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Preisentwicklung bei Eigentumswohnungen - Seite 86 teilen

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  •  Arpino
7.8.2022 - 18.6.2026
1.711 Antworten | 115 Autoren 1711
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Hallo zusammen,

da im anderen Thread ja sehr ausführlich über Baupreise diskutiert wird, dachte ich mir, dass der Fokus auf Eigentumswohnungen (vordergründig Gebraucht- bzw. Privatwohnungen) auch ganz interessant wäre.

Leider beobachte ich den Markt in Wien seit fast 7 Jahren, bin kaufwillig, aber das passende Objekt fehlt leider immer noch.

Gibt es jemand, der Einblick in den (Wiener) Wohnungsmarkt hat?
Wie hoch sind eurer Erfahrung nach in letzter Zeit die Differenz zwischen inseriertem Preis und tatsächlichem Verkaufspreis gewesen?
Wie schätzt ihr die Entwicklung in den nächsten Monaten ein? Zeichnen sich Trends ab?
Stimmt es, dass die wirklich guten Wohnungen, die über Makler vermittelt werden, oft erst gar nicht inseriert werden, sondern "unter der Hand" weggehen?

Mein Eindruck momentan ist, dass gute Wohnungen zu einem guten Preis immer noch sofort weggehen. Stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht, sind die entsprechenden Objekte mittlerweile deutlich länger inseriert. Zu beobachten war, dass während der letzten 2 Jahre selbst Ladenhüter teurer und mittlerweile wieder billiger inseriert werden.

Auffallend ist, dass es aber auch bei Neubauprojekten/sanierten Altbauhäusern offensichtlich deutlich länger dauert, bis Käufer gefunden werden (die Preise sind aber hier auch vergleichsweise überzogen).

LG Arpino

  •  LiConsult
  •   Gold-Award
25.4.2026  (#1701)
ergänzend aus https://orf.at/stories/3427820/ "Die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum übersteigt das Angebot zunehmend. "

2026/20260425424615.png
Insofern ist 

zitat..
FranzGrande schrieb: dass sich die Preise für Eigentumswohnungen in Ballungszentren bzw. derzeit schon beliebten Wohngegenden verringern werden, nicht nur angesichts der derzeitigen Situation für leicht absurd.

noch "leicht" euphemistisch formuliert.

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  •  LiConsult
  •   Gold-Award
7.5.2026  (#1702)
wieder einmal eine aktuelle und sehr lesenswerte Analyse von Raiffeisenresearch zum heimischen Immobilienmarkt

https://raiffeisenresearch.com/report/fde172d2-5f94-4b0f-9cea-0529b2c1b17e

bzw.

https://www.diepresse.com/22315375/der-immobilienmarkt-hat-einen-gang-hoeher-geschaltet-die-preise-fuer-an

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  •  LiConsult
  •   Gold-Award
7.5.2026  (#1703)
Dass sich diverse Family Offices seit einiger Zeit beim Kauf von Zinshäusern betätigen, ist nichts Neues. 

Nun steigen auch kapitalstarke, amerikanische Banken in das Geschäft mit privat zu nutzenden Immobilien mit dem Ziel der anschließenden Vermietung ein. Wird spannend, wann auch der heimische Markt in den Focus gerät:

https://www.n-tv.de/wirtschaft/US-Investoren-setzen-auf-deutsche-Reihenhaeuser-id30797134.html

Heimische Versicherungen bauen ihr Immobilienportfolio in diesem Bereich jedenfalls laufend aus: 
https://immobilien-investment.at/artikel/wiener-staedtische-kauft-wohnkomplex-in-simmering/

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  •  LiConsult
  •   Gold-Award
12.5.2026  (#1704)
ein Blick nach Deutschland:


2026/2026051222367.png

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  •  andi102
  •   Gold-Award
19.5.2026  (#1705)

zitat..
andi102 schrieb:

──────..
Namor1 schrieb:

@Andi
Vielleicht ist die Steigerung auf eine Abkehr von Airbnb zurückzuführen. Krieg, Kerosin...
───────────────

Ich denke nicht, dass das so schnell geht. Denke auch nicht, dass man airbnb und Konsorten wirklich in den griff bekomment / bekommen will.

Meine Hauptgründe:

1. Steigen die Mieten stark, geht die Nachfrage automatisch zurück (Länger bei Eltern, früher mit Partner zusammenziehen, ...)

2. Demografie: Die Gesellschaft überaltert massiv und bekommt viel weniger Kinder. Das bedeutet, dass in Zukunft weniger Wohnraum gebraucht wird.

3. Die unmittelbare Bevölkerungsentwicklung: Im letzten Quartal 2025 ist Österreich fast nicht mehr gewachsen. Ich kann mir gut vorstellen, dass wir im 1. Quartal 2026 sogar etwas geschrumpft sind (Abschiebungen, rigorose Einwanderungspolitik, Wien hat massiv die Solzialleistugnen in dem Bereich reduziert was die Stadt viel unattraktiver für Zuwanderer macht)

Ich halten von den vielen Prognosen ehrlich gesagt 0,0! Sie verfolgen meiner Meinung nach immer einen Zweck.

Zwei Beispiele:
1. Wenn die Studie von dieser Firma ist (Immo Analytics, https://immoanalytics.at/leistungen/ , so profitiert diese unmittelbar von Immobprojekten. Die werden niemals sagen, man soll 3 Jahre mit dem Kauf warten). Genauso wird kein Autohändler sagen: "Fahren deinen Benziner noch 3 Jahre, dann wechsle auf Elektro". Für Händler ist der beste Zeitpunkt schon aus Eigeninteresse JETZT.

2. Die aktuelle Studie der Statisik Austria: Weltweit sinken die Geburtenraten, die Statisik Austria senkt zwar die Bevölkerungsprognose massiv, unterstellt dieser neuen Prognose aber tatsächlich steigende Geburtenraten??!!! Wie kommen die auf so etwas? Ich kann es dir schon sagen: Wenn wir die tatsächlichen Zahlen zugrunde legen, wird das Budget unfinanzierbar, die Pensionen müssen massiv gekürzt werden und man muss sich Gedanken machen, wie man die Infrastruktur verkleinert. Ein Lobautunnel wäre in den Szenario nicht mal mehr eine Überlegung wert.

Schlussendlich muss sich jeder selbst überlegen, ob ein Investment Sinn macht. Die eigengenutzte Immobilie halte ich für sehr wichtig, und hier muss man wohl den aktuellen Preis akzeptieren. In einer "Vorsorge-Immobilie" werden viele in Zukunft das "Vor" weglassen müssen, weil sie sich meiner Meinung nach zu eine "Sorge-Immobilie" entwickeln wird. Außerdem binden viele immer noch fast deren ganzes Vermögen in Immobilien, das halte ich für einen schweren Fehler. Ein gesunder Mix beinhaltet auch z.B. Aktienfonds, diese sind für viele immer noch Teufelszeug....

lg Andi

https://www.statistik.at/statistiken/bevoelkerung-und-soziales/bevoelkerung/bevoelkerungsstand/bevoelkerung-zu-jahres-/-quartalsanfang

Wie ich erwartet habe, von 1.1.2026 bis 1.4.2026 nur mehr 1.700 zusätzliche einwohner. 

Hier 1.1.2026
https://www.statistik.at/

Gut möglich, dass sie in q2 schrumpft 


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  •  LiConsult
  •   Gold-Award
28.5.2026  (#1706)
Immobilienpreise 2025 (Median):

„Nach den Preisrückgängen für Wohnraum in den meisten Regionen Österreichs im Jahr 2023 sind die

Durchschnittspreise für Häuser und Wohnungen 2024 und auch 2025 im Vorjahresvergleich wieder gestie-
gen. Sie liegen jedoch weiterhin unter dem Rekordniveau von 2022. Der Preis pro Quadratmeter Wohnflä-
che in einem Wohnhaus war 2025 im Schnitt rund 60 Euro niedriger als 2022. Für Eigentumswohnungen
musste rund 200 Euro weniger bezahlt werden als 2022. Deutlich gestiegen sind hingegen die Preise für
bebaubare Grundstücke, die 2025 in mehreren Bundesländern einen Höchststand erreichten" 

2026/20260528392565.png


2026/20260528456550.png


https://www.statistik.at/fileadmin/announcement/2026/05/20260528Immobiliendurchschnittspreise2025.pdf

Für die Gattung Wohnung im Detail:

2026/20260528400313.png


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  •  LiConsult
  •   Gold-Award
1.6.2026  (#1707)
interessant sind die Ergebnisse der aktuellsten Studie von Exploreal zum Thema "Was wird in Wien gebaut?" ...

2026/20260601888136.png

... weniger gut die Ergebnisse aus der Rubrik "Wann wird wieviel gebaut in Wien"

2026/202606011320.png

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  •  LiConsult
  •   Gold-Award
9.6.2026  (#1708)
anbei eine wieder sehr lesenswerte Analyse von Raiffeisenresearch zum heimischen Immobilieneigentums- und Mietmarkt mit folgenden zentralen Aussagen:

"Das große regionale Preisgefälle auf dem österreichischen Immobilienmarkt ist in den letzten Jahren etwas kleiner geworden, preisgünstige und damit leistbarere Bundesländer & Regionen waren im Vorteil. Zwar hat sich die Erschwinglichkeit von Wohneigentum seit 2024 wieder verbessert. Insbesondere im Westen Österreichs sowie in Wien ist die Leistbarkeit aber weiterhin ein Thema.
Gleichzeitig sind das jene Regionen, in denen die Bevölkerung und damit die Nachfrage am stärksten wächst und/oder die Möglichkeit zur Angebotsausweitung begrenzt ist. Perspektivisch dürfte die preisliche Schere innerhalb Österreichs also wieder auseinandergehen, wenn auch nicht so stark wie bis zur „Rückkehr der Zinsen“ (2022).
Wo die Preise stärker steigen, sollte dabei nicht nur eine Frage der Himmelsrichtung (Ost-West) sein, sondern ebenso eine Frage von Stadt und Land. Denn hohe Nachfrage und knappes Angebot werden auch in Zukunft viele (aber nicht alle) Landeshauptstädte prägen, eine „Stadtflucht“ war trotz angespannterer Leistbarkeit in den letzten Jahren nicht zu beobachten.
Ein großer Gewinner dürfte daher der Mietmarkt in den Städten sein, was dort das „Wohnen zur Miete“, aber auch die Immobilienpreise schneller teurer werden lassen sollte als andernorts."

https://raiffeisenresearch.com/report/f4d6efae-c39d-4be7-a884-272185d969b0



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  •  LiConsult
  •   Gold-Award
10.6.2026  (#1709)
weiterhin stabile Entwicklung bei den Eigentumspreisen auch in Deutschland. Wer jedoch wie auch hierzulande zusehends unter Druck gerät, ist der Mietmarkt (mit den ähnlichen Gründen):

2026/20260610506323.png

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  •  LiConsult
  •   Gold-Award
15.6.2026  (#1710)

zitat..
LiConsult schrieb: Für Anhänger des ÖNB-Fundamentalpreisindikators als Maßstab für Über- und Unterbewertung von Wohnimmobilienpreisen anbei (die längst überfällige) Aktualisierung des Fundamentalpreisindikators per Q2/2024. Die dort errechnete Überbewertung beispielsweise für Gesamt-Österreich im April 2022 von 35% liegt aktuell bei 6,7%:

Quartalsupdate Q1/2026:

2026/20260615502897.png

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  •  LiConsult
  •   Gold-Award
18.6.2026  (#1711)
Update Mietentwicklung 1. Quartal 2026

„Zu Jahresbeginn 2026 haben die Wohnungsmieten erneut zugelegt. Im 1. Quartal 2026 lag die Durch-

schnittsmiete inklusive Betriebskosten in Österreich bei 695,1 Euro pro Wohnung oder 10,5 Euro pro Quad-
ratmeter. Das sind um 4,8 % mehr als im 1. Quartal des Vorjahres und um 1,1 % mehr als im 4. Quartal
2025. Dabei geht der Anstieg im Vergleich zum Vorquartal hauptsächlich auf den Anstieg der Nettomiete
zurück, während die Betriebskosten nur geringfügig zugelegt haben“

https://www.statistik.at/fileadmin/announcement/2026/06/20260618Wohnen2026Q1.pdf


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