„Zukunftsdepot“ - Seite 4
4.9.
-23.10.2026
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21 Autoren
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Ich bin da mit mir selbst im Reinen, keine Sorge. Aber manche Denkanstöße halte ich für durchaus wichtig. Wir reden darüber, dass es ja total unfair ist, den "Reichen" zu ermöglichen, dass sie auch für ihre Kinder steuergünstig Geld anlegen können aber gleichzeitig sind wir offensichtlich nicht bereit unseren Teil zu tun. Und egal wie man es dreht und wendet: zu diesen Reichen gehören wir auch. So ehrlich sollten wir schon sein. @tomsl ich lege mein Geld nicht auf den Namen meiner Kinder an, so einfach funktioniert das. Ja - es ist für sich gedacht aber ich entscheide zB über das "wann".
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Wie im Link beschrieben ist (war?) das bisher in Österreich nicht sinnvoll möglich. Ich würde da angesichts der aktuellen Diskussion auch nichts akut machen, sondern mal ein paar Wochen abwarten ob/wie sich das entwickelt. Bei der aktuellen rechtlichen Lage haben meine Kinder kein eigenes Vermögen, nur Geld das, wenn alles im Leben läuft wie man es sich erhofft, irgendwann mal für sie gedacht ist. |
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ich habe unterdepots bei flatex. somit ist das schön getrennt und irgendwann mal dürfen sie entscheiden was damit passiert |
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40h Arbeiten ist genauso unmoralisch - du KANNST ja auch mehr arbeiten. Selbes Argument und genauso schlecht ;) |
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Das ist die erste Ecke um die man denken kann. Und es ist auch ein bisschen was dran. Aber die nächste Ecke um die man denken kann, ist halt, warum unser ganzes System so an Erwerbstätigkeit hängt. Warum müssen Menschen der Wirtschaft dienen, statt dass wir eine Wirtschaft bauen, die den Menschen dient? Das müsste nicht so sein. Man könnte auch Vermögen und Technologie in die Pflicht nehmen. Man könnte auch auf Vermögen Sozialversicherungsbeiträge erheben, wenn man wollte. Vermögenssteuern einführen und Steuern auf Arbeit senken. Und warum wird es als so normal angesehen, dass man den Großteil seiner Lebenszeit und Energie in den Dienst von Arbeitgebern (oder Kunden) stellen soll/muss? Teilweise sogar zu fragwürdigen Zwecken und zur Profitmaximierung für die Eigentümer der Unternehmen. Brauchen wir z.B. wirklich Konzerne, die Sportwetten anbieten und Leute in die Spielsucht treiben? Brauchen wir Ärzte, die massenweise unnötige und gefährliche SchönheitsOPs durchführen? Ich würde sagen: nein. Ich arbeite 40h und meine Arbeit ist halbwegs sinnvoll, aber es sind auch Aufgaben dabei, die nicht sooo viel Mehrwert bringen. Man könnte mMn fast überall Tasks streichen und Arbeitszeit sparen. MMn wäre eine generelle Umstellung auf 30h-Vollzeit machbar und möglich. Aber sowas traut sich ja kaum jemand überhaupt fordern. |
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Als Elternteil frage ich auch noch folgendes: Will ich, dass mein Kind mit 18 z.B. 100.000 Euro zur vollen Verfügung hat? Gerade auch in der heutigen Zeit, Stichwort: Wenig arbeiten, viel ausgeben. Ich will entscheiden, wann ich Geld übergebe/mein Kind unterstütze. Sollte das wirklich so kommen, sehe ich das eher als eine Lösung für die reichsten 10%. Aber ich bin mir ohnehin sicher, dass es nicht kommt. |
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Nein. Aber das ist dabei nicht meine Sorge. Und ich möchte halt, dass das Geld ohne Wenn und Aber dem Kind gehört. Dabei reden wir aber sicher von einem Betrag von weit unter 100k€. |
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Das Problem ist zur Zeit noch, dass es durch die Mündlsicherheit kaum/keine guten Produkte gibt. Möchtest du halbwegs gute Renditen mit wenig Aufwand und Kosten ist das Unterdepot, oder ein bestimmter ETF welchen du nur für das Kind auf deinen Namen besparrts die beste Alternative. Das Zukunftsdepot ist, ausgehend von denderzeitigen Infos, der erste Schritt in die richtige Richtung. Kinderdepots wie in Deutschland erwarte ich bei uns leider nicht... |
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Warum gehst du auch von den Extrembeispielen aus? Ich bin sicher, dass die allerwenigsten auch nur annähernd in diese Regionen kommen. Und was bitte ist schon reich? Der der ein Haus im Speckgürtel Wien oder im Westen bewohnt um 1 Mio. Euro aufgrund des Grundstückwertes? Warte doch mal ab, wie es denn ausgestaltet wird, wenn es denn kommt. Das finde ich ebenso. Und hoffentlich wird es auch für die Gesamtheit aufgemacht. Als Rahmenbedingung könnte man zum Beispiel steuerfreiheit nur bei Pensionszahlung mit Witwen-Waisenübergang und Garantiezeit vereinbaren, als Ergänzung zum Umlageverfahren. Das würde eine sehr sinnvolle Ergänzung und Stärkung der 3. Säule sein. |
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Als gelernter Österreicher gehe ich fix davon aus, dass sich den Vorteil ohnehin jemand anders einschiebt. Geförderte Zukunftsvorsorge: Rohrkrepierer Abfertigung neu: Rohrkrepierer Energetische Förderungen: WP Tausch hat vor Förderung 15.000 gekostet, mit 10.000 Förderung plötzlich 25.000 - 10.000 Förderung = 15.000. und so weiter, und so weiter. Man schaue sich einfach bei openfirmenbuch die Gewinnvorträge der Handwerker seit Beginn des Förderirrsinns an. |
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Kann diesem Modell durchaus etwas abgewinnen und zwar in für mein zukünftiges Ich folgendem Szenario: 500€ Startbudget vom Staat. 200€ monatliche Einzahlung (Das ist ca. die Kinderbeihilfe). Somit zahle ich nur das ein was ich vom Staat bekomme und habe selber keine Aktivbeträge. Wenn ich sodann in einen MSCI World investieren dürfte hätte das Kind mit 18 Jahren rd. 166 TEUR übrig, was bei einer Schnittinflation von 2% einer Kaufkraft von 116 TEUR entsprechen würde. Das ist ein super Start wenn man danach mal Hausbauen oder sich eine Wohnung kaufen möchte. Wer jetzt meint: "Ich überlasse dem Kind doch nicht das Geld, dass es das dann verprasst", der hat in der Kindererziehung ohnehin einen Fehler gemacht. Und wer meint: "Das ist nur was für Reiche", das ist rein das Geld, das man vom Staat geschenkt bekommt. Genau solche Modelle sind für uns alle begrüßenswert. |
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Hallo supernova, hier gibt es dazu Erfahrungen und Preise: „Zukunftsdepot“ |
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Ich bin ganz ehrlich: ich halt reichlich wenig von dem Kinderdepot (was aber nix mit Steuern zu tun hat). Tatsächlich halt ich die Idee, einem Kind mit seinem 18. Geburtsag eine Summe x (und wenns nur 10k sind) in die Hand zu drücken für großflächig verfehlt. Aber bei "nur" 10k ist recht wenig verloren. Darum gehts nämlich schlussendlich (auch): Die ganzen 18jährigen abzuzocken. Überlegt mal, was dann der Führerschein plötzlich kostet (weil hat ja eh jeder). Mag sein - mein Vertrauen in 18jährige ist generell äußerst gering wenn es um Vernunft und Verantwortung geht - egal ob die eigenen (sind noch nicht so weit) oder fremde. Und hier muss man schon feststellen: Du kannst dir offensichtlich leisten, die Kinderbeihilfe auf die Seite zu legen. Es gibt mehr als genug Familien die das eben nicht können. Womit wir nämlich wieder bei der Ungleichheit wären die selbst in einer Idealgestaltung durch dieses Depot nicht beseitigt wird. Du träumst davon, dass dein Kind sich eine Wohnung kaufen möchte. Die Hilfskraft träumt davon, dass das Kind sich evtl. den Führerschein leisten kann. Grundsätzlich frag ich mich aber auch, wann wir eigentlich angefangen haben, uns zu erwarten, dass der Staat sich eh um alles kümmert. Ich red ja jetzt nicht davon, dass die Schwächsten der Gesellschaft selbstverständlich aufgefangen werden sollten. Und Krankenversicherung "eh auch". Aber mal ganz ehrlich: Warum muss der Staat Steuern einnehmen um ein Zukunftsdepot zu finanzieren (egal in welcher Ausprägung)? |
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Bei solchen Aussagen muss ich schon schmunzeln. In Zeiten von Arbeitskräftemangel, absehbaren Pensionierungswellen und Überalterung der Gesellschaft ist das nicht nur lebens- bzw. weltfremd, sondern nachgerade absurd. Um es prägnant auszudrücken: Geld schneidet niemandem die Haare, wischt den Pflegebedürftigen nicht den Hintern aus und – um thematisch kongruent zu bleiben – mauert auch kein Haus auf. Die große soziale Frage der Zukunft wird sein, dass jeder nach seinen Fähigkeiten arbeitet, sonst wird die Gesellschaft auf dem derzeitigen Lebensstandard nicht erhaltbar sein. Die Anfänge dieser Problematik erleben wir jetzt schon. Der Mensch dient primär dem Mensch. |
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Und genau das ist der Punkt in sovielen Bereichen: deshalb lieber gar nichts machen und weiterwurschteln wie bisher wäre deine Lösung? Ich würde eine Einmalzahlung aus Steuergeld komplett weglassen. Es würde schon reichen, wenn es Kest.-frei wäre und Banken mit Auflagen verpflichtet würden, z.B. keine Depotgebühr zu verlangen o.ä. Wirklich? Ich denke, das motiviert auch dazu kleinere Beträge wegzusparen und damit eine Verzinsung weit über Sparbuch und Inflation generieren zu können, trivialer Kaufkrafterhalt. Und was sind "genug" Familien? Wer sagt, dass man auch nicht 20 € monatlich wegsparen kann? Auch da kommen ein paar Tausender zusammen. Was soll daran schlecht sein? Jeder nach seinen Möglichkeiten. Der FS für den Sprößling kann bei manch einer Familie ein schönes Budgetloch aufreissen. @Franz, solche Aussagen entlocken auch mir einen Schmunzler. Das erinnert mich stark an die Zukunftsvision von Star Trek: "die Zukunft der Menschheit wird überwiegend als utopische Gesellschaft dargestellt: Armut, Hunger und viele Konflikte auf der Erde wurden überwunden, die Menschheit konzentriert sich auf Wissenschaft, Erforschung des Weltraums und Zusammenarbeit mit anderen Spezies in der Vereinten Föderation der Planeten." Da sind wir aber noch ein paar Jahrhunderte weg 😉https://memory-alpha.fandom.com/wiki/United_Federation_of_Planets |
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Wenn wir ganz ehrlich sind, wär meine Lösung sehr viel radikaler: Nämlich erstmal massiv streichen. Überall - und ja, im Idealfall natürlich bei den "Reichen" anfangen. Und dann schauen was übrig bleibt. Wir haben uns als Gesellschaft (durchaus auch durch die Regierenden der letzten Jahrzehnte gewollt) eine Mentalität angezüchtet dass "der Staat" es richten muss. "Wir" sind für gar nix mehr verantwortlich. Ausser natürlich fürs Steuern zahlen, das muss alle Probleme lösen. Und selbst dieses "wir" ist schon sehr großzügig, meist heißts nämlich "ich". |
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Wohin die Idee, dass der Staat möglichst minimal sein soll, führt, kann man in den USA besichtigen. Das ist kein sehr schöner Anblick. Der Staat repräsentiert die Menschen. Er ist wichtig um Rahmenbedingen und Grenzen zu setzen, aber eben auch um Dinge umzusetzen, die im allgemeinen Interesse sind: Sozialstaat, Bildungssystem, Gesundheitssystem, Infrastruktur etc. Menschen wollen und erwarten vom Staat (mMn völlig zurecht!) Unterstützung und Hilfe. Nur weil mache glauben, dass Kürzungen ihnen persönlich gelegen kämen, heißt das noch lange nicht, dass das eine gute Idee wäre. |
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ich red nicht von möglichst minimal. Wenn du den Thread verfolgst kannst du auch lesen, dass ich ein funktionierendes Sozialsystem und zB Krankenversicherung für essentiell halte. Was wir aktuell haben ist weit von "minimal" entfernt. Und eben auch weit von jeglicher Verantwortung. Beispiel dazu (selbst gehört): "In Nachbargemeinde kostet die Ferienbetreuung für Schulkinder gar nichts, das zahlt alles die Gemeinde." Es erforderte mehrfaches Nachfragen woher denn genau die Gemeinde das Geld bekommt und wer dann das doch bezhalt. Dissoziation von Zahlung und Leistung. Und zwar großflächig. Resultat: Man kann wunderbar auf die Gemeinde, das Land, den Bund schimpfen und ist für nichts mehr verantwortlich. |
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Finde ich jetzt nicht sonderlich alarmierend das Beispiel. Ist doch gut, wenn Gemeinden Ferienbetreuung anbieten und wenn Leute in anderen Gemeinden das als positiv ansehen und auch wollen. |
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Eh. Super service. Das ganze als "Kostenlos" zu betrachten erachte ich für höchstalarmierend. Die Gemeinde wird durch unsere Steuern finanziert. Unsere steuern finanzieren also auch die Ferienbetreuung. Ergo: Ich bezahle die Ferienbetreuung meiner Kinder. Wie gesagt: Dissoziation von Zahlung und Leistung. Und das ist nur ein Beispiel. Und vergessen wird dabei, dass eben WIR die Gemeind/das Land/den Staat bilden. |
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Glaube ich nicht, dass das irgendwer vergessen hat. Wir wissen alle, dass wir Steuern zahlen. |
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Das ist aber jetzt /s oder :D Man kann auch zwei vollzeit Jobs machen, dann kann man noch mehr Steuern zahlen. Man kann auch einfach jeden Monat 10 Stangen tschick kaufen und im Kamin verheizen dann hat der Staat auch Steuereinnahmen |
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