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Wärmebrücke bei Kellertür beheben

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30.4. - 9.5.2021
39 Beiträge | 7 Autoren 39
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Unsere Baufirma hat leider bei der Kellertür etwas verbockt und wir haben nun dort eine Wärmebrücke.


Wärmebrücke bei Kellertür beheben


Wärmebrücke bei Kellertür beheben


Wärmebrücke bei Kellertür beheben

Die Bodenplatte wurde ohne Rücksicht auf die Kellertür betoniert. Da wir im Keller keinen Fußbodenaufbau haben ist nun im Bereich der Kellertür  der Beton durchgehend von innen nach außen.

Grundsätzlich habe ich nun 2 Fragen:
.) Wie kann man diese Wärmebrücke beheben/minimieren?
.) In weit kann die Baufirma dazu verpflichtet werden es auszubessern? Auftrag erfolgte über Materialangebot und die Arbeitszeit auf Regie.

LG

 
1.5.2021 (#1)
Wir haben es genau so. Weil im (ungeheizten) Kellerraum dann eine Dämmung an der Decke zum EG bzw. zwei Innenwänden des beheizten UG ist. Sehe hier kein Problem.

Wie ist denn dieses Detail bei euch in den Plänen? D.h. was habt ihr in Auftrag gegeben?
1.5.2021 (#2)
Ist das bei einem Stiegenabgang?
Wenn ja ist dieser geschlossen oder zumindest ausreichend überdacht?
Wenn nicht warum wurde hier keine Entwässerung angedacht(Rinne)?
Wie schließt man da die Gebäudeabdichtung an die Tür an?
1.5.2021 (#3)


chrismo schrieb: Wie ist denn dieses Detail bei euch in den Plänen? D.h. was habt ihr in Auftrag gegeben?

Detailpläne gibt es leider nicht. Die Stiege vom Keller ins EG beschäftigt mich auch schon länger. Dazu gibt es schon einen anderen Beitrag von mir https://www.energiesparhaus.at/forum-position-der-innentuer-in-den-unbeheizten-keller/62279_2


Wärmebrücke bei Kellertür beheben


BAULEItEr schrieb: Ist das bei einem Stiegenabgang?

Ja.


BAULEItEr schrieb: Wenn ja ist dieser geschlossen oder zumindest ausreichend überdacht?

Überdachung ist später angedacht.


BAULEItEr schrieb: Wenn nicht warum wurde hier keine Entwässerung angedacht(Rinne)?

Abfluss mit Siphon (und Gefälle) ist in der Mitte des Vorplatzes. Ich bin  mit dem Vorplatz  5cm tiefer geblieben um noch einen kleiner Buffer zu haben falls der Abfluss verstopft ist oder die Waassermenge zu hoch. Ich dachte daran später ein Gitter einzulegen.


BAULEItEr schrieb: Wie schließt man da die Gebäudeabdichtung an die Tür an?

Bin mir nicht ganz sicher was du meinst. Die Anschlussstelle zw. Kellerwand und Kelleraußenstiege wurde vor dem schalen der Kellerstiegenwände abgedichtet und isoliert. Die Kelleraußenstiege ist entkoppelt zum Keller. Die Wände der Stiege wurden noch zusätzlich außen abgedichtet.
 




2.5.2021 (#4)
Ich würde ein Stück der Bodenplatte rausschneiden, danach abdichten, isolieren und die Tür nach Möglichkeit in die Dämmebene setzen. 
2.5.2021 (#5)


berhan schrieb: Ich würde ein Stück der Bodenplatte rausschneiden, danach abdichten, isolieren und die Tür nach Möglichkeit in die Dämmebene setzen. 

Das war auch mein erster Gedanke. Nur welches Dämmmaterial ist dazu am besten geeignet? Man steigt dann ja immer drauf. Ich befürchte dass die Dämmung bald Dellen hat und unschön aussieht. 

Warum würdest du noch zusätzlich abdichten? Die ganze Bodenplatte ist aus B1 Beton und nicht von unten abgedichtet.
2.5.2021 (#6)


Bube schrieb: Das war auch mein erster Gedanke. Nur welches Dämmmaterial ist dazu am besten geeignet? Man steigt dann ja immer drauf. Ich befürchte dass die Dämmung bald Dellen hat und unschön aussieht.

XPS und Purenit. Ich würde für die Tür einen Purenitrahmen Vorderwand bauen und den Spalt davor mit XPS dämmen. Darüber dann eine Abdichtung und Belag. Wenn kein Platz vorhanden ist könntest ein Edelstahlblech übers XPS drüberziehen.

Persönlich gefallen würde mir das aufgrund eines möglichen Wassereintritts alles nicht. Wenn es mein Haus wäre, würde ich das Podest wegstemmen und 20 cm tiefer setzen, Türanschluss abdichten und Rigol nach der letzten Stufe setzen. Ich seh wieviel Wasser bei mir die Stufen runter rinnt und wenn du das nicht wegbekommst, dann stehts in Keller.
2.5.2021 (#7)
Wo liegt eigentlich dein höchster anzunehmender Grundwasserspiegel?
Wohin entwässert der Gully?
2.5.2021 (#8)


berhan schrieb: und 20 cm tiefer setzen

Dachte das 5cm reichen..


Wärmebrücke bei Kellertür beheben
Wie gesagt es ist geplant den ganzen Stiegenbereich zu überdachen.


BAULEItEr schrieb: Wo liegt eigentlich dein höchster anzunehmender Grundwasserspiegel?
Wohin entwässert der Gully?

Wir haben im vorigen (feuchten) Herbst den Keller gemacht. Unter den Keller befindet sich großteils ein Felsen. Es kam nur leicht Wasser von einer Seite  durch die Grubenwand. Dahinter befindet sich ein Wald. Entwässert wird über ein DN160 Rohr in den Kanal.
2.5.2021 (#9)
Ich denke die Baufirma wird das nicht als Fehler betrachten, weil wärmebrückenfreies Bauen nur beim Passivhaus der Standard ist. Jede Wärmebrücke vermindern kostet Geld, ich nehme auch an das aus dem Einreichplan solche Aufbaudetails nicht vervorgehen. Wenn der Keller unbeheizt ist würde ich den Ein/Ausbau der Türen mit Purenit etc. nur dann selst veranlassen wenn noch keine Fassade und Gebäudeabdichtung gemacht wurden und diese Arbeitsschritte dann auch nochmals neu zu machen wären.
2.5.2021 (#10)


Bube schrieb: Es kam nur leicht Wasser von einer Seite  durch die Grubenwand. Dahinter befindet sich ein Wald.

Also streht dein Keller im Grundwasser ja oder nein?


Bube schrieb: Wir haben im vorigen (feuchten) Herbst den Keller gemacht.

Im Herbst ist der Grundwasserstand übrigens eher niedrig.


Bube schrieb: Entwässert wird über ein DN160 Rohr in den Kanal.

Kannst du mal am Einreichplan nachschauen, welche Höhen da für den Kanalschacht (Straßenkanalschacht) angegeben sind?
Also höhe über m.ü.A und die Tiefe. 
2.5.2021 (#11)


cc9966 schrieb: . Wenn der Keller unbeheizt ist würde ich den Ein/Ausbau der Türen mit Purenit etc. nur dann selst veranlassen wenn noch keine Fassade und Gebäudeabdichtung gemacht wurden und diese Arbeitsschritte dann auch nochmals neu zu machen wären.

Aktueller Stand ist wie auf den Fotos ersichtlich.



BAULEItEr schrieb: Also streht dein Keller im Grundwasser ja oder nein?

Nein. 



BAULEItEr schrieb: Kannst du mal am Einreichplan nachschauen, welche Höhen da für den Kanalschacht (Straßenkanalschacht) angegeben sind?
Also höhe über m.ü.A und die Tiefe.

 Nicht genau. Unser Grundstück wurde in den 70er Jahren aufgeschlossen und die Gemeinde wusste selbst noch nicht genau wo wir uns anschließen mussten. Der jetzige Anschlusspunkt (Straßenniveau) liegt bei ca. 393,8m ü Ad. Wir haben jedoch den Kanal bis zur Grundstücksgrenze gelegt und die Gemeinde hat dann ausgehend von unserer Tiefe in der der Kanal liegt weitergegraben da der alte Kanal sowieso eingebrochen war.


2.5.2021 (#12)


Bube schrieb: Der jetzige Anschlusspunkt (Straßenniveau) liegt bei ca. 393,8m ü Ad.

Und dein Keller liegt bei 393,48m.u.A,
also 32cm unter dem Kanaldeckel.
Habt ihr euch wegen Rückstau gedanken gemacht?
2.5.2021 (#13)
Der Keller wurde ein bisschen aus der Erde gehoben. Das spielt jedoch weniger eine Rolle da es nur ca.12cm waren. Unser Grundstück befindet sich  erhöht zum Rest der Ortschaft. Oberhalb gibt es zwar auch noch viele Häuser aber der Kanal fällt nach unserem Anschlusspunkt um ca. 5m innerhalb von ~15m und geht dann Richtung unteren Teil der Ortschaft. Geschätzte 60 Höhenmeter. Wir haben auf unserem Grundstück gleich neben der Straße einen Schacht  mit Rückstauklappe.
2.5.2021 (#14)


Bube schrieb: aber der Kanal fällt nach unserem Anschlusspunkt

Wäre meine nächste Frage gewesen.
Solltest aber nicht übersehen dass trotzdem ein gewisses Restrisiko bleibt, und zwar wenn irgendwo unterhalb von dir der Kanal einmal nicht funktionieren sollte (Kanalbruch, Überlastung z.b.) dann kann es sehr wohl mal rückstauen.
Wenn du dann deine Rückstauklappe aktivierst bringst du das Wasser von deinem Stiegenabgang nicht mehr weg.

Aber das Risiko musst du selber abschätzen.

Um wieder zu Thema zurückzukommen,


berhan schrieb: Persönlich gefallen würde mir das aufgrund eines möglichen Wassereintritts alles nicht. Wenn es mein Haus wäre, würde ich das Podest wegstemmen und 20 cm tiefer setzen, Türanschluss abdichten und Rigol nach der letzten Stufe setzen. Ich seh wieviel Wasser bei mir die Stufen runter rinnt und wenn du das nicht wegbekommst, dann stehts in Keller.

Eigentlich alles gesagt.


2.5.2021 (#15)


cc9966 schrieb: Ich denke die Baufirma wird das nicht als Fehler betrachten, weil wärmebrückenfreies Bauen nur beim Passivhaus der Standard ist.

Sehe ich nicht so.
Denn hier würde durch die Wärmebrücke ja ein Bauschaden entstehen, und das hat nichts mit Passivhausstandard zu tun.
2.5.2021 (#16)


BAULEItEr schrieb: Aber das Risiko musst du selber abschätzen

Ich denke mit Abfluss und Überdachung gering. Auch wenn das Podest 20cm tiefer liegen würde kann es übergehen.. Um das Risiko ganz auszuschließen darf man keine Kellertür machen. 

Ich muss mir Mal genauer ansehen wie die Tür eingebaut wird dann verstehe ich vielleicht genauer was ihr meint mit abdichten ;)  


BAULEItEr schrieb: Sehe ich nicht so.
Denn hier würde durch die Wärmebrücke ja ein Bauschaden entstehen, und das hat nichts mit Passivhausstandard zu tun.

Nur auf was genau kann ich mich hier berufen und reklamieren. Das Detail ist im Plan nicht ersichtlich und lt Plan wäre der Kellerboden und Vorplatz auf dem selben Niveau.
2.5.2021 (#17)



Bube schrieb: Nur auf was genau kann ich mich hier berufen und reklamieren.

Naja ich würd erst mal reden.
Wenns nix hilft schreiben.

Sehr geehrte Firma XY,
Aufgrund der von ihnen falsch ausgeführten Bodenplatte entsteht im Bereich der Kellertür eine bauschädigende Wärmebrücke welche zu Frostschäden im inneren führen wird desweitern ist ein Anschluß der Bauwerksabdichtung gemäß ÖNORM B3692 nicht möglich.
Ich fordere sie auf diesen Mangel, durch Rückbau der Bodenplatte im Bereich der Türschwelle, bis 24.12.2055 zu beseitigen.
2.5.2021 (#18)
Danke dafür! 
Aber um welche Bauwerksabdichtung handelt es sich genau? Alle erdanliegenden Teile wurden abgedichtet.  Diesen Punkt verstehen ich noch nicht ganz.
3.5.2021 (#19)


Wärmebrücke bei Kellertür beheben


Bube schrieb: Aber um welche Bauwerksabdichtung handelt es sich genau? Alle erdanliegenden Teile wurden abgedichtet.  Diesen Punkt verstehen ich noch nicht ganz.

So würde ich es machen.
seitlich musst du auch mind. 30cm hoch die Tür abdichten, rechts muss die Dämmung etwas zurückgeschnitten werden so dass man mind. 5cm Übergriff hat.
Vor der XPS könnte man noch einen Winkel setzen damit die XPS etwas vom Riffelblech entlastet wird.
3.5.2021 (#20)
Danke für die aufschlussreiche Zeichnung.  Der nachträgliche Einbau des purenit stelle ich mir jedoch nicht einfach vor.. vorallem das die Übergänge sauber sind.
3.5.2021 (#21)


Bube schrieb: Der nachträgliche Einbau des purenit stelle ich mir jedoch nicht einfach vor.. vorallem das die Übergänge sauber sind.

Ist schon klar dass du das nicht so sauber abstemmen kannst.
Ich würd innen größer aufmachen und nach Purenit versetzen mit Beton ausgießen.
Unterm Purenit kannst einen sauberen Schnitt 5cmtief mit der Flex machen.


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