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Korkenzieher Weide in unserem Garten

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14.9. - 17.9.2020
8 Beiträge | 4 Autoren
Hallo,
der Herbst kommt bald und ich möchte noch ein paar Bäume pflanzen. An dem violett markierten Platz (Nr. 52) möchte ich gerne eine Korkenzieher Weide setzen, da uns diese gut gefällt und auch schnell wachsen soll und Schatten spendet.


Korkenzieher Weide in unserem Garten
Ausrichtung am Plan ist Norden=Oben (mit ca. 10° Abweichung, was wohl eher egal ist).

Meine Fragen dazu:
- Sind die 4,5m Abstand von der nördlichen Stützmauer genug, nachdem der Baum ja recht groß werden soll?
- Ist so ein großer Baum für unseren Garten überhaupt geeignet? Nach 10 Jahren mal zurückschneiden bzw. alle 10 Jahr ist natürlich machbar.
- Macht der so viel Mist, dass der Robo-Mäher dann nicht mehr mähen kann?
- Macht er so viel Mist, dass ich die ganzen Blätter, Äste usw. immer im Beet darunter (Staudenmischplfanzung) liegen habe und mich in 5 Jahren ärgere, dass ich ihn gesetzt habe 😁?

Dass jeder Baum Laub und kleinere Äste abwirft und bei starkem Wind auch mal etwas mehr, ist mir schon bewusst.

Grün ist der RGK, das Grundstück ist von einer Stützmauer aus Beton eingefasst.
Das Fundamend der Stützmauer sollte mir der Baum natürlich auch nicht beleidigen...was ich mir aber schon recht schwer vorstelle, weil das ein 80x80cm Betonblock ist.

 
 
15.09.2020
Bei meinen Eltern steht eine Korkenzieherweide seit nunmehr über 25 Jahren. Sie wohnen sehr ländlich und der Baum fügt sich toll ins Landschaftsbild ein. Ich kann mich noch gut erinnern als mein Vater das kleine Bäumchen gepflanzt hat.

Mittlerweile hat der Baum einen Durchmesser von ca 10m angenommen. Auch wurden über die Jahre ein paar Große Äste entfernt.
Die Äste sind stark verzweigt, die dünnen kleinen Äste im Inneren bekommen kaum Licht und haben dadurch kaum Blätter. Die Außentriebe hängen hingegen fast bis zum Boden.
Die Weide macht im Herbst Mist. Viel Mist. Die dünnen dürren Äste brechen leicht ab und sind laufend am Boden zu finden, das ganze Jahr über. Mit Stärke <5mm dürfen sie dem Robbi keine Probleme machen, die Messer werden natürlich schneller Stumpf. In der Herbstzeit fallen säckeweise Blätter ab, jedoch sind diese so klein, dass sie der Wind gerne weit verteilt. Daneben stehen Ahorn und Nussbaum, die Blätter sind wesentlich einfach aufzusammeln (Laubrechen). Den Rest nimmt der Rasenmäher mit. Neben Beeten und dergleichen würde ich ihn vermeiden, die Blätter sind echt nicht leicht aufzulesen.

In meinen Siedlungsgarten würde ich mir so einen Baum wahrscheinlich nicht pflanzen, es sei denn ich halte ihn schön klein (max. 5m DM).
15.09.2020
Danke für deine Antwort und Beschreibungen!


derLandmann schrieb: macht im Herbst Mist. Viel Mist. Die dünnen dürren Äste brechen leicht ab und sind laufend am Boden zu finden, das ganze Jahr über

hmmm...muss ich mir dann echt noch überlegen.
Bissl Gartenarbeit macht mir nichts aus, jedoch ständig dann den Baum "pflegen" ist auch mühsam, ich habe auch schon von Leute gehört die sagen, sie würden sich keine Laubbäume mehr setzen 😉
15.09.2020
Der Baum selbst braucht keine Pflege, dein Empfinden von einem sauberen Garten macht die Arbeit aus 😬

Laubbäume würde und werde ich beim Neubau jetzt sicher setzen, allerdings eher was langsam wachsendes (weniger Rückschnitt), mit normalgroßen/größeren Blättern da diese nicht so weit vertragen werden und einfacher einzusammeln sind. 
Wenn du schreibst angrenzend ein Beet, umso größer desto besser (Nuss zb. ginge und man hat auch Nüsse). Regelmäßig geschnitten werden müssen sie alle, 10 Jahre sind deutlich zu lang.

Klassiker sind halt Ahorn aller Arten, Kugel-/Trompetenbaum, Essigbaum, Gingko, etc... und einfach zu pflegen.
Auch ein schöner Apfel- oder Birnenbaum spendet Schatten :) Würde hier weniger Wert auf schnell wachsend legen, denn dann musst du auch oft schneiden. Lieber gleich etwas größer einkaufen.

Bzgl. Mist: Pappel oder Birke würde sich ja auch keiner mitten in den Rasen stellen.


16.09.2020
Grund für "schnell wachsend" ist, dass ich nicht erst in 20 Jahren einen netten Schattenspender (und schönen Baum) haben möchte. Groß kaufen ist schon nett, aber ein großer Baum kostet gleich mal > 1000€ 😨

Essigbaum wirft auch sehr viel Laub und Äste ab, kenne ich vom Elternhaus. Nuss ebenfalls sehr viele Blätter, welche man dann nicht mal auf den Kompost darf.
16.09.2020
Bei uns in Bayern würde man halt an dieser Stelle einen schönen Kastanienbaum hinsetzen 😀
Große Blätter, die im Herbst leicht aufzukehren sind, dazu Kastanien zur Freude der Kinder, viel Schatten und Biergartenfeeling inklusive.
Werden aber auch gerne mal 10-15m hoch 😉 und so richtig wachsen wird da am Boden in 5 Meter Umkreis nichts mehr außer Schattenrasen...

Die ganzen Weidenarten sind ja schon richtige Dreckverteiler und müssen eigentlich regelmäßig zurückgeschnitten werden, da kannst du auch einen Palmkätzchenbaum (Salweide) setzen. Die wächst im Jahr bis zu 1,5 Meter und bietet im Frühling den Bienen Nahrung.
Alle 3 Jahre zurückschneiden, dann werden sie auch nicht zu groß.
16.09.2020
Kastanienbaum klingt auch nett, angeblich gibts da aber erst nach 30 Jahren Kastanien? ;)
16.09.2020
Querty, für euren Fall würde ich ganz klar einen Blauglockenbaum empfehlen, Paulownia fast fortunai (das ist die "kleiner" bleibenende Sorte).
Herrlicher Schattenspender, mächtiger Stamm, 2-3 Meter Wuchs im Jahr, wenn er mal nach den ersten beiden Jahren das Zurückfrieren überstanden hat ;)).
Sollte sich um die 10 Meter einpendeln.
Unser Baum ist nach rund 5J echt eine Wucht und Augenweide.
17.09.2020
Danke für den Tipp @speeeedcat - werde mir diesen genauer anschaun!



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