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Pauschalvertrag - Preisminderung

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13.1. - 17.1.2022
24 Antworten | 5 Autoren 24
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Eine Frage zum Pauschalvertrag:
Können Vertragsleistungen, welche nicht ausgeführt wurden, betragsmindernd gegengerechnet werden? 

13.1.2022 ( #1)
Wenn keine Beträge für die einzelnen Leistungen vereinbart wurden, wird das letztlich auf eine Verhandlungssache hinauslaufen. 
Wenn eine ganze Position (zB Estrich fürs ganze Haus-3000€) wegfällt, könnte das schon funktionieren... wenn zB pauschal sonstige Arbeiten (Glattstrich, Fräsungen zuspachteln, Deckenduechbrüche verschließen) für einen Betrag X angeboten wurden und einzelne Teile wegfallen, fängt die Diskussion an.

13.1.2022 ( #2)
Wenn Leistungen wegfallen, auf Basis dessen die Summe ja letzlich referenziert, müsste nach meinem Verständnis dies ja bei Nichtsusführung zu einer Preisminderung führen, - oder?

13.1.2022 ( #3)
Hast jetzt für den gesamten Rohbau einen Pauschalpreis?
Irgendwas muss sich verringern, das ist klar. Aber da musst vermutlich mit deinem Baumeister reden und nicht mit dem Forum :)

Wenn was reden wir konkret? Weilnsonst macht das wenig Sinn.



13.1.2022 ( #4)


MalcolmX schrieb: Hast jetzt für den gesamten Rohbau einen Pauschalpreis?

Natürlich nicht, - Zahlungen gliedern sich nach Baufortschritt.


MalcolmX schrieb: das ist klar. Aber da musst vermutlich mit deinem Baumeister reden und nicht mit dem Forum :)

der ist mir die Antwort bislang schuldig geblieben()


MalcolmX schrieb: Wenn was reden wir konkret?

Es geht um Fundamente für Terrassen und Schiebetor. Diese Leistung ist vertraglich in der Baufortschrittklasse angeführt. Ausgeführt wurde sie jedoch nicht.


13.1.2022 ( #5)
Und einen extra Preis gibt's dafür oder nicht?

13.1.2022 ( #6)
 


MalcolmX schrieb: Und einen extra Preis gibt's dafür oder nicht?

Nein! 




13.1.2022 ( #7)
Geht es dir darum, dass du einen Teil der jetzigen Rate zurückhalten willst, weil das noch nicht gemacht wurde, oder fällt der Posten komplett raus?

Wir hatten ersteren Fall, da wurde ein Teil der Perimeterdämmung nicht mehr vor dem Winter fertig. Wir  haben dann mit dem Baumeister ausgemacht, dass wir die Rate zahlen aber 1000 Eur rückbehalten. Die Zahl kam ohne große Berechnung zustande. Mein Hintergedanke war, dass ich für die Summe notfalls jemand anders finden hätte können, der sie klebt (Material war schon auf Baustelle) und dass es so eine gewisse Motivation gibt, nochmal den Tag zu kommen. Der Baumeister hätte aber im Endeffekt ohnehin alles gekriegt, halt ein paar Wochen später, also hat er das auch sofort akzeptiert.

Wenn es drum geht, dass ein Posten komplett rausfällt, ist es natürlich deutlich komplizierter, weil du ja keinen Anhaltspunkt hast, um wieviel sich der Preis im Endeffekt reduziert. Fair wäre, wenn er abzieht, was er genau dafür an Arbeit und Material kalkuliert hat.

Der Baumeister wird aber dir aber kaum Einblick in die Kalkulation geben und sicher eher wenig abziehen wollen, du möglichst viel. Da werdet ihr euch individuell auf eine Summe einigen müssen, mit der ihr beide leben könnt.

13.1.2022 ( #8)


chrismo schrieb: Wenn es drum geht, dass ein Posten komplett rausfällt, ist es natürlich deutlich komplizierter, weil du ja keinen Anhaltspunkt hast, um wieviel sich der Preis im Endeffekt reduziert.

Vorerst geht es mir darum, ob dies überhaupt eine Minderung rechtfertigen würde!
Sollte das zutreffen, dann müssen wir uns preislich, wie Du auch angemerkt hast, irgendwie finden.
Glaube jedoch nicht, dass man das komplett wegdiskutieren und ausklammern kann!

13.1.2022 ( #9)
Naja wenn eine Leistung komplett entfällt, muss man das schon irgendwie abgelten bzw einen Abschlag machen, sehe ich auch so.

13.1.2022 ( #10)
Bei mir im Werkvertrag steht, dass eine Position komplett rausfallen muss, um eine Preisminderung zu bekommen. Konkret wurde bei mir das Podest für die Luftwärmepumpe und die Verführung von 172m3 Aushubmaterial nicht gemacht. Ich bin gespannt wie hoch diese kalkuliert wurden. Derzeit wurde jedenfalls noch nichts abgezogen.

13.1.2022 ( #11)


chrismo schrieb: Wir hatten ersteren Fall, da wurde ein Teil der Perimeterdämmung nicht mehr vor dem Winter fertig.

Weil Du es gerade erwähnst: Bei mir wurde da nur bis zum Bereich der halben Plattenstärke der Bodenfundamentplatte seitlich hochgedämmt. Vertraglich ist auch die Sockeldämmung erwähnt. Besteht hier der Irrtum darin, dass dies als Sockeldämmung deklariert worden ist und nicht als Perimeterdämmung

 


13.1.2022 ( #12)
Also ich habe mit Perimeterdämmung einen Bereich gemeint, der jetzt unter der Erde ist (Hanghaus mit einigen erdberührenden Wänden auch im EG). Ich weiß nicht, wie die Sockeldämmung genau definiert ist. Ich würde meinen, dass das die ersten 30-50cm über Erdoberkante sind. Also alles unter der Erde ist Perimeter, dann eben der Sockel und dann die "normale" Fassade.

13.1.2022 ( #13)


Pauschalvertrag - Preisminderung

So wurde es ausgeführt. Ich hab das natürlich reklamiert. Alles weitere sollte Thema der Fassade sein, wurde mir gesagt. Vertraglich ist die Sockeldämmung enthalten und ich bin auch der Meinung das hier bis zu den 50'er hochgedämmt werden muss. Wie und von wem kann man das klären lassen?!


14.1.2022 ( #14)
Sind die Platten überhaupt zugelassen für den Sockelbereich?
Und ja, "Sockeldämmung" wäre bis zum 50er hinauf. Und keine Abdichtung hinter der Platte, ich fürchte das wird noch einmal runter müssen.

Mein Baumeister hat mir ehrlich gesagt das ihm lieber ist das ist von Anfang an nicht im Vertrag bzw wir lassen es den Fassader/Schwarzdecker machen weil es eben heikel ist...

14.1.2022 ( #15)


MalcolmX schrieb: Und keine Abdichtung hinter der Platte, ich fürchte das wird noch einmal runter müssen.

Das hast du richtig erkannt, - das wurde auch von meiner Seite bemängelt! Die Platten wurden auf die unvorbereitete Fläche geklebt. 

14.1.2022 ( #16)


MalcolmX schrieb: Sind die Platten überhaupt zugelassen für den Sockelbereich?

Kann man auf dem Foto nur schwer erkennen, aber aufgrund der Farbe und Struktur würde ich auf XPS tippen (wir hatten XPS-Platten von Fibran, die genau so aussahen) - was OK wäre.

Eine Abdichtung gegen aufsteigende Feuchtigkeit wäre halt vor dem Anbringen gut gewesen

Bei uns wurde mit 2k-Bitumendickbeschichtung abgedichtet und das XPS auch ca. eine halbe Platte über den Boden hoch gemacht. Die Abdichtung noch etwas höher. Das war der Übergang zum Fassader.

Wisst ihr schon, wer die Fassade machen wird? Wenn ihr nicht zusätzlich jemanden reinholen wollt, der sich das Detail mal ansieht, würde ich dem Fassader die Bilder schicken, da das ja dann seine Schnittstelle betrifft.


14.1.2022 ( #17)


schrieb: [ref]:66108#633594[/ref]Eine Abdichtung gegen aufsteigende Feuchtigkeit wäre halt vor dem Anbringen gut gewesen

Ich hab das damals sofort reklamiert! Das machen wir immer so, - dass war die Antwort! Er weigert sich das richtig zu stellen. 

14.1.2022 ( #18)


hektor schrieb:

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schrieb: [ref]:66108#633594[/ref]Eine Abdichtung gegen aufsteigende Feuchtigkeit wäre halt vor dem Anbringen gut gewesen
───────────────

Ich hab das damals sofort reklamiert! Das machen wir immer so, - dass war die Antwort! Er weigert sich das richtig zu stellen.

Dann würde ich einfach mal einen realistischen Betrag einbehalten. 

14.1.2022 ( #19)


MalcolmX schrieb: Dann würde ich einfach mal einen realistischen Betrag einbehalten. 

Was kann man für das Aufgraben von 20m, vertikale Feuchtigkeitsisolierung und erneutes anbringen der XPS Platten veranschlagen? 


14.1.2022 ( #20)
Wie hoch und wie stark? Bis zum 50er Ziegel rauf hätte ich gesagt 3000€, wenn es nur bis zur Bodenplatte gegangen wäre geht wohl auch weniger.
Aber eventuell lässt sich ja auch aussen abdichten und dann zur Mauersperrbahn anschließen (die leider auch kein bisschen heraussteht)

14.1.2022 ( #21)


MalcolmX schrieb: Wie hoch und wie stark? Bis zum 50er Ziegel rauf hätte ich gesagt 3000€, wenn es nur bis zur Bodenplatte gegangen wäre geht wohl auch weniger.

65cm hoch (Platte hat 60cm) -Es steht ausser Frage dass es gemacht gehört. 


MalcolmX schrieb: Aber eventuell lässt sich ja auch aussen abdichten und dann zur Mauersperrbahn anschließen (die leider auch kein bisschen heraussteht)

Beim Mauervorsprung sind im Bereich vom Fixglasfenster während der Rohbauphase  einige 50´er Ziegel ausgebrochen. Diese wurden auf Grund der Parabethhöhe von 47cm auf 12cm Höhe zugeschnitten. Im Klartext stehen diese nun 12cm über die 38´er Ziege hervor, -die ausgebrochenen Ziegel wurden damals nur geklebt und nicht ausgetauscht.
- Kann ich auf Erneuerung bestehen?


chrismo schrieb: Kann man auf dem Foto nur schwer erkennen, aber aufgrund der Farbe und Struktur würde ich auf XPS tippen (wir hatten XPS-Platten von Fibran, die genau so aussahen) - was OK wäre.

Stimmt es sind Fibran XPS S 300-L


chrismo schrieb: Wisst ihr schon, wer die Fassade machen wird? Wenn ihr nicht zusätzlich jemanden reinholen wollt, der sich das Detail mal ansieht, würde ich dem Fassader die Bilder schicken, da das ja dann seine Schnittstelle betrifft.

Der Fassader würde mit EPS Platten hochdämmen. 

 


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