten Wandfliesen ist auch nicht angenehmt. Wenn du dort duscht, laufen Wasserfälle von den kalten Fliesen. (Abgesehen davon musst du im Badezimmer das Wasser überall ablassen bei Frostgefahr.)

    1
    •  ds50
    •   Gold-Award
    23.11.2025  (#2)

    zitat..
    domi95 schrieb: Diese Haushälfte war früher ein reines Abstellhaus und wurde noch nie beheizt. Es gab aber nie Probleme mit Schimmel, auch nicht vor dem Umbau.

    Solange innen keine Feuchtigkeit erzeugt wird sehe ich auch kein großes Problem mit kalten Wänden und Schimmel. Das kann sich halt schlagartig ändern, sobald eine Nutzung entsteht (Kochen, Atmen, Duschen), die Wände aber weiterhin weitgehend kalt bleiben.


    1
    •  domi95
    24.11.2025  (#3)

    zitat..
    ds50 schrieb:

    ──────..
    domi95 schrieb: Diese Haushälfte war früher ein reines Abstellhaus und wurde noch nie beheizt. Es gab aber nie Probleme mit Schimmel, auch nicht vor dem Umbau.
    ───────────────

    Solange innen keine Feuchtigkeit erzeugt wird sehe ich auch kein großes Problem mit kalten Wänden und Schimmel. Das kann sich halt schlagartig ändern, sobald eine Nutzung entsteht (Kochen, Atmen, Duschen), die Wände aber weiterhin weitgehend kalt bleiben.

    das meiste wird sich im größeren Raum abspielen.  
    Wir gehen wenn es kalt ist rein - trinken etwas - gehen wieder.
    In der Zeit werd ich halt die Infrarotheizung einschalten damit es nicht kalt ist.

    Aber die Infrarotheizung wird in den kurzen Zeiten die Wände nicht aufheizen denk ich mir.. also wände bleiben kalt - kein schimmel oder ? 


    1


    •  Puitl
    •   Silber-Award
    24.11.2025  (#4)

    zitat..
    domi95 schrieb:

    Aber die Infrarotheizung wird in den kurzen Zeiten die Wände nicht aufheizen denk ich mir.. also wände bleiben kalt - kein schimmel oder ?

    Kommt drauf an wie viel Feuchte ihr in der Zeit einbringt/erzeugt 😉

    Auch wird die Infrarot in der kurzen Zeit in der man was trinkt keine Bäume versetzen, da würde euch ein Heizstrahler schneller Wärme liefern.
    Notfalls den Raum danach kurz lüften damit die eingebrachte Feuchte wieder abziehen kann.


    1
    •  domi95
    24.11.2025  (#5)

    zitat..
    Puitl schrieb:

    ──────..
    domi95 schrieb:

    Aber die Infrarotheizung wird in den kurzen Zeiten die Wände nicht aufheizen denk ich mir.. also wände bleiben kalt - kein schimmel oder ?
    ───────────────

    Kommt drauf an wie viel Feuchte ihr in der Zeit einbringt/erzeugt 😉

    Auch wird die Infrarot in der kurzen Zeit in der man was trinkt keine Bäume versetzen, da würde euch ein Heizstrahler schneller Wärme liefern.
    Notfalls den Raum danach kurz lüften damit die eingebrachte Feuchte wieder abziehen kann.

    Auch wenn die Luftfeuchtigkeit in den Stunden, in denen der Raum genutzt wird, einmal höher ist, sollte das ja nicht gleich zu Schimmel führen, oder?
    Dafür müsste die Luftfeuchtigkeit doch über längere Zeit konstant hoch sein und nicht nur immer wieder für ein paar Stunden.
    Wenn der Raum nicht genutzt wird, würde ich eventuell die Fenster gekippt lassen, damit ständig ein bisschen Durchzug ist.


    1
    •  Puitl
    •   Silber-Award
    24.11.2025  (#6)
    Du könntest natürlich die Raumfeuchte + Oberflächentemp. messen um zu schauen ob Schimmelgefahr besteht, bei rel. kurzzeitiger Nutzung + lüften danach wirst du glaub ich keine Probleme haben nein.

    1
    •  andifuer
    24.11.2025  (#7)
    Im Gegensatz zur IR kann die Splitklima ja auch entfeuchten, käme also eurem Betriebsmodus auch recht entgegen. Wenn das Haus zudem nicht komplett unisoliert ist, kann die Klima zudem recht kostengünstig auch eine gute Mindesttemperatur halten was dann im Bedarfsfall leichter aufgeheizt ist.
    Gute Geräte, etwa von Daikin, haben einen SCOP >5, d.h. sie sind um diesen Faktor auch effizienter als die IR was den Gesamtwärmeeintrag angeht.
    Würde daher überlegen, in allen Räumen die Klima einzubauen. Ist auch nicht wirklich teurer als die IR.

    1
    •  domi95
    24.11.2025  (#8)

    zitat..
    andifuer schrieb:

    Im Gegensatz zur IR kann die Splitklima ja auch entfeuchten, käme also eurem Betriebsmodus auch recht entgegen. Wenn das Haus zudem nicht komplett unisoliert ist, kann die Klima zudem recht kostengünstig auch eine gute Mindesttemperatur halten was dann im Bedarfsfall leichter aufgeheizt ist.
    Gute Geräte, etwa von Daikin, haben einen SCOP >5, d.h. sie sind um diesen Faktor auch effizienter als die IR was den Gesamtwärmeeintrag angeht.
    Würde daher überlegen, in allen Räumen die Klima einzubauen. Ist auch nicht wirklich teurer als die IR.

    was wäre denn eine "gute grundtemperatur" ?   unbeheizt hat es ca 5 grad zurzeit drinnen - bei draußen minus 4 grad.

    wäre eine Grundtemperatur von 10 - 12 grad die ich mit der klima halten würde ratsam ? sollte ja auch nicht allzuviel strom fressen.. würde ja nicht auf 22 grad aufheizen.


    1
    •  Puitl
    •   Silber-Award
    24.11.2025  (#9)

    zitat..
    domi95 schrieb:

    wäre eine Grundtemperatur von 10 - 12 grad die ich mit der klima halten würde ratsam ? sollte ja auch nicht allzuviel strom fressen.. würde ja nicht auf 22 grad aufheizen.

    Ich frage mich was das bringen sollte wenn die Räume nicht wirklich genutzt werden...


    1
    •  domi95
    24.11.2025  (#10)

    zitat..
    Puitl schrieb:

    ──────..
    domi95 schrieb:

    wäre eine Grundtemperatur von 10 - 12 grad die ich mit der klima halten würde ratsam ? sollte ja auch nicht allzuviel strom fressen.. würde ja nicht auf 22 grad aufheizen.
    ───────────────

    Ich frage mich was das bringen sollte wenn die Räume nicht wirklich genutzt werden...

    dachte mir so bekommt man vllt die feuchtigkeit besser in griff ? wenn es 12 grad statt 4 grad drinnen hat 


    1
    •  IngoSE
    24.11.2025  (#11)

    zitat..
    domi95 schrieb:

    ──────..
    andifuer schrieb:

    Im Gegensatz zur IR kann die Splitklima ja auch entfeuchten, käme also eurem Betriebsmodus auch recht entgegen. Wenn das Haus zudem nicht komplett unisoliert ist, kann die Klima zudem recht kostengünstig auch eine gute Mindesttemperatur halten was dann im Bedarfsfall leichter aufgeheizt ist.
    Gute Geräte, etwa von Daikin, haben einen SCOP >5, d.h. sie sind um diesen Faktor auch effizienter als die IR was den Gesamtwärmeeintrag angeht.
    Würde daher überlegen, in allen Räumen die Klima einzubauen. Ist auch nicht wirklich teurer als die IR.
    ───────────────

    was wäre denn eine "gute grundtemperatur" ?   unbeheizt hat es ca 5 grad zurzeit drinnen - bei draußen minus 4 grad.

    wäre eine Grundtemperatur von 10 - 12 grad die ich mit der klima halten würde ratsam ? sollte ja auch nicht allzuviel strom fressen.. würde ja nicht auf 22 grad aufheizen.

    Meine laienhafte aber bewährte Idee zu einer guten Grundtemperatur wäre, sich
    mit der jeweiligen Nutzung vorausschauend zu beschäftigen. Es gibt Tabellen für
    den sogenannten Taupunkt, in der aus der Hüfte geschossen bspw. stehen könnte,
    daß bei einer gemessenen Luftfeuchte von 40 % der Taupunkt bei 14 Grad Celsius läge.

    Bedeutet, daß eine bis höchsten 14 Grad temperierte Oberfläche in diesem Raum
    beginnen würde/könnte, oberhalb von 40% Luftfeuchtigkeit Kondensation zu zeigen.

    Um ein Bild davon zu geben, was die Weitsicht in der Nutzung betrifft:
    Ich würde den Raum geeignet vortemperieren wenn ich am kommenden
    Wochenende eine Wok-Kochparty mit 30 Leuten im Planer stehen hätte,
    damit bei etwa (gefühlten) 280% Luftfeuchte sich keine Taupunkte bilden,
    sprich - feuchte Wände bilden wenn es mit der Lüftung nicht so gut klappt.

    Auch ohne Einzelveranstaltungen existiert es eine gewisse Raumfeuchte,
    die ohne ausreichende Belüftung eine Grundtemperatur im Raum benötigt,
    damit höchstens die Fensterscheiben beschlagen, nicht aber die Wände.
    Interessant sind in der Sache auch Details zur Einrichtung, inwieweit die
    Außenwände flächig mit Möbeln verstellt werden, ohne der warmen Raumluft
    die Chance zu geben, hinter dem Mobiliar gegen die Wandkälte von außen zu wirken.




    1
    •  andifuer
    25.11.2025  (#12)

    zitat..
    domi95 schrieb:

    was wäre denn eine "gute grundtemperatur" ?   unbeheizt hat es ca 5 grad zurzeit drinnen - bei draußen minus 4 grad.

    wäre eine Grundtemperatur von 10 - 12 grad die ich mit der klima halten würde ratsam ? sollte ja auch nicht allzuviel strom fressen.. würde ja nicht auf 22 grad aufheizen.

    Ich peile so 10° an.
    Liegt an Pflanzen, die ich in einem Gartenhaus überwintern möchte. 
    Gartenhaus hat 40mm Holzwände und 22mm Dach bei ca. 14m²
    Eine kleine Campingklima zum Heizen. 
    Aber ist der erste Winter, muss mal schauen ob und wieviel ich da Heizen muss.


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