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Erkennung von Mikroleckagen u. Wasserschäden - Seite 2

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  •  Informatiker
  •   Bronze-Award
22.10.2025 - 23.1.2026
38 Antworten | 15 Autoren 38
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Hallo zusammen,
ich beschäftige mich aktuell mit der Frage, wie man Mikroleckagen – also winzige, über längere Zeit austretende Wassermengen – in der Wasserinstallation zuverlässig erkennen kann.

Ein System, das hierbei in Betracht kommt, ist z.b. Grohe Sense Guard. Dieses Gerät überwacht den Wasserverbrauch, misst den Druck und erkennt durch Druckabfall auch kleinste Leckagen bei den Leitungen... so die Theorie ;)

Fragen:
- Wie zuverlässig ist so ein System bei der Erkennung von Mikroleckagen?
-  Gibt es Erfahrungen mit so einem System?

-> Welche Lösungen habt für die Erkennung von Wasserschäden?


 

  •  MPP33
14.11.2025  (#21)
Hab ich auf meiner ToDo Liste.
Finde es halt bissl mit der Kirche ums Dorf einen analogen Zähler per Kamera auszulesen, aber da hat man ja selbst idr. keinen Einfluss welchen Zähler man bekommt.

Persönlich find ich die Kameralösung so naja, man muss ja wie ich es verstehe regelmäßig ein Bild machen und das wird dann ausgewertet.
a) Fürs Bild brauchts Licht, mit einer vernünftigen Abtastrate wär das immer ein (Algen?)
b) Ein einsetzender Verbrauch wird abhängig von der Abtastrate verspätet registriert, man kann also kurze Verbrauchsspitzen kaum zuordnen.

Ich finde den Ansatz besser das Verbrauchsrädchen irgendwie abzutasten, idealerweise mit einer Lösugn die kein Licht braucht. K.A. ob ein kleines rotes Pünktchen für Algen irgendwie verwertbar ist.

So hätte man keine zeitliche sondern wirklich verbrauchsabhängige Auflösung.

Diese Lösung wäre geeignet um einen rinnenden Spülkasten aufzuspüren, da geht ja auch nicht zu knapp Wasser verloren.
Eine Microleckage wo pro Stunde 2-3 Tropfen Wasser rauskommen erkennt man damit nicht weil die Mindestdurchflussmenge für eine Zählerbewegung nicht erreicht wird.

Ein Drucksensor wäre hier wiederum interessant (an beliebiger Stelle platzierbar, kann ja auch im Küchenkastl sein), für ein verwertbares Ergebins muss aber der Haupthahn abgedreht werden.
Ich kann mir vorstellen in Zeiten wo ein Verbrauch unüblich ist (Nacht 2-3 oder so) automatisiert einmal 1-2h abzusperren.
Einen zufälligen Verbrauch in dieser Zeit könnte man ja per rapidem Druckabfall erkennen und ein öffnen vom Haupthahn triggern - leichter Komfportverlust weil man das wohl am Hahn kurz merken würde bevor Wasser kommt.

Blöd gefragt - gibts Antriebe die man auf vorhandene Absperrhähne aufsetzen kann?
Ich will an dem System irgendwie nichts aufmachen (gepresste Leitungen, da bräucht ich den Installateur).
Das wäre aber auch ein genereller Punkt der mir schon länger vorschwebt, unabhängig von der Messgeschichte, dass ich den Haupthahn automatisch abdrehen kann.

Ich hätte zur Auswahl dieses Modell vor/nach der Wasseruhr

2025/20251114463595.jpg

Und dieses Modell nach dem Wasserfilter (zwischen erstem Hahn ist nur der Wasserfilter und ein Kugelhahn, dann kommt dieser)

2025/20251114383551.jpg

Für solche Spielereien würde mir der zweite ganz gut gefallen - ich frag mich halt wie schnell so ein mechanischer Hahn es einem übel nimmt wenn man ihn 1x/Tag automatisiert zudreht.
1x/Monat ist ja wichtig um sie gangbar zu halten, aber täglich ist halt eine andere Liga :)


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  •  Hedensted
  •   Bronze-Award
15.11.2025  (#22)
Ich hatte mal ein (unbegründetes) Druckproblem und möchte davon die Antwort von Akani hervorkramen:

"Der Druckverlust über Nacht reicht schon aus wenn Warmwasser abkühlt.  Wasser lässt sich nicht Komprimieren wie der Druck in der Heizung, die hat ein MAG genau dafür. "

https://www.energiesparhaus.at/forum-brauchwasser-verstaendisfrage-zum-druck-verlust/75307_2#771821

Das mit dem Drucksensor + Haupthahn geschlossen wird also nicht so einfach durchzuführen sein, ausgenommen du sperrst die Warmwasser-Seite, was wiederum nicht zielführend ist.

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  •  christoph1703
15.11.2025  (#23)
Sehr guter Punkt, das hatte ich auch nicht am Schirm. Jetzt müsste man wissen, ob der Druckabfall durch kleine Leckagen da drin untergeht, oder ob der eh um Größenordnungen schneller passiert.

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  •  MPP33
15.11.2025  (#24)
Das wäre gedanklich schon Gegenstand von Beobachtungen gewesen.
Da in der Nacht von 2-3 bei uns idr. recht konstante Bedingungen herrschen würd ich erwarten, dass man zu dem Zeitpunkt recht zuverlässig voraussagen kann wie sehr der Druck fallen wird ohne Leckage.
Im Ernstfall kann man ja auch noch Randbedingungen für den Test setzen und z.B. aktuelle WW WW [Warmwasser] Temperatur bzw. deren Änderung und zeitlicher Abstand der letzten Entnahme mit einbeziehen.

Man könnt dann nach ein paar Wochen Erfahrung sammeln einmal über Nacht einen Wasserhahn minimal in einen Messbecher tropfen lassen und schauen ob bzw. wie fein das Konstrukt drauf anspringt.

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  •  Dirm
  •   Bronze-Award
17.11.2025  (#25)
Bei uns tropfen gerade 2 Flansche. 2-3 Tropfen am Tag. Kann mir nicht vorstellen,  dass man das über den Druck detektieren kann. Entweder Fehlalarme oder nichts.
Wenn das ein Lochfrass ist und über Wochen in der Wand feuchtelt...
Wie lokalisiert man die Stelle?

Großeltern hatten Lochfraß in Kupfer nach 50 Jahren. Das Loch hast fast nicht gesehen, aber die Wand hinterm Kasten war (Monate?) komplett feucht.

In anderem Forum hats in den Steigschacht getröpfelt. Alles schimmelig.

Wir wollen die Wasserleitungen auch erneuern. Ich überleg ob wir sie im Bad nicht auch aufputz machen und eine Vorsatzschale. Kleine Revisionstür und man kann immer wieder schauen. Bzw wenn die Wand dahinter abgedichtet ist, müsste man "nur" die Vorsatzschsle erneuern und nicht die Wand trockenlegen.

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  •  MPP33
17.11.2025  (#26)
Wasser ist inkompressibel und im Brauchwassersystem gibts ja keinen Ausgleichsbehälter, folglich würd ich erwarten, dass auch klene Leckagen recht schnell zu Druckabfall führen (sofern nicht irgendwo Luft in einer Leitung steht).
Deswegen testet man z.B. Luftkessel (vom Kompressor) mit Flüssigkeit - wenn das Teil beim Drucktest versagt platzt der zwar, fliegt aber nicht wie eine Rakete durch die Gegend weil der Druck sofort weg ist.

Problem wurde ja schon genannt, auch auskühlendes Wasser in den Leitungen führt zu Druckverlust.
Das ließe sich aber vorhersagen durch die von mir genannten Randbedingungen (letzte Entnahme = alle Leitungen sicher abgekühlt und die Temperatur im Speicher.

Bei 2-3 Tropfen/Tag wird man halt tatsächlich an die detektierbaren Grenzen kommen.
Ich tippe auf eine Detektierbarkeit von einem leicht erkennbar tropfenden Wasserhahn.

Auf der anderen Seite frag ich mich - wieviel Feuchtigkeit hält die Bausubstanz aus?
An einer gut durchlüfteten Stelle würd ich mir erwarten, dass 1-2 Tropfen/Tag nicht einmal einen Schaden verursachen. Da hat man im Winter mit Kondensation sicher an vielen Stellen größere Wassermengen die man nicht einmal merkt.


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  •  Deep
17.11.2025  (#27)

zitat..
klaus3000 schrieb:

Ich kenne einige Leute die den Wasserzähler ablesen (https://haus-automatisierung.com/hardware/2021/12/19/wasserzaehler-esp-cam.html) und im Home Assistant auswerten.

Ein Arbeitskollege hatte einen Haarriss im Eckenventil und der Wasserschaden wurde erst nach einigen Tagen erkannt, mit großen Schaden. Daraufhin hat er obige Lösung eingebaut und wenn es einen Verbauch gibt zu einer Zeit wo es keinen Verbrauch geben darf -> Alarm. Damit hat er den zweiten Haarriss innerhalb von ein paar Stunden erkannt und der Schaden war viel kleiner.

Dein Kollege hatte wirklich schon zwei Wasserschäden?
Neubau?
Ist aber eher ungewöhnlich oder?


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  •  massiv50er
  •   Gold-Award
9.1.2026  (#28)

zitat..
massiv50er schrieb:

──────..
brtl schrieb:

──────..
klaus3000 schrieb:

Ich kenne einige Leute die den Wasserzähler ablesen (https://haus-automatisierung.com/hardware/2021/12/19/wasserzaehler-esp-cam.html) und im Home Assistant auswerten.

Ein Arbeitskollege hatte einen Haarriss im Eckenventil und der Wasserschaden wurde erst nach einigen Tagen erkannt, mit großen Schaden. Daraufhin hat er obige Lösung eingebaut und wenn es einen Verbauch gibt zu einer Zeit wo es keinen Verbrauch geben darf -> Alarm. Damit hat er den zweiten Haarriss innerhalb von ein paar Stunden erkannt und der Schaden war viel kleiner.
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Nach den Recherchen soweit, frage ich mich, ob das nicht wirklich die beste und flexibelste Variante wäre. Nach dem Hauptabsperrhahn ein Magnetventil und die Wasseruhr mit einer DIY-Lösung ablesen. Beides lässt sich dann schön in die Hausautomatisierung einbinden und man ist an keine proprietären Hersteller-/Cloudlösungen gebunden.
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klingt wirklich interessant... werde ich mir auch mal anschauen... sollte wer vorab, es schon umsetzen würde ich mich über Erfahrungen freuen :)

hab es jetzt mal aufgesetzt. funktioniert an sich. Bei mir steht nur die blöde ausleseeinheit von Diehl soweit rein beim zähler, sodass ich nur die erste Nachkommastelle auslesen kann.
_aktuell/20260109225583.png


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  •  Barista
  •   Bronze-Award
9.1.2026  (#29)
Ich habe seit 10 Monaten das SYR SafeTech Connect mit 3 zusätzlichen Leckagesensoren (detektieren Feuchtigkeit am Boden) im Einsatz.

Bei dem System kann man mehrere Profile mit unterschiedlichen Grenzwerten für am Stück gezapfte Wassermengen, Durchfluß (l/h) und max. Zapfzeit einstellen.

Bei Abwesenheit habe ich zB für Volumenleckage 10 Liter, für Zeitleckage 30 Minuten und für Durchflussleckage 3500 l/h eingestellt. Wenn einer der Werte überschritten wird, wird abgesperrt.

Zusätzlich wird in der Nacht für 3 Minuten der Zufluss komplett gesperrt und geprüft, ob der Druck abfällt. Falls ja > Mikroleckage.

Das System ist bequem über App konfigurierbar (auch aus der Ferne).
Bedienung geht auch direkt am Gerät.
Hat eine Backup-Batterie, damit die Funktion auch bei Stromausfall gewährleistet ist.
Bei Sperren, Störungen oder leerer Batterie kommt eine Benachrichtigung.
Ich kann in der App den Wasserverbrauch sehen und auch den Zulauf Ent-/Sperren.

Macht alles was ich mir gewünscht habe und funktioniert bis jetzt einwandfrei.

Support antwortet kurzfristig per Mail (hatte Fragen und wollte Änderung des Zeitpunktes für den Mikroleckagetest > wurde aus der Ferne promptest geändert).

Leckagealarme hatte ich schon einige Male. Bis jetzt aber nur, weil das falsche Profil eingestellt war (bin aus dem Urlaub zurück und hatte vergessen umzustellen > Zulauf gesperrt; oder: Schwimmteich nachgefüllt und vergessen die Volumenleckage anzupassen).

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  •  TobiK
  •   Silber-Award
18.1.2026  (#30)
Danke für den Bericht! Nutzt du die API?

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  •  Spt42
  •   Silber-Award
19.1.2026  (#31)

zitat..
massiv50er schrieb:

hab es jetzt mal aufgesetzt. funktioniert an sich. Bei mir steht nur die blöde ausleseeinheit von Diehl soweit rein beim zähler, sodass ich nur die erste Nachkommastelle auslesen kann.

du kannst die Hydrus Einheit auch anzapfen, die sendet per WMBus alle 10 Sekunden den aktuellen Zählerstand. 

zb mit einem iU891A-XL USB Stick mit wmbusmeters oder Heltec v2 Platine mit ESPHome. 


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  •  Barista
  •   Bronze-Award
20.1.2026  (#32)

zitat..
TobiK schrieb:

Danke für den Bericht! Nutzt du die API?

Nein. Mir genügt die App. Bedienung klappt damit auch aus der Ferne.


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  •  massiv50er
  •   Gold-Award
21.1.2026  (#33)

zitat..
Spt42 schrieb:

──────..
massiv50er schrieb:

hab es jetzt mal aufgesetzt. funktioniert an sich. Bei mir steht nur die blöde ausleseeinheit von Diehl soweit rein beim zähler, sodass ich nur die erste Nachkommastelle auslesen kann.
───────────────

du kannst die Hydrus Einheit auch anzapfen, die sendet per WMBus alle 10 Sekunden den aktuellen Zählerstand. 

zb mit einem iU891A-XL USB Stick mit wmbusmeters oder Heltec v2 Platine mit ESPHome.

liest du die gleiche Zählerhardware selber aus?




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  •  Spt42
  •   Silber-Award
21.1.2026  (#34)

zitat..
massiv50er schrieb:

liest du die gleiche Zählerhardware selber aus?

Ja. Vor gut 15 Jahren hab ich mit dem Cul Stick unter FHEM angefangen. Mittlerweile läuft es über ein Heltec v2 Board.




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  •  massiv50er
  •   Gold-Award
22.1.2026  (#35)

zitat..
Spt42 schrieb:

──────..
massiv50er schrieb:

liest du die gleiche Zählerhardware selber aus?
───────────────

Ja. Vor gut 15 Jahren hab ich mit dem Cul Stick unter FHEM angefangen. Mittlerweile läuft es über ein Heltec v2 Board.

Hardware benützt du sowas? 
https://www.amazon.de/verbessertes-LoRa-Modul-OLED-Display-unterst%C3%BCtzt-Meshtastic/dp/B0FRRZGCTQ//?tag=showlowestprice-21

Hast du einen Link, welche Software du darauf laufen hast?

Danke!


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  •  Spt42
  •   Silber-Award
22.1.2026  (#36)
Ein Heltec V2 Board wäre der einfachere Einstieg. 

das ganze läuft mit ESPHome: https://github.com/SzczepanLeon/esphome-components

Bei Bedarf kann ich dir meine Konfiguration weiterleiten. 

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  •  massiv50er
  •   Gold-Award
23.1.2026  (#37)

zitat..
Spt42 schrieb:

Ein Heltec V2 Board wäre der einfachere Einstieg. 

das ganze läuft mit ESPHome: https://github.com/SzczepanLeon/esphome-components

Bei Bedarf kann ich dir meine Konfiguration weiterleiten.

ja sehr gerne... auch gerne per pn

das heltec v2 board habe ich nirgends mehr verfügbar gefunden....

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  •  Spt42
  •   Silber-Award
23.1.2026  (#38)
ich hab zu Weihnachten hier bestellt: https://de.aliexpress.com/item/1005005967763162.html?spm=a2g0o.order_list.order_list_main.30.d2a95c5foRVegS&gatewayAdapt=glo2deu

ansonsten such einfach nach dem SX1276 chipset, auf den kommt es im Grunde an. 


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