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Teilweise BKA im umgebauten Bestand sinnvoll?

7 Beiträge | 16.5. - 20.5.2020
Mein Umbau fügt einem Bestandskeller und Haus (60er) einen Zubau hinzu sowie ein neues Vollgeschoss als OG sowie den Dachboden DG.

Daher bekomme ich über dem Zubau 40m² und dem OG 80m² eine neue Betondecke, die ich aktivierten könnte.

Diese könnte ich zum Kühlen nutzen, die Heizung würde überall über normale FBH erfolgen. Energetisch ist das ganze Neubau-Standard, weil wirklich alles erneuert wird.

KG - Bestand
EG - Bestand + Zubau neu
OG - neu
DG - neu

Meine Überlegung ist, dass ich so mit BKA in den im OG gelegenen Schlaf- und Kinderbereichen sowie im Zubau mit der Wohnküche kühlen könnte. Die anderen Bereiche profitieren nicht.

Mach dass überhaupt Sinn, oder lieber kontventionell über die FBH im Estrich kühlen (kalte Füße etc.)?

 
17.5.2020 0:00


robfox schrieb: Meine Überlegung ist, dass ich so mit BKA in den im OG gelegenen Schlaf- und Kinderbereichen sowie im Zubau mit der Wohnküche kühlen könnte. Die anderen Bereiche profitieren nicht.

Mach dass überhaupt Sinn, oder lieber kontventionell über die FBH im Estrich kühlen (kalte Füße etc.)?

Ja, macht Sinn. Ich würde in jede Stahlbetondecke immer eine BKA einbauen, da die einfach sehr günstig ist. Wenn du dir die BKA selber verlegst liegen die Kosten bei dir zwischen € 500 - 1000.

Und die BKA nicht nur zum Kühlen sondern auch zum Heizen verwenden. Der m² Heizfläche der BKA hat in etwa die gleiche Heizleistung wie die der FBH.

Für dein Problem für den geringen Fußbodenaufbau würde es auch eine Lösung geben, nennt sich  Kapillarrohrtechnik https://www.beka-klima.de/heizen-kuehlen/kapillarrohrtechnik/ Kann als FBH, WH oder Deckenheizung verbaut werden. Vielleicht ist das ja was für dich.
17.5.2020 10:30
Danke für deine Meinung @berhan!

Wenn ich dich richtig verstehe meinst du, auch mit der BKA heizen und dafür in den jeweiligen Bereichen die FBH im Estrich einsparen.

KG unbeheizt
EG Bestand - FBH
EG Zubau - BKA über Decke (oder aktiviert man auch eine Fundamentplatte?)
OG - FBH
DG - BKA

Das führt aber auch dazu, dass ich im OG von unten FBH und von oben BKA habe.

Oder anders: welcher Fachplaner kann mir sowas rechnen inkl. Verlegeplänen? Mein Installateur meint, dass Kreislängen bei einer FBH völlig egal sind.
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17.5.2020 21:24


robfox schrieb: Wenn ich dich richtig verstehe meinst du, auch mit der BKA heizen und dafür in den jeweiligen Bereichen die FBH im Estrich einsparen.

Ich wollte damit ausdrücken das es Alternativen zur FBH gibt. Flächenheizungen kannst du am Boden, an der Wand und an der Decke anbringen. Die Kapillarmatten könnten mit relativ geringen Schichtdicken im Estrich, an der Wand und an einer Bestandsdecke angebracht werden.

Es ist möglich nur über die BKA zu heizen, aufgrund der Speichermasse ist das System aber sehr träge. Das bedeutet die Raumtemperaturen sind sehr konstant. Um das auch ein bisschen in Zahlen zu fassen. 100 m² Stahlbetondecke mit 20 cm hat in etwa eine Speichermasse von 14500 kWh/K. Die Heizung muss daher 14500 kWh zusätzlich aufwenden um die Decke um 1 K zu erwärmen. Umgekehrt dauert es natürlich bis die Decke auskühlt.
 


robfox schrieb: (oder aktiviert man auch eine Fundamentplatte?)

Wäre technisch möglich, beding aber dass sich die Dämmung unter der Bodenplatte befindet und eine Schüttung mit hoher Wärmeleitzahl verwendet wird.



robfox schrieb: dass Kreislängen bei einer FBH völlig egal sind.

Völlig egal, wäre ganz falsch. Irgendwann ist der Druckverlust so hoch, dass die WP das Wasser nicht mehr in der benötigten Menge durch die Leitung bring. Wenn er damit meint, das er über den HKV die Kreise zueinander abstimmen kann, so hätte er recht. Dies bedingt aber einen konstanten Volumenstrom. Heutige WP ändern aber den Volumenstrom je nach benötigter Heizlast. Dann stimmt die Abstimmung nicht mehr.




19.5.2020 22:47
OK @berhan, dann habe ich dich tatsächlich missverstanden - ich verfolge weiter die teilw. BKA mit überall FBH und punktuell Wandheizung in den Bädern.


berhan schrieb: Wenn er damit meint, das er über den HKV die Kreise zueinander abstimmen kann, so hätte er recht.

Das wiederum kann ich nicht nachvollziehen. Auch bei meiner stinknormalen Gastherme in der Wohnung - vermutlich mit konstantem Volumenstrom - kann ich am HKV die kurzen Kreise nicht so runterdrosseln, dass es im "letzten" Zimmer ausreichend warm wird. Außerdem pfeifft das Ding dann. Insofern bin ich überzeugt, dass die Herangehensweise, die FBH "irgendwie" in grober Anlehnung an die unverstellte Bodenfläche eines Raumes zu verlegen, nicht zufriedenstellend ist.
19.5.2020 22:57


robfox schrieb: Außerdem pfeifft das Ding dann. Insofern bin ich überzeugt, dass die Herangehensweise, die FBH "irgendwie" in grober Anlehnung an die unverstellte Bodenfläche eines Raumes zu verlegen, nicht zufriedenstellend ist.

Ich präferiere natürlich auch eine Auslegung mit gleich langen Kreisen. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass bei konstendem Volumenstrom ein Abgleich über einen gewissen Bereich möglich ist.

Edit:
Installiere im OG wenn möglich auch eine BKA.
20.5.2020 7:06
Ganz ehrlich - einen Installateur der meint die kreislängen sind egal würde ich von Haus aus meiden. Bzw einen ordentlichen planer beauftragen und dem insti nur das machen lassen was er kann: nämlich installieren
20.5.2020 8:22


heislplaner schrieb: Ganz ehrlich - einen Installateur der meint die kreislängen sind egal würde ich von Haus aus meiden.[ref]heislplaner:57801#555621[/ref]

Da wirst du leider nicht viele finden, die meisten lassen über GH und Rohrhersteller planen und liefern dann ein entsprechendes Ergebnis ab. Ist mMn aber eher ein Problem der Normen, warum diese jahrelang nichts zustande bringen, ist mir ein Rätsel.



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