Preisentwicklung bei Eigentumswohnungen - Seite 84
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Es wundert mich leider nicht, jedoch nicht aus Gründen des Abzockens von Kunden durch Firmen durch allfällige Gewinnvorträge. Diesen "Zusammenhang" kann ich für mich auch nicht logisch erfassen. Die Gründe, warum sowohl der frei finanzierte als auch der geförderte Wohnbau deutlich einbrechen, sind wie schon oft erwähnt struktureller Natur - mit all ihren künftigen Begleiterscheinungen hinsichtlich die Entwicklung von Miet- und Eigentumspreisen. Insofern kann ich mich aus dem letzten Jahr nur wiederholen: Ähnlich sieht das auch beispielsweise der der ungehemmten Gewinnsucht unverdächtige BUWOG Geschäftsführer: "Der Produktionsüberhang aus den Boomjahren bis 2022 ist längst aufgebraucht, es gibt so gut wie keine Wohnraumreserven mehr und die Nachfrage ist ungebrochen stark" https://wien.orf.at/stories/3342469/ Interessant sind immer wieder auch die Details aus dem brandneuen Ersten Wiener Wohnungsmarktbericht - diesmal Ausgabe 2026 https://www.wohnungsmarktbericht.at/wp-content/uploads/2026/02/Wohnungsmarktbericht_2026_web.pdf |
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Ich wollte die Wärmepumpe tauschen. Kostet normal um die 15.000, man bekam damals 10.000 Förderung. Die angebote lagen bei 25.000, kapiert? Jetzt ist die Förderung weg und die Gewinne ist man gewohnt!! |
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Quartalsupdate 3 und 4/2025: |
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Kern einer Preisentwicklung von Immobilien ist logischerweise die Bevölkerungsentwicklung. Da die Prognosen ja bei China so extrem daneben gelegen sind (schrumpfen viel schneller), habe ich mir das für Österreich angesehen. 30.11.2022: https://www.derstandard.at/story/2000141381753/ohne-zuwanderung-schrumpft-oesterreich Hier steht: "Mitte der 2050er-Jahre wird Österreich die Zehn-Millionen-Marke überschreiten. Bis 2080 werden es 10,5 Millionen sein." 12.11.2025 (nur 3 Jahre später): https://www.derstandard.at/story/2000141381753/ohne-zuwanderung-schrumpft-oesterreich Hier steht: "dürfte bis 2040 weiter wachsen. Das gab die Statistik Austria am Mittwochvormittag auf einer Pressekonferenz bekannt. "Dann wird mit etwa 9,4 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern der Höchststand erreicht sein, bevor die Bevölkerungszahl bis 2080 auf voraussichtlich 9,1 Millionen zurückgeht"" Das muss man sich jetzt schon einmal zu Gemüte ziehen. Innerhalb von 3 Jahren ca. 1 Million weniger Einwohner in der Spitze und 1,4 Mio Unterschied 2080. Dazu noch die dramatische Überalterung. Da muss man sich eher überlegen die Immobilie zu verkaufen (nicht die Eigengenutzte) als eine zu kaufen. Ich denke es wir eher noch dramatischer, bei der großen Revidierung. Bei Immobilien denkt der Markt in Jahrzehnten, und die niedrigen Neubauten könnten durchaus schon dieser Zurückhaltung geschuldet sein. In 10 Jahren sind die Boomer rund 75 und reisen sowieso weniger, dann könnten auch viele Ferienwohnungen wieder zu Mietwohnungen werden. Siehe mein Beitrag vor einigen Tagen: "Ich bin auf die weitere Bevölkerungsentwicklung gespannt. Deutschland 2025 minus 100.000 Einwohner, Österreich noch ca. 22.000 plus, aber im letzten Quartal auch nur mehr plus 3.000." Gut möglich, dass wir am 31.12.2025 den Höchtstand der Bevölkerung erreicht haben. |
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Hallo Arpino, hier gibt es dazu Erfahrungen und Preise: Preisentwicklung bei Eigentumswohnungen |
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wer sich nicht die unterschiedlichen Quellen getrennt zu Gemüte führen möchte, findet hier eine sehr gute Zusammenfassung der aktuellen (und bei unveränderter Lage auch künftigen) Situation: https://www.leadersnet.at/news/97257,neubaukrise-verschaerft-lage-am-wiener-wohnungsmarkt.html |
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Du sagst ja immer die Statistik Austria ist neutral was man von dem anderen bericht wohl nicht behaupten kann ;) |
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ja, ich für meinen Teil bin davon überzeugt, dass die staatliche Statistikbehörde unabhängig ist. Ich muss gestehen, dass mir auch die Phantasie fehlt, ihr diesbezüglich eine tendenziöse Datenermittlung-/kommunikation zu unterstellen, um etwas (zumindest mir nicht Bekanntes) zu bezwecken. Ob das dogmatische in Zweifel ziehen des Zahlenwerks von Immobilienunternehmen/Verbänden oder in der Vergangenheit auch Analysen von Bankenresearches dem Leser, der an der künftigen Miet- und Eigentumspreisentwicklung zur Unterstützung seiner eigenen Entscheidungsfindung interessiert ist, weiterhilft ... weiß ich nicht. Offenbar fühlen sich auch Politiker vom konkret dargelegten Zahlenwerk derart negativ beeindruckt, dass von der Wohnbaustadträtin über die diversen Wohnbausprecher hinweg wieder einmal "Maßnahmen" gefordert werden (weil offenbar eine Tageszeitung hier sehr beliebt ist: https://www.derstandard.at/story/3000000309159/druck-auf-dem-wiener-wohnungsmarkt-steigt-weiter)- ob diese alle einem Irrtum oder gar einer Finte der Immobilienlobby aufsitzen? Falls es nachweisliche und nachvollziehbare Quellen zu einer entgegengesetzen Sichtweise des beschriebenen Missstandes am heimischen Wohnimmomarkt gibt (außerhalb der eigenen Vorstellungen) - wie immer, bitte her damit. Neben den vieljährigen Erfahrungen aus dem eigenen Immogeschäft kenne ich persönlich keine validen Studien/Ergebnisse anderer Anbieter außer jenen der "abhängigen" Institutionen. Wäre aber natürlich toll auch diese ins Licht zu rücken, denn dann könnte man den Diskurs gehaltvoller führen. btw: zum beschriebenen, künftigen Wohnraummangel gesellt sich die verbesserte Leistbarkeit (sagt zumindest die abhängige/unabhängige ÖNB): |
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Ich meinte nicht die Statistik Austria, sondern die Vereine, Interssensgemeinschaften, Makler,... die am Wohnungsverkauf verdienen. Man las überall, die Preise können nur steigen. Als sie dann deutlich zurückgingen, schwenkte man um in: Jetzt sind die Preise gefallen, jetzt können sie nur steigen. Findest du nicht, dass die neue Prognose der Statistik Austria einen MASSIVEN Einfluss auf den Staat haben müsste? Das bedeutet ja im Grunde, dass man z.B. kein neues Verkehrsprojekt mehr beginnen darf (Neubau), da man jetzt schon weißt, dass man es nicht mehr brauchen wird, wenn es fertig ist. Auch bei den Wohnungen müsste man ganz anders vorgehen. Das ist jetzt keine politische Meinung, aber wenn man Sozialhilfeempfänger in Wien in Abwanderungsgemeinden absiedelt, wird in Wien der Wohnraum entlastet, die Chance auf Arbeit steigt und selbst wenn die nicht in Arbeit kommen, ist es eine Systementlastung. |
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und nur weil Raiffeisen Research, die BUWOG, EHL, Agenda Austria, ÖNB, Immounited, etc., etc. oder der Fachverband für Immobilientreuhänder offiziell nachzurecherchierendes und valides Zahlenmaterial (Anzahl Baubewilligungsverfahren, Neubauerrichtungen, Neukreditvolumen, etc.) veröffentlichen und seit Jahren auf strukturelle Probleme in der Wohnwirtschaft aufmerksam machen, ist das in der Sache falsch? Der Zweck des lauten Aufzeigens ist nicht vordergründig, am Wohnungsverkauf Geld zu verdienen (freilich aber: wer Risiko nimmt, soll Geld verdienen), sondern Druck zu machen, um dem eingebrochenen Angebot entgegenzuwirken und Maßnahmen zu erwirken, die es privaten wie auch gemeinnützigen Wohnbauträgern (somit DEN Anbietern) wieder ermöglicht Wohnraum zu schaffen - sonst muss es der Staat machen (was ihm aber nicht gelingt - im Gegenteil siehe unten) Aber wie gesagt: ich bin für jede Studie/Analyse, etc. dankbar, die ein entgegengesetztes Denkmuster befeuert. wir drehen uns hier im Kreis. Bitte oben nochmal mehrfach nachlesen bzw. um einen kurzen Blick auf den Immobilienpreisindex. Wir sprechen beim breiten Wohnimmobilienbereich von keinen deutlichen Rückgängen. Die Seiten davor gibt es ausreichend Schaubilder diesbezüglich. Nein, finde ich nicht. Es ist mir persönlich auch zu weit hergeholt, von irgendeiner Wanderung von Sozialhilfeempfängern auf die künftige Miet- und Eigentumspreisentwicklung in und rund um heimische Ballungszentren zu schließen. Die Probleme liegen schon lange auf dem Tisch. Sie sind struktureller Natur (Baukosten, Bewilligungsverfahren, Flächenwidmung, Mietregulatorik, Kreditvergaberegulatorik, Eigenkapitalpuffer Banken, EU Gebäuderichtlinie, etc., etc., etc.). Das hat alles nichts mit Stereotypen wie befangenen, abhängigen Immobilientunternehmen, die alle abzocken wollen oder Maklern, die dicke Autos fahren oder sonst was zu tun. Was derzeit beobachtet werden kann, ist das Aufsaugen des Angebotes: Dass eine Angebotsverknappung bei gleichbleibender Nachfrageentwicklung zu steigenden Preisen führt, ist ebenfalls keine rocket science. Eine interessante Studie der Universität Bern hat sich jüngst diesem Thema gewidmet, mit folgender interessanter Schlussfolgerung: "A common misunderstanding is that supplying expensive new housing does not help the poor. No. Residents each move up a rung, freeing up housing at the bottom of the ladder. The latest, of many, papers to show this uses great data from Switzerland." https://frederickluser.github.io/files/Moving_Chains.pdf Wenn Städte Immobilienbestände verkaufen, weil kein Geld für die Sanierung da ist (woher auch?), dann erkennt man weitere Aspekte der Misere https://www.derstandard.at/story/3000000306311/kein-geld-fuers-sanieren-immer-mehr-staedte-verkaufen-gemeindewohnungen Hoffnung auf höheres Angebot ergibt sich jedenfalls durch die Nachverdichtung und die Nutzung von Flächenreserven - https://www.derstandard.at/story/3000000309778/mindestens-120000-wohnungen-viel-potenzial-fuer-nachverdichtung-in-wien?ref=niewidget |
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