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Luftfeuchtigkeit regulieren

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  •  Hauus123
7.6.2024
9 Antworten | 7 Autoren 9
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Hallo,
In meinem kleinen Altbau Haus (ca. 60qm), das ich derzeit renoviere bekomme ich die Luftfeuchtigkeit (zwischen 80-100%) nicht hinunter. Das Haus stand nun 3 Jahre leer und wurde nicht geheizt. Während dieser Zeit war ein Fenster andauernd gekippt.

Ich probiere, sofern es einmal nicht regnet, jeden Abend alle Fenster über Nacht ganz zu öffnen. Die Luftfeuchtigkeit sinkt hier dennoch nicht ab. Habt ihr einen Tipp für mich? Ich habe nur Angst, dass sonst die Wände zu schimmeln beginnen werden...

Würdet ihr einfach weiterhin konsequent lüften oder mittels Luftenfeuchtern arbeiten?

Vielen lieben Dank vorab. LG

  •  CCMM
7.6.2024  (#1)
Hallo,
im Sommer ist es schwierig die Luftfeuchtigkeit nur übers Lüften zu reduzieren. Ich würde mit einem Luftentfeuchter arbeiten. 80%-100% Luftfeuchtigkeit ist für einen Wohnraum viel zu viel und es ist nur eine Frage der Zeit bis sich Schimmel bildet.
LG

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  •  Ulairi
  •   Bronze-Award
7.6.2024  (#2)
Sofern die Temperaturen bei dir so wie bei uns im Weinviertel sind, bringt lüften aktuell gar nichts, weil die Wassergehalt in der Außenluft seit Tagen größer als Innen ist.

Du brinst zwar die Temperatur ein bisserl runter, aber die Feuchtigkeit steigt.

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  •  leitwolf
  •   Gold-Award
7.6.2024  (#3)
Das Problem besteht derzeit fast überall, wo es fast täglich regnet und dann die Sonne scheint. Die Außenluftfeuchte ist bereits seit einigen Wochen außergewöhnlich hoch.
Viele KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] Anlagen werden nun deshalb bereits vorausschauend mit Entfeuchtung konzipiert.

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  •  Hauus123
7.6.2024  (#4)
"Sehr gut", danke euch! Habe soeben den Luftentfeuchter eingeschalten - Hoffe das reicht vorerst um der Schimmelbildung vorzubeugen.

Die Temperatur bringe ich durchs Lüften gar nicht hinunter. In dem Wohnraum hat es immer noch 18 Grad, so wenig hats bei uns (Grenze Wein-/Industrieviertel) nicht mal mehr in der Nacht emoji

Ich denke die LF ist hier derzeit auch besonders hoch, da ich erst vor kurzem eine Innendämmung (bei gleichzeitig vorhandener Außendämmung) entfernt habe und somit nun die Wände auch entsprechend Feuchtigkeit nach innen abgeben werden.

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  •  CCMM
7.6.2024  (#5)
Und auf alle Fälle Türen und Fenster so gut wie möglich geschlossen halten, damit du keine neue feuchte Luft rein bekommst.
Da du aktuell nur 18°C hast, würde ich die nächsten Tage auch nicht Beschatten. Wenn die Sonne das Haus durch die Fenster (durch das Glas der Fenster und nicht das Lüften) um ein paar Grad erwärmt dann wird sich die Lf schnell reduzieren. 

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  •  stefan4713
7.6.2024  (#6)
nicht vergessen - warme luft kann mehr feuchtigkeit aufnehmen als kalte!
und wennst  entfeuchtest, dann alles dicht machen
hab gerade jetzt wieder fast 60% luftfeuchte gemessen, in der früh und das vertrag ich gar nicht
daher hab ich in der nacht im EG die fenster geschlossen, blöd aber dann läuft jetzt dann wieder der mobile entfeuchter
vlt. kaufst dir so ein kleines meßgerät - zwecks kontrolle

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  •  melly210
  •   Gold-Award
7.6.2024  (#7)
Wenn das in dem Haus grundsätzlich ein Problem ist, ggf eine Splitklima zur Entfeuchtung in Erwägung ziehen. Ist im Betrieb viel günstiger und leiser als ein Entfeuchter, und kann natürlich während Hitzewellen auch kühlen.

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  •  Hauus123
7.6.2024  (#8)
Vielen Dank!
Messgerät steht bereits vor Ort. Splitklima ist ene sehr gute Idee, muss ich mir noch durch den Kopf gehen lassen. Würde ich für mich selbst definitiv verbauen. Nachdem das Haus jedoch als Mietobjekt dienen wird, muss ich es mir Kosten-Nutzen technisch noch genau überlegen.


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  •  Gemeinderat
7.6.2024  (#9)
Habe mir nur für den Keller einen 120 EUR Entfeuchter gekauft, der seine Arbeit sehr gut macht.
Der läuft am Tag mit weil dessen 200-300 Watt von der PV-Anlage sowieso locker geschluckt werden und er bringt die Räume alle deutlich unter 60% rel. LF bei 21-22 Grad herunter.

Im Wissen, dass die kalte Luft dann weniger aufnehmen kann, steigt die rel. LF natürlich (absolut bleibt somit aber gleich). 

Ich werde das - in den Tagen wo es nötig ist - von 08-20 Uhr laufen lassen.
Habe eine "Teilunterkellerung" (Eingang = Ebenerdiger Keller) aber da eben fast alle Räume erdberührt sind und nur nach Süden offen ist, zieht es mir jedes Mal, wenn die Haustüre geöffnet wird, die feuchtwarme Luft herein. 

Kühlung der WPWP [Wärmepumpe] ist abgeschaltet, geheizt wird sowieso nicht mehr, da im Haus (also 1. Geschoß und Obergeschoß) bereits 23-24 Grad herrschen.
Im Keller ists aber generell "feuchter" als im Rest des Hauses (auch Restfeuchte / Beton). 
Aktuell kann ich damit sehr gut leben. 

Wenn es an manchen Tagen nicht geregnet hat und trocken ist, aber auch warm, hilft das Lüften, die rel. LF auf 45% zu bringen (nur ist es dann auch wärmer in den Räumen, was dann nachts absinkt - am Ende hab ich dann morgens meistens 21 Grad bei 60% rel. LF). 
 
Daher auf jeden Fall den Einsatz des Luftentfeuchters erwägen - alles über 70% ist auf Dauer nicht zu empfehlen.

Bei mir hat das auch den Nebeneffekt, dass die Luft zirkuliert und es automatisch "wärmer" wird (auch durch das bisschen Abwärme...).

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