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Unterschiede Baumeister

27 Beiträge | 14.2. - 16.2.2020
Hallo,
wir hatten diese Woche zwei Gespräche mit BM. Es gibt da ein paar Unterschiede wo ich nun nicht weiß was stimmt bzw besser ist. Darum frag ich einfach euch

1) Abdichtung Sockelbereich: Einer meint Dichtschlämme verwenden, der andere sagt, unnötig der Bereich wird geflämmt. (Ich dachte, Schlämme ja, da sonst nicht normgerecht?)
2) Stärke EPS-F-Plus: 20 vs 25 (auf 25 Ziegel). Der BM mit den 25 meint, dass das doch einen deutlichen Unterschied ausmacht.
3) Stärke Elementdecke 22 vs 25. (KWL und BKA geplant). Geht sich das bei den 22cm aus?

lg

 
14.2.2020 8:50
Zu 1) Dichtschlämme, sonst ist es nicht normgerecht! Ob dort überhaupt geflämmt werden kann und darf (Sockeldämmung?) ist schon mal ein eigener Punkt, außerdem wäre das natürlich unter der Fassade und nicht die finale Schicht auf der Fassade, um diese im besonders belasteten Spritzwasserbereich vor Frostschäden zu schützen.

Zu 3) Du willst die KWL in der Rohbetondecke verlegen? Kann ich mir nicht vorstellen. Pass rund um das Installateurs-Gewerk besonders auf - mach nicht die selben Fehler wie ich und viele andere hier im Forum. Für die KWL gehst Du am besten zu einer Lüftungsfachfirma (z. B. zu @leitwolf, der auch hier im Forum unterwegs ist), nicht zum Installateur. 
14.2.2020 9:13
Uns wurde von einem Baumeister die KWL auch in der Betondecke empfohlen (mehrere 75mm Rohre parallel)
Die Kunststoffrohre sind innen komplett glatt, können also einfach gereinigt werden (quasi einen Fetzen am Schnürdl durchziehen quasi :) )

Ich hab mich trotzdem dagegen entschieden, wir haben eine 20cm abgehängte Decke - da muss ich mich auch noch an @leitwolf wenden und das Projekt mit ihm anzugehen.

Werden das wohl zu Gunsten des Budgets selbst verlegen.
14.2.2020 9:31
1) Flämmen hab ich überhaupt noch nie gehört, würde ich nicht machen.
2) Kann man im EA berechnen wie deutlich der ist. 25+25 ist sicher der üblichere Wandaufbau. Kommt halt darauf an ob du für eine Förderung auf einen bestimmten Wert kommen musst und wie wichtig dir die Dämmwerte sind.
3) Das kann man so nicht sagen, 75mm Rohre müssen aber auf jeden Fall in der statischen Berechnung berücksichtigt werden.


14.2.2020 9:36
Zu 1) ... werden da nicht 2 Themen vermischt? ... Abdichtung Mauerwerk und Dichtschlämme über Putz im Sockelbereich.

Zu 2) ?

zu 3)


bibop schrieb: 3) Stärke Elementdecke 22 vs 25. (KWL und BKA geplant). Geht sich das bei den 22cm aus?

 Bei meinen Projekten (und bei uns selber) 20 cm Ortbeton mit KWL DN 90, TBA und Elektroleerrohre —> das bedingt halt gute Planung und einen Statiker/Tragwerksplaner der da mitspielt ... keine Kreuzung der KWL-Rohre mit TBA oder Leerrohren.

Bei einer Elementdecke (6 cm?) wird kreuzungsfrei schwierig werden (wegen der Gitterträger).
_____________________

Generell wieder mal die Bitte bzw. der Hinweis Fragen so stellen, daß man sie auch „verstehen“ kann (und evt. Skizzen, Planausschnitte, Angebotstext gleich zu den Fragen miteinstellen).
14.2.2020 9:45
Zu 2)
Grundsätzlich würde ich das einfach rechnen (lassen). Der u-Wert-Rechner ist hier eine große Hilfe, vor
allem, wenn du die genaue Materialbezeichnung hast  
Preisunterschied: Bei gleicher Materialgüte sollte das nur wenig ausmachen. 5cm stärker kosten nicht die Welt, und der Arbeitsaufwand ist derselbe. 
14.2.2020 9:50
Reden wir hier von vertikaler Bauwerksabdichtung oder von Fassadenschutz?
14.2.2020 10:16
Danke für die Antworten. Sry wenn etwas ungenau ist. Liegt daran, dass ich es (noch) nicht genauer erklären kann. Das waren einfach die Punkte die mir ins Auge gestochen sind.

1) Dichtschlämme. Einer verwendet sie, der andere nicht. Ich gehe davon aus, dass sie verwendet werden muss. Wenn es ein BM aber anders macht und das selbe Ergbnis dabei raus kommt, ist mir das auch recht . Wenn es aber nicht normgerecht ist, hab ich schon wieder etwas bauchweh.
2) Lass ich einfach berchnen. Mal schauen was rauskommt.
3) Das muss ich mir genauer erklären lassen, wie sie was unterbekommen wollen. Von abgehängten Decken bin ich aber nicht so der Fan.
14.2.2020 10:58
25cm EPS-F+ ????
Was sich manche auf ihr Haus kleben würden - Wahnsinn :D

Bzgl. Dämmstärke gibt´s kein besser oder schlechter.
Es kommt immer darauf an wohin du willst. (Niedrigstenergie, Passivhaus....)
Der Unterschied des U-Werts auf die beschriebene Wand (20cm vs 25cm EPS-F+) wird im Bereich von 0,02 - 0,03 W/m²K liegen.


Vardi17 schrieb: Zu 2)
Grundsätzlich würde ich das einfach rechnen (lassen). Der u-Wert-Rechner ist hier eine große Hilfe, vor
allem, wenn du die genaue Materialbezeichnung hast
Preisunterschied: Bei gleicher Materialgüte sollte das nur wenig ausmachen. 5cm stärker kosten nicht die Welt, und der Arbeitsaufwand ist derselbe.


Das würde ich so nicht unterschreiben.
Bei 200m² sind 5cm gleich mal 20m³ Sytorpor. Angenommen Durchschnittspreis von ?63€ /m³? sind dass dann gleich mal €1.260.
Ebenfalls denke ich dass in den Richtlinien zur WDVS-Verarbeitung etwas bzgl. zusätzlicher Mechanischer Befestigung ab 20cm Dämmstärke steht. Das wiederrum würde bei 200m² Fassadenfläche 1200 Löcher bohren + Dübeln + Versenken + Rondellen verkleben + Vorspachteln bedeuten.

LG
14.2.2020 11:00


[ref]Hausbau19:56ap99 schrieb: [ref]ap99:56677#542790[/ref]Zu 1) ... werden da nicht 2 Themen vermischt? ... Abdichtung Mauerwerk und Dichtschlämme über Putz im Sockelbereich.

Glaube ich auch fast. Geflämmt wird im Sockel Bereicht Beton und Ziegel, die Dichtschlämme wird dann über der Dämmung angebracht.


Hausbau19 schrieb: 2) Kann man im EA berechnen wie deutlich der ist. 25+25 ist sicher der üblichere Wandaufbau. Kommt halt darauf an ob du für eine Förderung auf einen bestimmten Wert kommen musst und wie wichtig dir die Dämmwerte sind.

Ich hätte fast gesagt das 25+20 Standard ist, aber mehr Dämmnung schadet sicher nicht. Wie Hausbau19 geschrieben hat, kann mehr Dämmung notwendig sein um den Grenzwert für die Förderung zu bekommen. Ob das Preis/Leistungsverhältnis für die 5cm spricht musst du entscheiden. Preislich wird wahrscheinlich nicht viel um sein.


bibop schrieb: 3) Das muss ich mir genauer erklären lassen, wie sie was unterbekommen wollen. Von abgehängten Decken bin ich aber nicht so der Fan.

Bin auch ein sehr zufriedener @leitwolf Kunde, wenn man es gut plant fällt dir die abgehängte Decke nicht mal auf, da es meistens immer nur den Gangbereich betrifft. Wir haben eine 25cm Ortbetondecke und es wahr schon knapp mit den Elektroleitungen und der BKA. Mir gefällt das Spirorohr Konzept besser.
14.2.2020 11:09


SchwarzS schrieb: 25cm EPS-F+ ????
Was sich manche auf ihr Haus kleben würden - Wahnsinn :D

Bzgl. Dämmstärke gibt´s kein besser oder schlechter.
Es kommt immer darauf an wohin du willst. (Niedrigstenergie, Passivhaus....)
Der Unterschied des U-Werts auf die beschriebene Wand (20cm vs 25cm EPS-F+) wird im Bereich von 0,02 - 0,03 W/m²K liegen.
__________________
Im Beitrag zitiert von Vardi17: Zu 2)
Grundsätzlich würde ich das einfach rechnen (lassen). Der u-Wert-Rechner ist hier eine große Hilfe, vor
allem, wenn du die genaue Materialbezeichnung hast
Preisunterschied: Bei gleicher Materialgüte sollte das nur wenig ausmachen. 5cm stärker kosten nicht die Welt, und der Arbeitsaufwand ist derselbe.

Das würde ich so nicht unterschreiben.
Bei 200m² sind 5cm gleich mal 20m³ Sytorpor. Angenommen Durchschnittspreis von ?63€ /m³? sind dass dann gleich mal €1.260.
Ebenfalls denke ich dass in den Richtlinien zur WDVS-Verarbeitung etwas bzgl. zusätzlicher Mechanischer Befestigung ab 20cm Dämmstärke steht. Das wiederrum würde bei 200m² Fassadenfläche 1200 Löcher bohren + Dübeln + Versenken + Rondellen verkleben + Vorspachteln bedeuten.

LG

 Sorry, natürlich sind 200m2 5cm nur 10m3 *gg*
14.2.2020 11:15
@bibop 
schau mal was ich da in dem thread verlinkt habe (den TE interessierts wohl eh nicht wirklich) ... da ist auch der Sockelbereich ausführlich behandelt.
https://www.energiesparhaus.at/forum-wdvs-uebergang-sockelbereich/56562_1#541533

Und zusätzlich noch die Sockelrichtlinie:
http://www.holzforschung.at/fileadmin/Content-Pool/PDFs/2015/Publikationen/HFA_richtlinie_sockel_20150410.pdf


heinzi00 schrieb: Mir gefällt das Spirorohr Konzept besser.

Mir generell auch. Da wir eine Sichtbetondecke mit aktivierter Decke haben, kam eine abgehängte Decke (auch nur im Stgh) bei uns nicht in Frage.
14.2.2020 11:49
ad 1) Sind 2 völlig unterschiedliche Sachen, war wohl ein Missverständnis. Geflämmt wird direkt auf den Ziegel drauf. Auf diesen kommt dann Fassade und Außenputz. Dichschlämme kommt dann auf den Außenputz, natürlich nur paar cm höher als das fertige Niveau (wieviel genau Norm vorschreibt weiß ich nicht)

ad 2) Kannst du selbst mit dem U-Wert Rechner ausprobieren. Finde 25cm unnötigt, weil das dann nicht mehr so viel mehr bringt. Dämmwirkung steigt nicht linear, ander ausgedrückt: Die ersten 5cm bringen viel mehr als 25cm statt 20cm.

ad 3) Davon wurde uns aus Statikgründen abgeraten. Wir haben die KWL Rohre jetzt im Bodenaufbau. Die beste Lösung währe wohl in einer abgehängten Decke - du musst dann aber halt eine abgehängte Decke machen.
14.2.2020 12:05
1) Kann sein das es unterschiedliche Sachen sind. Die Aussage vom BM war aber klar, dass er keine Dichtschlämme verwendet. Und da sind wir uns ja einig, dass das nicht korrekt ist, oder?

2) Ich schaus mir an. Wird ws eine reine Kosten/Nutzen Sache.

3) Das ist eigentlich das Thema was mich nun am meisten beschäftigt (aufgrund eurer Antworten). KWL habe ich bei fast allen Installateur-Angeboten mit drinnen. Leitwolf oder ähnliche Firmen sind aber ein guter Rat. Da werde ich mal anfragen und die KWL dann eventuell extra vergeben. Was mich ein wening daran stört ist, dass dann wieder ein Gewerk mehr die Finger mit im Spiel hat.
14.2.2020 12:22


bibop schrieb: 3) Das ist eigentlich das Thema was mich nun am meisten beschäftigt (aufgrund eurer Antworten). KWL habe ich bei fast allen Installateur-Angeboten mit drinnen. Leitwolf oder ähnliche Firmen sind aber ein guter Rat. Da werde ich mal anfragen und die KWL dann eventuell extra vergeben. Was mich ein wening daran stört ist, dass dann wieder ein Gewerk mehr die Finger mit im Spiel hat.

Würde auf jedenfall so früh wie möglich, wenn die Spiro Aufputzvariante in Frage kommt mal ein bisschen planen lassen, es kann nämlich sein dass kleine Änderungen bei Mauern oder Türen die Installation der Leitungen erleichtert. Bei uns war es notwendig eine Tür und eine Mauer um 10cm zu verschieben wegen einer Steigleitung.
14.2.2020 13:08


bibop schrieb: Da werde ich mal anfragen und die KWL dann eventuell extra vergeben. Was mich ein wening daran stört ist, dass dann wieder ein Gewerk mehr die Finger mit im Spiel hat.

Unbedingt!

Da hab ich lieber den Profi auf dem Gebiet als eigenes Gewerk, als einen der dir die Lüftung halbherzig mitmacht. Oft genug erlebt im Forum.
14.2.2020 13:22


bibop schrieb: Was mich ein wening daran stört ist, dass dann wieder ein Gewerk mehr die Finger mit im Spiel hat.

 Wenn es @leitwolf macht, hast zumindest mal 1 Gewerk das 100%ig weiß was es macht. Besser mehr Gewerke die wissen was sie tun, als wenige die Halbwissen haben! - ich glaub das gerade erfundene Sprücherl - merk ich mir


14.2.2020 15:36
Zu 3:
Ein75er Schlauch kann sogar in einer  20er Decke verbaut werden. Da sind ca 9 cm Platz zwischen Betonbrett und GT-Obergurt, bei 22er Decke sinds 11 cm und 13 cm bei einer 25er.
(Bei Elemente über 7m Länge, oder Extremen Bewerungswerten in der oberen Lage, könnte sich der Abstand jeweils bis zu 3 cm verringern) 

Bei richtiger Verlegung (Abstand zwischen Schläuche) gibts auch aus statischer Sicht keine Einwände, weil die Wirkung der Bewehrung nicht beeinträchtigt wird.
14.2.2020 18:21


Hobbyplaner schrieb: Zu 3:
Ein75er Schlauch kann sogar in einer  20er Decke verbaut werden. Da sind ca 9 cm Platz zwischen Betonbrett und GT-Obergurt, bei 22er Decke sinds 11 cm und 13 cm bei einer 25er.
(Bei Elemente über 7m Länge, oder Extremen Bewerungswerten in der oberen Lage, könnte sich der Abstand jeweils bis zu 3 cm verringern) 

Bei richtiger Verlegung (Abstand zwischen Schläuche) gibts auch aus statischer Sicht keine Einwände, weil die Wirkung der Bewehrung nicht beeinträchtigt wird.

Ausser im Auflagerbereich, da zählt der Betonquerschnitt. 
Am Ende hat soetwas nichts in der Betonplatte zu suchen. 
C
14.2.2020 19:27
75er Schläuche sollten auch grundsätzlich nicht erste Wahl sein für eine KWL. Je größer der Durchmesser der Rohre, desto geringer die Druckverlust und die Lautstärke.
14.2.2020 20:16
Der75er sollte keine Empfehlung sein. Den habe ich nur als Beispiel für die 20er ED herangezogen, weil ich weiß das er öfters verbaut wird.
Ob der geeignet ist, entzieht sich meiner Kenntnise.
Anhand der Angaben für weitere Deckenstärken kann jeder erkennen ob sein wunschDM durchpasst oder nicht.
15.2.2020 10:06


chrismaster schrieb: Ausser im Auflagerbereich, da zählt der Betonquerschnitt. 
Am Ende hat soetwas nichts in der Betonplatte zu suchen.

 Nach deiner pauschalen Aussage sollte ich unser Haus am besten wieder abreißen.

Um was gehts dir denn da? ... Druckstrebe hinsichtlich Querkraft?
(funktioniert ja bei Hohldielen auch).

Edit: bezieht sich dein „am Ende“ auf den Auflagerbereich? (darauf bezieht sich nämlich meine Frage)



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