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Rohbau mit maximaler Eigenleistung, Baumeisterempfehlung

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  •  Lu1994
13.5. - 17.5.2024
38 Antworten | 22 Autoren 38
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Servus, wir wollen ja heuer mit dem Bau starten und ich tue mir aktuell schwer ein Unternehmen zu finden, bei dem ich so bauen kann wie ich will, jeder will die Baustelle in 4 Wochen durchziehen mit 4 Mann sind das schonmal 1k Ph, ich habe aber absolut keinen Zeitstress und würde gerne überwiegend am Wochenende Ziegel legen, 3 Wochen Urlaub könnte ich mir wohl nehmen, aber Familie und Freunde nicht, die haben Freitag-Sonntag Zeit.

Haus hat 195 qm WF + 26 qm Werkstatt, 50er Ziegel, 2 Geschosse, jeweils mit Betonplatte und BKA BKA [Betonkernaktivierung]. Dass ich bei den Betonarbeiten nur Hilfsarbeiten verrichte ist mir klar, aber nachdem die ersten 3 Ziegelreihen gelegt wurden würde ich eben gern selbst aufmauern, dann dauert der Rohbau eben 8-12 Wochen 

Hat jemand Empfehlungen aus der St. Pöltner Gegend?

  •  precision
  •   Bronze-Award
13.5.2024  (#1)
Die Frage ist ob sich da so leicht jemand in der heutigen Zeit bereit erklären will. Stichwort Haftungsüberschneidung, Gewährleistung, Ärger für beide Seiten wenn etwas nicht passt. 

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  •  Lu1994
13.5.2024  (#2)
ja aber wie machen das andere die Haus bauen und viel Eigenleistung einbringen? wenn die Baustelle 4-5 Wochen dauert kann sich doch niemand den vollen Zeitraum freinehmen, geschweige denn Freunde und Familie. 

mir gehts ja um 2 Faktoren, das eine ist klarerweise die Kostenersparnis, aber der zweite wichtige Faktor ist der Spaß, dass man daheim zumindest temporär so viele Heimwerkertätigkeiten hat, dass man nicht Angst haben muss, dass das Werkzeug aus- und einpacken länger dauert als die Arbeit selbst 😅

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  •  csblack
  •   Silber-Award
13.5.2024  (#3)

zitat..
Lu1994 schrieb: ja aber wie machen das andere die Haus bauen und viel Eigenleistung einbringen?

Eben tatsächlich selbst auch die ersten Reihen legen 🤪. Wir haben selbst gemauert, hatten aber einen Polier da, den wir unter der Hand bezahlt haben. Und auch der hat uns so Druck gemacht, dass da nix war mit entspannt arbeiten 😂


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  •  bilbo
13.5.2024  (#4)
Also ich hatte für die geplanten 6 Wochen Rohbau, tatsächlich 5 Wochen Urlaub. Zudem half mein Schwiegervater glücklicherweise die ganze Rohbauzeit auf der Baustelle auf. Für die restliche Zeit hatte ich viele verschiedene Helfer. Wir hatten da einen genauen Plan, wann, wieviele und wer auf der Baustelle ist.
Kurzfristige Änderungen sind dann aber natürlich auch möglich, dh. dass statt 3 Helfer plötzlich 6 gebraucht werden, oder umgekehrt.


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  •  berhan
  •   Gold-Award
13.5.2024  (#5)
Ich denke ich hätte mir mit der Baumit Variante nichts gespart. 
Ich bin mit der Variante Ausschreibung durch BM, ganz genaue Prüfung der Abrechnung (habe mir eigentlich die Rechnung der Gewerke Rohbau, Schwarzdecker und Fassade selber gemacht) sowie Umsetzung ganzer Gewerke (Insti, Elektriker, Absturzsicherung, Fliesenleger, Maler, Innentüren) durch Eigenleistung ganz gut gefahren. Man braucht halt viel Zeit. Von diesen Baumit Varianten beim Rohbau habe ich aus meinem Bekanntenkreis nur Schauergeschichten gehört, die nicht viel bringen.

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  •  rabaum
  •   Gold-Award
13.5.2024  (#6)

zitat..
berhan schrieb: Baumit Varianten beim Rohbau

Habe davon auch nicht viel gehalten. Meine Urlaubstage habe ich sinnvoller in die Haustechnik investiert als ins Ziegelschupfen. zB Planen und/oder ausführen von RGK RGK [Ringgrabenkollektor], FBH, KWL usw.

Bei diesen Rohbau-Eigenleistungen machst du auch eine saubere Trennung und somit Pauschalen unmöglich. Gerade bei einem Freund miterlebt. Da haben zig Leute irgendwo mitangepackt. Der Baumeister ist trotzdem nicht billiger geworden. Alles irgendwo verpufft, die Enttäuschung ist da.

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  •  Hedensted
  •   Bronze-Award
13.5.2024  (#7)
Ich hab in den Rohbau viel Eigenleistung investiert und schon gehörig Geld gespart. War dafür aber auch während des Rohbau jeden Tag auf der Baustelle und das zeitlich halt from dawn till dusk.
Wir hatten jedoch keine Pauschale. Corona-Zeit - 4 Baufirmen Angebote, alle auf Regie. Bei einer Pauschale hätte ich die Zeit (teilweise) auch anders genutzt.

Wir hatten damals auch gefragt, ob sie die Baustelle zwischen anderen einschieben können (laut Architekt gibt es Firmen, die das machen, dafür preislich entgegenkommen). Sprich, wenn es anders gerade keine Arbeit gibt wird die Partie hingeschickt, arbeitet heut dran, ist morgen wieder weg. 
Ob das von Vorteil ist, wage ich zu bezweifeln. Aber vielleicht gibt es eine Firma, die das so mit dir durchziehen würde. Dann könntest zwischendurch immer selbst weiterarbeiten.

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  •  NicoKraus
13.5.2024  (#8)
Zur Frage des Threaderstellers: Mundpropaganda! Frag Leute in der Umgebung oder in deinem Bekanntenkreis, die selbst gebaut haben, welche BM für sowas infrage kommen.

Zum Punkt Kostenersparnis: Ich finds immer wieder interessant, dass Leute, die sich den Rohbau hinstellen lassen behaupten, die Ersparnis halte sich in Grenzen oder sei gar nicht vorhanden. Wir haben den gesamten (!) Rohbau (von den Erdarbeiten bis zum Rost) in Eigenleistung gemacht und uns einen riesen Batzen Geld gespart.
Am Beispiel Bodenplatte:

Angebot unser BM (von dem wir letztlich auch den Stempel bekommen): knappe 60.000€

Kosten in Eigenleistung (inkl. Erdarbeiten, Statiker und Eisen): knappe 30.000€

Drei Dinge braucht man dafür allerdings: Fachmänner im Bekanntenkreis, zahlreiche Helferlein und ganz viel Zeit und Nerven. Ich habe allerdings die Erfahrung gemacht, dass wenn man sich nicht zu schade ist um Hilfe zu bitten, man immer gute Professionisten und willige Helfer findet. Trauen muss man sich und nicht den Kopf in den Sand stecken wenn mal etwas nicht wie geplant funktioniert, jemand nicht daherkommt oder man mit dem eigenen Wissen ansteht. Aja, und ein naher Verwandter, der selbst Handwerker ist und schon mal ein Haus gebaut hat ist natürlich auch von Vorteil 😉 (Danke Papa 😘)

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  •  NicoKraus
13.5.2024  (#9)
Aja, und den Satz "wie machen andere das die bauen" und die damit einhergehenden Vergleiche würd ich an deiner Stelle gleich aus meinem Wortschatz streichen. Wenn ich mir so unser Umfeld anschau - keiner baut mehr selbst, alle lassen sich die Hütte belags- oder gar schlüsselfertig hinstellen und fahren während der Bauphase drei Wochen auf Urlaub- frag ich mich ständig was wir falsch machen. Über die monatliche Kreditrate will allerdings auch keiner reden 😏
Was ich damit sagen will: Machs wie du das für richtig empfindest. Wie schon erläutert, wir haben den gesamten Rohbau in Eigenleistung gebaut, dh wir waren verantwortlich das Material rechtzeitig zu ordnern, Helfer/ Verpflegung zu organisieren und wir haben daher auch "entschieden" an welchen Tagen gearbeitet werden kann.
Mein Tipp zum Thema selbst Aufmauern: Unser LGH Mensch von dem wir das Material gekauft haben hat uns seinen Kontakt vom Wienerberger weitergegeben, der mit Nivelliermax kommt, die erste Reihe anlegt und dir quasi zeigt wies geht, worauf zu achten ist und wie beim 50er die Ecken zu mauern sind. Danach kannst easy selber weitermauern.

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  •  MalcolmX
  •   Gold-Award
13.5.2024  (#10)

zitat..
NicoKraus schrieb:

Zur Frage des Threaderstellers: Mundpropaganda! Frag Leute in der Umgebung oder in deinem Bekanntenkreis, die selbst gebaut haben, welche BM für sowas infrage kommen.

Zum Punkt Kostenersparnis: Ich finds immer wieder interessant, dass Leute, die sich den Rohbau hinstellen lassen behaupten, die Ersparnis halte sich in Grenzen oder sei gar nicht vorhanden. Wir haben den gesamten (!) Rohbau (von den Erdarbeiten bis zum Rost) in Eigenleistung gemacht und uns einen riesen Batzen Geld gespart.

Am Beispiel Bodenplatte:

Angebot unser BM (von dem wir letztlich auch den Stempel bekommen): knappe 60.000€

Kosten in Eigenleistung (inkl. Erdarbeiten, Statiker und Eisen): knappe 30.000€

Drei Dinge braucht man dafür allerdings: Fachmänner im Bekanntenkreis, zahlreiche Helferlein und ganz viel Zeit und Nerven. Ich habe allerdings die Erfahrung gemacht, dass wenn man sich nicht zu schade ist um Hilfe zu bitten, man immer gute Professionisten und willige Helfer findet. Trauen muss man sich und nicht den Kopf in den Sand stecken wenn mal etwas nicht wie geplant funktioniert, jemand nicht daherkommt oder man mit dem eigenen Wissen ansteht. Aja, und ein naher Verwandter, der selbst Handwerker ist und schon mal ein Haus gebaut hat ist natürlich auch von Vorteil 😉 (Danke Papa 😘)

Unsere Bodenplatte hat vom BM incl. GSS 30k€ gekostet... Ist also immer nur eine Frage des Angebots 😜

Mittlerweile glaub ich aber wir haben im Laufe des Baus schon auch einen Riesenhaufen Kohle erspart.
Wobei ich an so manchen Tagen schon an meiner mentalen Gesundheit zweifle wenn ich zB um Aushubentsorgung zu sparen dem Nachbar 30 Tonnen Erde aufbaggere und bei ihm gemeinsam händisch ins ehemalige Biotop schaufle (waren gesamt ca 7-8h Arbeit, also für 400€ gespart immer noch ein guter Stundenlohn)


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  •  Fino
  •   Bronze-Award
13.5.2024  (#11)
Wir haben mit maximal Eigenleistung gebaut. Frage nicht wie weit wir sind, geschweige wie es mir gegangen ist. Und gespart weiß ich auch nicht ob ich viel habt. Ich kenne jeden Winkel vom Haus, war bei 99% dabei oder selbst gemacht aber schlussendlich kostet bis zum Schluss alles ein Vermögen. 

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  •  berhan
  •   Gold-Award
13.5.2024  (#12)

zitat..
NicoKraus schrieb: Angebot unser BM (von dem wir letztlich auch den Stempel bekommen): knappe 60.000€

Kosten in Eigenleistung (inkl. Erdarbeiten, Statiker und Eisen): knappe 30.000€

Na bumm, wieviel m² und welches Jahr.

Ich hatte (ohne Erdarbeiten und Rollierung, ist aber bei Hanglage auch ein bisserl schwer zu vergleichen) 2018 für
Fundamentplatte Haus 30 cm 146 m² mit 12 cm XPS + Garage 73,9 m² ohne XPS
Beton C25/30 66,07 m³ € 6.788,69
Seitliche Schalung 26,39 m² € 741,28
Bewehrung Stabstahl 332 kg € 365,30
Bewehrung Matten 3.492 kg € 3.981,44
Aufzahlung f. Beton B2 66,07 m³ € 538,47
XPS 120 mm 146,34 m² €3.336,55
Gesamt: € 15.751,73 (3% Rabbat, 3% Skonto wären noch abzuziehen, natürlich exkl. Ust) für Material und Arbeitszeit bezahlt, somit € 56,4 p. m² ohne XPS und  € 79,2 p. m² mit XPS.

Haben die Preise so angezogen oder ist das bei dir einfach eine teure Gegend.


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  •  bilbo
14.5.2024  (#13)

zitat..
rabaum schrieb:

Bei diesen Rohbau-Eigenleistungen machst du auch eine saubere Trennung und somit Pauschalen unmöglich. Gerade bei einem Freund miterlebt. Da haben zig Leute irgendwo mitangepackt. Der Baumeister ist trotzdem nicht billiger geworden. Alles irgendwo verpufft, die Enttäuschung ist da.

Also, da war meine Baufirma wirklich top. Die Arbeitsstunden wurden auf Regie abgerechnet. Wir hatten 1 Polier + 1 Facharbeiter die restlichen Arbeitskräfte wurden dann von uns gestellt. 
Die 600 geplanten Stunden (Polier+Facharbeiter) konnten durch mithilfe dann auf 390 Stunden reduziert werden. Nachdem bis auf einem Helfer niemand vom Fach war/ist, bin ich mit dieser Variante sehr gut gefahren und zufrieden.


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  •  Deep
14.5.2024  (#14)

zitat..
berhan schrieb:

Ich denke ich hätte mir mit der Baumit Variante nichts gespart. 
Ich bin mit der Variante Ausschreibung durch BM, ganz genaue Prüfung der Abrechnung (habe mir eigentlich die Rechnung der Gewerke Rohbau, Schwarzdecker und Fassade selber gemacht) sowie Umsetzung ganzer Gewerke (Insti, Elektriker, Absturzsicherung, Fliesenleger, Maler, Innentüren) durch Eigenleistung ganz gut gefahren. Man braucht halt viel Zeit. Von diesen Baumit Varianten beim Rohbau habe ich aus meinem Bekanntenkreis nur Schauergeschichten gehört, die nicht viel bringen.

Warum nicht Beides?
Es ist natürlich auf jeder Baustelle anders, aber durchs mithelfen am Rohbau hab ich mir sicher etwas gespart.

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  •  precision
  •   Bronze-Award
14.5.2024  (#15)

zitat..
NicoKraus schrieb:

 Wenn ich mir so unser Umfeld anschau - keiner baut mehr selbst, alle lassen sich die Hütte belags- oder gar schlüsselfertig hinstellen und fahren während der Bauphase drei Wochen auf Urlaub- frag ich mich ständig was wir falsch machen. Über die monatliche Kreditrate will allerdings auch keiner reden 😏

Haha. Darüber wunder ich mich auch immer.
🤣

Ich bin mir zwar selbst nicht zu fein die Hände dreckig zu machen und arbeite gerne. 
Allerdings haben meine Eltern 10 lange Jahre selbst gebaut (zu 80% selbst). 
Das war eine wahnsinnige Belastung für die Familie und die Ehe. Jedes Wochenende war mein Vater auf der Baustelle.
Und natürlich musste er auch bei seinen Helfern "zurück-helfen". Und als Elektrotechniker war er natürlich heissest begehrt. Das zog sich über Jahre.
Die 80-90er waren aber auch noch eine andere Zeit:
alleine wenn ich daran denke, dass heute fast jeder Liefer-LKW einen Ladekran hat und die Paletten schon ins Geschoss stellt. Früher wurde händisch entladen.
Oder heutzutage Miet-Minibagger...   -  mein Vater hat wochenlang das Zaunfundament mit Krampe und Schaufel gegraben...

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  •  berhan
  •   Gold-Award
14.5.2024  (#16)

zitat..
Deep schrieb: Warum nicht Beides?

Da der begrenzende Faktor die Zeit ist und es somit beim Hausbau für mich weitaus effizientere Tätigkeiten gibt, statt als Hilfsarbeiter beim ziegelschupfen zu fungieren. Grundsätzlich müsste ich dafür Urlaub nehmen und diesen habe ich halt anderwertig für den Hausbau verwendet.

Um ein paar Beispiele zu nennen. Ich habe z.B. den Rohbau (unter anderem) durch einen BM mit einer Leistungsbeschreibung ausschreiben lassen, die Bandbreite der Angebote lag zwischen 240 bis 290 k€. Den Bestbieter konnten wir auf 225 k€ runterhandeln (exkl. Skonto). Der BM hatte bei der Ausschreibung immer ein bisserl mehr an Menge drinnen gehabt und dadurch war es essentiell die Abrechnung mit der Realität zu prüfen (bis ich am Ende die Rechnungen selber geschrieben habe). Und die durchführende Baufirma versuchte laufend die Mengen anzuheben. Da rutschen dann halt einmal 50 m³ Beton in die Rechnung oder Innenwände werden einfach durchgerechnet. Somit war der Laser, die Kamera und Archicad in der Rohbauphase mein bester Freund und jeden Tag war messen und dokumentieren angesagt (dafür braucht man aber keinen Urlaub, das geht auch nach dem Dienst). Am Ende ist mir der Rohbau auf 152 k€ gekommen.

Auf der anderen Seite habe meine Installationen, mit zugegebenermaßen sehr viel Zeitaufwand, selber gemacht und habe dadurch keinen Insti für den Hausbau benötigt. Somit bin ich für die Grundinstallation für WW WW [Warmwasser], KW, Abwasser, 3 Bäder, 3 WC, WPWP [Wärmepumpe], KWL auf ca. 30 k€ für die Materialkosten gekommen. Und so setzt sich das halt fort. 21 kWp kWp [kWpeak, Spitzenleistung] PV ca. 9k€, 400 m² Fliesen ca. 20 k€, 50 Meter Absturzsicherung in Edelstahl ca. 9 k€, ...

Nachdem ich nach 5 1/2 Jahren (wann ist man mit einem Haus fertig?) noch immer nicht fertig bin (heute habe z.B. meine selbst enwickelten CC-Treiber auf meine LEDs montiert) könnte ich die Liste noch ein bisserl vortschreiben.

Kurz gesagt, man kann seine Zeit in vielen Bereichen des Hausbaus investieren und jeder sollte für sich sein Optimum finden 😉.




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  •  MalcolmX
  •   Gold-Award
15.5.2024  (#17)
Es kommt halt auch sehr auf die Lebensphase an.
Mit 2 kleinen Kindern nervt mich ehrlicherweise mittlerweile jeder Nachmittag den ich in den Außenanlagen versenken... 

Das hilft aber leider nicht groß was, wir haben den Kredit (damals bewusst) knapper genommen. Natürlich sind die monatlichen Kosten für den Kredit jetzt nach den Inflationsraten lächerlich (und machen nur rund 15% unserer monatlichen Einkünfte aus bzw künftig eher sogar nur mehr 10%), andererseits kommt natürlich das restliche benötigte Geld relativ rasch herein sodass wir jetzt doch laufend zumindest genug Geld für Materialien und einzelne Handwerkereinsätze auf der Seite haben.

Unterschätzt nicht wie belastend die viele Eigenleistung in einem jungen Familienverband sein kann (haha jung, auch schon wieder 12 Jahre mit meiner Frau zusammen 😍). Wenn man da stur sein Programm runterarbeitet für Jahre, dann muss der Partner das mittragen und die Kinder dürfen auf keinen Fall zu kurz kommen. Die Kinder fordern dann zurecht ihre Zeit auch ein, und dann ist ein Wochentag spätestens um 18 Uhr zum schlafen legen vorbei. Gesund bleiben und genug schlafen sollte man auch...also oft gehen da nur 2 Stunden am Tag oder auch Mal garnix. Und am Wochenende soll vielleicht auch mal ein Ausflug stattfinden, der Haushalt an sich will auch gemacht sein etc

Ich werfe das alles nur ein weil ich es selber bis zu einem gewissen Grad unterschätzt habe und man zumindest genau darüber nachdenken sollte. Mir fehlen die vielen Stunden auch fürs Sportpensum und nein, Baustelle ist kein adäquater Ausgleich dafür.

Anderseits sind natürlich die Dinge dann auch so wie man sie sich selber vorgestellt hat...

3
  •  berhan
  •   Gold-Award
15.5.2024  (#18)

zitat..
MalcolmX schrieb: Es kommt halt auch sehr auf die Lebensphase an.
Mit 2 kleinen Kindern nervt mich ehrlicherweise mittlerweile jeder Nachmittag den ich in den Außenanlagen versenken... 

Ja mit kleinen Kindern wäre das nicht so gegangen, mein Sohn ist zum Glück schon 25.


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  •  Deep
15.5.2024  (#19)

zitat..
berhan schrieb:

──────..
Deep schrieb: Warum nicht Beides?
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Da der begrenzende Faktor die Zeit ist und es somit beim Hausbau für mich weitaus effizientere Tätigkeiten gibt, statt als Hilfsarbeiter beim ziegelschupfen zu fungieren. Grundsätzlich müsste ich dafür Urlaub nehmen und diesen habe ich halt anderwertig für den Hausbau verwendet.

Sorry to say so, aber beim Rohbau kann man durch Mithilfe noch am meisten sparen (da dort die Stunden an Arbeitsleistung am höchsten sind. Meist zw. 500-1000h je nach Projektgröße). Material wurde über Lieferscheine vom Baustoffhändler abgerechnet (extern). Da musste ich nicht den Baumeister prüfen.
Das ist meine Erfahrung.


1
  •  ds50
  •   Gold-Award
15.5.2024  (#20)
Ich hab für den Rohbau einfach ein Kind bekommen 😅, und die Elternkarenz dafür hergenommen, später Elternteilzeit. Wir haben unser Traumhaus in unserer gewünschten Größe und Ausstattungsqualität garantiert nur durch viel Eigenleistung bauen können, wobei das in der Rush-Hour des Lebens schon sehr belastend sein kann. Meine Frau hat mir mit den Kindern und vor allem mit den Angebotseinholungen den Rücken frei gehalten, und allein, was ich bei der Elektrik gespart hab (hatte das aber auch mal gelernt), ist schon ein ordentlicher Batzen Geld.
Ein weiterer riesiger Vorteil der häufigen Präsenz auf der Baustelle sind kurze Entscheidungswege und auch viel Kontrolle, soweit man sich halt auch selber auskennt. Aber auch bei mir gab es - ähnlich wohl wie bei @­MalcolmX - Phasen, wo mir fast alles über den Kopf gewachsen ist, und ich dem Monster namens Burn-Out zumindest mal in den Rachen geschaut hab. Da muss man wirklich rechtzeitig zurückstecken, um da nicht reinzufallen.

Und ja, gegen Ende will man auch mal einfach mal Dinge machen lassen, den Zeit ist tatsächlich oft die kritischste Ressource.

2
  •  querty
  •   Gold-Award
15.5.2024  (#21)

zitat..
Lu1994 schrieb: ja aber wie machen das andere die Haus bauen und viel Eigenleistung einbringen?

Keller bis auf geschalte Außenwände komlett selbst aufmauern kann man mit Helfern welche vom Fach sind schon machen - war für unseren BM auch ok, war aber Mittelburgenland.

EG und OG selbst aufmauern wäre auch ok gewesen, da haben wir dann aber den BM genommen - keine Sorge, auch nach dem Rohbau hast du genug Möglichkeiten Eigenleistung einzubringen (Fliesen, Elektrik, Türen, Malerarbeiten, ....)


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