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Variabler Kredit erhöht sich extrem.

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  •  apollo00
  •   Bronze-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und viele Beiträge geschrieben.
10.10.2022 - 2.2.2023
528 Antworten | 101 Autoren 528
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Hallo,

wir 2019 einen variablen Kredit im Wert von 270k abgeschlossen.
Die erste größere Erhöhung haben wir im Juli bekommen, hier war es aber noch im Rahmen, habe zwar damals mit Bank Kontakt aufgenommen, aber durch private Schickssalsschläge, ist dies dann leider alles vergessen worden.....!

Heute haben wir einen weiteren Brief erhalten, hier gleich eine Erhöhung um 1,375% daher sind wir auf 2,625%! Macht in Summe 187.- mehr im Monat für uns nur für den Kredit, daher doch eine erhebliche Mehrbelastung wenn man die anderen Teuerungen mitbezieht.

Will hier keine Diskussion lostreten ob Variabler Kredit Sinnvoll ist, oder nicht, das soll sowieso jeder entscheiden, und dazu gibt es so viele Meinungen wie Sand am Strand....!

Ist hier noch wer von diesen doch gravierenden Erhöhungen betroffen? Wie geht Ihr damit um? Habt ihr Pläne dies zu ändern, zmb. Umschuldung etc.?
Vielleicht gibt es hier auch viele Leidensgenossen!?

  •  thez
10.10.2022 ( #1)
Hallo apollo00,

Mir gehts gleich wie dir... 240k€ variabel offen. Unser Zinssatz ist etwas besser als bei dir aber aktuell sinds bei uns ca. 250€ mehr im Monat. 
Umschuldung habe ich kurz bei der BA angefragt: 3,5% fix auf 15J war dann für mich nicht attraktiv genug.
Ich gamble weiter da es das Haushaltseinkommen aktuell noch zulässt.

Kopf hoch und durchbeißen.

  •  LiConsult
  •   Gold-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und besonders viele Beiträge geschrieben.
10.10.2022 ( #2)


apollo00 schrieb: Ist hier noch wer von diesen doch gravierenden Erhöhungen betroffen?

das wird zwangsläufig jeder mit einer variablen Zinsbindung sein. Jene, die am 3M EURIBOR hängen sind dabei weniger stark betroffen, als jene die den 6 oder 12M EURIBOR als Indikator haben (nachdem sich die Zinskurve gerade am "kurzen Ende" massiv erhöht hat).

  •  topflappen
10.10.2022 ( #3)
Apollo .... sitzen im selben Boot und harren der Dinge die da kommen. Umschulden auf 3,5% ist für uns auch keine Alternative 



  •  ChrisBerg
10.10.2022 ( #4)
Wir, noch ca. 160k offen variabel, hatten knapp 40 Euro mehr monatlich als davor. Da wir aber sowieso immer 500er mehr einbezahlt haben (Sondertilgung) als nötig, war uns das egal. Haben aber trotzdem den letzten Zug (hoffentlich) auf Fixzins 10Y 2.6% (wird in der Zeit auch komplett getilgt) erwischt. Sicher ist sicher.

An dieser Stelle danke an den User LiConsult 🙏

  •  mtbl
10.10.2022 ( #5)
Hallo,
wir sind auch massiv betroffen. Haben noch ca 350k offen und hatten variabel mit 3-Monats-Euribor +1% abgeschlossen (Erste Bank). Die letzte Erhöhung im Okt war dann massiv, auf 2,193%.
Habe jetzt Angebote für den Wechsel zum Fixzins mit 3,3% auf 10J bzw. 3,5% auf 15J (Angebote vom Do), und habe mir heute noch ein Angebot für 5J eingeholt, das ist allerdings schon bei 3,7% (also massiver Anstieg von Do letzter Woche auf heute Mo)! Kommt also sowieso nur das 10J Angebot in Frage.
Der Euribor wird definitv weiter steigen, so dass auch der variable Zinssatz schnell bei den 3,3% sein wird. Aber wie lang wird er oben bleiben - die Glaskugel Frage? Der Euribor ist ja generell immer (?) unter dem Leitzins der EZB. Die haben ja angekündigt, dass sie weiter erhöhen werden, aber langfristig ein Zinsniveau zwischen 1,5%-2% anstreben. Dann wäre man mit den variablen Zinsen also wieder deutlich unter den 3,3%. Aber wenn das Jahre dauert bis dahin, ist der Verlust schon so massiv...?!?!
Ich hab schlaflose Nächte wegen dem Sch*** und natürlich tickt die Uhr, Angebot der Bank gilt für 14 Tage, bis dahin muss der neue Vertrag unterzeichnet sein. 
Was macht ihr? Ich tendiere dazu, anzunehmen und wenn die Zinsen wieder deutlich sinken, neu zu verhandeln bzw. im Zweifel zu einer anderen Bank umzuschulden? Ist natürlich dann wieder mit Gebühren verbunden, wobei wir zumindest pönalefrei jederzeit tilgen können.

  •  michi21
10.10.2022 ( #6)
Die Kerninflation ist mittlerweile so hoch, dass man jedem der jetzt schon schlaflose Nächte hat nur raten kann möglichst schnell auf einen Fixzinssatz umzusteigen

  •  ChrisBerg
10.10.2022 ( #7)
Vor allem bei so hohen Kreditsummen die noch ausstehen.

Man muss auch bedenken dass wir so eine Niedrigzingsphase wahrscheinlich nicht mehr so schnell erleben werden, egal wo hoch der Peak nächstes/übernächstes Jahr sein wird, aber unter 1-2% werden wir kaum so schnell wieder landen. Ich tippe eher was mit 2% oder bisschen drüber. Und 2-3 Jahre nicht gut schlafen ist es nicht wert, selbst wenn man im Endeffekt mit einem 3.5% Fixzinskredit am Ende der Laufzeit etwas mehr bezahlt, aber die schlaflosen Nächte und somit die Gesundheit kann man später nicht mehr nachholen.

  •  thez
10.10.2022 ( #8)
Da wir sowieso auch um die 10-15k sondertilgen wollten im Jahr machen mir die knapp 250€ mehr aktuell noch keine Sorgen.
Da nehm ich lieber langfristig die 2% in Kauf als jetzt auf 3,5% umzuschulden.

  •  23dg
  •   Gold-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und besonders viele Beiträge geschrieben.
10.10.2022 ( #9)
Und nicht vergessen einige haben sich in den letzten Jahren mit variabel einiges gespart auf Grund der Negativzinsphase. Jetzt schlägt das Pendel halt in die andere Richtung - bissl ein POKERN.

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  •  Sparfratz
  •   Silber-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und sehr viele Beiträge geschrieben.
10.10.2022 ( #10)
Wir schulden auch nicht um. Aber nur weil wir keine schlaflosen Nächte haben. 
Ganz ehrlich wenn eine Zinserhöhumg ein wirkliches Problem darstellen würde hätt ich schon umgeschuldet. 

  •  speeeedcat
  •   Gold-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und besonders viele Beiträge geschrieben.
10.10.2022 ( #11)


23dg schrieb: Und nicht vergessen einige haben sich in den letzten Jahren mit variabel einiges gespart auf Grund der Negativzinsphase.

Und somit sollten auch die Umschuldungskosten locker herein sein.

Jetzt absichern um den guten Schlaf wieder zu finden und später ggf. auf hoffentlich gesunkene Zinsen umschulden.




  •  InasHaus
10.10.2022 ( #12)


thez schrieb:

Hallo apollo00,

Mir gehts gleich wie dir... 240k€ variabel offen. Unser Zinssatz ist etwas besser als bei dir aber aktuell sinds bei uns ca. 250€ mehr im Monat. 
Umschuldung habe ich kurz bei der BA angefragt: 3,5% fix auf 15J war dann für mich nicht attraktiv genug.
Ich gamble weiter da es das Haushaltseinkommen aktuell noch zulässt.

Kopf hoch und durchbeißen.

Wir haben aktuell über 4 angeboten bekommen, bei 3.5 würde ich es mit überlegen🤔, mein Bank Berater hat gemeint er kann sich nicht vorstellen momentan einen Fix Zins unter 4 zu bekommen.Ich denke ich werde ihn nochmals anrufen müssen.... 

  •  thez
10.10.2022 ( #13)
Ich überlege da nicht weil wir "aktuell" noch immer günstiger fahren mit 2% variabel... 
Die Reise vom 3M Euribor geht erstmal weiter also haben wir noch ein paar Monate bis wir bei 3,5% sind. Da spekulier ich lieber noch ein bisschen ;)

  •  LiConsult
  •   Gold-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und besonders viele Beiträge geschrieben.
10.10.2022 ( #14)


mtbl schrieb: Der Euribor ist ja generell immer (?) unter dem Leitzins der EZB.

Nein, es gab in den vergangenen 20 Jahren auch immer wieder Phasen, in denen der 3M EURIBOR (zum Teil auch deutlich) über dem Leitzinssatz lag. Im arithmetischen Mittel seit 1999 liegen diese beiden Zinssätze mit etwa 1,5% gleich auf.

Aktuell liegt der 3M EURIBOR auch über dem EZB Zinssatz - in Erwartung einer Erhöhung bei der nächsten Sitzung am 27.10..


mtbl schrieb: Die haben ja angekündigt, dass sie weiter erhöhen werden, aber langfristig ein Zinsniveau zwischen 1,5%-2% anstreben.

Die EZB hat ein Inflationsziel von 2%. Von einem langfristigen Zinsniveau von 2% weiß ich nichts.

Führende Notenbanker sprechen sich aktuell für weitere deutliche Signale aus, beispielsweise der deutsche Bundesbankpräsident.

https://www.bundesbank.de/de/aufgaben/themen/nagel-die-zinsen-muessen-weiter-steigen-und-zwar-deutlich-898332

In ein ähnliches Horn stößt der holländische Notenbankpräsident der mindestens zwei weitere "signifikante" Erhöhungen als notwendig erachtet.


  •  tomsl
  •   Bronze-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und viele Beiträge geschrieben.
10.10.2022 ( #15)


thez schrieb: Ich überlege da nicht weil wir "aktuell" noch immer günstiger fahren mit 2% variabel... 
Die Reise vom 3M Euribor geht erstmal weiter also haben wir noch ein paar Monate bis wir bei 3,5% sind. Da spekulier ich lieber noch ein bisschen ;)

Puh, wenn du dich da mal nicht verzockst. Der 3ME ist jetzt in 10 Monaten um 2% gestiegen. Wenns so weiter geht, zahlst nächstes Jahr noch mehr.

Mich haben schon die 3 Monate, in denen unser Kredit voll variabel waren, nervös gemacht und ich hab mehrmals täglich den 3ME gecheckt. Seit wir fix sind, is a Ruh.

Jeder, der momentan schon nicht gut schlafen kann, sollte umgehend umsteigen.

  •  bimpfi87
  •   Bronze-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und viele Beiträge geschrieben.
10.10.2022 ( #16)
https://www.vol.at/weltbank-und-iwf-halten-globale-rezession-fuer-moeglich/7683808/amp

"Die Währungsabwertung sei ein Problem für einkommensschwache Länder, die Schuldenlast wachse dort. "Der Anstieg der Zinssätze belastet sie zusätzlich, und die Inflation ist nach wie vor ein großes Problem für alle, besonders aber für die Armen", so Malpass."


Bin gespannt ob die EZB die Zinsen weiterhin steigen lässt, wenn nächstes Jahr die Rezession durchschlägt. 

Erste Warnungen gibt es ja bereits, dass die derzeitige Zinsstrategie nicht die Inflation eindämmt (und wenn ja, auf welche Kosten)...


  •  supernova
  •   Silber-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und sehr viele Beiträge geschrieben.
10.10.2022 ( #17)
Bei Kreditabschluss wird doch idR eine Schattenrechnung mit zumindest 5-6% gemacht worden sein, insofern sollte der jetzige Anstieg eigentlich noch nicht soo dramatisch sein. Früher waren ja auch ganz andere Zinssätze üblich.  
Interessant wäre aus meiner Sicht, ob der Aufschlag bei den Banken verhandelbar sein könnte. Habe vage in Erinnerung, dass vor der Niedrigzinsphase der Aufschlag öfters (oft?) bei unter einem Prozent lag. Mit dem niedrigen Zins kamen tendentiell höhere Aufschläge. Ggf. könnte man versuchen den zumindest den Aufschlag neu zu verhandeln, wenn es keine attraktiven Fixzinsangebote gibt?

  •  csblack
  •   Silber-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und sehr viele Beiträge geschrieben.
10.10.2022 ( #18)


tomsl schrieb: Mich haben schon die 3 Monate, in denen unser Kredit voll variabel waren, nervös gemacht und ich hab mehrmals täglich den 3ME gecheckt. Seit wir fix sind, is a Ruh.

So war's bei uns auch. Kompletter Kredit (€309000) variabel gepokert. Monatelang war ich der Meinung, dass wir da jetzt "durch müssen" bis ich mich im Urlaub erwischt habe, ständig am Handy zu hängen, den 3ME zu checken und gefühlte 1000 Mal zu berechnen, ob es sich ausgeht. 

Wir haben noch mit 2,55 auf 10 Jahre fixiert und seitdem bin ich ruhiger.

Wäre mir vorher bewusst gewesen, dass ich doch nicht so locker "drüber stehe" hätte ich von Beginn an fixiert. Aber auch so lernt man sich kennen 🤣

Sobald der Gedanke zu viel vom Alltag einnimmt bin ich absoluter Fan vom Wechsel. Die Möglichkeit hat man ja Gott sei Dank beim variablen ohne "Strafzahlungen"


  •  schurlmaster
  •   Bronze-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und viele Beiträge geschrieben.
10.10.2022 ( #19)
Also nach dem Verlauf würde ich mir nicht trauen, weitere Prognosen zu machen für die Zukunft. Glaube es kann auch wieder so schnell runter gehen wie rauf oder halt noch weiter rauf. Da hängen so viele Parameter zusammen. Die EZB hat halt nur mehr die eine Möglichkeit. Da die Inflation weiter steigt und hoch ist, wird es neue Zinsschritte brauchen, alles andere wäre eine Überraschung für mich zumindest. Die Abwertung des EUR spricht halt auch für weitere Zinsschritte nach oben. Sollte der    Herr im Kreml nicht demnächst umfallen und Energie fließt wieder billig nach Europa, wird sich da wenig ändern.
Wenn man Kredite variable abschließt und jetzt beim ersten Zinsschritt ins schwitzen kommt, sollte man schleunigst umschulden.


  •  titan
10.10.2022 ( #20)


schurlmaster schrieb: Wenn man Kredite variable abschließt und jetzt beim ersten Zinsschritt ins schwitzen kommt, sollte man schleunigst umschulden.

Wir haben nur einen relativ geringen Teil variabel offen. Die Bank ist uns auch beim Euribor entgegengekommen und hat uns nachträglich in den 3 Monats Euribor eingestuft. Dennoch, aktuell ist alles extrem unsicher, zudem kommen hohe Energiekosten und Preiserhöhungen auf so ziemlich jeden zu. Da möchte ich wenigstens die Rückzahlungsrate fix haben. In normalen Zeiten wäre ich variabel geblieben, aktuell ist allerdings nix mehr normal und wir befinden uns in multiplen Krisensituationen.

Wir könnten uns locker 7-8 % leisten, im Worst Case auch mehr, aber ich bin dann doch lieber mit 2,75% abgesichert. Sollte der Euribor wieder auf 1% gehen dann habe ich halt Pech gehabt. Wir haben jetzt 10 Jahre fast keine Zinsen bezahlt, das darf man auch nicht vergessen.

Die Umschuldungskosten tun schon weh, aber wie gesagt, guter Schlaf ist umso wichtiger in diesen Zeiten.




  •  heislplaner
  •   Gold-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und besonders viele Beiträge geschrieben.
10.10.2022 ( #21)
wir haben immer eine schattenrechnung mit 6% gemacht und die ersparnis auch zur seite gelegt. wollten damit pool bauen - habens gott sei dank noch nicht gemacht - jetzt bauen wir mit dem geld pv und wärmepumpe (weg vom gas)
wir haben zwar "nur" mehr 115000,- offen - ist mir aber jetzt trotzdem zu heiß geworden. wir haben ewig überlegt  und rumgerechnet ob wir zu bank99 um die 2,6% umschulden sollen (danke nochmal an liconsult) - haben dann aber die 3,375% von der ba angenommen - weil kostenlos.
der breakeven wäre bei fast exakt 5 jahren gelegen. sollten die zinsen weiter steigen sind wir (etwas teurer) abgesichert. sollten sie wieder fallen kann ich immer noch umschulden (sogar günstiger weil weniger restkapital offen - wenn ich in zb 3 jahren auf die 2,6% umschulden würde und in der zwischenzeit die 3,375% zahle kommt mir das auf die gesamtlaufzeit (mit kalkuliertem sondertilgungsplan) schon billiger als wenn ich gleich umgeschuldet hätte
(mit umschulden meine ich bankenwechsel mit einmalkosten - umgeschuldet von variabel auf fix haben wir ja schon)



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