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Seit 1 Woche schlechte Heizung - Installateur reagiert nicht!

124 Beiträge | letzte Antwort 11.1.2019 | erstellt 19.12.2018
Wie ich hier bereits geschildert habe, wurde letzten Donnerstag bei meiner FBH der hydraulische Abgleich gemacht und etwas an der WP verstellt - seit dem wird es in den meisten Räumen im Haus nicht mehr richtig warm: https://www.energiesparhaus.at/forum-fbh-durchflussmengen-einstellen/52245_1

Seit Montag telefoniere ich jeden Tag mit dem Installateur, schicke ihm Daten per E-Mail. Er vertröstet mich ständig auf den nächsten Tag mit Aussagen wie: "Der Monteur hat die Unterlagen von diesem Einsatz noch immer nicht abgegeben, aber heute Abend bringt er sie in die Firma und morgen Vormittag schaut ich mir das gleich gemeinsam mit dem Chef an." Auch heute hat er sich nicht gemeldet, hat auf meinen Anruf hin nur ein SMS geschrieben und nicht zurückgerufen. In der Firma erfahre ich, er ist heute den ganzen Tag nicht zu Hause.

Den Chef habe ich knapp verpasst, aber ich habe seine Handynummer bekommen. Er hat nicht abgehoben, deshalb hab ich ihm die Situation in einer SMS geschildert - ich warte auf seinen Anruf.

Ich muss gestehen: Ich bin mittlerweile wirklich verzweifelt und mit meinen Nerven am Ende.  Morgen müsste die Heizung gerichtet werden, weil am Freitag bin ich kaum zu Hause. 

Was soll ich tun? Was kann ich überhaupt noch tun? Wie soll ich vorgehen, wenn ich eine fremde Firma kommen lasse?

 
10.1.2019 14:41
Das sind etwa die Lesitungskennlinien  der Pumpe der Hydrobox.

Seit 1 Woche schlechte Heizung - Installateur reagiert nicht!
10.1.2019 15:00


MissT schrieb: Ich hab heute zur Abwechslung mal ein paar positive Nachrichten. Heute war der Sachverständige für Heizungs- und Lüftungsanlagen da und hat sich alles angesehen.


Ich freu mich vollfür dich dass endlich Bewegung in die Sache kommt. 
10.1.2019 21:58
Ich habe heute Nachmittag alle Kreise voll geöffnet. Um auf Nummer Sicher zu gehen, habe ich mit der jetzt viel besseren Pumpenleistung noch mal das Prozedere wiederholt, um ev. Doch noch vorhandene Luft aus den Kreisen abzutransportieren: Der Reihe nach zuerst nur OG-Verteiler auf und die anderen beiden zu, dann das gleiche mit EG und KG- jeweils für 1 Stunde. Dabei wurde der Durchfluss laut Sensor (als auch DFA) immer weniger:
OG: Am Anfang der Stunde 18, am Ende 16 L/min
EG: 18 > 17 L/min
KG: 17 > 14 L/min
Danach alle Verteiler wieder auf: Nur mehr 19 L/min - gestern waren es noch 22 L/min.

Also hab ich kurzerhand das Sieb nochmal ausgebaut und meinen Augen nicht getraut - da war mehr Dreck drinnen als gestern, ein richtiges kleines "Häufchen": 

Seit 1 Woche schlechte Heizung - Installateur reagiert nicht!

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Das letzte Bild zeigt links den Schmutz von gestern und rechts den von heute. Nach der Reinigung war der Durchfluss laut Sensor auf 24 L/min.

Was soll man dazu sagen? Wie kann da so unpackbar viel Dreck in der FBH drinnen sein, dass  das Sieb nur 30 Stunden nach einer Reinigung erneut so aussieht?


11.1.2019 16:47


MissT schrieb:
__________________
Im Beitrag zitiert von heislplaner: Arbeite mit dem vorhandenen Durchfluss und stelle deine FBH jetzt hydraulisch nach den Kreislängen ein!!!
__________________
Im Beitrag zitiert von dyarne: -> abgleich nach realer fbh, du hast keine andere...

Okay, dann mach ich das so. Bitte sagt mir, ob die Vorgehensweise wie nachfolgend notiert passt oder was ich ändern soll:
1. Alle Kreise voll auf, Umwälzpumpe auf höchster Stufe: Mengen der einzelnen DFA notieren.
2. Die notierten Mengen mit den Beschriftungen im Verteiler vergleichen (aus den nur vereinzelt sichtbaren, aufgedruckten Kilometrierungen lässt sich ja leider kaum was ableiten). Geschoßweise Rückschlüsse ziehen, welche Kreislängen vermutlich länger sind als notiert: Gleiche Mengen = gleiche Längen.
3. Die Vorlauftemperatur so anpassen, dass die Räume mit der höchsten Temperatur und/oder jene mit den längsten Kreisen die gewünschte Temperatur erreichen.
4. Die kürzeren Kreise so weit einreduzieren, bis die Räume nicht mehr überheizt werden. Hier könnte ich vorab schon etwas anpassen, sprich: Die kürzeren Kreise bereits so weit drosseln, dass nicht mehr Durchfluss als die längsten Kreise haben.

Stimmt das so?

Zum Ermitteln der benötigten Vorlauftemperatur: Momentan sind 32-25 plus 2K Parallelverschiebung eingestellt. Soll ich die Kurve und die Parallelverschiebung für oben genanntes Prozedere mal so lassen oder was würdet ihr mir hierfür empfehlen?

Noch etwas: Der SV meinte auch, es sei abzuwägen, ob es bei den Bädern mit dieser missglückten Ausgangssituation (Heizlast-Unterdeckung von an die 40%) überhaupt Sinn macht, mit der FBH die gewünschten Temperaturen dort zu erreichen, weil hierfür die VL-Temperatur auf Kosten der Effizienz sehr hoch angesetzt werden müsste:
+ In beiden Bädern wären 24°C anvisiert worden, sie liegen übrigens übereinander.
+ In beiden Bädern hängen auch große, rein elektrisch betriebene Handtuchheizkörper mit 1200W, die auch in Loxone eingebunden sind. Gedacht wäre, dass wir diese beim Duschen mit einem Timer aktivieren, die HTHK nach 1 oder 1,5 Stunden wieder deaktiviert.
+ Im Gästebad (EG) wird sehr selten geduscht. Hier würden 22°C also durchaus genügen, da der Raum nur ca. 4m2 hat, wird er durch den HTHK im Bedarfsfall sehr schnell erwärmt.
+ Im Hauptbadezimmer (OG) hat 12,5m2. Wir kämen hier vermutlich mit 22,5-23°C auch klar.

Was empfehlt ihr mir als Lösung?
Was bedeutet das ggf. für das oben geschilderte Prozedere zum Erstellen des hydraulischen Abgleichs?


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