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Variable WW-Temperatur möglich?

36 Beiträge | 17.5. - 19.5.2020
hallo
...ich möchte vorausschicken, dass wir erst seit 23.4. unsere neue Wärmepumpenheizung (inkl. WW-Bereitung) in Betrieb haben, und daher die Frage den Spezialisten hier etwas naiv vorkommt.
ich hatte eigentlich geplant, jeden Tag zwischen 12 und 14 uhr, wenn die PV-Anlage Strom im Überfluss produziert, das WW auf 65 Grad aufzuheizen, und damit eigentlich bis nächsten Mittag warmes Wasser zur Verfügung zu haben- als Sicherheitspolster hatte ich ein zweites Zeitfenster von 0630 bis 0800 uhr morgens eingegeben, in dem ggf. das Warmwasser noch einmal auf 45 Grad erwärmt werden sollte- nun musste ich diese verschiedenen gewünschten Temperaturen in der multimatic-app aber jedesmal "händisch" umstellen, und prompt habe ich natürlich gestern Nachmittag drauf vergessen, und so hat mir die Wärmepumpe heute früh um 0630 uhr völlig unnötigerweise die pv-Batterie "leergezuzelt"- meine Frage an die Community wäre daher, wie ich sinnvollerweise die WW-Bereitung automatisieren könnte, um den Strom vom Dach so gut wie möglich zu nutzen. Die WP ist eine Vaillant aroTherm 105/2 und ich habe in der App bzw. in der Steuerung keine Möglichkeit gefunden, für die verschiedenen Zeitfenster auch verschiedene Wunschtemperaturen einzustellen- vielleicht hab' ich's aber auch einfach übersehen, oder es gibt eine derartige Möglichkeit der Individualisierung gar nicht mit unserer Hardware....
Sorry für den umfangreichen Text, aber: sie Einleitungssatz....
brgds & schönen Sonntag

ajw

 
18.5.2020 9:12
hallo- ganz schön, was ich da mit meiner unschuldigen frage ausgelöst habe- wenn ich es richtig verstanden habe dann: ww-temperatur nach möglichkeit ca.50 grad, und die auch nur mit dem heizstab generieren- die wp damit zu belästigen erfüllt den tatbestand es quälens abhängiger und wird mit drastisch verkürzter lebensdauer des gerätes sowie, sowie, wenn im tatzusammenhang mit ww-temperaturen über 60 grad, vermehrten kalkausfall und somit reduzierter heizleistung bestraft?
ich werde daher in den nächsten tagen versuchen in der zeit von ca. 12-16 uhr, wenn realistischerweise genügend pv-strom vom dach kommt, das ww auf 50 grad zu erwärmen, und für's duschen in der früh, ein zweites zeitfenster von 0630 bis 0800 einrichten.
für's allgemeine verständnis: wir müssen den überschussstrom nicht wirklich verschenken- die einspeisevergütung beträgt für die ersten eintausend kwh 0,1 € und alles darüber hinaus ca. 0,06€- insagesamt haben wir 2019 so etwa 280€ vom netzbetreibeiber erlöst.
den fronius ohmpilot habe ich mir gestern auch angeschaut- der allgemeine tenor in den g'scheiten foren ist aber eher gewesen, dass der preis für ein paar prozent mehr eigenverbrauch doch zu hoch ist....
danke jedenfalls für die anregungen und einen guten start in die hoffentlich sonnige woche

brgds
ajw
18.5.2020 9:14
Diese Diskussion gibt es schon seit Jahren in verschiedenen Threads, also nix neues....
18.5.2020 11:32


ajw schrieb: wenn ich es richtig verstanden habe dann


ajw schrieb: ww-temperatur nach möglichkeit ca.50 grad

nicht nach Möglichkeit, aber nach den Bedürfnissen
hängt auch viel mit der Größe des WW-Speichers zusammen.


ajw schrieb: und die auch nur mit dem heizstab generieren

Nein, natürlich nicht! Ich bereite die 52 °C Zapftemperatur mit dem Verdichter auf max. 30 Hz, also fast Standgas.


ajw schrieb: überschussstrom nicht wirklich verschenken

Ich weiß nicht, warum du anfangs von "fast verschenken" sprichst und jetzt mit 10 bzw. 6 Cent Vergütung rausrückst. Das ist im Schnitt mehr als die Hälfte von dem was du bezahlst. 
18.5.2020 13:55


New_Projekt schrieb: Was bringt mir das im Sommer, wo der Überschuss da ist?

 Nichts



New_Projekt schrieb: Warum gehst du nur von 30K Übertemperatur aus?
Der Heizstab muss in den unteren Bereich des Puffer.
Da kann die Temperatur durchaus 20 Grad betragen und die auf 75 oder 80 Grad erwärmt speichert in einem 1000Liter Puffer schon mal 60 Kwh an Pv Überschuss.


Und was hast du davon? Wer soll das verbrauchen?



ajw schrieb: ich werde daher in den nächsten tagen versuchen in der zeit von ca. 12-16 uhr, wenn realistischerweise genügend pv-strom vom dach kommt, das ww auf 50 grad zu erwärmen, und für's duschen in der früh, ein zweites zeitfenster von 0630 bis 0800 einrichten.


Wie sieht denn die Dämmung deines Speichers aus? Wenn du den um 16 Uhr auf 50 Grad hast, ist der denn dann um 8 Uhr wirklich so kalt, dass man damit nicht mehr duschen kann? Oder verbraucht ihr abends so viel, dass das Ding dann kalt ist? 

Wenn das Teil durch Abkühlung soviel verliert, würde ich als erstes die Dämmung verbessern. Dann bringst du das Ding um 16 Uhr auf 50C und gut ist. Ein oder zwei sparsame Duschen abends dürften den nicht so kalt machen, dass man morgens nicht mehr genug hat.

Nach dem Kinderbad gestern abend war heute morgen noch genug zum Duschen da und selbst dabei ist die Temperatur nicht unter 41C gefallen. Die WP blieb also aus und der Mini-Zuheizer mit seinen maximal 380W hat inzwischen schon wieder 44C auf Abschaltsensorhöhe geschafft.
18.5.2020 15:13


JanRi schrieb:
__________________
Im Beitrag zitiert von New_Projekt: Warum gehst du nur von 30K Übertemperatur aus?
Der Heizstab muss in den unteren Bereich des Puffer.
Da kann die Temperatur durchaus 20 Grad betragen und die auf 75 oder 80 Grad erwärmt speichert in einem 1000Liter Puffer schon mal 60 Kwh an Pv Überschuss.

Und was hast du davon? Wer soll das verbrauchen?

In meinem Fall:

3 Kinder/2 Erwachsene
Pool
Waschmaschine
Geschirrspüler

Ich speichere allerdings auch in einem 2000 Liter Puffer, da gehen noch viel mehr Kwh der Pv Anlage in der Übergangszeit rein.
18.5.2020 15:53



__________________
Im Beitrag zitiert von ajw: überschussstrom nicht wirklich verschenken

Ich weiß nicht, warum du anfangs von "fast verschenken" sprichst und jetzt mit 10 bzw. 6 Cent Vergütung rausrückst. Das ist im Schnitt mehr als die Hälfte von dem was du bezahlst.

 hallo- ich schrieb in meinem posting von "mehr oder weniger zu verschenken..."- auf der jahresabrechnung summieren sich die verschiedensten posten  zu respektablen 0,24€ für den netzbezug- da sind die 6 cent für den eingespeisten strom wirklich kein guter tausch
18.5.2020 23:24
Was wäre denn bei einem 3-4 Personen Haushalt (130 qm) eine angemessene Pufferspeicher / Warmwasserspeicher Größe?

Fertighausanbieter wuseln mit 300 L herum - das ist wenig finde ich? 

1000L hätte ich mir auch angelacht. 
2000L sinnvoll? 
19.5.2020 7:47
der trend geht zu 180l kompaktgeräten.
damit kann man bei richtigem setup mehrere badewannen hintereinander füllen...

haustechnik für heizen/warmwasser/kühlen auf 60x60cm

du findest hier im forum dutzende praxisbeispiele mit erfahrungen & auswertungen.

energie in großen wassertöpfen speichern ist kesseltechnik aus dem 19. jahrhundert ...

ich habe auch 2 1000l töpfe im keller stehen weil ich es zu beginn der planung meiner sanierung noch nicht besser wußte. stehen seit dem ersten winter ausgekoppelt herum.

wilst einen haben?

Variable WW-Temperatur möglich?
19.5.2020 7:58
Danke, nein.
aber wieso ist das alte Technik?
was ist so schlimm daran, wenn man Überschüsse puffern will und eine Fußbodenheizung geplant ist?
19.5.2020 8:03
@Gemeinderat
Verteilt über 5 Threads haben dir das schon 5 Leute versucht zu erklären. Vielleicht nimmst dir mal die Zeit zu lesen.
19.5.2020 9:20


dyarne schrieb: der trend geht zu 180l kompaktgeräten.
damit kann man bei richtigem setup mehrere badewannen hintereinander füllen..

Das bezweifelt keiner...

Wenn die Wp gross genug ist bestimmt auch 3 Badewannen voll.
Die Frage ist halt, kaufe ich den Strom um die Badewannen zu füllen, oder puffere ich über Tags und fülle dann abens meine Badewannen.
Oder ganz anders, ich bade gleich am Tag, wenn die Sonne scheint.

19.5.2020 9:27


dyarne schrieb: wilst einen haben?

Wenn ich jetzt in Richtung Wärmepuffer was angehe, dann müssen mindestens 30m³ her.
Das würde reichen um über die Heizsasion zu kommen und mir keine Sorgen über Takte, AZ, Cop, usw. zu machen.
Die Solar, bzw. Pv Kollektoren sind bereits auf dem Dach.
19.5.2020 13:15

Variable WW-Temperatur möglich?
19.5.2020 13:34
...und wenn es brennt, hat man gleich das Löschwasser parat

Das klappt aber nur bei sehr geringem Energiebedarf. Wenn wir die 26800 Liter um 70K erwärmen, dann haben wir 2181 KWh. Unser KfW55-Haus hat rechnerisch 10600 KWh Bedarf im Jahr, real waren es etwa 70-80% davon im letzten Nichtsoganzwinter. Da bräuchten aber trotzdem noch deutlich mehr als diesen Monstertank.
19.5.2020 16:16


JanRi schrieb: Wenn wir die 26800 Liter um 70K erwärmen, dann haben wir 2181 KWh.

Wenn ich die letzten 10 Jahre zu Grunde lege, würden sich 30 bis 35m³ bei mir ausgehen.
Zusätzlich zu der Energie im Speicher kommt ja noch die Energie, die die Kollektoren wärend der Heizsasion liefern.
19.5.2020 21:47


rabaum schrieb: @Gemeinderat
Verteilt über 5 Threads haben dir das schon 5 Leute versucht zu erklären. Vielleicht nimmst dir mal die Zeit zu lesen.

Danke, habe ich.
Anscheinend ist es beim Versuch geblieben, denn einleuchtend war es nicht. Tut mir leid...



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