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Selbstbau RGK für Sanierung - Möglichkeiten?

7 Beiträge | letzte Antwort 6.12.2018 | erstellt 5.12.2018
Hallo zusammen, wir sind momentan dabei ein EFH (Graz Umgebung) von 1970 zu sanieren und jetzt habe ich ein Problem:

Hätte ich nicht schon länger in diesem Forum mitgelesen wäre ich wahrscheinlich ahnungslos, aber wunderbar glücklich gewesen mit dem ersten Heizungsangebot vom Haus und Hof Installateur:

14kw LWP (Heizlast nach Sanierung laut EA: 8kw), Puffer, Mischer, ERR ... also läuten alle Alarmglocken.

Soll heißen, ich hab jetzt meinen Glauben an die Installateure verloren und würde die Wärmequelle gerne selber in die Hand nehmen.
Danke dafür an alle hier ;)

Den Ringgrabenkollektor hab ich ja immer schon interessiert verfolgt, bin selber eigentlich leidenschaftlicher Tüftler, mich aber bis jetzt irgendwie aus Bequemlichkeit nicht drüber getraut.

Meine Frage ist jetzt: Nachdem sich der RGK in letzter Zeit ja anscheinend ziemlich professionalisiert hat, welche Möglichkeiten gibt es noch für engagierte Selberbauer?

Grobplan und Input wie ichs mir vorstelle kann ich liefern auch die Verlegung traue ich mir zu
... aber ohne Detailplanung (RGK, passende Wärmepumpe) vom Profi riskier ich das nicht.
Weitere Frage ist dann wie es mit dem Anschluss der Wärmepumpe an einen selbstverlegten RGK ausschaut?

Falls sich jemand für das Projekt interessiert, hier ist mal grob die Lage:

https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=WKnqROgwg9JtU3bhT2Hf

Vielleicht hat ja dazu auch jemand einen aufmunternden oder niederschmetternden Kommentar.

Haus ist wie gesagt aus 1970, wird aber von grund auf thermisch saniert, siehe EA (da will ich allerdings auch noch ein bisschen was rausholen)

Selbstbau RGK für Sanierung - Möglichkeiten?
Selbstbau RGK für Sanierung - Möglichkeiten?
Selbstbau RGK für Sanierung - Möglichkeiten?

Und danke nochmal an die vielen Beteiligten hier für viele sinnvolle Inputs die ich mir bis jetzt schon aus dem Forum holen konnte!

 
5.12.2018 22:35
Hallo dkmh,
Überdimensionierte WP, Puffer, Einzelraumregelung – das ist ja beste Installateurstradition! 

Wir haben den RGK auch planen lassen: unsere Voraussetzungen waren nicht ganz einfach, sodass uns  eine Planung vom Profi als sicherer erschien.
Es hat sich ausgezahlt: zusätzlich zur Planung bekamen wir auch die volle Unterstützung bei der Umsetzung. 

Natürlich kannst du den RGK selbst verlegen: Wenn es eine abgesegnete Planung gibt, ist das Anschließen der WP an deinen Eigenbau-Kollektor kein Problem. 

Eine festgelegte Vorgangsweise für WP an RGK haben Drexel und Weiss, iDM und KNV. 

Alles Gute bei der Sanierung!

Edit: Im (Groß)Raum Graz sollte es genügend RGK-geeichte Installateure geben, hier kann dir bestimmt jemand einen Tipp geben. 
6.12.2018 6:42


Vardi17 schrieb: Hallo dkmh, 


Edit: Im (Groß)Raum Graz sollte es genügend RGK-geeichte Installateure geben, hier kann dir bestimmt jemand einen Tipp geben.


mit Sicherheit sogar...
Ich wüsste schon ein paar...
6.12.2018 8:09
Hallo,

hab von KNV vor 3 Monaten eine Empfehlung erhalten und hab es bis heute nicht bereut diesem Installateur zu beauftragen.
Kann dir gerne den Kontakt zukommen lassen - einfach PN


6.12.2018 8:17
Super, Microft! Hab ich mir doch gedacht ...

Schön, Andi, dass es für dich so gut geklappt hat!
6.12.2018 9:35
Danke erstmal für die Rückmeldungen!

Wenn jemand Empfehlungen/Kontaktdaten für mich hat, bitte eine PN an mich (ich darf leider selber noch keine schreiben).

Und noch eine Frage aus der anderen Richtung:

Bei den KNV Wärmepumpen gibts ja die modulierenden 6 (7,5?) kw und die 16kw und bei IDM auch nur 13kW. Wie seht ihr das, ist die kleine 6kW Variante für uns in Reichweite? An der Sanierung könnte man ja noch optimieren. Oder sollen wir uns in Richtung größere orientieren?
6.12.2018 9:55
Wenn es sich machen lässt, würde ich immer in Richtung Optimierung der Sanierung gehen. Du hättest dadurch dauerhaft geringere Betriebkosten. Der zweite Vorteil wäre, dass im Fall auch dein Kollektor weniger belastet würde.


dkmh schrieb: ist die kleine 6kW Variante für uns in Reichweite?


Grundsätzlich ist es ja so, dass die maximale Heizlast nur an den allerkältesten und noch dazu sonnenlosen Tagen anfallen würden. Von daher gibt es die Tendenz, die 1x55-6 auch bei mehr als 6kW Heizlast einzusetzen. Ein guter WP-Fachmann/KNV kann das mit dir entscheiden.


dkmh schrieb: An der Sanierung könnte man ja noch optimieren.


Wir haben uns eine Planungsbegleitung durch unseren Energieberater geleistet. Das war sehr günstig und gehört zu den zwei Dingen, wo wir wesentlich mehr bekommen haben, als wir bezahlt haben (die RGK-Planung war die andere Sache). Die Planungsbegleitung hat letztlich dazu geführt, dass wir unsere Heizlast um 25% senken konnten. Von deiner derzeit vorgesehenen Heizlast ausgehend wäre das eine Senkung von 8kW auf 6kW, also ziemlich beachtlich
6.12.2018 16:57
die 6er Nibe ist sicher zu erreichen. Geplante Dämmung von Außenwand und Boden passen noch nicht wirklich zum ganz gut gedämmten Dach und den sehr guten Fenstern.
Energieausweis ist mit Fensterlüftung gerechnet, bei der du alle 2,5h einmal das komplette Luftvolumen das Hauses austauschst. Das macht keiner. Hier wäre eine KWL überlegenswert.



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