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Welche Holz-Terrassendielen reichen bei überdachter Terrasse?

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1.4. - 8.4.2021
44 Beiträge | 18 Autoren 44
Grüß euch!

Wie wollen auf unserer komplett überdachten Terrasse (Glas) 28/32mm starke Holz-Terrassendielen verlegen.
Hab von 2 Holzbetrieben nun heimische gehobelte Lärche Glattkantpfosten angeboten bekommen.
Die Dielen sind wie gesagt überdacht und komplett Luftumspült.
Lt. denen müsste ich max. hier und da mal etwas nachschleifen und evtl. mal einzelne "Ausreisser" tauschen, sonst sollten sie aber glatt und (vorsichtig) Barfuß-fähig bleiben.

Dickerbauer z.B. schreibt bei den Lärchendielen aber "für nackte Fußsohlen eher problematisch".

Wie ist eure Erfahrung im überdachten Bereich?
Wenn keine direkte Bewitterung drauf kommt dürfte hier normal nicht viel reißen/splittern oder?
(...vorrausgesetzt natürlich das Holz ist trocken...)

 
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01.04.2021 (#1)
Ich habe am Balkon (überdacht) sibirische Lärche und im überdachten Bereich nach 3 Jahren keine Probleme (geölt). Im Bereich wo jedoch manchmal Regen draufkommt, sieht man schon, dass hier Risse entstehen und es wahrscheinlich in 1-2 Jahren problematisch werden könnte mit Splittern (auch Risse sind schon sichtbar).
Bin selbst gerade dabei die Terrasse (tlw. bewittert) zu verlegen und habe mich, nach intensivem Auseinandersetzen für Garapa entschieden. Wäre die Thermoesche nicht so dunkel, hätte ich wahrscheinlich diese genommen.
BG
01.04.2021 (#2)


madkatze schrieb: Ich habe am Balkon (überdacht) sibirische Lärche und im überdachten Bereich nach 3 Jahren keine Probleme (geölt). Im Bereich wo jedoch manchmal Regen draufkommt, sieht man schon, dass hier Risse entstehen und es wahrscheinlich in 1-2 Jahren problematisch werden könnte mit Splittern (auch Risse sind schon sichtbar).
Bin selbst gerade dabei die Terrasse (tlw. bewittert) zu verlegen und habe mich, nach intensivem Auseinandersetzen für Garapa entschieden. Wäre die Thermoesche nicht so dunkel, hätte ich wahrscheinlich diese genommen.
BG

Garapa schaut schon edel aus, aber der Preis ist hier halt auch edel 😎
Thermo-Kiefer hab ich mir auch angeschaut, da wär mir die dunkle Farbe egal - wäre wahrsch. die Alternative.
Ansonsten danke für deine Beschreibung, bei normaler heimischer/sibirischer Lärche muss ich also im Randbereich mit Splittern/Rissen rechnen - hier müsste ich also schleifen/ölen bzw. gelegentlich dann mal ein paar Dielen tauschen.
Da werd ich die Verlegerichtung dann parallel zum Außenrand machen 🙂
01.04.2021 (#3)
Gib mal „Terrasse Holz“ in die Suchfunktion ein. Es gibt im Forum schon einige sehr informative Threads mit Erfahrungsberichten zu diesem Thema.


01.04.2021 (#4)
Bei uns ist Cumaru und Accoya in der engen Auswahl. 
eine Bekannte von mir hat Lärche komplett überdacht auf der Terrasse und ich ständig Schiefer in den Füßen wenn ich bei ihr über die Terrasse geh. 
01.04.2021 (#5)
Accoya sieht interessant aus.

Wie siehts da preislich aus?
01.04.2021 (#6)
@­hartbau

Welche Holz-Terrassendielen reichen bei überdachter Terrasse?
unser Architekt hat das Holz mal in den "Raum" geworfen 😅 das genaue Angebot für 32qm Terrasse bekommen wir erst. Sobald ich da einen Preis hab kann ich mich melden 
01.04.2021 (#7)
~ 50€/m2 ohne Unterkonstruktion.

Ich finde für Ö auch nur den H*****b******r. Konntet ihr das Holz einmal angreifen\ anschauen. 
Der Schauraum in Graz ist ein bisschen ums Eck (speziell in aktueller Situation)
01.04.2021 (#8)
bei lärche würde ich jedenfalls darauf achten (auch bei überdachung):
- fein gewachsene jahresringe, dh. sib.- od hochgebirgslärche. heim. lärche ist da verhältnismäßig recht grob/schnell gewachsen und splittert mehr.
- einschnitt rift-/halbrift
- sortierung veh A od. TOP (lieferung kontrolllieren!)
- verlegung mit linker seite nach oben
- dielenbreite max. 120mm

man kann auch eine lärchenholzterrasse mit know-how und gutem willen qualitativ hochweritg herstellen. die kosten sind dann aber vergleichbar mit tropenholz.

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01.04.2021 (#9)


coisarica schrieb: vergleichbar mit tropenholz

.. aber der 'impact' ein völlig anderer. Mir fallen hier zunehmend threads auf, die explizit Tropenholz empfehlen. Die sibirische Tundra ist da ähnlich nachhaltig. Seit wann ist das OK geworden? Wächst irgendwo ein neuer Regenwald von dem ich nichts mitbekommen habe?

Bei den Energiediskussionen hier wird jede Wh dreimal auf- und abgerechnet, jedes Gramm CO2 gerechtfertig ... und dann 50m² Cumaru auf die Terrasse geknallt?
Wald atmet CO2 und bindet das für Jahrhunderte, die Regenwaldflächen schrumpfen jährlich um über 100000km² ein gigantischer Verlust an CO2-Bindekapazität (und Sauerstoffproduktion). Ähm, das mit dem Klima ist bei euch Tropenholzverbauern schon angekommen, oder?

Meine Empfehlung: Wenn euch heimisches Holz am Boden qualitativ nicht passt (was ich nachvollziehen kann), dann legt doch bitte einfach Steine hin, da gibt es sicher keine Schiefern und kein Verrotten, CO2 ist da natürlich auch nicht 0.

Und gebt mir bitte keine Orden, sonst kann ich mir wieder anhören nur click-bait-Beiträge zu produzieren, stattdessen einen eigenen Beitrag abliefern, damit ich mich nicht so allein fühle

https://www.regenwald.org

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01.04.2021 (#10)
Hm  Thermokiefer dürfte dann auch eine Alternative sein oder?
01.04.2021 (#11)
Thermohölzer sind relativ spröde, ich habe da leider keine Erfahrung damit.
02.04.2021 (#12)
Sorry @­taliesin das mit dem Orden hab ich überlesen, aber bin von der Einstellung her ganz bei dir.

Wir haben seit 2 Jahren neben dem Pool Thermokiefer liegen, ohne jegliche Risse und Splitter. Für eine Empfehlung ist der Zeitraum halt noch zu kurz, in 5 Jahren kann ich mehr berichten
02.04.2021 (#13)
Thermoesche war bei mir viel teurer als das nun bestellte Garapa. Lieferung erhalte ich nächste Woche; bin schon gespannt
02.04.2021 (#14)


taliesin schrieb:
__________________
Im Beitrag zitiert von coisarica: vergleichbar mit tropenholz

.. aber der 'impact' ein völlig anderer. Mir fallen hier zunehmend threads auf, die explizit Tropenholz empfehlen. Die sibirische Tundra ist da ähnlich nachhaltig.

Bei der Sibierischen Tundra gibt es einen interessanten Effekt.
Das sind zum Teil Permafrostböden, wo durch die Bewaldung ein wärmeres Mikroklima entsteht. Dort sind aber grosse Mengen Methan in Boden gespeichert. 

In Sibirien die Tundra zu fördern und nicht grosse Wälder, macht also sogar halbwegs Sinn.

Sonst sehe ich das absolut gleich.

Eine oft übersehene Alternative sind Robinie/Akazie...

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02.04.2021 (#15)
Ich werfe jetzt nochmal "Accoya Holz" in den Raum.

Welche Holz-Terrassendielen reichen bei überdachter Terrasse?
zum Thema Nachhaltigkeit 


Welche Holz-Terrassendielen reichen bei überdachter Terrasse?


02.04.2021 (#16)
Sterndal für die Akazie, wenn ich meine Lärchenterrasse mal abbauen muss (wies derzeit, also nach 7 Jahren aussieht, dauerts noch ein wenig) kommt auf die Alu-UK definitiv Akazie.
Dauerhaft, nachhaltig erwirtschaftet und wunderschönes Farbenspiel (wenn's einem denn gefällt)

Ich hatte es damals auch nicht am Radar, leider 😭
02.04.2021 (#17)
Akazie ist ein Spitzenholz, selbst die Robinie (Scheinakazie), die zwar ein Neophyt ist und auch nicht ganz unumstritten, ist gut für Terrassen geeignet und wächst auch noch schneller. Große Vorkommen gibt es in Ungarn.

Preislich liegt es mit ca. 90€/m² bei Ipe und Thermoesche. Meine Feinsteinzeugplatten 120x60 waren mit 60€/m² da deutlich günstiger, Cumaru ist meist auch billiger mit gut 70€/m².

Ich habe bereits 2 Lärchenterrassen demontiertieren geholfen (12Jahre und 15Jahre) und bin deswegen (und auch wegen der Einstufung in Resistenzklasse 2-3) nicht von deren Dauerhaftigkeit überzeugt, bei Überdachung und Öl mag das trotzdem gut funktionieren und wenn man mit dem Austausch kein großes Problem hat, sowieso.

Grundsätzlich halte ich von Holz am Boden nicht allzu viel, das sind einfach Extrembedingungen, von meinen 'Steinplatten' erwarte ich, dass sie mich überleben.
02.04.2021 (#18)
Pfuh, Accoya finde ich mit 130€/m², auch kein Schnäppchen.
03.04.2021 (#19)
Ich finde diese ganzen Diskusionen einfach nur heuchlerisch.


taliesin schrieb: Bei den Energiediskussionen hier wird jede Wh dreimal auf- und abgerechnet, jedes Gramm CO2 gerechtfertig .

Da wird nix gerechtfertigt sondern der ökologische Fußabdruck schön geredet.


taliesin schrieb: Ähm, das mit dem Klima ist bei euch Tropenholzverbauern schon angekommen, oder?

Naja, wenn das mit dem Klima bei dir angekommen ist, dann bitte überlass dein Haus der Natur und nimm dir eine 50m2 Wohnung in einem Sozialwohnblock, damit würdest deinen ökologischen Fußabdruck um einiges verbessern.

Ich würde und habe bei mir niemals Tropenholz oder italienische Fliesen oder Sonstigen Blödsinn eingebaut, aber ich würde niemals über jemanden richten der sich eben irgend einen nicht so Öko-freundlichen Baustoff zuwendet.
Man sollte halt immer das ganze sehen, aber sich über 50m2 Tropenholz aufzuregen ist zu wenig!
Ich bin kein Experte in Sachen Öko-Index, aber sehe Tag täglich was da so alles verbaut wird, und da würde ich diese 50m2 an Troppenholz ja schon fast als Hohn ansehen.

Nur als Beispiel Wohn-Ess Bereiche mit 50-60m2, Deckenspannweiten über 7meter, Beton und Eisen dass dir schlecht wird.
Riesige Fensterflächen mit Kunststofffenster geile Architektur.
LKW-Fuhren voll mit EPS und XPS.
Beschleuniger und etliche Chemikalien in den Baustoffen wie z.b. Estrich damit man in einem Jahr einziehen kann
Pool mit 8x4meter der Ökoreduzierer🤭

Gott sei Dank gibts keine -Orden, denn ich geh jetzt mal von viel Wiederstand aus, 
aber das ist halt meine Meinung.

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03.04.2021 (#20)
Kann man ja auch alles nicht so toll finden und dann ist es ja nur konsequent,  bei der Terrasse auch darüber nachzudenken.
03.04.2021 (#21)


MalcolmX schrieb: Kann man ja auch alles nicht so toll finden und dann ist es ja nur konsequent,  bei der Terrasse auch darüber nachzudenken.

Ja hast du recht.
Aber was ist jetzt "richtiger" der 60m2 Wohn-Essbereich oder die 1,5m3 Troppenholz?
Ich weiß es nicht.
Also wo fangen wir an unser "ÖKO-Herz-Hirn" schlagen zulassen?
Erst bei der Terrasse?
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