« Pflanzen- & Garten

Obstbaum-Fragen eines Laien

Teilen: facebook    whatsapp    email
  •  killian
  •   Bronze-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und viele Beiträge geschrieben.
8.3. - 13.8.2022
19 Antworten | 10 Autoren 19
1
1
Ich habe bereits einen Zwetschkenbaum, Marillenbaum (Ungarische Beste) und Kirschenbaum in meinem Garten stehen, die alle 5 Jahre alt sind.
Da ich jedes Jahr das Problem habe, dass Spätfrost die Hälfte der Blüten der Ungarischen Beste killt, wollte ich mir jetzt noch eine später blühenden Bergeron-Marille zulegen.
Jetzt ist die Frage, ob ich sie neben der Ungarischen Beste pflanzen soll für besseren Ertrag oder ist das eher kontraproduktiv, falls eine der beiden Marillen eine Krankheit bekommt…. Lt. Baumschule sind beide selbstbefruchtend. Wie seht ihr das?
Welchen Abstand zwischen den einzelnen Bäumen sollte man mindestens einhalten? Möchte als 2. Baum noch einen Topaz-Apfelbaum pflanzen. Alle Bäume sind halbstamm.
Wann sollte ich die beiden Bäume aussetzen und würdet ihr auch ein Wühlmausgitter und gute Blumenerde einarbeiten? Mein Boden ist sehr lehmig. Wie tief und breit sollte da das ausgehobene Loch ca. sein?
Vielen Dank schonmal im Vorfeld!

  •  kraweuschuasta
  •   Gold-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und besonders viele Beiträge geschrieben.
8.3.2022 ( #1)
Hi


killian schrieb: Welchen Abstand zwischen den einzelnen Bäumen sollte man mindestens einhalten?

paar Meter Platz lassen würd ich schon.



killian schrieb: Wann sollte ich die beiden Bäume aussetzen

im Herbst, würd ich das machen

Wennst lehmigen Boden hast, solltest keine Wühlmäuse haben, ist zumindest bei mir so...



killian schrieb: und gute Blumenerde einarbeiten?

unbedingt, am besten ist Kompost!



killian schrieb: Wie tief und breit sollte da das ausgehobene Loch ca. sein?

Ich hab bei unserem Kirschenbaum ca. 50x50x30 ausgehoben, das war viel zu Wenig, irgendwann ist der dann nimma weitergewachsen.

Bei Marillenbäumen pass auf Staunässe auf, das mögen die gar nicht.
Und - weiß nicht ob das der Grund war - unseren hat nach 3 Jahren "plötzlich der Schlag getroffen" das passiert angeblich immerwieder mal bei Marillenbäumen, alle blätter wurden welk und in 2..3 Mntaen war er hin. 😭

lg


  •  killian
  •   Bronze-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und viele Beiträge geschrieben.
10.3.2022 ( #2)
@kraweuschuasta:

Warum glaubst du dass die 50x50x30 zu wenig waren um weiterzuwachsen? Die wurzeln suchen sich ja sowieso den weg durch das erdreich, egal wie groß das anfängliche loch ist, oder?

Würdest du die 2 marillenbäume direkt nebenander setzen und denkst du dass 4 meter genug sind bei zwei halbstämmen?

Spricht etwas gegen die auslegung von wühlmausgittern zur sicherheit? Könnte es nicht sein dass die wurzeln deines baumes angeknabbert wurden und er deshalb zu grunde gegangen ist?

  •  MissT
  •   Gold-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und besonders viele Beiträge geschrieben.
10.3.2022 ( #3)
Bei manchen selbstbefruchtenden Obstbäumen ist es so, dass Ertrag und Fruchtqualität bei Fremdbefruchtung noch besser sind. Ob zwei solche Bäume direkt nebeneinander stehen oder der eine oder andere Baum noch dazwischen steht, macht keinen Unterschied. Die Bestäubung erfolgt hauptsächlich durch Insekten. Wenn es um eine übertragbare Krankheit geht, müsste der Abstand schon recht groß sein, dass dieser einen Unterschied ausmachen könnte. Ich würde wenn möglich eher auf die Lage achten: Marillenbäume wollen möglichst geschützt und warm stehen. 

Was die Pflanzabstände betrifft, so würde ich mich bei der Baumschule erkundigen, mit welcher Kronengröße zu rechnen ist. Vier Meter scheint mir für Halbstämme eher an der Untergrenze zu sein. 

Wir haben auch sehr lehmigen Boden, und ich habe vor 1,5 Jahren übrigens auch eine Bergeron und einen Topaz gepflanzt, allerdings als Buschbäume. Ich habe die Pflanzlöcher bewusst sehr groß dimensioniert: Meiner Erinnerung nach ca. 70cm Durchmesser und 50-60cm Tiefe. Ein Erdbohrer hat mir da gute Dienste geleistet. In der Mitte habe ich noch eine kleine Vertiefung gebohrt, damit ev. Stauwasser hoffentlich etwas früher abziehen kann vom Wurzelballen. Achte auch darauf, dass die Bäume schlussendlich etwas erhöht stehen - bedenke, dass sich die Erde auch noch etwas setzen wird. Sei wegen des Lehms auch mit dem Gießen in der Anfangszeit lieber etwas zurückhaltend.

Ich habe in das Pflanzloch zuerst eine Lage Liadrain gefüllt. Die Erde habe ich gemischt: Die oberste vorhandene Rasenerde-Schicht, ein wenig von dem lehmigen Ackerhumus, in den Sand eingefräst worden war, Pflanzerde, Liadrain, etwas Urgesteinsmehl und Hornspäne. Kompost hatte ich leider noch nicht zur Verfügung und erst später oberflächlich ergänzt. Hornspäne würde ich heute nicht mehr untermischen. Diese können laut Gärtner unter Luftabschluss zu "gären" beginnen und sollten nur oberflächlich eingearbeitet werden. 

Das Wühlmausgitter klingt aus meiner laienhaften Sicht nicht sinnvoll, weil es die Wurzeln vermutlich zu sehr einschränkt. Wenn Du tatsächlich ein eklatantes Wühlmausproblem hast, dann würde ich den Rat eines erfahrenen Gärtners einholen.

Was die Pflanzzeit betrifft: Wenn der Baum in einem Topf kommt, also der Wurzelballen in Erde ist, dann kannst Du ihn quasi das ganze Jahr über pflanzen. Wenn der Baum wurzelnackt kommt, dann sollte er in der Winterruhe sein. Laut Baumschule Schreiber sind geeignete Pflanzzeiten November und März, in dieser Zeit haben sie auch ihren Verkauf. Heuer ist die Vegetation wegen des sehr milden Jänners und Februars schon sehr weit fortgeschritten und Du solltest Dich deshalb bei wurzelnackten Bäumen eher beeilen oder sonst den November abwarten.



  •  enibas
18.3.2022 ( #4)
Wir haben letzten Herbst auch ein paar Obstbäume (Halbstamm) gepflanzt, uns wurde von der Baumschule ein Abstand von 5m und ein Wühlmausgitter empfohlen. Wir wollten eigentlich auch gleich einen Pfirsich und Marillenbaum pflanzen, da wurde uns aber geraten bis zum Frühjahr zu warten. Die Pflanzlöcher waren bei uns ca 60cm Durchmesser und ca 50cm tief, die Erde haben wir mit etwas Kompost abgemischt. Ach ja wir haben Lehmboden.

  •  kraweuschuasta
  •   Gold-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und besonders viele Beiträge geschrieben.
19.3.2022 ( #5)


killian schrieb: Warum glaubst du dass die 50x50x30 zu wenig waren um weiterzuwachsen?

Weil die Wurzeln hauptsächlich in dem kleinen Bereich gewachsen sind und dann nicht nach unten in den lehm, sondern nur an der Oberfläche im Humus...


killian schrieb: Würdest du die 2 marillenbäume direkt nebenander setzen und denkst du dass 4 meter genug sind bei zwei halbstämmen?

Ja warum nicht...
Nein, zu wenig, machen ca 4..5Meter bei Viertelstämmen


killian schrieb: Spricht etwas gegen die auslegung von wühlmausgittern zur sicherheit?





  •  kraweuschuasta
  •   Gold-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und besonders viele Beiträge geschrieben.
19.3.2022 ( #6)
Öha, zu schnell auf Beitrag hinzufügen geklickt....


killian schrieb: Könnte es nicht sein dass die wurzeln deines baumes angeknabbert wurden und er deshalb zu grunde gegangen ist?

Nein, definitiv nicht, wir haben keine Wühlmäuse und Maulwürfe, die kommen nicht durch den Lehm durch.
Die bräuchten einen Helm und einen kleinen Wühlmausbagger 😂

LG


  •  Maarch
  •   Silber-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und sehr viele Beiträge geschrieben.
19.3.2022 ( #7)


MissT schrieb: Das Wühlmausgitter klingt aus meiner laienhaften Sicht nicht sinnvoll, weil es die Wurzeln vermutlich zu sehr einschränkt.

Lt. unserer nächstgelegenen Baumschule sollte das Wühlmausgitter direkt von der Baumschule bezogen die Wurzeln nicht einschränken, weil es sich langfristig auflöst, da es nicht so beschichtet ist wie handelsübliche Drahtgitter. So hab ich das jedenfalls in Erinnerung...


  •  killian
  •   Bronze-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und viele Beiträge geschrieben.
23.3.2022 ( #8)
Danke für eure mithilfe!
Die bäume kommen im topf.
Kann ich auch ganz normale blumenerde aus dem obi nehmen zum einpflanzen im lehmboden? (30% torf, 4,-/40l)
Oder muss die erde als 'pflanzerde' deklariert sein?
Kompost hab ich leider noch keinen...

  •  atma
  •   Gold-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und besonders viele Beiträge geschrieben.
23.3.2022 ( #9)
ich würd generell eine torffreie erde nehmen, aber du kannst jede blumenerde nehmen, den aushub ein bissl mit der erde mischen, langzeitdünger dazu und rein ins loch. 

1
  •  MissT
  •   Gold-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und besonders viele Beiträge geschrieben.
23.3.2022 ( #10)
Kompost bekommst du auch als Sackware. Es wird mit Blumenerde (untergemischt) auch gehen. Bei Pflanzerde hättest Du halt vermutlich eine etwas stabilere Struktur und (bei manchen) ev. auch etwas Tongranulat drinnen.

  •  mattmein
  •   Silber-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und sehr viele Beiträge geschrieben.
23.3.2022 ( #11)
Also bei uns gibts Kompost gratis beim Wertstoffsammelzentrum bzw. in Wien bei den MA48 Mistplätzen. Haben vor einem Monat 2 Anhänger voll für die Gemüsebeete geholt.

  •  MissT
  •   Gold-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und besonders viele Beiträge geschrieben.
23.3.2022 ( #12)
Puh, das käme für mich nicht in Frage. Was da alles an Klumpert in solchen Kompostieranlagen landet - ich würde das nicht bei meinem Gemüse wollen.

  •  mattmein
  •   Silber-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und sehr viele Beiträge geschrieben.
24.3.2022 ( #13)
Nagut ich gebs zu, von der MA48 hab ich mich auch noch nicht getraut (Wiener Biotonnen) 😅

Aber beim lokalen Wertstoffhof an der Grenze zu Wien sieht man immer den riesen Haufen Grünschnitt/Blätter etc. im Herbst liegen, der wird dann kompostiert und zur Verfügung gestellt. Die haben sogar jährlich ein ausführliches 20 seitiges Gutachten auf der Homepage, wo auf alle möglichen Verunreinigungen/Schwermetalle, etc. getestet wird. Das ist sogar transparenter als irgend ein (in großen Mengen) sündteures Plastikkompostsackerl (welches genauso auch in irgendwelchen Komposttieranlagen erzeugt wird)

  •  killian
  •   Bronze-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und viele Beiträge geschrieben.
11.8.2022 ( #14)
Meine zwetschken 'harzen' alle und sind alle wurmig! Was ist das für eine krankheit und wie kann ich verhindern dass nächstes jahr das gleiche wieder passiert?




  •  atma
  •   Gold-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und besonders viele Beiträge geschrieben.
11.8.2022 ( #15)
hilf uns mal mit ein paar infos, foto zum ganzen baum etc.
wo steht der? wird bewässert? 

gegen würmer helfen netze oder gelbtafeln. 

  •  mycastle
  •   Gold-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und besonders viele Beiträge geschrieben.
12.8.2022 ( #16)
Ganz anderer Tipp: ich liebe die Felsenbirne, keine Krankheit, ist aber eher wie eine Beere, kleinwüchsig, bringst du sicher noch wo dazwischen  😊und ist köstlich, dazu hübsche Blüten

  •  kraweuschuasta
  •   Gold-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und besonders viele Beiträge geschrieben.
13.8.2022 ( #17)
Hi


mycastle schrieb: ich liebe die Felsenbirne

Die ist angeblich krampensauer, stimmt das?
...verglichen mit zetschen, kirschen etc. 
Lg


  •  tempo85
  •   Bronze-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und viele Beiträge geschrieben.
13.8.2022 ( #18)


kraweuschuasta schrieb:

Hi

Die ist angeblich krampensauer, stimmt das?
...verglichen mit zetschen, kirschen etc. 
Lg

Kann ich nicht bestätigen. Mir schmeckt sie sehr. Vielleicht hast du die mit Aronia (Apfelbeere) verwechselt.


  •  Thuata
  •   Bronze-Award: Mehr als 1 Jahr in der Community und viele Beiträge geschrieben.
13.8.2022 ( #19)


killian schrieb:

Meine zwetschken 'harzen' alle und sind alle wurmig! Was ist das für eine krankheit und wie kann ich verhindern dass nächstes jahr das gleiche wieder passiert?

Prinzipiell ist das der sog. "Pflaumenwickler".
Schaut jedenfalls stark danach aus ;)
Was man dagegen tun kann hab ich selbst noch nicht rausgefunden aber wenn du einen Lösung findest sag unbedingt bescheid!




Beitrag schreiben oder Werbung ausblenden?
Einloggen

 Kostenlos registrieren [Mehr Infos]

Nächstes Thema: Regenwasser nutzen
« Pflanzen- und Gartenforum