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Smarte (netzdienliche) Warmwasserboiler

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  •  esgeht
6.2.2026
8 Antworten | 7 Autoren 8
8
Hallo zusammen,
ich möchte hier unser Projekt kurz vorstellen und freue mich auf eure fachliche Einschätzung sowie kritische Rückmeldungen.
Es geht um eine smarte Steuerung für Warmwasserboiler mit dem Ziel, die Heizzeiten automatisch in jene Zeiten zu verlegen, in denen Strom besonders günstig bzw. im Netz viel erneuerbare Energie verfügbar ist. Technisch basiert das System auf gängigen, netzwerkfähigen Schaltgeräten mit integriertem Powermeter, die den Energieverbrauch messen und schalten können.
Zu Beginn wird die typische Heizdauer eines Boilers ermittelt, wobei mit etwa 4 Stunden gestartet wird. Wenn reale Verbrauchsdaten vorhanden sind, passt sich die Steuerung an und optimiert die Heizzeiten nach dynamischen Strompreisen und natürlich ab April, dann die untertags vergünstigten Netzentgelte.
Ein spannender Aspekt für mich ist die Niederschwelligkeit: Nicht jeder Haushalt kann aktuell in eine PV-Anlage, Batterie oder Wärmepumpe investieren. Und gerade in Mehrparteienhäusern scheitern solche Vorhaben oft an organisatorischen oder baulichen Hürden. Eine intelligente Boilersteuerung könnte hier eine Möglichkeit sein, trotzdem aktiv an der Energiewende teilzunehmen.
Mich würde besonders interessieren:
  • Wie schätzt ihr den netzdienlichen Effekt einer solchen dezentralen Lastverschiebungen ein?
  • Welche technischen Risiken oder Optimierungspotenziale seht ihr?
  • Gibt es aus heutiger Sicht sinnvollere Datenquellen oder Strategien für eine noch neztdienlichere Steuerung, bei der sich der Boilerbesitzer mehr sparen?
Ich bin gespannt auf eure Meinungen und eine möglichst sachliche Diskussion.

  •  Benji
  •   Gold-Award
6.2.2026 8:40  (#1)
Ich finde die Idee spannend!

ich sehe folgende Aspekte, wenn es (wie ich vermute) um "klassische" Boiler mit E-Heizstab geht:
das Powermeter wird dir wenig bringen: ein Heizstab mit x kW hat x kW, da musst nix mehr messen
die Boiler sind meistens a) dreiphasig (sind sie das? mein letzter solcher Boiler ist ewig her) und b) fest angeschlossen, dürfte nicht so einfach sein da noch zwischenreinzukommen. Im E-Verteiler im Mehrparteien-Wohnungen ist der Platz meist eh schon beengt.
edit: Temperatur wäre natürlich interessant, aber wie kommst du bei einem klassischen (alten) Boiler da dran? Die haben ja (oder hatten vor vielen Jahren) diese komischen Thermostate mit dem "Draht" wo ich nie verstanden habe wie die eigentlich funktionieren emoji

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  •  Gast-Karl
  •   Gold-Award
6.2.2026 10:09  (#2)
Es gibt schon seit längerer Zeit Lösungen dafür. Z.B. via MQTT o. für Shelly Steckdosen:
https://www.lteforum.at/mobilfunk/script-shelly-steckdosen-ueber-epex-spotpreise-steuern.24007/
Die einfachste Möglichkeit ist auch, das Ganze einfach via (smarter) Zeitschaltuhr zu steuern, da fast immer in der Nacht zwischen 1 und 5 Uhr die Preise am niedrigsten sind.
Ein Verwandter von mir schaltet zusätzlich seinen Boiler untertags ein, wenn Sonne zu erwarten ist, da er ein Balkonkraftwerk hat. Er hat auch einen Boiler, dessen Heizstab man zwischen 1 u. 2 kW umschalten kann, was beim BKW Sinn macht.

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  •  esgeht
6.2.2026 10:46  (#3)

zitat..
Benji schrieb:

Ich finde die Idee spannend!

ich sehe folgende Aspekte, wenn es (wie ich vermute) um "klassische" Boiler mit E-Heizstab geht:
das Powermeter wird dir wenig bringen: ein Heizstab mit x kW hat x kW, da musst nix mehr messen
die Boiler sind meistens a) dreiphasig (sind sie das? mein letzter solcher Boiler ist ewig her) und b) fest angeschlossen, dürfte nicht so einfach sein da noch zwischenreinzukommen. Im E-Verteiler im Mehrparteien-Wohnungen ist der Platz meist eh schon beengt.
edit: Temperatur wäre natürlich interessant, aber wie kommst du bei einem klassischen (alten) Boiler da dran? Die haben ja (oder hatten vor vielen Jahren) diese komischen Thermostate mit dem "Draht" wo ich nie verstanden habe wie die eigentlich funktionieren

Messen tun wir, damit wir die Heizzeiten optimieren können. Bei einem reinen Ein/Aus Schalter bekommst du die Heizzeiten nicht mit.
zu a) unserer Erfahrung nach sind viele einphasig angeschlossen, da die Leistung ausreicht. Wir haben aber auch ein Setup für dreiphasige Schaltung.
zu b) ja Verteilerkästen sind hinter den Blenden meist interessant, aber für einen Schalter mit einer Teilungseinheit findet man meistens Platz und die Elektriker können gut improvisieren.
Temperatur wäre interessant ja, aber wie gesagt können wir über den historischen Verbrauch ganz gut Vorhersagen liefern. Zusätzlich gibt es bei unserem Ansatz auch die Möglichkeit über eine App sofort nachzuladen, falls doch mal mehr Wasser gebraucht wird.
 
 


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  •  esgeht
6.2.2026 10:50  (#4)

zitat..
Gast-Karl schrieb:

Es gibt schon seit längerer Zeit Lösungen dafür. Z.B. via MQTT o. für Shelly Steckdosen:
https://www.lteforum.at/mobilfunk/script-shelly-steckdosen-ueber-epex-spotpreise-steuern.24007/
Die einfachste Möglichkeit ist auch, das Ganze einfach via (smarter) Zeitschaltuhr zu steuern, da fast immer in der Nacht zwischen 1 und 5 Uhr die Preise am niedrigsten sind.
Ein Verwandter von mir schaltet zusätzlich seinen Boiler untertags ein, wenn Sonne zu erwarten ist, da er ein Balkonkraftwerk hat. Er hat auch einen Boiler, dessen Heizstab man zwischen 1 u. 2 kW umschalten kann, was beim BKW Sinn macht.

Shelly Steckdosen und eigene Scripts: ja klar das geht, können sich alle Bastler gerne selber bauen. Das ist auch nicht die Zielgruppe unseres Projekts. Wir wollen die breite Masse mitnehmen bei der Energiewende und am Ende einen wesentlichen Beitrag zur Netzentlastung schaffen. Damit wir nicht Millarden für Netze ausgeben, nur weil wir es nicht schaffen, die Verbrauch und Erzeugung besser in Einklang zu bringen.
Boiler, die Leistung regeln können, sind natürlich im Zusammenhang mit Balkonkraftwerken optimal. Diese Boiler sind aus unserer Sicht schon smart. Uns geht es hauptsächlich um den Bestand, dass man die zig-tausend Boiler sinnvoll ins Netz integriert.

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  •  Solarhaus
6.2.2026 21:52  (#5)
Mit Wärmepumpe pv und ESS, Energie Spar System, kann mit wenig Aufwand der ganze Haushalt optimiert werden. Der Blick nur auf die Boiler ist zu kurz. Es reicht Zählpunktüberwachung und Batteriesteuerung. Gibt viele Systeme für kleines Geld zu kaufen. Geht auch ohne wp. Reicht sogar einphasig. Was fehlt: Software und die Zustimmung der Netzbetreiber. Batterie Strom darf  n i c h t  eingespeist werden.  

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Hallo esgeht,
hier gibt es dazu Erfahrungen und Preise: Smarte (netzdienliche) Warmwasserboiler

  •  ds50
  •   Gold-Award
6.2.2026 22:22  (#6)

zitat..
Solarhaus schrieb: Batterie Strom darf n i c h t eingespeist werden.

???

Sicher doch. Meine EEG zahlt dafür in der Nacht sogar extra. 😉


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  •  christoph1703
6.2.2026 22:22  (#7)

zitat..
Solarhaus schrieb: Batterie Strom darf n i c h t eingespeist werden.

Wo? Bei Netz NÖ ist das erlaubt.


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  •  cutcher
6.2.2026 22:47  (#8)

zitat..
christoph1703 schrieb:

──────..
Solarhaus schrieb: Batterie Strom darf n i c h t eingespeist werden.
───────────────

Wo? Bei Netz NÖ ist das erlaubt.

LinzNetz als Beispiel


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