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Ovum NHWP06-S+ vs. Nibe 1155-6 PC

7 Beiträge | 6.5. - 7.5.2019
Hallo liebe Forumsgemeinde,

da ich neu hier im Forum bin, kann ich die "private Nachrichten"-Funktinon noch nicht nutzen und muss leider ein neues Thema eröffnen...

Manche kennen mich schon aus anderen Foren und kennen mein Vorhaben bereits, für alle anderen mal ein paar Eckdaten zum Bauvorhaben.

- KfW40+ EFH mit Einliegerwohnung und U=0,19
- Heizlast EnEV 10 kW; Heizlast RGK-Abschätzung 7kW; Heizlast real mit Grundofen ???
- Sole WP mit Ringgrabenkollektor

Bisher in Erfahrung gebracht, durch die netten Helfer im Haustechnik Dialog Forum ;) habe ich dass die kleine Nibe vollkommen reichen würde. Nun hat mir der Heizi jedoch die Ovum angeboten.

Frage geht nun speziell an die jenigen, die eine Ovum in Betrieb haben und welche Erfahrungen Sie damit gemacht haben. (@Staudammrocker)

- Wie viel moduliert Sie im Winter bei welchen Heizlasten oder taktet sie sehr oft?

- Pufferspeicher im Heizkreis frisst Effizienz, warum macht man es dann und welchen Vorteil hat dieser eigentlich in einem Haus ohne ERR?

- Hat die Ovum evtl. doch einen entscheidenden Vorteil? PV-Nutzung etc.

Momentan tendiere ich mehr zur Nibe aber so ganz vom Tisch ist die Ovum irgendwie auch noch nicht.

Freue mich über jeden Kommentar und bedanke mich schonmal für eure Hilfe!

Grüße,
Ralph

 
6.5.2019 16:42
Puffer macht nur Sinn in Kombination mit Solarthermie. Solarthermie aber nicht in Verb. mit WP.

Warum macht man das sonst?
Weil man keinen Bock hat die Heizkreise + Längen vernünftig zu dimensionieren. Schema 08/15 und dann mit ERR + Puffer.
6.5.2019 17:12
Danke Becker, so ist auch mein Verständnis. Puffer nur in Verbindung mit Solarthermie oder Heizkamin. Zu WP+PV passt das nicht. Oder macht es sich der Heizi mit Puffer und ERR einfach nur leicht?! Sind diese Kombischichtspeicher dann nur was für Solarthermie oder Bestandshäuser mit ERR?
Ovum bewirbt den großen Speicher als PV-Speicher, was ja auch funktioniert aber wohl mit gewissen Verlusten behaftet ist. In Verbindung mit einem richtigen Akku könnte die WP ja auch die ganze Nacht laufen, so hat aber auch der Akku seine Verluste. 
Oder man fährt tagsüber höhere Temperaturen um den PV-Strom zu nutzen und so über die Nacht zu kommen, was aber auch wieder durch aufheizen und abkühlen des Estrichs Verluste bringt.

Was ist denn nun die beste Vorgehensweise um möglichst viel günstigen PV-Strom selbst zu nutzen? Oder doch besser einspeisen solange es die Vergütung gibt?
6.5.2019 21:19
Kenn deinen HTD-Tread.
Zur Verteidigung der Ovum muss man ja sagen, dass diese nicht mit einer üblichen Pufferlösung verglichen werden kann. 
Die WP heizt hier ja direkt in den Puffer (Direktkondensation). Da ist kein Wärmetauscher und auch keine extra Pumpe im Weg, wie bei "normalen" Pufferlösungen üblich.

Wie gut sowas mit einer WP-Hydraulik ohne Puffer mithalten kann, wäre jedenfalls interessant. Das hängt aus meiner Sicht auch sehr vom Innenleben des Puffers ab. Der müsste Heizungs- und Brauchwasserbereich bestmöglich abtrennen.

Weiters wäre noch interessant wie das Heißgas hier für WW genutzt wird?! Rennt da ne extra Kupferrohrschlaufe durch den oberen Pufferbereich?! Oder wie funkt das im Detail?!

Zum Takten:
Im HTD-Thread schreibst du 4kW Heizlast.
Da scheint ja die Nibe besser dimensioniert.
Hier schreibst du 7kW.
Da scheinen beide WP gut zu passen.
Aber was ist denn nun wirklich der Fall?! Gibts schon einen Energieausweis?

Und wieso lässt du dir nicht einfach mal beide Systeme anbieten?! Das hilft doch der Entscheidung sicher auch.


6.5.2019 22:05
Hallo Peda,

habe bei Ovum extra nach so geringer Heizlast von 4kW gefragt weil selbst bei den 7kW keine Solaren und inneren Wärmegewinne beachtet werden und bei -16 Grad auch der Grundofen laufen wird. Selbst in der Praxis muss die kleine Nibe selten mehr als die 4-5kW leisten. 
Wenn ich von 150 Heiztagen, 10 Tage mehr Leistung als die untere Modulationsgrenze von 3kW brauche, habe ich eine voll modulierende WP die 140 Tage on/off Gerät ist.
Oder ist die Annahme falsch?

Eine kleinere Ovum NHWP ist aktuell auch nicht geplant. Ist das aktuelle Modell dann evtl. mehr für sanierte Bestandshäuser gedacht als für kleine Neubauten? (z.B. 160m2, 3-5kW Heizlast)

Das Innenleben der NHWP würde ich mir auch gerne vom Heizi genau erklären lassen, evtl. weiß der ja mehr und darf dies auch preis geben. Aber selbst die Direktkondensation in den Puffer wurde im HTD eher kritisch gesehen und nicht wirklich als Vorteil gewertet. Fakt ist der Puffer wird für das WW komplett durchgeladen, da sich ein durchgehender Kondensator im Speicher befindet welcher teils in der Enthitzungszone und der restliche Teil im Kondensationsbereich liegt. 

Wenn sich die zwei WPs mit allem gleichwertigen drum und dran preislich nicht viel nehmen würde ich trotzdem gern die “bessere” nehmen.

Danke und Grüße!
7.5.2019 7:20
 


Ralph schrieb: würde ich trotzdem gern die “bessere” nehmen.


Dann lass dir die Nibe anbieten.
Ein Kompaktgerät ist halt immer irgendwo ein Kompromiss, auch wenn noch so gut gemacht.
Wenn Platz genug ist, kannst du dir so dein System nach Wunsch basteln.
Aber dass du mit separatem WW-Speicher mit Friwa (falls das wichtig ist?!) günstiger kommst, glaub ich eigentlich nicht. 


7.5.2019 7:39
Hi,


Ralph schrieb: Wenn ich von 150 Heiztagen, 10 Tage mehr Leistung als die untere Modulationsgrenze von 3kW brauche, habe ich eine voll modulierende WP die 140 Tage on/off Gerät ist.
Oder ist die Annahme falsch?


Die ist richtig. Zudem musst du im Teillastbetrieb davon ausgehen, dass die Soletemperaturen eher hoch sein werden. Das wiederum erhöht die Leistung der WP, so dass du noch über 3 KW liegst.

Da geht die Nibe wesentlich weiter runter... je nach Soletemperatur ist die Minimalleistung im Bereich 1500-1700 W angesiedelt. Selbst damit taktet die Maschine bei im Übergangsbereich, aber eben nicht fast das ganze Jahr lang. Wir liegen mit 5500W Heizlast (205 qm beheizt) im ähnlichen Bereich wie du. Im Heizbetrieb ist die Maschine nur an den ganz kalten Tagen über 64 Hz Kompressorfrequenz gegangen, nahezu den ganzen Winter lief sie mit 55 oder deutlich weniger. 55 Hz sind je nach Soletemperatur zwischen 3 und 4 KW.

Gerade jetzt sind 4,2C und die Nibe läuft mit gemütlichen 33 Hz (Modulationsbereich ist 20-90 mit der Option, notfalls bis 120 zu gehen) und zieht dabei 368W. Da erzeugt unsere 9,9 KWp-PV auch jetzt um 7:30 ohne direkten Sonnenschein mehr.

Über die Smartgrid-Eingänge kannst du dir auch eine PV-Optimierung basteln, zumal Nibe auch entsprechende Module fertig anbietet.

Viele Grüße,

Jan
7.5.2019 15:59
@Peda
Die Nibe werde ich mir auch noch anbieten lassen. Preislich wird da nicht viel um sein aber das werden die Angebote zeigen.
Die Frage ist auch, braucht man unbedingt Friwa oder reicht auch der normale Brauchwasserspeicher oder ein Hygienespeicher? Wo liegen da genau die Vorteile? Friwa erscheint mir als "sauberste" Variante. Was würdet Ihr empfehlen?

@Jan 
Vielen Dank für die Infos und deinen Erfahrungsbericht! Der liest sich wie das meiste was ich über die Nibe gelesen habe sehr gut.

Würde hier nur gerne herausfinden wie sich die Ovum wirklich in der Praxis verhält und welche Erfahrungen bei welchen Heizlasten bisher gemacht wurden.

Danke und Grüße,
Ralph



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