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„Zukunftsdepot“ - Seite 5 teilen

4.9. -9.9.2026    87 Antworten    21 Autoren 87 2026-09-09T11:44:46+02:00    1 Empfehlungen

Zusammenfassung
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  •  supernova
  •   Silber-Award
04.09.2026
88
Finde diese Stockeridee von einem Kinderdepot bis 18 Jahre fürchterlich unfair. Das nutzt doch wieder nur denen, die aus Familien kommen, die finanziell eh schon gut dastehen. 

Es sollte einfach ein Freibetrag geben für jedes Alter.

  •  schurlmaster
  •   Bronze-Award
8.9.2026  (#81)

zitat..
Thuata schrieb:

Unabhängig davon, dass wir ALLe glaub ich unseren Kindern etwas mitgeben wollen (Gefühle und Geld - beim Geld scheint die Diskussion mehr die Frage des Zeitpunkts zu sein), wenn wir hier schon moralisch sind: 
Hat einer von euch schon mal drüber nachgedacht, dass diese "Work-Life Balance" bzw. Teilzeitarbeiten weil sichs mitm Geld ja eh ausgeht (ich red nicht von irgendwelchen Betreuungspflichten!!!) eigentlich total egoistisch und unmoralisch ist? 
Ihr könntet auch einfach Vollzeit arbeiten gehen (ihr KÖNNT das tatsächlich), das heißt mehr Steuer für den Staat um dann mehr Menschen zu unterstützen die halt aus verschiedensten Gründen keine so hochbezahlten Jobs haben. 
Stattdessen halt der egoistische Weg. ;) Einfach mal als Gedankenanstoß.

Das ist aber jetzt /s oder :D 

Man kann auch zwei vollzeit Jobs machen, dann kann man noch mehr Steuern zahlen.

Man kann auch einfach jeden Monat 10 Stangen tschick kaufen und im Kamin verheizen dann hat der Staat auch Steuereinnahmen 




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Hallo supernova,
hier gibt es dazu Erfahrungen und Preise: „Zukunftsdepot“

  •  Thuata
  •   Bronze-Award
8.9.2026  (#82)

zitat..
supernova schrieb:

Glaube ich nicht, dass das irgendwer vergessen hat. Wir wissen alle, dass wir Steuern zahlen.

Dass wir Steuern zahlen eh. Dass die Kinderbetreuung eben nicht "kostenlos" ist (auch nicht in Wien) offensichtlich nicht. Auch ein "Zukunftsdepot" ist ja kein Geschenk das der Staat aus dem Nichts schafft. 


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  •  supernova
  •   Silber-Award
8.9.2026  (#83)
Ja, aber da geht‘s ja nur um die Perspektive, ob man als Haushalt auch noch was extra zahlen muss. Es gibt auch viele Dinge, die auch großteils öffentlich finanziert sind und trotzdem nicht gratis sind (ÖV, Museen, Kleinkindbetreuung, Privatschulen etc.). Ich sehe kein Problem darin, öffentliche Angebote ohne Zuzahlung als gratis zu bezeichnen. 

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  •  Thuata
  •   Bronze-Award
8.9.2026  (#84)
Auch wenn wir jetzt hier hart vom Thema abweichen: Du verwendest das Wort "gratis". Das ist schon was anderes als "kostenlos". 

Wir zahlen alle einen Haufen Steuern an den Staat - und erwarten natürlich, dass dieser die Steuern auch in unserem Sinne einsetzt. Damit geben wir aber auch jegliche Verantwortung, was mit diesem Geld TATSÄCHLICH passiert an den Staat ab. Das ist wahnsinnig bequemen, denn wir müssen nicht drüber nachdenken. Und wenns (für uns) falsch ist, dann können wir auch ganz gedankenlos schimpfen und fühlen uns nicht verantwortlich. Und es gibt eben keinerlei emotionale (und oft auch keine gedankliche) Verbindung zwischen dem Geld, das ich auf der einen Seite reinschmeiß und das irgendwo wieder rauskommt. Oder halt nicht. 

Den Wert einer Leistung muss man manchmal sehr direkt spüren. So wie wir übrigens unsere Steuer nicht spüren. Ja eh - steht auf dem Gehaltszettel, ist aber schlussendlich einfach eine Zahl auf einem Papier. Wär bissi anders, wenn wir diesen Betrag jeden Monat von unserem Bruttogehalt überweisen müssen. Da hat aber (naturgemäß) der Staat keinerlei Interesse daran. 

zitat..
schurlmaster schrieb: Das ist aber jetzt /s oder :D

Man kann auch zwei vollzeit Jobs machen, dann kann man noch mehr Steuern zahlen.

Man kann auch einfach jeden Monat 10 Stangen tschick kaufen und im Kamin verheizen dann hat der Staat auch Steuereinnahmen

Wir unterhalten uns hier darüber, dass ein Zukunftsdepot ja total unfair ist, weil "die Reichen" das zum Steuersparen nutzen würden. Ganz massiv Steuern sparen prinzipiell auch sämtliche Teilzeitkräfte. Das ist aber gar nicht böse sondern "Work-Life Balance". Und funktioniert übrigens nur weil man reich genug ist um sich das leisten zu können. 
Klar - nicht 100% ernst gemeint von mir. Aber bis jetzt hab ich auch noch kein Gegenargument dazu gehört.


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  •  supernova
  •   Silber-Award
8.9.2026  (#85)

zitat..
Auch wenn wir jetzt hier hart vom Thema abweichen: Du verwendest das Wort "gratis". Das ist schon was anderes als "kostenlos".  

Nicht wirklich. Das sind großteils Synonyme. Ich finde du hast dich da etwas in eine Überinterpretation von Begriffen reingesteigert und liest da viel mehr rein, als irgendwer mit den Begriffen meint. 

zitat..
Damit geben wir aber auch jegliche Verantwortung, was mit diesem Geld TATSÄCHLICH passiert an den Staat ab. Das ist wahnsinnig bequemen, denn wir müssen nicht drüber nachdenken.

Ich finde das überhaupt nicht bequem, wenn z.B. eine ÖVP geführte Regierung dumme und fremdenfeindliche Politik und entsprechende Maßnahmen finanziert. Das ist sogar verdammt unbequem. Aber so ist das halt in einer repräsentativen Demokratie. Manche Staaten geben den Bürgern teilweise Wahlmöglichkeiten, wohin ihr Steuergeld fließen soll. Das finde ich nicht schlecht. 

zitat..
Und wenns (für uns) falsch ist, dann können wir auch ganz gedankenlos schimpfen und fühlen uns nicht verantwortlich. Und es gibt eben keinerlei emotionale (und oft auch keine gedankliche) Verbindung zwischen dem Geld, das ich auf der einen Seite reinschmeiß und das irgendwo wieder rauskommt. Oder halt nicht.

Ja, natürlich ist man nicht für etwas verantwortlich, das man nicht selbst entschieden hat. Und es ist gut und richtig, dass man über Politik schimpfen darf, wenn die Resultate unzufriedenstellend sind. 

zitat..
Den Wert einer Leistung muss man manchmal sehr direkt spüren.

Ich spüre den Wert einer Leistung am besten, wenn ich einfachen Zugang dazu habe und es kostenlos ist. Wenn du das deswegen nicht richtig wertschätzen kannst, dann ist das ein Problem, das du selbst in deinem Kopf lösen kannst. 

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  •  supernova
  •   Silber-Award
8.9.2026  (#86)

zitat..
Wir unterhalten uns hier darüber, dass ein Zukunftsdepot ja total unfair ist, weil "die Reichen" das zum Steuersparen nutzen würden. Ganz massiv Steuern sparen prinzipiell auch sämtliche Teilzeitkräfte. Das ist aber gar nicht böse sondern "Work-Life Balance". Und funktioniert übrigens nur weil man reich genug ist um sich das leisten zu können. 
Klar - nicht 100% ernst gemeint von mir. Aber bis jetzt hab ich auch noch kein Gegenargument dazu gehört.

Ein ziemlich wesentlicher Unterschied ist, dass Arbeiten uns Lebenszeit und Energie kostet. Und zwar überproportional viel.  Das auch noch heftig zu besteuern ist mMn eigentlich viel, viel weniger legitim, als Vermögen und Kapitalzuwächse zu besteuern, wofür man keinen Finger (mehr) krumm machen muss.

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  •  Thuata
  •   Bronze-Award
9.9.2026  (#87)
Es ist absolut ok unterschiedlicher Meinung zu sein - deswegen für mich hier einfach ein paar abschließende Worte: Im Bezug auf den Hausbau kommt hier immer wieder, dass durch Eigenleistung sehr viel genauer gearbeitet wird und im zweifelsfall auch sehr viel mehr "Wert" der einzelnen Leistung zugemessen wird. Hier im Beitrag kommt immer wieder, dass auch die Kinder eben nicht alles geschenkt bekommen sollen sondern sich dinge selber erarbeiten sollen. Warum eigentlich wenn doch das Geld da ist? 

Selbstverständlich darf und soll man über die Politik auch schimpfen dürfen, das will ich gar nicht in Abrede stellen. Aber gerade im Kleinteiligen (GEmeindepolitik) hör ich persönlich viel zu oft: "Die Gemeinde solls richten". "Die Gemeinde ist schuld". In Wien zB: "Warum soll ich meinen Mist in den Mistkübel geben, meine Steuern zahlen eh die 48er". Aus unserm Ort zB: "Die GEmeinde soll Bäume pflanzen warum muss ich selber zur Schaufel greifen?" Jegliche Kosten die die Gemeinde hat müssen auch irgendwie wieder eingenommen werden. Also: höhere Steuern? Oder das Geld umschlichten (mehr Kinderbetreuung, weniger Straßen)?  Oder will ich einfach zur Schaufel greifen und einen Nachmittag damit verbringen die von der GEmeinde bezahlten Bäume in die Erde zu bringen (und dann mich für Gießen etc verantwortlich zu fühlen). 

Und das ist was ich eben meine mit: Die Wertschätzung geht verloren. Und es entsteht eine massive Dissonanz zwischen der Zahlung und der Leistung. Geld wächst (auch für den STaat) nicht auf Bäumen. Wenn ich also mehr Leistung möchte (weil der Staat ja alles richten soll) müssen auch die Steuern steigen. Oder ich reduzier sowohl die Staatsleistungen als auch die Steuern auf ein Minimum und wir fühlen uns für unsere Gesellschaft und unserem Umgebung vielleicht auch wieder persönlich ein bisschen mehr verantwortlich. Und nicht nur als "ich zahl eh Steuern". 

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